Die Arbeit reflektiert die Möglichkeit des Einsatzes von Filmen über Heinrich VIII. im Religionsunterricht. Dafür wird analysiert, inwiefern das Thema der Reformation in England mit den Rahmenrichtlinien für den katholischen/evangelischen Religionsunterricht, den Englisch- und Geschichtsunterricht in Sachsen-Anhalt vereinbar ist. Eine Sachanalyse führt in die historische Bedeutung der Ereignisse um Heinrich VIII ein. Einer kurzen Einfüghrung über Vor- udn Nachteile des Filmeinsatzes im Unterricht folgt dann eine Kurzanalyse der Auftritte Heinrichs VIII. in verschiedenen Filmen bis hin zum 2009 erschienen "Die Schwester der Königin" udn deren Verwendbarkeit im Unterricht.
Inhaltsverzeichnis
1. Analyse der Rahmenrichtlinien des Landes Sachsen-Anhalt
1.1 Einbinden der englischen Reformation in den katholischen Religionsunterricht
1.2 Einbindung der englischen Reformation in anderen Schulfächern
1.2.1 Englisch
1.2.2 Geschichte
1.2.3 Evangelische Religion
1.2.4 Zusammenfassung
2. Sachanalyse – Henry VIII, Begründer der englischen Reformation
3. Filme über Henry VIII
3.1. Theoretische Vorüberlegungen zum Filmeinsatz
3.2 Henry VIII in ausgewählten Filmen – Kurzanalyse
3.3 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die historische Figur Henry VIII und die englische Reformation in den aktuellen Rahmenrichtlinien des Landes Sachsen-Anhalt verankert sind und wie diese Thematik didaktisch sinnvoll durch den Einsatz von Filmen im Unterricht vermittelt werden kann.
- Analyse der Lehrplanvorgaben für die Fächer katholische Religion, Englisch und Geschichte.
- Historische Sachanalyse zur Rolle Henrys VIII bei der Gründung der anglikanischen Kirche.
- Methodische Reflexion über die Chancen und Risiken des Filmeinsatzes im Unterricht.
- Didaktische Kurzanalyse ausgewählter Spielfilme hinsichtlich ihrer Eignung für den Geschichts- und Religionsunterricht.
Auszug aus dem Buch
3.1. Theoretische Vorüberlegungen zum Filmeinsatz
Der Einsatz des Mediums „Film“ im Unterricht wird mit Verbesserung der technischen Möglichkeiten immer beliebter. Er bietet positive Effekte, da er Inhalt knapp vermitteln muss und dies meist auch tut, gleichzeitig komplexe Sachverhalte aber auch einfach und verbildlicht darstellen kann.
Lässt man die als solche konzipierten Lehrfilme für Schüler einmal außen vor, wie ich es hier tun möchte, so muss unterschieden werden zwischen Dokumentationen und Spielfilmen (hier im Zusammenhang mit historischen Stoffen). Dokumentationen haben einen höheren Anspruch und sind als Lehrmittel gedacht, wenn auch häufig für den interessierten Laien und nicht als Lehrfilm für Schulklassen. Trotzdem kann es gerade bei historischen Stoffen hilfreich sein, den Schülern eine gute Dokumentation zum Thema vorzustellen.
Für diese Arbeit möchte ich jedoch den Einsatz von Spielfilmen zum Thema nehmen. Ein solcher Spielfilm versucht, einen Ausschnitt der Geschichte filmisch umzusetzen. Da er den Ansprüchen des Publikums genügen muss, wird meist ein besonders ereignisreicher Ausschnitt gewählt, wie das Leben einer berühmten Person, der sich gut in eine dramatische Form bringen lässt und auf eine Katastrophe oder ein Happy End hinausläuft. Problematisch ist dabei, dass häufig zugunsten einer guten „Story“ reale historische Hintergründe zurechtgebogen werden oder aufgrund der eingeschränkten Zeit auf sie verzichtet wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Analyse der Rahmenrichtlinien des Landes Sachsen-Anhalt: Untersuchung der Präsenz der englischen Reformation in den Lehrplänen, wobei sich zeigt, dass das Thema in den analysierten Fächern meist nur eine untergeordnete Rolle spielt.
2. Sachanalyse – Henry VIII, Begründer der englischen Reformation: Darstellung der historischen Ereignisse von der Thronbesteigung über die Eheschließungen bis hin zu den entscheidenden kirchenrechtlichen Akten, die zur Trennung von Rom führten.
3. Filme über Henry VIII: Reflexion über die didaktische Einsetzbarkeit audiovisueller Medien, ergänzt durch eine Analyse konkreter Spielfilme und deren historische bzw. didaktische Eignung für den Unterricht.
Schlüsselwörter
Henry VIII, englische Reformation, anglikanische Kirche, Rahmenrichtlinien, Sachsen-Anhalt, Religionsunterricht, Geschichtsunterricht, Filmeinsatz, Spielfilm, Thomas Morus, Kirchengeschichte, Didaktik, Medienkompetenz, Konfessionalisierung, Filmanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Aufbereitung der englischen Reformation unter Henry VIII für den schulischen Unterricht in Sachsen-Anhalt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Analyse von Lehrplänen und der Nutzung filmischer Medien liegt.
Welche Fächer stehen im Zentrum der Untersuchung?
Die Analyse der Rahmenrichtlinien umfasst die Fächer katholische Religion, Englisch und Geschichte, um Anknüpfungspunkte für das Thema zu identifizieren.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es zu klären, wie das Wirken von Henry VIII trotz knapper Stundenzahlen und geringer expliziter Erwähnung in Lehrplänen sinnvoll in den Unterricht integriert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt eine systematische Analyse offizieller Lehrplanvorgaben, eine historische Sachanalyse sowie eine medienpädagogische Reflexion auf Basis existierender didaktischer Konzepte zum Filmeinsatz.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Rahmenrichtlinien, eine historische Sachdarstellung der englischen Reformation sowie eine medienpädagogische Analyse verschiedener Spielfilme.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Henry VIII, englische Reformation, Unterrichtsplanung, Rahmenrichtlinien, Filmdidaktik und Kirchengeschichte.
Warum wird die deutsche Reformation in den Rahmenrichtlinien bevorzugt?
Die Autorin argumentiert, dass die deutsche Reformation für Schüler in Sachsen-Anhalt einen direkteren Bezug zum Erfahrungshorizont und zur regionalen Kirchengeschichte aufweist.
Welche spezifischen Probleme ergeben sich beim Filmeinsatz?
Herausforderungen sind vor allem die meist englische Sprachfassung vieler Filme, die zeitliche Dauer abendfüllender Spielfilme sowie die Gefahr der historischen Verfälschung durch dramaturgische Zuspitzungen.
Welchen Nutzen bieten Spielfilme trotz historischer Ungenauigkeit?
Filme können als Brücke zur Lebenswelt der Schüler dienen, Emotionen ansprechen und durch die Verbildlichung historischer Figuren die Motivation und Diskussionsbereitschaft im Unterricht fördern.
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- Theresia Schreiber (Author), 2008, Henry VIII im Unterricht , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150359