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Erinnerung und Identität in Anna Mitgutschs Familienroman "Haus der Kindheit"

Titel: Erinnerung und Identität in Anna Mitgutschs Familienroman "Haus der Kindheit"

Seminararbeit , 2020 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Luca Sebastiani (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Anna Mitgutschs Roman „Haus der Kindheit“ erzählt die Geschichte von Max Bermann, einem österreichischen Juden, der aufgrund des Nationalsozialismus als Kind in die Vereinigten Staaten von Amerika emigrieren muss. Dort wächst er auf und kehrt später, auf der Suche nach seiner wahren Heimat und Identität, in seine Heimatstadt H. zurück, um das Haus seiner Kindheit wieder für sich zurückzuerobern und zu renovieren. Während seines Lebens lernt Max viele Menschen kennen und integriert sich in einer jüdischen Gemeinschaft in H., dessen Geschichte er in einer Chronik festhält. Max Streben nach Identität und Zugehörigkeit spielt in diesem Familienroman eine zentrale Rolle, wobei Erinnerung eine sehr wichtige Komponente darstellt. Die vorliegende Arbeit wird analysieren und beschreiben, wie die Konzepte von Erinnerung und Identität in „Haus der Kindheit“ gezeigt
werden und inwiefern der Aspekt der Migration und des damit zusammenhängenden Bedürfnis nach Zugehörigkeit eine Rolle spielen. Auch die Generationen sind in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung. Wie sie im Buch, besonders in der Auseinandersetzung mit dem Holocaust und der Flucht aus der Heimat, beschrieben werden, wird ein anderer zentraler Punkt dieser Arbeit sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Familienroman

2.1. Charakteristiken des Familienromans

2.2. Familien- oder Generationenroman?

3. Erinnerung und Gedächtnis im Familienroman

3.1. Gedächtnis in der Literatur

3.2. Literatur als Medium des Gedächtnisses

4. Generationen im Familienroman

4.1. Auseinandersetzung mit der Eltern- und Großelterngeneration

4.2. Die Generationen der Familie Bermann

4.3. Blick auf Österreich: Darstellung der Familien und Generationen in der jüdischen Gemeinde

5. Identität

5.1. Identität und Erinnerung

5.2. Streben nach Identität in der jüdischen Gemeinde

6. Die Rolle von Holocaust und Migration

Zielsetzung & Forschungsthemen

Diese Arbeit untersucht die Konzepte von Erinnerung und Identität in Anna Mitgutschs Roman „Haus der Kindheit“. Dabei liegt der Fokus auf der Suche des Protagonisten Max Bermann nach Heimat und Zugehörigkeit sowie der Rolle der Migration und des Holocausts bei der Identitätsbildung innerhalb der jüdischen Gemeinschaft in Österreich.

  • Analyse des Familienromans als literarische Gattung
  • Untersuchung von Erinnerungskonzepten im Kontext des Romans
  • Die Bedeutung von Generationen und deren Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit
  • Die identitätsstiftende Funktion der jüdischen Gemeinschaft als soziale Gruppe

Auszug aus dem Buch

3.1. Gedächtnis in der Literatur

Das Konzept von „Gedächtnis in der Literatur“ beschäftigt sich mit der Frage nach der Repräsentation von Gedächtnis und Erinnerung in einzelnen literarischen Werken. Es geht also im konkreten Falle des Familienromans „Haus der Kindheit“ darum, mit welchen literarischen Mitteln Gedächtnis und Erinnerung dargestellt werden. Richard Humphrey beschreibt in „Literarische Gattung und Gedächtnis“ typische literarische Elemente, die in den einzelnen Genres, darunter auch in Familienchroniken, Gedächtnis symbolisieren und repräsentieren. Darunter gibt es einige Elemente, die auch auf „Haus der Kindheit“ zutreffen:

Zunächst spielt ein Element eine zentrale Rolle, welches sogar im Titel Anna Mitgutschs Roman steht und zwar das Haus. Der Familienroman ist laut Humphrey sehr stark an das Familienhaus gebunden. Dieses ist ein Gedächtnisort, der mit vielen Erinnerungen zusammenhängt, z.B. aus der Kindheit. Dieses Element können wir auch im Titel finden und es impliziert schon Erinnerung. Besonders die Kombination der Elemente „Haus“ und „Kindheit“ zeigt, dass der Roman sehr erinnerungsgeladen ist. Max versucht das Haus seiner Kindheit zurückzuerlangen, weil er sich damit erhofft, die Erinnerung an eine glückliche Kindheit wieder aufleben lassen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Aufgabenstellung der Proseminararbeit ein und definiert das Forschungsinteresse an Mitgutschs Roman hinsichtlich Erinnerung, Identität und Migration.

2. Der Familienroman: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des Familienromans und eine Abgrenzung zum Generationenroman.

3. Erinnerung und Gedächtnis im Familienroman: In diesem Kapitel werden literaturwissenschaftliche Konzepte des Gedächtnisses auf den Roman übertragen, insbesondere die Bedeutung des Hauses als Gedächtnisort.

4. Generationen im Familienroman: Dieser Abschnitt analysiert die familiären Generationenverbände und die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit für die Identität.

5. Identität: Hier wird der Zusammenhang zwischen kollektivem Gedächtnis, sozialer Zugehörigkeit und individueller Identitätsbildung verdeutlicht.

6. Die Rolle von Holocaust und Migration: Das letzte Kapitel schließt die Arbeit mit einer historischen Einordnung der zentralen Flucht- und Exilerfahrungen Max Bermanns ab.

Schlüsselwörter

Haus der Kindheit, Anna Mitgutsch, Erinnerung, Identität, Familienroman, Generationen, Gedächtnis, Migration, Holocaust, Jüdische Gemeinde, Exilliteratur, Identitätssuche, Soziales Gedächtnis, Österreichische Literatur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Anna Mitgutschs Roman „Haus der Kindheit“ im Hinblick darauf, wie die Protagonisten mit Erinnerung, ihrer Identität und den Folgen der Migration sowie des Holocausts umgehen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Gattungstheorie des Familienromans, der literaturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung und der soziologischen Bedeutung von Generationen und Identität innerhalb einer jüdischen Gemeinschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Konzepte von Erinnerung und Identität im Roman zu beschreiben und aufzuzeigen, wie diese eng mit dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit und der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit verknüpft sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die theoretische Begriffe aus der Gedächtnis- und Generationenforschung (u.a. von Astrid Erll, Ansgar Nünning und Ulrike Jureit) auf das Werk anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Gattungsbestimmung, die Analyse von Erinnerungskonzepten, die generationelle Struktur der Familie Bermann und die historische Untersuchung von Vertreibung und Fluchterfahrungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Erinnerungsliteratur, Familienroman, traumatische Vergangenheit, Identitätssuche und kollektives Gedächtnis.

Warum spielt das „Haus“ eine so zentrale Rolle in der Arbeit?

Das Haus ist laut Analyse ein zentraler Gedächtnisort, der im Buchtitel direkt mit der „Kindheit“ verknüpft ist und für den Protagonisten Max Bermann den Versuch symbolisiert, eine verlorene Identität wiederherzustellen.

Wie beeinflusst die jüdische Gemeinde von H. die Identität von Nadja?

Für Nadja fungiert die auf Rituale und Traditionen bauende Glaubensgemeinschaft als Ersatzfamilie, die ihr in einer sonst leeren Umgebung die soziale Identität verleiht, die ihr durch fehlende eigene Wurzeln fehlt.

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Details

Titel
Erinnerung und Identität in Anna Mitgutschs Familienroman "Haus der Kindheit"
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
PS Textanalyse und Interpretation: Österreichische Erzählliteratur seit 1966
Note
1,0
Autor
Luca Sebastiani (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V1503458
ISBN (PDF)
9783389066584
ISBN (Buch)
9783389066591
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Anna Mitgutsch Haus der Kindheit Erinnerung Identität Familienroman Generationenroman
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Luca Sebastiani (Autor:in), 2020, Erinnerung und Identität in Anna Mitgutschs Familienroman "Haus der Kindheit", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1503458
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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