Der vorliegende Band 11 der Gustav Regler-Werkausgabe soll anhand des von Bodo Plachta (2009) erarbeiteten Leitfadens zur Strukturierung der Editionswissenschaft analysiert werden. Hierbei soll untersucht werden, um welchen möglichen Editionstyp es sich nach Plachta handeln könnte. Band sowie Gesamtausgabe nehmen hierzu nicht explizit Stellung, jedoch geben ebenjene Indizien, die Aufschluss darüber geben können, was das Editionsziel der Edierenden gewesen sein könnte.
Band 11 wird zuerst strukturell analysiert; anschließend soll das mögliche Editionsziel dargelegt werden. Zur Bestimmung des Editionstyps wird untergliedert in (a) Textkonstitution, (6) Wir kungsgeschichte, (c) Überlieferung und (d) Texterschließung. Ziel der Ausarbeitung ist es, Hin weise in Band 11 zu finden, die einen Editionstyp entweder bestätigen oder ausschließen wür den. Vorab soll angemerkt werden, dass Plachtas Kriterienkataloge zu den jeweiligen Ausgaben idealtypisch von Plachta skizziert wurden; keineswegs ist eine kohärente Einheitlichkeit aller Editionstypen in jeder Ausgabe eines jeden Autors/ einer jeden Autorin gegeben - die editorische Uneinheidichkeit ist hierbei wohl der häufigere Fall (Plachta (2009)). Der plachtasche Idealtypus einer Edition, die historisch-kritische Ausgabe, soll als Vergleichsbasis dienen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Eine Strukturanalyse
3. Zum Editionsziel
4. Bestimmung des Editionstyps
4.1. Zur Textkonstitution
4.2. Zur Wirkungsgeschichte
4.3. Zur Überlieferung
4.4. Zur Texterschließung
5. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den 11. Band der Gustav Regler-Werkausgabe auf Basis der theoretischen Konzepte von Bodo Plachta, um den spezifischen Editionstyp des Bandes zu bestimmen und die editorische Praxis kritisch zu hinterfragen.
- Strukturanalyse der Gustav Regler-Werkausgabe (Band 11)
- Anwendung des Plachta-Kriterienkatalogs zur Editionstypologie
- Analyse der Aspekte Textkonstitution, Wirkungsgeschichte, Überlieferung und Texterschließung
- Evaluation des tatsächlichen Editionsziels gegenüber dem Anspruch einer historisch-kritischen Ausgabe
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Der vorliegende Band 11 der Gustav Regler-Werkausgabe soll anhand des von Bodo Plachta (2009) erarbeiteten Leitfadens zur Strukturierung der Editionswissenschaft analysiert werden. Hierbei soll untersucht werden, um welchen möglichen Editionstyp es sich nach Plachta handeln könnte. Band sowie Gesamtausgabe nehmen hierzu nicht explizit Stellung, jedoch geben ebenjene Indizien, die Aufschluss darüber geben können, was das Editionsziel der Edierenden gewesen sein könnte. Thomas Bein meint zur Aufgabe des Edierenden:
Der Editor vermittelt Textgut, das nicht (mehr) unmittelbar und jedermann zugänglich ist. [...] Der Text muss also gleichsam aus dem Medium der je einzigartigen Handschrift gelöst und in ein anderes Medium überführt werden, in das einer wissenschaftlichen Textausgabe, sei es in analoger Buchform, sei es in elektronischer, digitaler Form – in einer Form jedenfalls, die beliebig viele Kopien zulässt, sodass der edierte Text möglichst vielen Interessenten zugänglich wird (Bein (2011), S. 19).
Band 11 wird zuerst strukturell analysiert; anschließend soll das mögliche Editionsziel dargelegt werden. Zur Bestimmung des Editionstyps wird untergliedert in (a) Textkonstitution, (b) Wirkungsgeschichte, (c) Überlieferung und (d) Texterschließung. Ziel der Ausarbeitung ist es, Hinweise in Band 11 zu finden, die einen Editionstyp entweder bestätigen oder ausschließen würden. Vorab soll angemerkt werden, dass Plachtas Kriterienkataloge zu den jeweiligen Ausgaben idealtypisch von Plachta skizziert wurden; keineswegs ist eine kohärente Einheitlichkeit aller Editionstypen in jeder Ausgabe eines Autors/einer Autorin gegeben – die editorische Uneinheitlichkeit ist hierbei wohl der häufigere Fall (Plachta (2009), S. 18f.). Der plachtasche Idealtypus einer Edition, die historisch-kritische Ausgabe, soll als Vergleichsbasis dienen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Vorhaben der Analyse von Band 11 der Gustav Regler-Werkausgabe unter Anwendung der editorischen Kriterien von Bodo Plachta.
2. Eine Strukturanalyse: Detaillierte bibliografische Einordnung des 11. Bandes der Werkausgabe und Darstellung seines Inhalts an Lyrik und Prosa.
3. Zum Editionsziel: Untersuchung des im Band explizit beschriebenen Editionsplans und kritische Hinterfragung, inwiefern dieser eine wissenschaftliche Zielsetzung verfolgt.
4. Bestimmung des Editionstyps: Zentrale Untersuchung, die anhand der Kriterien Textkonstitution, Wirkungsgeschichte, Überlieferung und Texterschließung den Editionstyp des Bandes evaluiert.
5. Schluss: Zusammenfassende Bewertung, dass der Band keine historisch-kritische Ausgabe darstellt, sondern eher eine Form des erläuternden Kommentars für eine breitere Leserschaft bietet.
Schlüsselwörter
Gustav Regler, Editionswissenschaft, Bodo Plachta, Werkausgabe, Textkonstitution, Wirkungsgeschichte, Überlieferung, Texterschließung, historisch-kritische Ausgabe, Lyrik, Dramatik, philologische Analyse, Editionsmethode, Literaturwissenschaft, Werkanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den 11. Band der Gustav Regler-Werkausgabe, um dessen methodischen Ansatz und Editionstyp auf Basis wissenschaftlicher Kriterien einzuordnen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind die editorische Praxis, die Strukturierung von Werkausgaben sowie die Untersuchung von Textkonstitution, Wirkungsgeschichte und Erschließungsmethoden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, auf Basis der Prinzipien von Bodo Plachta zu bestimmen, welcher Editionstyp in Band 11 der Regler-Ausgabe vorliegt und ob die editorischen Anforderungen erfüllt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine strukturelle Analyse literaturwissenschaftlicher Editionen durchgeführt, die den Kriterienkatalog von Bodo Plachta zur Anwendung bringt.
Was ist der Kerninhalt des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Textkonstitution, der Darstellung der Wirkungsgeschichte, der Überlieferungsverhältnisse und der Tiefe der Texterschließung innerhalb des Bandes.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Neben dem Autor Gustav Regler sind Begriffe wie Editionswissenschaft, Textkritik, historische-kritische Ausgabe und Texterschließung zentral.
Warum wird im Text explizit auf Franz Kafkas Verwandlung Bezug genommen?
Die Verwandlung dient als Exkurs zur Verdeutlichung von Ansätzen zur orthografischen Modernisierung und zur Kritik am Positivismus in der Editionspraxis.
Welche Rolle spielt die Komödie "Hahnenkampf" in der Analyse?
Der Text analysiert exemplarisch, wie die Herausgeber mit Druckfehlern und der Überlieferungsgeschichte dieses spezifischen Werkes innerhalb des 11. Bandes umgegangen sind.
Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich der Editionsqualität?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Band eher eine Leseausgabe mit kommentierenden Elementen darstellt, die den Anforderungen einer strikten historisch-kritischen Ausgabe nicht vollumfänglich entspricht.
Was ist das Alleinstellungsmerkmal der untersuchten Werkausgabe?
Laut der Studie zeichnet sich die Regler-Werkausgabe dadurch aus, dass sie ein besonderes Augenmerk auf die Vollständigkeit legt, was sie von anderen Teilpublikationen abhebt.
- Quote paper
- Travis Puhl (Author), 2024, Editionsanalytische Ansätze zu Gustav Reglers Werkausgabe, Band 11, "Gesammelte Gedichte. Hahnenkampf. Komödie", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1502625