Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › English Language and Literature Studies - Linguistics

"Come in and find out" - Zum Verständnis von Werbeanglizismen im Deutschen

Title: "Come in and find out" - Zum Verständnis von Werbeanglizismen im Deutschen

Thesis (M.A.) , 2005 , 87 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sina Goldschadt (Author)

English Language and Literature Studies - Linguistics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Zum Verständnis von Werbeanglizismen im Deutschen

Wer kennt diese Situationen nicht? Man möchte wie gewohnt die Nachrichten sehen, doch diesmal kommt mit neuen Moderatoren und im neuen Studio Newstime. Auf der Telefonrechnung steht nicht mehr Ortsgespräch, sondern city call und in der Stammbäckerei gibt es neuerdings coffee to go. Gerade auch im Internet wird man schnell fündig. Überall sieht man logins, logouts und newsletters und messages findet man im Übermaß. Es besteht kein Zweifel daran, dass unsere deutsche Sprache, und dadurch auch unser Alltag, mehr und mehr vom Englischen beeinflusst werden. Doch versteht die Mehrheit der Konsumenten diese fremdsprachigen Elemente auch? Die vorliegende Magisterarbeit befasst sich genau mit dieser Fragestellung, insbesondere im Hinblick auf Werbeanglizismen.

Diese Arbeit besteht aus theoretischen Abschnitten und einem praktischen Teil. Kapitel 2 liefert wichtige Grundlagen zum Thema. Dabei werden der Begriff des Anglizismus, verschiedene Arten der Entlehnung sowie die Typen von Anglizismen nach Yang beleuchtet. Darüber hinaus wird kurz auf geschichtliche Hintergründe eingegangen, um die Bedeutung und Entwicklung von Anglizismen über die Zeit zu betrachten. Im folgenden Kapitel geht es um den bisherigen Forschungsstand. Zunächst wird auf Untersuchungen von Anglizismen im Allgemeinen eingegangen. Im Anschluss werden Arbeiten zum Thema Werbeanglizismen im Speziellen erläutert, um schließlich zum Hauptthema dieser Arbeit hinzuführen. Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Thematik, warum gerade die Werbung so reich an Anglizismen ist. Der Begriff Slogan wird definiert und Funktionen der Sprachauswahl werden erläutert. Ergänzend werden die stilistischen Wirkungen von Anglizismen beleuchtet.
Nach dem theoretischen Teil beschäftigt sich Kapitel 5 mit der eigens zum Thema Werbeanglizismen durchgeführten Studie, welche ausführlich beschrieben und ausgewertet wird.
Im darauf folgenden Abschnitt dieser Magisterarbeit geht es um die Frage, wie Anglizismen und ihr Einfluss auf die deutsche Sprache bewertet werden. Es wird darauf eingegangen, ob sprachpuristische Überlegungen, wie z.B. in Frankreich, auch in Deutschland aktuell sind. Weiterhin geht es um neueste Entwicklungen zur Thematik, welche die derzeitige Situation von englischen Werbeslogans in Deutschland betreffen und einen interessanten Ausblick in die Zukunft geben. Der letzte Teil dieser Magisterarbeit stellt eine Schlussbetrachtung zum Thema dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Anglizismus: Begriff und Geschichte

2. 1. Begriffsklärungen

2.1.1. Anglizismus - Definitionen

2.1.2. Entlehnungstypen

2.1.3. Anglizismenarten nach Yang

2. 2. Geschichtliche Aspekte

3. Forschungsstand

3.1. Forschungsstand Anglizismen allgemein

3.1.1. Forschung in der BRD

3.1.2 Forschung in der DDR

3.2. Forschungsstand Werbeanglizismen

3.2.1. Untersuchung von Frequenz und Verteilung auf Sachgebiete

3.2.2. Studien zum Verständnis von Anglizismen

4. Anglizismen in der Werbung

4.1. Definition Slogan

4.2. Funktionen der Sprachwahl

4.3. Stilistische Funktionen von Anglizismen

4.4. Verständlichkeit versus Wirksamkeit

5. Eigene Untersuchung

5.1. Inhalte und Anliegen der Arbeit

5.1.1. Grundlegende Informationen zur Analyse

5.1.2. Aufgestellte Hypothesen

5.2. Auswertung

5.2.1. Auswertung der Slogans im Einzelnen

5.2.2. Hypothesentest

5.3. Zusammenfassung

6. Schadet zu viel Englisch der deutschen Sprache?

6.1. Sprachschutz in Deutschland

6.2. Neueste Entwicklungen

7. Schlussbetrachtung

8. Bibliographie der zitierten Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verständnis von englischen Werbeslogans in Deutschland. Ziel ist es, durch eine eigene empirische Studie zu klären, inwieweit die häufig eingesetzten englischen Elemente von der breiten Konsumentenmasse tatsächlich verstanden werden und wie sich dieses Verständnis im Kontext demografischer Variablen wie Alter und Herkunft verhält.

  • Analyse des Forschungsstandes zu Werbeanglizismen
  • Untersuchung der stilistischen Funktionen von Anglizismen in der Werbung
  • Empirische Überprüfung des Konsumentenverständnisses mittels Fragebogenstudie
  • Diskussion über die Auswirkungen von Anglizismen auf die deutsche Sprache
  • Betrachtung aktueller Entwicklungen einer Rückbesinnung auf deutschsprachige Slogans

Auszug aus dem Buch

4.3. Stilistische Funktionen von Anglizismen

Nachdem die Funktionen der Sprachwahl im Allgemeinen erläutert wurden, werden jetzt die stilistischen Funktionen nach Galinsky näher betrachtet (Galinsky 1963: 98 ff). Der Linguist unterscheidet dabei zwischen den folgenden Funktionen von Anglizismen, von denen oftmals mehrere gleichzeitig erfüllt werden: Lokalkolorit, Sprachökonomie, Verschleierung, Lebendigkeit, Bildhaftigkeit, Ton und Ausdrucksvariation.

1. Lokalkolorit: Der Begriff Kolorit bezeichnet in diesem Zusammenhang die Färbung der Sprache, und zwar die der englischen im Speziellen. Durch den Gebrauch von Anglizismen sollen Eigenschaften der Marke bzw. des Produkts in die Sprache übertragen werden und dadurch eine Assoziation mit den USA hervorrufen (Bohmann 1996: 179 ff). Es soll somit eine „American atmosphere” ausgestrahlt werden, wie beispielsweise bei der Verwendung von Wörtern wie Coke oder College (Galinsky 1963: 101). Durch Anglizismen versucht man demnach, eine ganz bestimmte Atmosphäre zu vermittelt (Yang 1990: 118), denn besonders das Englische verleiht ein gewisses internationales Flair (Störiko 1995: 455).

2. Sprachökonomie: Dieser Aspekt beschreibt den Vorteil der Kürze und Präzision, welcher durch Anglizismen erreicht werden kann. Galinsky nennt ihn auch „Bezeichnungsgenauigkeitsaspekt“ (Galinsky 1963: 105). Ziel ist es, mit geringem sprachlichem Aufwand einen maximalen Effekt zu erzielen (Pfitzner 1978: 161 ff). Durch das Englische können z.B. Inhalte ausgedrückt werden, die es im Deutschen in dieser Form nicht gibt (Galinsky 1963: 105), denn manche Anglizismen tragen Denotationen sowie Konnotationen, die deutsche Wörter nicht besitzen (Pfitzner 1978: 161 ff). Bohmann findet heraus, dass Ausdrücke wie airbag von der Mehrheit der Befragten als international und modern beschrieben werden, während Luftsack einfach nur als lächerlich empfunden wird (Bohmann 1996: 210 ff). Ein weiterer wichtiger Aspekt der Sprachökonomie ist die Tatsache, dass es bei vielen neuen Produkten oftmals einfacher ist, den englischen Ausdruck zu übernehmen, als erst eine deutsche Entsprechung finden zu müssen (Fink, Fijas, Schons 1997: 59 ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Werbeanglizismen ein und stellt die zentrale Fragestellung der Magisterarbeit dar: Verstehen die Konsumenten die fremdsprachigen Elemente in der Werbung?

2. Anglizismus: Begriff und Geschichte: Dieses Kapitel liefert grundlegende Definitionen von Anglizismen, beleuchtet verschiedene Entlehnungstypen und diskutiert den historischen Hintergrund sowie die Entwicklung von Anglizismen im Deutschen.

3. Forschungsstand: Hier wird ein detaillierter Überblick über die bisherige linguistische Forschung gegeben, wobei sowohl Studien aus der ehemaligen BRD als auch der DDR sowie spezielle Untersuchungen zu Werbeanglizismen betrachtet werden.

4. Anglizismen in der Werbung: Das Kapitel behandelt die Gründe für die hohe Präsenz von Anglizismen in der Werbung, definiert den Begriff Slogan und analysiert die stilistischen Funktionen sowie das Spannungsfeld zwischen Verständlichkeit und Werbewirksamkeit.

5. Eigene Untersuchung: Dieser Teil beschreibt die methodische Vorgehensweise, die Hypothesen und die detaillierte Auswertung der eigens für diese Arbeit durchgeführten empirischen Studie zum Verständnis von 15 ausgewählten Werbeslogans.

6. Schadet zu viel Englisch der deutschen Sprache?: Hier wird die Frage des Sprachschutzes in Deutschland thematisiert und es werden aktuelle Tendenzen beleuchtet, die auf eine Rückbesinnung zu deutschsprachigen Werbeslogans hindeuten.

7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des englischen Einflusses auf die deutsche Sprache.

8. Bibliographie der zitierten Literatur: Dieses Kapitel führt das gesamte verwendete Quellenmaterial inklusive Lexika, Fachliteratur und Internetquellen auf.

Schlüsselwörter

Werbung, Anglizismen, Werbeslogans, Sprachwandel, Empirische Untersuchung, Sprachverständnis, Konsumenten, Sprachwahl, Werbewirkung, Sprachwissenschaft, Fremdwörter, Internationalität, Moderne, Sprachökonomie, Markenimage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Magisterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der zunehmenden Verwendung englischer Wörter in deutscher Werbung und untersucht, ob diese fremdsprachigen Slogans von den Konsumenten tatsächlich verstanden werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit verknüpft theoretische Grundlagen zur Definition und Geschichte von Anglizismen mit dem wissenschaftlichen Forschungsstand zu Werbeanglizismen und einer eigenen empirischen Analyse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, den Einfluss von Werbeanglizismen auf das Verständnis der Konsumenten zu prüfen und zu untersuchen, ob Werbebotschaften trotz mangelnden Verständnisses ihre werbliche Wirkung entfalten können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine empirische Fragebogenstudie durchgeführt, in der 100 Probanden 15 aktuelle Werbeslogans bewerten und übersetzen mussten. Die Daten wurden anschließend mit der Statistiksoftware SPSS ausgewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung des Forschungsstandes, eine Analyse der stilistischen Funktionen von Anglizismen in der Werbung sowie die detaillierte Beschreibung und Auswertung der eigenen empirischen Studie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Werbeanglizismen, Sprachverständnis, Konsumentenpsychologie, Werbesprache und Sprachwandel charakterisiert.

Gibt es einen Unterschied im Verständnis zwischen den alten und neuen Bundesländern?

Die Untersuchung bestätigt, dass Probanden aus den alten Bundesländern im höheren Alter mehrheitlich bessere Kenntnisse aufweisen als gleichaltrige Teilnehmer aus den neuen Bundesländern.

Wie wirken sich Anglizismen auf das Verständnis der Slogans aus?

Viele der untersuchten Slogans werden von der Mehrheit der Konsumenten nicht korrekt verstanden, was darauf hindeutet, dass das wortwörtliche Verständnis oft hinter die Erzeugung von Assoziationen und Aufmerksamkeit zurücktritt.

Excerpt out of 87 pages  - scroll top

Details

Title
"Come in and find out" - Zum Verständnis von Werbeanglizismen im Deutschen
College
Technical University of Chemnitz
Grade
1,7
Author
Sina Goldschadt (Author)
Publication Year
2005
Pages
87
Catalog Number
V150250
ISBN (eBook)
9783640621118
ISBN (Book)
9783640621552
Language
German
Tags
Anglizismen Slogans Verständnis Fragebogenstudie Forschungsstand Unterschied Ost West Werbung Englisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sina Goldschadt (Author), 2005, "Come in and find out" - Zum Verständnis von Werbeanglizismen im Deutschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150250
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  87  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint