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Interpretationsansätze zu Wolframs von Eschenbach "Parzival"

Ein GRIN-Sammelband

Título: Interpretationsansätze zu Wolframs von Eschenbach "Parzival"

Antología , 2024 , 92 Páginas

Autor:in: GRIN Verlag (Hrsg.) (Editor), Katharina Niemeier (Autor), Nicole Rösingh (Autor), Manuela Gallina (Autor), Florian Leiffheidt (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
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Sammelband aus vier Einzeltexten:

Im Rahmen der ersten Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, wie Wolfram von Eschenbach die Erzählinstanz in seinen beiden Werken "Parzival" und "Willehalm" gestaltet und ob diese simultan zueinander sind oder differieren. Zunächst wird der theoretische Hintergrund dargestellt. Im Anschluss daran wird die Erzählerfigur des "Parzivals" beschrieben. Dazu werden beispielhaft Textstellen sowie Charakteristika des Erzählers angeführt. Gleiches geschieht danach mit dem Erzähler des "Willehalms".

Die zweite Arbeit wird sich schwerpunktmäßig mit der Darstellung von König Artus und der arturischen Gesellschaft im literarischen Weltentwurf des "Parzival" befassen. Zunächst soll jedoch ein kurzer Einblick in die Tradition des Artusstoffes gegeben werden, um festzustellen, auf welche Weise sich die Figur des Königs im Laufe der Zeit entwickelt hat. Der darauf folgende Abschnitt wird sich schließlich der Gestaltung der Artuswelt im "Parzival" widmen. Dabei sollen die Strukturen des Artuskönigtums und der arturischen Herrschaftsausübung aufgezeigt werden, sowie die Bedeutung der Tafelrunde für die Gemeinschaft am Artushof.

Die mittelalterlichen Epen spiegelten eine Weltanschauung wider, in der sich die Rezipienten wiedererkannten, und boten Mitteilungen und indirekte Hinweise, die dem heutigen Rezipient leider größtenteils entgehen. Die dritte Arbeit versucht, zwei dieser Epen der Zeit in Betracht zu ziehen, nämlich den "Parzival" von Wolfram von Eschenbach und "Der Schwanritter" von Konrad von Würzburg, beide aus dem deutschen literarischen Raum des 13. Jahrhunderts.

In der letzten Arbeit soll, nach einer kurzen Erörterung des Verhältnisses zwischen Wolframs Text und dem "Perceval Chrétien de Troyes", veranschaulicht werden, welche verschiedenen Betrachtungen bezüglich des Abschiedes Gahmurets von Belakane in der Forschung existieren. Zudem soll dargestellt werden, wie es sich mit den Argumenten des Abschiedes bei Herzeloyde verhält und wie der endgültige Abschied, der Tod Gahmurets und die Benachrichtigung Herzeloydes über selbigen, erzählerisch umgesetzt wird. Anschließend sollen beide Abschiede im Sinne eines Fazits zusammengefasst werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis des Sammelbandes

Vergleich der Erzählerfiguren im "Parzival" und "Willehalm" von Katharina Niemeier (2019)

1. Einleitung

2. Der Erzähler

2.1 Modus

2.1.1 Distanz

2.1.2 Fokalisierung

2.2 Stimme

2.2.1 Ebene des Erzählens

2.2.2 Stellung des Erzählers zum Geschehen

2.2.3 Erzählsituationen

3. Beschreibungen der Erzählerfigur in den beiden Werken

3.1 Das Auftreten des Erzählers im Parzival

3.2 Das Auftreten des Erzählers im Willehalm

4. Vergleich der Erzählinstanzen

5. Einordnung der Merkmale in die zeitgenössische Dichtung und deren Wirkung

6. Fazit

König Artus und die arturische Gesellschaft im Parzival Wolfram von Eschenbachs von Nicole Rösingh (2005)

1. Einleitung

2. Einführung in die Tradition des Artusstoffes

3. Die Darstellung von König Artus und seines Königtums im „Parzival“

3.1. Artuskönigtum und Herrschaftsausübung

3.2. Die Zeichnung der Figur von König Artus

3.3. Der Artushof und die Institution der Tafelrunde

4. Konstituenten arturischer Lebenswelt

4.1. Ritterschaft

4.2. Minnekult und Stellung der Frau in der Artusgesellschaft

5. Artusgesellschaft im „Parzival“: Kritik Wolframs am klassischen Artusbild?

6. Schluss

Die Rolle des Grals in der Schwanrittergeschichte in Konrads "Der Schwanritter" und Wolframs "Parzival" von Manuela Gallina (2009)

1. Einleitung

2. Handlungsschema und Protagonist der Schwanrittersage: Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Fassungen.

2.1. Gemeinsames Handlungsschema der Schwanrittersage

2.2. Unterschiede in den Eigenschaften des Schwanritters

3. Der Gral und die Mahrteneigenschaften des Schwanritters

3.1. Die externe Instanz: Der Gral und seine Rolle in Beziehung zu Loherangrin

3.2.Die Funktion des Schwanritters und des Grals in der genealogischen Legitimation

4. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

Verlassen, vereinsamt, verstorben. Gahmurets Abschiede von Belakane und Herzeloyde im "Parzival" Wolframs von Eschenbach von Florian Leiffheidt (2015)

1. Einleitung

2. Unterschiede zum Perceval von Chrétien de Troyes

3. Die Abschiede des Gahmuret und ihre (fatalen) Folgen

3.1. Belakane – ein Abschied aus Glaubensgründen?

3.2. Herzeloyde – ein Abschied für die âventiure

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Forschungsthemen

Dieser Sammelband widmet sich verschiedenen zentralen Aspekten in den Werken Wolframs von Eschenbach, insbesondere dem „Parzival“. Ein primäres Ziel der verschiedenen Einzelausarbeitungen ist es, die Erzählstrukturen, die Darstellung der Artusgesellschaft sowie die genealogischen und motivgeschichtlichen Verknüpfungen (etwa zur Schwanrittersage oder den Abschiedsmotiven Gahmurets) zu analysieren und deren Bedeutung für das Verständnis der höfischen Dichtung im 13. Jahrhundert zu erschließen.

  • Analyse der Erzählerfiguren und Erzählinstanzen im „Parzival“ und „Willehalm“.
  • Untersuchung der Artusgesellschaft und der Institution der Tafelrunde als Modell höfischer Lebenswelt.
  • Vergleichende Betrachtung der Schwanritter-Thematik und der Rolle des Grals bei Wolfram von Eschenbach und Konrad von Würzburg.
  • Untersuchung literarischer Abschiedsszenen (Gahmurets Abschiede) im Kontext von höfischen Tugenden und persönlicher Biografie der Figuren.
  • Kritische Reflexion über die Rolle von Genealogie und Legitimation in der mittelalterlichen Erzählliteratur.

Auszug aus dem Buch

Die Zeichnung der Figur von König Artus

Die Bewertungen, die König Artus als Herrscher und auch Mensch erfahren hat, gehen in der Forschung durchaus auseinander. So wird er von einigen Autoren als schwacher, passiver König wahrgenommen, der innerhalb des Artushofes lediglich eine repräsentative Funktion einnimmt, ohne selbst groß Macht auszuüben (Gernentz und teilweise Mohr), andere sehen in ihm dagegen die Personifizierung eines Vorzeigekönigs und Friedensfürsten, jedoch mit einigen geringen Fehlern (Gürttler).

Mohr zufolge weise Artus bei Wolfram nur wenig individuelle Züge auf. Er bleibe vielmehr in seiner funktionalen Rolle als Repräsentant eines ideellen Rittertums verhaftet. Möglicherweise vermitteln vor allem die panegyrisch anmutenden Beiwörter, mit denen der König charakterisiert wird, den Eindruck eines eher statischen Artusbildes. Gürttler hat diese Beiwörter und qualifizierenden Substantive nach ihrem Bedeutungsinhalt geordnet. Demnach wird Artus vor allem durch seine „triuwe“ ausgezeichnet, die als seine hervorragendste Eigenschaft gilt. Dieser Begriff allein, der in unterschiedlichen Variationen auftaucht, umfasst mehrere Tugenden, wie Artus` Fähigkeit zu Mitgefühl und Besorgnis. So ist er ernsthaft um den jungen Parzival besorgt, der sich in unbedarfter Weise in den Kampf mit Ither stürzen will (150,23-26). Jeschute gegenüber zeigt er sein tiefes Mitgefühl, indem er sein Bedauern darüber ausdrückt, dass sie von ihrem Gatten zu Unrecht drangsaliert worden war (277,18-278,5). Auch Artus` Bereitschaft Milde zu zeigen und selbst ärgsten Feinden, wie Clamide und Orilus, zu verzeihen, ist auf seine „triwen kraft“ (150,26) zurückzuführen. Schließlich ist diese Tugend als Grundlage seiner Sippenverbundenheit zu betrachten, die Artus seinen Verwandten gegenüber zu Hilfe und Beistand verpflichtet. In diesem Sinne handelt er auch, als er Urjans Gawan zuliebe begnadigt, um das Ansehen seines Neffen nicht zu mindern, und als er diesem seinen Beistand in Joflanze zusichert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle von Wolfram von Eschenbach als Dichter und führt in die Fragestellung zur Erzählinstanz in seinen Werken Parzival und Willehalm ein.

2. Der Erzähler: Dieses Kapitel erörtert theoretische Grundlagen des Erzählens wie Modus, Distanz, Fokalisierung und Stimme für das Verständnis der Analyse.

3. Beschreibungen der Erzählerfigur in den beiden Werken: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung des Auftretens des Erzählers im Parzival und im Willehalm anhand konkreter Textbeispiele.

4. Vergleich der Erzählinstanzen: Das Kapitel vergleicht die Ergebnisse der Einzelanalysen und stellt Gemeinsamkeiten sowie Differenzen in der Erzählung fest.

5. Einordnung der Merkmale in die zeitgenössische Dichtung und deren Wirkung: Die Arbeit diskutiert hier, inwiefern die Erzählrollen Wolframs im Kontext der zeitgenössischen Literatur neu und besonders sind.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse des Vergleichs zusammen und betont die Komplexität und Individualität der Erzählfiguren bei Wolfram.

Schlüsselwörter

Wolfram von Eschenbach, Parzival, Willehalm, Erzählerfigur, Erzählinstanz, Artushof, Gral, Schwanritter, höfische Literatur, Mittelalter, Minnedienst, Genealogie, Narratologie, Literaturwissenschaft, Artusroman

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Sammelband grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt wissenschaftliche Interpretationsansätze zu Wolframs „Parzival“, insbesondere hinsichtlich der Gestaltung der Erzählerinstanzen, der Darstellung des Artushofes und der Bedeutung der Gralsthematik sowie der genealogischen Verknüpfungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der analysierten Arbeiten?

Zu den zentralen Themen gehören die Erzähltechnik, das höfische Ritterideal, die Rolle des Königs Artus, der Minnekult, die Funktion des Grals als magische Instanz sowie die Analyse von Abschiedsszenen als Ausdruck von Widersprüchen in der ritterlichen Lebensführung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeiten zielen darauf ab, durch eine detaillierte Analyse der Texte zu ergründen, wie Wolfram seine erzählerischen Mittel einsetzt, ob Kritik am zeitgenössischen Ritterideal geübt wird und wie sich die Figuren innerhalb ihrer fiktionalen Welten bewegen und legitimieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autoren nutzen vorwiegend literaturwissenschaftliche Methoden, insbesondere die Erzähltheorie (z.B. nach Genette und Stanzel), die Analyse von Motiven und Traditionen des Artusstoffes sowie vergleichende Textanalysen basierend auf der mediävistischen Forschung.

Was wird im Hauptteil der verschiedenen Beiträge behandelt?

Der Hauptteil umfasst jeweils eine theoretische Grundlegung, eine detaillierte Textanalyse (beispielsweise des Auftretens des Erzählers oder des Handelns von König Artus) und eine Einordnung der Ergebnisse in literaturhistorische Kontexte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeiten?

Parzival, Erzähltechnik, Artushof, Gral, Schwanritter, Genealogie und höfische Dichtung sind die zentralen Begriffe, die den Rahmen der Analyse definieren.

Wie wird das Wirken von König Artus im „Parzival“ bewertet?

Artus wird nicht als absolut mächtiger Herrscher gezeigt, sondern als ein König, der an rechtliche und geographische Bedingungen gebunden ist, jedoch als idealer Vorbild-Friedensfürst fungiert und somit eine zentrale Rolle in der Struktur des Artusromans einnimmt.

Welche Bedeutung hat das „Fragetabu“ in der Schwanrittersage?

Das Fragetabu fungiert als ein fundamentales Tabu, das die Identität und Herkunft des Schwanritters schützt bzw. offen lässt und somit die genealogische Legitimation der Dynastie von profanen Erklärungen abgrenzt, indem es eine göttliche oder mysteriöse Quelle insinuiert.

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Detalles

Título
Interpretationsansätze zu Wolframs von Eschenbach "Parzival"
Subtítulo
Ein GRIN-Sammelband
Autores
GRIN Verlag (Hrsg.) (Editor), Katharina Niemeier (Autor), Nicole Rösingh (Autor), Manuela Gallina (Autor), Florian Leiffheidt (Autor)
Año de publicación
2024
Páginas
92
No. de catálogo
V1503246
ISBN (Ebook)
9783389065709
ISBN (Libro)
9783389065716
Idioma
Alemán
Etiqueta
Parzival Arthur Artus Wolfram von Eschenbach Excalibur heiliger Gral Tafelrunde Mittelalter Mediävistik Literatur Schwanritter Epos
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
GRIN Verlag (Hrsg.) (Editor), Katharina Niemeier (Autor), Nicole Rösingh (Autor), Manuela Gallina (Autor), Florian Leiffheidt (Autor), 2024, Interpretationsansätze zu Wolframs von Eschenbach "Parzival", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1503246
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