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Auswirkung von Botulinumtoxin Typ A Injektionen auf das Gangtraining bei zerebralparesebedingten spastischen Fußdeformitäten

Title: Auswirkung von Botulinumtoxin Typ A Injektionen auf das Gangtraining bei zerebralparesebedingten spastischen Fußdeformitäten

Bachelor Thesis , 2009 , 22 Pages , Grade: Sehr Gut

Autor:in: Günter Bauernhofer (Author)

Health - Physical Therapy / Occupational Therapy
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob durch Botulinumtoxin Typ A Injektionen Auswirkungen auf das Gangtraining bei Kindern mit zerebralparesebedingten spastischen Fußdeformitäten zu erwarten sind. Sie basiert auf dem fiktiven Patientenbeispiel eines siebenjährigen Kindes mit der Diagnose ‚Infatile Zerebralparese‘ und dadurch bedingter spastischer Spitzfußstellung beider Beine.
Botulinumtoxin Typ A ist das Toxin eines Bakteriums, welches nach Injektion in den Muskel die Acetylcholinfreisetzung und somit eine Erregungsübertragung hemmt. Diese Methode wird daher auch zur Senkung der Spastizität, welche ein Leitsymptom der infantilen Zerebralparese darstellt, angewandt. Durch zerebralparesebedingte Muskeldysbalancen können auch verschiedene Fußdeformitäten entstehen, welche das Kind wesentlich in seiner Gangaktivität einschränken.
Die Arbeit behandelt Studien, in welchen die Wirkungsweise von Botulinumtoxin Typ A Injektionen in den Musculus gastrocnemius bei spastischem Spitzfuß untersucht wurde. Hierbei zeigen sich Verbesserungen auf struktureller Ebene. Auf Funktionsebene erkennt man kaum signifikante Unterschiede im Vergleich zu der Placebogruppe.
Der / die PhysiotherapeutIn nimmt in dem Prozess der Botulinumtoxintherapie einen wichtigen Platz in der interdisziplinären Zusammenarbeit ein. Dieses Aufgabengebiet reicht von der Unterstützung bei der Patientenauswahl bis zur anschließenden Physiotherapie nach der Injektion. Diese physiotherapeutische Behandlung beginnt mit der Unterstützung des Kindes bei der Anpassung an die geänderte muskuläre Situation. Der Zeitraum, in dem Botulinumtoxin Typ A seine größte Wirkung zeigt, soll für Dehnung der spastischen Muskulatur und Kräftigung der antagonistischen Muskulatur verwendet werden. Die zukünftige Therapie zielt auf ein funktionelles, spielerisches, dynamisches und aktives Training ab. Weiters zeigt eine Einzelfallstudie, dass dynamische Therapie möglicherweise eine Alternative zur Botulinumtoxinbehandlung darstellen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Fiktives Patientenbeispiel

1. Botulinumtoxin

1.2 Allgemeine Wirkungsweise von Botulinumtoxin Typ A

1.2.1 Wirkungsweise auf verschiedenen Ebenen

1.3 Anwendungsgebiete

2. Zerebralparesebedingte, spastische Fußdeformitäten

2.1 Zerebralparese

2.2 Spastizität

2.2.1 Spastische Tetraplegie, Diplegie und Hemiplegie

2.3 Fußdeformitäten

2.3.1 Allgemein

2.3.2 Der Spitzfuß (Pes equinus)

2.3.3 Der Plattfuß (Pes planovalgus)

2.3.4 Der Klumpfuß (Pes equinovarus)

3. Die Ganganalyse vor und nach Botulinumtoxininjektion

4. Der / die PhysiotherapeutIn in der Botulinumtoxintherapie

4.1 Faktoren des Gangtrainings

5. Dynamische Therapie als Alternative zu Botulinumtoxin

6. Diskussion

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Botulinumtoxin Typ A auf das Gangtraining bei Kindern mit spastischen Fußdeformitäten infolge einer Zerebralparese. Dabei wird kritisch hinterfragt, inwieweit die medikamentöse Intervention die strukturelle und funktionelle Gangqualität beeinflusst und welche therapeutischen Ansätze für Physiotherapeuten daraus resultieren.

  • Wirkungsweise und klinische Anwendung von Botulinumtoxin Typ A bei spastischen Lähmungen.
  • Pathophysiologische Grundlagen der spastischen Zerebralparese und resultierende Fußdeformitäten.
  • Methoden der Ganganalyse zur Evaluation von Injektionserfolgen.
  • Physiotherapeutische Rolle und notwendige Begleitmaßnahmen nach der Injektionstherapie.
  • Dynamische Therapieansätze als alternative oder ergänzende Behandlungsstrategie.

Auszug aus dem Buch

1.2 Allgemeine Wirkungsweise von Botulinumtoxin Typ A

Bei Botulinumtoxin (BTX) handelt es sich um eines der stärksten bekannten Toxine, welches vom grammnegativen Bakterium Clostridium botulinum ausgeschieden wird. Es besteht aus sieben Untereinheiten (A, B, C, D, E, F und G), welche sich durch ihre Antigene unterscheiden. Bei Typ A handelt es sich um die wirksamste und meist erforschte Untereinheit. Bekannt ist Botulinumtoxin Typ A (BTX/A) unter den Handelsnamen Botox® und Dysport®, wobei sich Botox® durch seine drei bis fünffach größere Wirksamkeit von dem zweiten Produkt unterscheidet (Nolan, Cole & Liptak, 2006).

Das Gift wirkt im Bereich der motorischen Endplatte (neuromuskulären Endplatte), indem es die Ausschüttung von Acetylcholin in den synaptischen Spalt verhindert und somit die cholinerge Übertragung hemmt. Diese Blockierung der Erregungsüberleitung tritt nach ungefähr drei bis zehn Tagen ein und hält im Durchschnitt etwa drei bis sechs Monate an, mit einem Wirkungsmaximum nach zwei bis vier Wochen. Als Folge dieser Denervierung kommt es zur Aussprossung von Kollateralaxonen (‚Sprouting‘), welche die Ausschüttung von Acetylcholin übernehmen, bis es zur Regeneration der ursprünglich gehemmten Synapse kommt (Hüter-Becker & Dölken, 2005).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Beschreibt die Entstehung der Fragestellung im Rahmen eines Praktikums und definiert den inhaltlichen Rahmen sowie den Aufbau der Arbeit.

Fiktives Patientenbeispiel: Stellt das Fallbeispiel eines siebenjährigen Kindes mit spastischer Diplegie vor, um die praktischen Auswirkungen der Diagnose auf den Alltag zu verdeutlichen.

1. Botulinumtoxin: Erläutert die historische Entdeckung, die pharmakologische Wirkungsweise an der neuromuskulären Endplatte sowie die medizinischen Anwendungsgebiete.

2. Zerebralparesebedingte, spastische Fußdeformitäten: Definiert Zerebralparese und Spastizität und beschreibt die klinischen Erscheinungsbilder von Spitz-, Platt- und Klumpfüßen.

3. Die Ganganalyse vor und nach Botulinumtoxininjektion: Analysiert wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit von Injektionen auf Gangparameter mittels dreidimensionaler Ganganalyse.

4. Der / die PhysiotherapeutIn in der Botulinumtoxintherapie: Definiert die Aufgabenbereiche der Physiotherapie und betont die Wichtigkeit funktionellen Trainings zur Tonusregulierung.

5. Dynamische Therapie als Alternative zu Botulinumtoxin: Untersucht anhand einer Einzelfallstudie das Potenzial dynamischer Trainingsprogramme als Alternative zur medikamentösen Therapie.

6. Diskussion: Reflektiert die Ergebnisse der Studien, hinterfragt die Nachhaltigkeit der Injektionstherapie und empfiehlt ergänzende physiotherapeutische Konzepte.

Schlüsselwörter

Botulinumtoxin Typ A, Zerebralparese, Spastik, Physiotherapie, Gangtraining, Fußdeformitäten, Spitzfuß, neuromuskuläre Blockade, Ganganalyse, dynamische Therapie, Rehabilitation, motorische Kontrolle, pädiatrische Physiotherapie, Funktionsverbesserung, interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der therapeutischen Anwendung von Botulinumtoxin Typ A bei Kindern, die aufgrund einer infantilen Zerebralparese unter spastischen Fußdeformitäten leiden, und analysiert deren Nutzen für das Gangtraining.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Wirkungsweise von Botulinumtoxin, die klinische Definition der Zerebralparese, die Rolle der Physiotherapie im Behandlungsprozess sowie die Bewertung dynamischer Therapiekonzepte als Alternative.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, kritisch zu beleuchten, ob Botulinumtoxin-Injektionen tatsächlich nachhaltige Verbesserungen im Gangbild bewirken und welche begleitenden physiotherapeutischen Maßnahmen für die kindliche Entwicklung essentiell sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Studien und Fachliteratur sowie auf der Fallanalyse eines fiktiven Patientenbeispiels, um theoretische Erkenntnisse auf die Praxis zu übertragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die pharmakologische Wirkungsweise, die Klassifikation von Fußdeformitäten, die Evaluation durch Ganganalyse und die spezifischen Aufgaben des Physiotherapeuten in der Nachbehandlung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Botulinumtoxin, Zerebralparese, Spastik, Gangtraining, Physiotherapie und funktionelle Rehabilitation charakterisieren.

Warum ist das fiktive Patientenbeispiel für die Arbeit wichtig?

Es dient dazu, die theoretisch beschriebenen Krankheitsbilder (spastische Diplegie, Spitzfuß) konkret erfahrbar zu machen und die Herausforderungen der physiotherapeutischen Planung im Alltag aufzuzeigen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Botulinumtoxin-Therapie?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Botulinumtoxin auf struktureller Ebene kurzfristig wirken kann, langfristig jedoch keine befriedigenden funktionellen Verbesserungen ohne eine begleitende, intensive und dynamische physiotherapeutische Therapie zu erwarten sind.

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Details

Title
Auswirkung von Botulinumtoxin Typ A Injektionen auf das Gangtraining bei zerebralparesebedingten spastischen Fußdeformitäten
College
University of Applied Sciences Graz  (Physiotherapie)
Grade
Sehr Gut
Author
Günter Bauernhofer (Author)
Publication Year
2009
Pages
22
Catalog Number
V150131
ISBN (eBook)
9783640612048
ISBN (Book)
9783640612277
Language
German
Tags
Auswirkung Botulinumtoxin Injektionen Gangtraining Fußdeformitäten Sehr
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Günter Bauernhofer (Author), 2009, Auswirkung von Botulinumtoxin Typ A Injektionen auf das Gangtraining bei zerebralparesebedingten spastischen Fußdeformitäten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150131
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