Nach einer kurzen Darstellung zur Entstehung der Xenien, ihrer motivationalen Hintergründe sowie ihrer intentionalen Ausrichtung, wird es darum gehen, den Gebrauch kriegerischen Vokabulars innerhalb des Briefwechsels und die damit verbundenen kriegsähnlichen Strategien genauer zu betrachten.
Im Anschluss an die Analyse einiger ausgewählter Xenien gegen den Musiker Johann Friedrich Reichardt, soll zum Schluss noch ein kurzer Blick auf die Rezeption der Xenien und die durch jene „Kriegsgeschosse“ ausgelösten sog. „Anti-Xenien“ gerichtet werden.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Die Xenien - Entstehungshintergrund, Motive und Intentionen
- Der Xenienstreit - Ein literaturpolitischer Kleinkrieg?
- Die Xenien - Literarische Geschosse im Kampf gegen Johann Friedrich Reichardt
- „Die Gegner schießen zurück\" - Zur Wirkung der Anti-Xenien
- Nachwort
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Xenien von Schiller und Goethe aus der Perspektive eines literaturpolitischen Kleinkrieges. Sie analysiert den Entstehungshintergrund, die Motive und Intentionen der Dichter, sowie den Gebrauch kriegerischen Vokabulars im Briefwechsel und die literarischen Strategien im Umgang mit Kritikern. Die Arbeit befasst sich auch mit der Rezeption der Xenien und den Folgen, die diese "Kriegsgeschosse" auslösten.
- Die Xenien als literarische Waffen im "Kampf" gegen literarische Missstände
- Die Rolle von kriegerischem Vokabular im Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe
- Die Analyse ausgewählter Xenien gegen Johann Friedrich Reichardt
- Die Rezeption der Xenien und die "Anti-Xenien" als Reaktion
- Die literarische Form der Xenien als Metapher für waffenähnliche Konstrukte
Zusammenfassung der Kapitel
- Das Vorwort thematisiert die Kriegssprache in der Laudatio für Wolf Lepenies und stellt die Frage, inwiefern die Xenien als literaturpolitischer Kleinkrieg betrachtet werden können.
- Kapitel 2 beleuchtet den Begriff "Xenie", die Entstehungsgeschichte der Xenien und die Motive sowie Intentionen von Schiller und Goethe bei ihrer Entstehung.
- Kapitel 3 widmet sich dem "Xenienstreit" und analysiert die Hintergründe des literarischen Konflikts zwischen Schiller und Goethe und ihren Kritikern.
- Kapitel 4 betrachtet die Xenien als literarische "Geschosse" im "Kampf" gegen Johann Friedrich Reichardt und analysiert die formale Gestaltung der Xenien als Metapher für waffenähnliche Konstrukte.
- Kapitel 5 untersucht die Rezeption der Xenien und die "Anti-Xenien" als Reaktion auf die provokanten Texte.
Schlüsselwörter
Xenien, Schiller, Goethe, Literaturpolitik, Kleinkrieg, Distichon, Briefwechsel, Kritik, Reichardt, Anti-Xenien, Rezeption, "Kriegsgeschosse", literarische Waffen, Metapher, Motivation, Intention.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Xenien von Schiller und Goethe?
Die Xenien sind eine Sammlung von satirischen Distichen, die Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe gemeinsam verfassten, um literarische Missstände und zeitgenössische Kritiker zu verspotten.
Warum wird der Xenienstreit als literaturpolitischer Kleinkrieg bezeichnet?
Der Begriff rührt daher, dass Schiller und Goethe in ihrem Briefwechsel kriegerisches Vokabular verwendeten und ihre Texte als „Geschosse“ oder „Waffen“ im Kampf gegen ihre Gegner betrachteten.
Wer war Johann Friedrich Reichardt im Kontext der Xenien?
Johann Friedrich Reichardt war ein Musiker und Komponist, der zum Ziel zahlreicher Xenien wurde, da er als prominenter Kritiker der Weimarer Klassiker galt.
Was sind die sogenannten „Anti-Xenien“?
Als Anti-Xenien werden die literarischen Gegenreaktionen und Antworten der verspotteten Kritiker bezeichnet, die ihrerseits versuchten, Schiller und Goethe mit ähnlichen Mitteln anzugreifen.
Welche Rolle spielt das Distichon in den Xenien?
Das Distichon ist die gewählte literarische Form der Xenien. Es besteht aus einem Hexameter und einem Pentameter und diente als prägnantes Werkzeug für die satirische Zuspitzung.
Was war die Hauptintention von Schiller und Goethe bei diesem Projekt?
Die Hauptintention war die Verteidigung ihrer ästhetischen Ideale und die Säuberung des literarischen Marktes von aus ihrer Sicht minderwertiger Kritik und Philistertum.
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- Vera Fischer (Author), 2006, Ein literaturpolitscher Kleinkrieg: Die Xenien von Schiller und Goethe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150249