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Mindestlöhne auch in Deutschland?

Die Anfänge und Erfahrungen mit dem gesetzlichen Mindestlohn in Großbritannien und USA

Título: Mindestlöhne auch in Deutschland?

Trabajo Escrito , 2010 , 24 Páginas , Calificación: 1,4

Autor:in: Katharina Hilberg (Autor)

Sociología - Política, Mayorías, Minorías
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Deutschland gehört in der EU mit zu den wenigen Ländern neben Österreich, Zypern, Italien, Finnland, Schweden und Dänemark, die keinen gesetzlichen Mindestlohn haben und daher vor einer großen Herausforderung stehen. 20 Mitgliedsstaaten der EU wie Spanien, Portugal, Polen, Niederlande, Großbritannien etc. haben bereits einen Mindestlohn festgelegt. Auch die USA schließt sich der Gruppe eines geregelten Mindestlohnes an. Jedoch schwankt die Höhe des Mindestlohnes zwischen den einzelnen Ländern erheblich. Die Erfahrungen in Europa und auch den USA lassen in Deutschland positive Erwartungen und Hoffnungen einer Einführung eines Mindestlohnes aufkommen.
Viele Menschen in Deutschland können von ihrem Arbeitslohn allein häufig nicht den Lebensunterhalt bestreiten und davon leben. „Der Lohn, das durch Erwerbstätigkeit erzielte Einkommen, muss jedem und jeder abhängig Beschäftigten eine eigenständige Existenzsicherung und ein Leben in Würde und Unabhängigkeit ermöglichen. Armut trotz Vollzeiterwerbstätigkeit ist beschämend und menschenunwürdig.“ Daher sprechen sich nicht nur zahlreiche Arbeitnehmer, sondern auch Arbeitgeber in der Gebäudereinigung, Zeitarbeit und Bauwirtschaft für Mindestlöhne aus. Das Institut für Arbeit und Technik in Gelsenkirchen unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Gerhard Bosch und Frau Dr. Claudia Weinkopf stellte fest, dass „17% der Vollzeitbeschäftigten einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle“ erhalten. Studien und Erhebungen zeigten nachhaltig auf, dass der Mindestlohn zwar kein Allheilmittel ist, allerdings in einigen Ländern zumindest kleine Erfolge zu erkennen sind. Über die Frage, ob in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt werden soll, wird aktuell heftig und kontrovers in der Gesellschaft diskutiert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Mindestlohn

2.1. Gesetzlicher Mindestlohn

2.2. Tariflöhne

3. Der Mindestlohn in Großbritannien

3.1. Allgemeines/ Vorbemerkungen

3.2. Entstehung und Anfänge des Mindestlohnes

3.3. Rechtliche Grundlagen

3.4. Entwicklungen des Mindestlohnes

3.5. Die Low Pay Commission

3.6. Tax Credit und Auswirkungen auf die Beschäftigung

4. Der Mindestlohn in den USA

4.1. Allgemeines / Vorbemerkungen

4.2. Workfare-Konzept / Begriff der Working Poor

4.3. Entstehung und Entwicklung - Historische Fakten

4.4. Für wen gilt der Mindestlohn?

4.5. Auswirkung auf die Beschäftigung

4.6. Living Wage

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Erfahrungen mit dem gesetzlichen Mindestlohn in Großbritannien und den USA, um daraus Erkenntnisse für die aktuelle Debatte über eine mögliche Einführung eines Mindestlohns in Deutschland abzuleiten.

  • Historische Entstehung und Entwicklung der Mindestlohnregelungen in Großbritannien und den USA.
  • Untersuchung der Auswirkungen von Mindestlöhnen auf die Beschäftigungsquote.
  • Analyse flankierender sozialpolitischer Maßnahmen wie Tax Credit und Workfare-Konzepte.
  • Diskussion der Bedeutung von Institutionen wie der Low Pay Commission.
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen für die deutsche Arbeitsmarktpolitik.

Auszug aus dem Buch

3.2. Entstehung und Anfänge des Mindestlohnes

Bereits in frühen Jahren setzte man sich mit der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes in Großbritannien auseinander. Dieser sollte anfangs gerade in schwach organisierten Branchen zum Tragen kommen. Aus diesem Grund wurden im Jahre 1909 sogenannte Wage Boards ins Leben gerufen, die für einen geregelten Arbeitslohn in einkommensschwachen Branchen zuständig waren. „1945 wurden diese Boards durch die sogenannten Wages Councils (Lohnausschüsse) ersetzt. Diese bestanden aus einer gleichen Zahl von Arbeitgebern – bzw. Gewerkschaftsvertretern sowie einigen >unabhängigen< Personen.“ Diese Lohnausschüsse zeigten sich bis etwa zu den 80er Jahren als erfolgreich. Anschließend verloren sie zunehmend an Bedeutung. Ein Grund dafür war u.a., weil die vorgesehenen Lohnempfänger nicht in das festgesetzte Muster hineinpassten. Gewissermaßen „[…] blieben die meisten Niedriglohnempfänger im Rahmen dieses Systems unberücksichtigt, weil sie nicht in den Branchen arbeiteten, die üblicherweise an die Lohnsätze gebunden waren. 1993 wurden die Lohnausschüsse in allen Sektoren mit Ausnahme der Landwirtschaft – zum Teil gegen den Widerstand einiger sektoraler Arbeitgeberverbände – abgeschafft.“ Als die Lohnausschüsse nicht mehr existierten, kam erneut das Interesse für einen nationalen Mindestlohn in der Gesellschaft auf. Sogar einige Gewerkschaften konnten sich für einen neuen Ansatz im Niedriglohnbereich begeistern. Zudem bekam der Mindestlohn durch den Rückgang der Tarifbindung zusätzliche Aufmerksamkeit. „Der Rückgang der Tarifbindung war ein entscheidender Faktor für die Einsicht seitens der Gewerkschaften, dass gesetzliche Eingriffe notwendig sind.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die aktuelle Debatte um den Mindestlohn in Deutschland vor und vergleicht diese mit den Erfahrungen in der EU und den USA.

2. Definition Mindestlohn: Dieses Kapitel definiert den gesetzlichen Mindestlohn sowie den Begriff der Tariflöhne als abzugrenzende Konzepte.

3. Der Mindestlohn in Großbritannien: Hier werden die Entstehung, rechtliche Grundlagen, die Rolle der Low Pay Commission sowie arbeitsmarktpolitische Effekte in Großbritannien analysiert.

4. Der Mindestlohn in den USA: Das Kapitel beleuchtet das Workfare-Konzept, die historische Entwicklung sowie die Debatte um die Working Poor und den Living Wage in den USA.

5. Fazit: Das Fazit fasst die internationalen Erfahrungen zusammen und leitet spezifische Handlungsempfehlungen für eine mögliche Mindestlohneinführung in Deutschland ab.

Schlüsselwörter

Mindestlohn, Großbritannien, USA, Deutschland, Niedriglohn, Working Poor, Arbeitsmarktpolitik, Low Pay Commission, Tariflohn, Workfare, Beschäftigungseffekte, Armutsbekämpfung, Sozialstaat, Lohnspreizung, Existenzsicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das kontrovers diskutierte Thema der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland unter Einbeziehung der Erfahrungen aus Großbritannien und den USA.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung von Mindestlohnregelungen, deren Auswirkungen auf die Beschäftigung und die Rolle ergänzender Instrumente wie Steuergutschriften oder Workfare-Modelle.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach den Voraussetzungen und Auswirkungen von Mindestlöhnen in anderen Ländern und untersucht, was Deutschland aus diesen Erfahrungen für eine eigene gesetzliche Regelung lernen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literatur- und Dokumentenanalyse, die auf Studien, Fachberichten und politisch-ökonomischen Daten der betrachteten Länder basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der britischen Regelungen (NMW, Low Pay Commission) und des US-amerikanischen Modells (Workfare, Working Poor, Living Wage).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mindestlohn, Niedriglohnsektor, Sozialstaat, Arbeitsmarktpolitik, Lohnspreizung und Beschäftigungseffekte charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Low Pay Commission in Großbritannien?

Sie fungiert als unabhängige Institution, die die Regierung bei der Festlegung des Mindestlohns berät, Auswirkungen analysiert und als Vermittler zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern agiert.

Was unterscheidet den Living Wage vom allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn in den USA?

Während der gesetzliche Mindestlohn landesweit gilt, wird der Living Wage auf lokaler Ebene in bestimmten Städten für Unternehmen angewandt, die Geschäftsbeziehungen zur öffentlichen Hand unterhalten.

Warum wird das Workfare-Konzept in den USA so kritisch betrachtet?

Es wird kritisiert, da Sozialleistungen an Beschäftigung geknüpft sind, was den Druck auf erwerbslose Menschen erhöht, oft unter prekären Bedingungen zu arbeiten, statt die zugrunde liegende Armut nachhaltig zu bekämpfen.

Was empfiehlt die Verfasserin konkret für Deutschland?

Sie empfiehlt eine schrittweise Einführung mit langfristiger Planungssicherheit, wirksame Kontrollen, die Vermeidung einer Subventionierung durch Sozialleistungen und die explizite Berücksichtigung von Auszubildenden.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Mindestlöhne auch in Deutschland?
Subtítulo
Die Anfänge und Erfahrungen mit dem gesetzlichen Mindestlohn in Großbritannien und USA
Universidad
University of Marburg  (Institut für Soziologie)
Calificación
1,4
Autor
Katharina Hilberg (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
24
No. de catálogo
V150222
ISBN (Ebook)
9783640613168
ISBN (Libro)
9783640613281
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mindestlöhne Deutschland Anfänge Erfahrungen Mindestlohn Großbritannien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katharina Hilberg (Autor), 2010, Mindestlöhne auch in Deutschland?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150222
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