Die Design-Structure-Matrix (DSM) ist ein Instrument, das in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts für die Systemanalyse entwickelt wurde. Mithilfe dieser Matrix können Zusammenhänge und Abhängigkeiten innerhalb komplexer Systeme auf einfache und übersichtliche Weise dargestellt werden. Auf Basis dieser Matrix kann dann auch eine effiziente und kostengünstige Optimierung dieser Systeme anhand bestimmter Kriterien erfolgen.
Dieses Konzept wurde auch für den Bereich des Projektmanagements erfolgreich adaptiert und wird dabei zum Beispiel zur Darstellung und Optimierung der inhaltlichen Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Projektphasen eines Projektes genutzt. Das Ziel ist dabei die Projektzeit zu minimieren und Mehrarbeit durch Informationsmangel zu vermeiden. Das Potenzial der DSM reicht dabei weit über dem Bereich der Bearbeitung nur eines Projektes hinaus. Aufgabe dieser Arbeit ist es, die Einsatzmöglichkeiten der DSM auch für den Bereich des strategischen Projektmanagements zu untersuchen und mögliche Lösungen und Anwendungen zu entwickeln.
Es lassen sich dabei grundsätzlich vier Arten von DSM unterscheiden, welche in verschiedenen Bereichen des Projektmanagements und darüber hinaus Anwendung finden. Diese vier Formen werden genau beschrieben und deren Anwendungsmöglichkeiten im Bereich des strategischen Projektmanagements genauer untersucht. Die verschiedenen Arten der Optimierung einer DSM werden dabei ebenfalls erläutert. Darüber hinaus werden neue Ansätze aus der Fachliteratur erläutert, welche eine neue Form der DSM speziell für die Bedürfnisse des Ressourcenmanagements im strategischen Projektmanagement behandeln.
Es ließen sich im Rahmen dieser Arbeit verschiedene Anwendungen der DSM im Rahmen des strategischen Projektmanagements identifiziert. Dies geschieht einerseits durch die Anwendung der herkömmlichen vier Arten der DSM auf die speziellen Fragen des strategischen Projektmanagements. Andererseits lässt sich mit der neuen hier vorgestellten Form der DSM, auch die Ressourcenverteilung zwischen verschiedenen Projekten, verschiedener Priorität optimieren. Die DSM hat sich somit als brauchbares Werkzeug auch für das strategische Projektmanagement erwiesen.
Inhaltsverzeichnis
- Einsatzmöglichkeiten einer Design-Structure-Matrix im Rahmen des Strategischen Projektmanagements
- 1. EINLEITUNG
- 2. DIE DESIGN-STRUCTURE-MATRIX
- 2.1. Grundlagen der Design-Structure-Matrix
- 2.1.1. Entstehung und Entwicklung der Design-Structure-Matrix
- 2.1.2. Aufbau und Anwendung der Design-Structure-Matrix
- 2.2. Die statische Design-Structure-Matrix
- 2.2.1. Grundlagen der statischen Design-Structure-Matrix
- 2.2.2. Die Komponentenbasierte Design-Structure-Matrix
- 2.2.3. Die teambasierte oder organisatorische Design-Structure-Matrix
- 2.3. Die zeitbasierte Design-Structure-Matrix
- 2.3.1. Grundlagen der zeitbasierten Design-Structure-Matrix
- 2.3.2. aktivitätsbasierte Design-Structure-Matrix
- 2.3.3. parameterbasierte Design-Structure-Matrix
- 2.4. Die Multiproject-Design-Structure-Matrix
- 2.4.1. Motivation
- 2.4.2. Vorgehen
- 3. ALGORITHMEN ZUR OPTIMIERUNG EINER DESIGN-STRUCTURE-MATRIX
- 3.1. Einführung in die Optimierungsalgorithmen
- 3.2. das Problem
- 3.3. einfache heuristische Verfahren
- 3.4. Der genetische Algorithmus (Simpel Genetic Algorithmus)
- 3.4.1. Vorgehen
- 3.4.2. Software Tools
- 4. ANWENDUNG DER DESIGN-STRUCTURE-MATRIX IM STRATEGISCHEN PROJEKTMANAGEMENT
- 4.1. Terminplanung im Multiprojektmanagement mit Ressourcenbeschränkungen
- 4.1.1. Multiprojektterminplanung mit einem Simulationsmodell
- 4.1.2. Multiprojektterminplanung mit einem genetischen Algorithmus
- 4.2. Anwendung der Design-Structure-Matrix auf der Einzelprojektebene
- 4.2.1. Modularisierung der Projektmanagements mit der komponentenbasierten Design-Structure-Matrix
- 4.2.2. Identifizierung integraler Projektaktivitäten
- 4.2.3. Identifizierung von Schnittstellen zur besseren Projektüberwachung
- 4.2.4. Soll-Ist Vergleich zur Evaluierung der Flexibilität
- 5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
- Grundlagen und Entwicklung der Design-Structure-Matrix
- Anwendungen der DSM in unterschiedlichen Kontexten (statisch, zeitbasiert, Multiprojekt)
- Optimierungsalgorithmen für die DSM
- Einsatz der DSM im Strategischen Projektmanagement (Terminplanung, Modularisierung, Schnittstellenmanagement)
- Potenziale und Herausforderungen der DSM im Projektmanagement
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Studienarbeit befasst sich mit den Einsatzmöglichkeiten der Design-Structure-Matrix (DSM) im Rahmen des Strategischen Projektmanagements. Ziel ist es, die verschiedenen Arten und Anwendungen der DSM zu analysieren und aufzuzeigen, wie sie zur Optimierung von Projekten, insbesondere im Multiprojektmanagement, beitragen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 stellt die Problemstellung und den Forschungsgegenstand der Arbeit vor. Kapitel 2 erläutert die Grundlagen der Design-Structure-Matrix, ihre verschiedenen Arten und Anwendungen. Kapitel 3 behandelt Optimierungsalgorithmen, die zur Verbesserung der DSM eingesetzt werden können. Kapitel 4 analysiert die Einsatzmöglichkeiten der DSM im Strategischen Projektmanagement, sowohl auf der Ebene von Einzelprojekten als auch im Multiprojektmanagement. Kapitel 5 fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsthemen.
Schlüsselwörter
Design-Structure-Matrix, Strategisches Projektmanagement, Multiprojektmanagement, Optimierungsalgorithmen, Terminplanung, Modularisierung, Schnittstellenmanagement, Projektüberwachung.
- Quote paper
- Dipl.-Ing Stefan Friedrich (Author), 2008, Einsatzmöglichkeiten einer Design-Structure-Matrix im Rahmen des Strategischen Projektmanagements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150352