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Tampere – Das Manchester des Nordens. Vom Industriezentrum zum modernen Technologie-Hub

Titel: Tampere – Das Manchester des Nordens. Vom Industriezentrum zum modernen Technologie-Hub

Seminararbeit , 2023 , 19 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Marcus Schade (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Manchester, die nordenglische Stadt, gilt als eine der emblematischsten Industriestädte, die im Zuge der industriellen Revolution entstanden sind. Sie symbolisiert den Wandel von agrarischen zu industriellen Gesellschaften und steht damit für die Transformation, die Europa im 19. Jahrhundert durchlief. Im Wintersemester 2022/23 wurde an der TU Bergakademie Freiberg das Seminar "Europäische Manchester" angeboten, das im Kontext der Ernennung von Chemnitz zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025 stand.

Dieses Seminar untersuchte den Begriff "Manchester" als Synonym für industrielle Entwicklung und Wandel in Europa. Es wurde erörtert, welche Merkmale eine Stadt zu einem "Europäischen Manchester" machen und welche Entwicklungen in diesen Städten im Laufe der Zeit stattfanden. Dabei wurden verschiedene europäische Städte, die ähnlich wie Manchester eine bedeutende industrielle Vergangenheit haben, vom Beginn der industriellen Revolution bis hin zur heutigen "Postindustriellen" Ära analysiert.

Die vorliegende Seminararbeit konzentriert sich auf die finnische Stadt Tampere, die oft als "Manchester des Nordens" bezeichnet wird. Die Arbeit gliedert sich in drei Hauptkapitel. Das erste Hauptkapitel behandelt den Übergang von der Handelsstadt zur Industriestadt und untersucht die Faktoren, die zur Industrialisierung Finnlands und insbesondere Tamperes in der Frühphase der industriellen Revolution beitrugen. Im zweiten Hauptkapitel wird der Wandel von der Industriestadt zu einem "Europäischen Manchester" thematisiert, wobei die Entwicklungen in Tampere während der Hochphase der Industrialisierung beleuchtet werden. Das dritte Hauptkapitel fokussiert sich auf den Konversionsprozess der Stadt von einem industriellen Zentrum zu einem modernen "Valley", in dem die Transformation von traditionellen Industriebranchen zu modernen Technologien und Dienstleistungen im Mittelpunkt steht.

Im abschließenden Kapitel wird die Arbeit zusammengefasst und es wird erörtert, ob Tampere den Titel eines "Europäischen Manchester" verdient und welche Schlüsse aus der Entwicklung der Stadt für ähnliche Städte gezogen werden können. Diese Untersuchung bietet nicht nur einen historischen Rückblick, sondern auch eine Analyse der aktuellen urbanen und wirtschaftlichen Dynamik in postindustriellen Städten wie Tampere.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

1.1 Motivation und Gliederung der Seminararbeit

1.2 Definition von Manchester und Valley

1.3 Literatur

1.4 Finnland im frühen 19.Jahrhundert und frühen 20.Jahrhundert.

2.Vom Handelspunkt zur Industriestadt

3.Von der Industriestadt zu einem Europäischen Manchester

4.Vom Manchester zum Valley

5.Fazit und Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die historische Entwicklung der finnischen Stadt Tampere und analysiert ihren Transformationsprozess von einer klassischen Industriestadt („Manchester des Nordens“) hin zu einem modernen Wirtschaftsstandort („Valley“), um zu klären, inwieweit Tampere als europäisches Modell für einen solchen Strukturwandel gelten kann.

  • Historische Voraussetzungen der Industrialisierung in Tampere
  • Entwicklung und prägende Strukturen der Arbeiterklasse im 19. und 20. Jahrhundert
  • Konversionsprozesse alter Industrieareale und städtische Neunutzung
  • Transformation des Wirtschaftsgefüges von der klassischen Produktion hin zum IT- und Technologiesektor
  • Rolle von Bildungseinrichtungen und Forschung für den regionalen Strukturwandel

Auszug aus dem Buch

3.Von der Industriestadt zu einem Europäischen Manchester

Im Jahr 1856 zählte Tampere 4000 Einwohner Tampere wuchs bis zum Jahr 1900 auf knapp 36.000 Einwohner. Diese Entwicklung wurde begünstigt durch die Industrieansiedlungen im Stadtzentrum.

Im Jahr 1783 wurde die Papierfabrik Frenckell am westlichen Ufer des mittleren Stroms von Tampere gegründet. Die Fassade der Fabrik wurde von Architekt Birger Federley, anfang des 20. Jahrhunderts entworfen. Die Industriestruktur von Tampere änderte sich ab 1928, als die Papierfabrik Frenckell geschlossen wurde. Die Gemeinde kaufte das Grundstück und die Gebäude mit der Absicht, sie abzureißen und ein neues Rathaus und Wohnhäuser darauf zu errichten. Der Plan wurde im Jahr 1938 genehmigt, aber die Gebäude wurden durch den Winterkrieg und den darauffolgenden Geldmangel gerettet. Heute sind sie Heimat städtischer Ämter und eines Theaters.

Die TAKO-Kartonfabrik, eine beeindruckende Fabrik im Stadtbild, besteht noch heute. Die bestehenden Gebäude wurden in mehreren Schritten hauptsächlich zwischen 1923 und 1974 errichtet.

Auf der kleinen Insel an der Westseite der unteren Stromschnelle befand sich eine Metallwerkstatt, die 1871 von Herrn Henrik Liljeroos gekauft und in eine Spinnerei umgewandelt wurde. Die Insel erhielt daraufhin den Namen Kehräsaari. Die älteste noch existierende Fabrik wurde 1897 erbaut, während einige der heutigen Gebäude neu sind. Die Spinnerei wurde 1983 stillgelegt und beherbergt heute Büros, Restaurants und ein Kino.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Themenwahl im Rahmen des Seminars „Europäische Manchester“ und erläutert die Gliederungsstruktur der Arbeit sowie die methodische Herangehensweise.

2.Vom Handelspunkt zur Industriestadt: Hier wird die Gründung der Stadt Tampere 1779 und die darauf folgende Ansiedlung erster Manufakturen und Industriebetriebe beleuchtet, die den Grundstein für den industriellen Aufstieg legten.

3.Von der Industriestadt zu einem Europäischen Manchester: Dieses Kapitel analysiert das rasante Bevölkerungswachstum sowie die städtebaulichen und sozialen Entwicklungen in der Hochphase der Industrialisierung Tamperes.

4.Vom Manchester zum Valley: Der Fokus liegt hier auf dem Transformationsprozess ab den 1950er Jahren, der durch akademische Ansiedlungen und den Wandel zur technologieorientierten Wirtschaft geprägt war.

5.Fazit und Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bewertet Tamperes Transformation vom industriegeprägten „Manchester“ hin zu einem modernen „Valley“.

Schlüsselwörter

Tampere, Industriekultur, Industrialisierung, Strukturwandel, Manchester des Nordens, Textilindustrie, Nokia, Transformation, Arbeiterklasse, Stadtentwicklung, Wirtschaftskrise, Hightech, Konversion, Digitalisierung, Finnland

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen und wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Tampere in Finnland und untersucht, wie sich die Stadt von einem klassischen industriellen Zentrum zu einem modernen Standort für neue Technologien gewandelt hat.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Aspekte sind der Aufstieg der Textil- und Metallindustrie, die Entwicklung der finnischen Arbeiterklasse, der städtebauliche Umgang mit Industrieerbe sowie der technologische Strukturwandel der 1980er und 1990er Jahre.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu untersuchen, ob Tampere aufgrund seiner spezifischen Pfadabhängigkeiten und Entwicklungsphasen zu Recht als „Manchester des Nordens“ bezeichnet wird und wie der spätere Konversionsprozess erfolgte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zur Industriegeschichte und Stadtentwicklung Tamperes, unter Anwendung von Fallstudienansätzen (wie der Entwicklung von Finlayson oder Nokia).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei historische Phasen: die frühe Industrialisierung, die Hochphase als Industriestadt und der darauf folgende Wandel hin zum „Valley“-Status.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Untersuchung ist durch Begriffe wie „Strukturwandel“, „Industriekultur“, „Konversion“, „Tampere“ und „Digitalisierung“ geprägt.

Welche Rolle spielte die Firma Nokia für den Transformationsprozess?

Nokia wird als entscheidender Akteur gesehen, der durch seine Neuausrichtung in der Hightech-Branche wesentlich zur Wiederbelebung der lokalen Wirtschaft und zum technologischen Vorzeidestatus der Region beitrug.

Wie wurde mit alten Industriegebäuden in Tampere umgegangen?

Statt eines kompletten Abrisses (wie in anderen Rust-Belt-Städten) wurde die Nachnutzung der Industrieflächen in Tampere als Basis für akademische und kulturelle Zwecke vorangetrieben, was den Übergang in das postindustrielle Zeitalter erleichterte.

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Details

Titel
Tampere – Das Manchester des Nordens. Vom Industriezentrum zum modernen Technologie-Hub
Hochschule
Technische Universität Bergakademie Freiberg  (Institutfür Industriearchäologie,Wissenschafts und Technikgeschichte)
Veranstaltung
Industriekultur/Kulturmanagement
Note
2,7
Autor
Marcus Schade (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
19
Katalognummer
V1502644
ISBN (PDF)
9783389067130
ISBN (Buch)
9783389067147
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Industriekultur Europäische Kultur Wirtschaftsgeschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcus Schade (Autor:in), 2023, Tampere – Das Manchester des Nordens. Vom Industriezentrum zum modernen Technologie-Hub, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1502644
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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