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Aufbau und Funktion des Pharmamarktes

Title: Aufbau und Funktion des Pharmamarktes

Term Paper , 2006 , 31 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Claudia Gottschalk (Author)

Economics - Macro-economics, general
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3. Schlussbetrachtung
Der Pharmamarkt ist ein reifer Oligopolmarkt, [...]. Unter den Anbietern herrscht eine Gruppensolidarität. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um Preisabsprachen, sondern um jahrelange Markterfahrung im Umgang mit der Aktions – Reaktions – Verbundenheit. Wenn zum Beispiel durch ein neues Produkt ein Preis festlegt wird, passen die Mitbewerber, die das substitutive Gut besitzen, ihren Preis an den festgelegten an.
Durch den Konzentrationsprozess, [...] kann es zur Wettbewerbsverzerrung kommen, da immer weniger Konkurrenz vorhanden ist. Um eine daraus resultierende Marktmacht zu verhindern, greift der Staat durch ein Kartellverbot, das Verbot der Marktbeherrschung und indem er keine Subventionen vergibt, ein.
Der Pharmamarkt ist ein komplexer Markt, der aus zwei Teilmärkten besteht, [...]. Den Herstellern, die auch die Anbieter sind, ist es möglich, gleichzeitig auf beiden Teilmärkten aktiv zu sein, da sie sowohl rezeptpflichtige, als auch rezeptfreie Arzneimittel produzieren können.
Sie lassen sich in vier verschiedene Gruppen unterteilen: [...].

Der Pharmamarkt unterscheidet sich vom Konsumgütermarkt, indem der Staat durch Gesetze, Kontrollen und Preisregulierungen eingreift und dessen Freiheit somit beschränkt. Dies geschieht, weil auf ihm lebensnotwendige Güter, die Arzneimittel, gehandelt werden. Der Staat muss dafür sorgen, dass sie qualitativ hochwertig und für die Verbraucher unbedenklich sind. Hierfür wird zum Beispiel ein Zulassungsverfahren von Medikamenten durchgeführt, bei dem das Risiko –Nutzen – Verhältnis für die Verbraucher abgewogen wird. [...]
Der Staat ist verantwortlich für ein soziales Gesundheitssystem, das für jeden Konsumenten, unabhängig von seiner finanziellen Lage, bezahlbar ist, muss jedoch auch berücksichtigen, dass die Unternehmen weiterhin kostendeckend produzieren können und es auch für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV), durch die der Staat als aktiver Marktteilnehmer auftritt, finanzierbar bleiben soll.
Zudem müssen die Güter für jeden zugänglich sein. Deshalb müssen Großhändler und Apotheken einen permanenten Vorrat an Medikamenten [...]. Um dies zu erreichen, dürfen besonders auf diesem Markt keine Lieferabkommen mit Herstellern geschlossen werden.
Im internationalen Vergleich bekommen deutsche Hersteller weniger Anteile vom Endverbraucherpreis, als die Hersteller anderer Länder, da [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufbau und Funktion des Pharmamarktes

2.1. Die Marktordnung

2.2. Die Marktstrukturen

2.3. Die Wettbewerbsordnung

2.4. Der Konzentrationsprozess

2.5. Der Pharmamarkt in Deutschland

2.6. Die allgemeine Preispolitik des auf dem Pharmamarkt

2.7. Die Preispolitik des deutschen Pharmamarktes im internationalen Vergleich

3. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die Struktur, die Akteure und die staatliche Regulierung des Pharmamarktes. Das zentrale Ziel ist es, Einblicke in das Verhalten der Marktteilnehmer zu geben und die spezifische Bedeutung von Arzneimitteln als lebensnotwendige Güter in der Volkswirtschaft sowie die daraus resultierenden staatlichen Eingriffe zu analysieren.

  • Marktstrukturen und Wettbewerb im pharmazeutischen Sektor
  • Staatliche Regulierung, Preisfindung und Versorgungssicherheit
  • Die Rolle der verschiedenen Marktteilnehmer (Industrie, Apotheken, Ärzte, Krankenkassen)
  • Unterscheidung zwischen dem verordnenden Markt und dem Selbstmedikationsmarkt
  • Internationaler Vergleich der Arzneimittelpreise und Steuerbelastungen

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Marktordnung

Es gibt zwei Formen der Wirtschaftsordnung, die Zentralverwaltungswirtschaft und die Marktwirtschaft. In der Zentralverwaltungswirtschaft wird vom Staat ein zentraler Wirtschaftsplan aufgestellt, während es in der Marktwirtschaft keinen Zentralplan gibt, sondern alle Unternehmen und Haushalte selbständig für ihre Bereiche Konsum- und Produktionspläne aufstellen, um ihre Zielsetzung zu erreichen. Dies sind in der Volkswirtschaft die freien Märkte.

Dabei ist zu beachten, dass manche Märkte mehr und manche weniger Ordnung bedürfen. Der Pharmamarkt erfordert ein höheres Maß an Regulierung, da seine Güter lebensnotwendig sind. Das Kontroll- und Regulierungsorgan ist der Staat. Er muss dafür Sorge tragen, dass die Pharmaindustrie lebensunbedenkliche Medikamente auf den Markt bringt, damit Fälle, wie der Contergan - Skandal in den 60er Jahren, vermieden werden können. Das Risiko für die Menschen muss minimal gehalten werden, um sie vor Vergiftungen etc. schützen.

Somit unterliegt der Pharmamarkt, trotz freier Marktwirtschaft externen Einschränkungen durch Gesetze und Verordnungen, wie dem Codex, AMG (Arzneimittelgesetz), HMG (Heilmittelgesetz), UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb), GMP (Good manufacturing partice).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Pharmamarkt als einen durch staatliche Regulierungen geprägten Teilbereich des Gesundheitsmarktes und skizziert das Ziel der Arbeit, das Verhalten der Akteure und die Rolle des Staates zu untersuchen.

2. Aufbau und Funktion des Pharmamarktes: Dieses Kapitel analysiert grundlegende Marktstrukturen, den Wettbewerb und die Einflussfaktoren auf den deutschen Pharmamarkt, einschließlich der Preisbildung und der Bedeutung verschiedener Marktteilnehmer.

3. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, insbesondere die Komplexität des Pharmamarktes als reifer Oligopolmarkt und die Notwendigkeit staatlicher Eingriffe zur Sicherung der Arzneimittelversorgung.

Schlüsselwörter

Pharmamarkt, Gesundheitsmarkt, Marktstruktur, Oligopol, Preispolitik, Arzneimittel, staatliche Regulierung, Wettbewerbsordnung, Konzentrationsprozess, Selbstmedikation, Pharmaunternehmen, Gesetzliche Krankenversicherung, Arzneimittelsicherheit, Markttransparenz, Informationsasymmetrien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Aufbau und die Funktion des Pharmamarktes, wobei insbesondere die Rollen der verschiedenen Marktteilnehmer und die Notwendigkeit staatlicher Regulierungen für dieses lebensnotwendige Gut beleuchtet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen zählen die Marktordnung, die Marktstrukturen, die Wettbewerbsverhältnisse innerhalb der Pharmaindustrie sowie die Preisgestaltung und die Einflüsse des Staates auf den Markt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Einblicke in das Verhalten der einzelnen Marktteilnehmer zu vermitteln und die besondere Rolle des Staates beim Schutz der Patienten sowie der Gewährleistung einer bezahlbaren Arzneimittelversorgung darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse der volkswirtschaftlichen Zusammenhänge auf dem Pharmamarkt, ergänzt durch Branchenbeispiele und einen internationalen Vergleich der Arzneimittelpreise.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Marktordnung, den Marktstrukturen, dem Konzentrationsprozess, den Spezifika des deutschen Pharmamarktes sowie der Preispolitik und der staatlichen Regulierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Pharmamarkt, Oligopol, staatliche Regulierung, Arzneimittelversorgung, Preispolitik und Markttransparenz charakterisiert.

Warum benötigt der Pharmamarkt ein höheres Maß an staatlicher Regulierung als andere Konsumgütermärkte?

Da Arzneimittel lebensnotwendige Güter sind, deren Qualität und Wirkung von Verbrauchern kaum eingeschätzt werden können, ist eine staatliche Kontrolle zur Sicherung der Patientengesundheit und zur Vermeidung von Risiken zwingend erforderlich.

Wie unterscheidet sich der verordnende Markt vom Selbstmedikationsmarkt?

Auf dem verordnenden Markt werden apotheken- und rezeptpflichtige Medikamente gehandelt, deren Kosten häufig von der Krankenkasse übernommen werden. Der Selbstmedikationsmarkt umfasst freiverkäufliche Produkte, die direkt vom Konsumenten selbst bezahlt werden.

Welche Rolle spielt die Gruppensolidarität im pharmazeutischen Oligopol?

Unter den wenigen großen Anbietern entwickelt sich eine Art Gruppensolidarität, nicht durch Preisabsprachen, sondern durch jahrelange Markterfahrung und Kenntnis der wechselseitigen Reaktionsmöglichkeiten, was zu einem kompetitiven Parallelverhalten führen kann.

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Details

Title
Aufbau und Funktion des Pharmamarktes
College
University of Applied Sciences Mainz
Grade
1,3
Author
Claudia Gottschalk (Author)
Publication Year
2006
Pages
31
Catalog Number
V150167
ISBN (eBook)
9783640616862
ISBN (Book)
9783640616619
Language
German
Tags
Oligopol Pharmamarkt Arzneimittel Generika Marktverteilung Volkswirtschaft Hersteller Konsumenten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Gottschalk (Author), 2006, Aufbau und Funktion des Pharmamarktes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150167
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