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Die österreichische Umsatzsteuernovelle 2010

Überblick über die wichtigsten Änderungen

Titel: Die österreichische Umsatzsteuernovelle 2010

Hausarbeit , 2010 , 15 Seiten , Note: 1

Autor:in: Katharina Soder (Autor:in)

Jura - Steuerrecht
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In Übernahme des Gemeinschaftsrechts kommt es per 01.01.2010 zu den größten Änderungen im österreichischen Umsatzsteuerrecht seit dem EU-Beitritt Österreichs im Jahr 1995.
Die umfangreichen Neuregelungen betreffen den Leistungsort, insbesondere bei sonstigen Leistungen, wo jetzt für die Bestimmung des Leistungsorts zu unterscheiden ist, ob sie an Unternehmer oder Konsumenten erbracht wurden, sowie eine Ausweitung der Besonderheiten des Reverse Charge.
Zudem gibt es Änderungen hinsichtlich der Meldepflicht bei grenzüberschreitenden Leistungen, sowie im Bereich der Vorsteuererstattung.
Die nachfolgende Arbeit soll einen Überblick über die konkreten
Änderungen und die entsprechenden Gesetzesgrundlagen geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Kurzüberblick – die wichtigsten Änderungen auf einen Blick

Unternehmerbegriff im Sinne des § 3 Abs 5 UStG

Leistungsort

Vorsteuererstattung

Die Änderungen im Detail

Reverse-Charge

Leistungsort – Sonstige Leistungen

Leistungen an Unternehmer (B2B)

Leistungen an Nichtunternehmer (B2C)

Künstlerische, wissenschaftliche, unterrichtendde, sportliche, unterhaltende oder ähnliche Leistungen – Änderungen 2011

Langfristige Vermietung von Beförderungsmitteln (B2C) – Änderungen 2013

Telekommunikationsleistunge, Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen sowie elektronisch erbrachte Dienstleistungen, Mini-One-Stop-Shop – Änderungen 2015

Innergemeinschaftliches Vorsteuererstattungsverfahren

Neuerungen bei der Zusammenfassenden Meldung

Entstehung der Steuerschuld

Gültigkeit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über die tiefgreifenden Änderungen im österreichischen Umsatzsteuerrecht zum 01.01.2010, die durch die Übernahme des Gemeinschaftsrechts erforderlich wurden, und erläutert die entsprechenden Gesetzesgrundlagen sowie deren praktische Auswirkungen.

  • Neuregelung der Leistungsortbestimmung (B2B vs. B2C)
  • Ausweitung des Reverse-Charge-Systems
  • Reform des innergemeinschaftlichen Vorsteuererstattungsverfahrens
  • Anpassungen bei der Zusammenfassenden Meldung
  • Übergang zum Bestimmungslandprinzip und Mini-One-Stop-Shop

Auszug aus dem Buch

Reverse-Charge

In Österreich sind die folgenden Änderungen zu beachten:

Das Reverse-Charge-System kommt auch dann zur Anwendung, wenn ein ausländischer Unternehmer über eine feste Niederlassung im Inland verfügt, diese aber nicht an der Erbringung der Leistung beteiligt ist.

Zudem bringt die weitere Abgrenzung des Unternehmerbegriffs im Sinne des § 3 (5) UStG auch in dieser Beziehung Änderungen mit sich.

Ein Übergang der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger erfolgt, wenn ein ausländischer Unternehmer eine Lieferung oder Leistung an einen inländischen Unternehmer oder eine juristische Person öffentlichen Rechts erbringt (Ausnahme: Maut).

Wie auch einige andere EU-Mitgliedsstaaten überschreitet Österreich damit die Vorgabe des Gemeinschaftsrechts. Art. 196 MwStSyst-RL sieht den Übergang der Steuerschuld nur für Dienstleistungen verpflichtend vor, was in Österreich im Rahmen der B2B-Generalklausel gemäß § 3a Abs 6 UStG umgesetzt wurde. Eine darüber hinausgehende Anwendung des Reverse-Charge-Systems, wie sie Österreich, wie oben erwähnt, beschlossen hat, ist aber selbstverständlich zulässig.

Zu beachten ist, dass die Neuregelung die Anwendung der Reverse-Charge-Regelung für Bauleistungen, ebenso wie die sonstigen Anwendungsbereiche des § 19 Abs 1a – 1d UStG wie bisher unberührt lässt, wobei hierfür unbeachtlich ist, ob der Leistungserbringer inländischer oder ausländischer Unternehmer ist.

Zusammenfassung der Kapitel

Kurzüberblick – die wichtigsten Änderungen auf einen Blick: Zusammenfassende Darstellung der Erweiterung des Unternehmerbegriffs, der neuen Leistungsortregeln sowie Änderungen bei der Vorsteuererstattung.

Die Änderungen im Detail: Detaillierte Analyse der Ausweitung des Reverse-Charge-Systems, der B2B- und B2C-Leistungsortbestimmung, sowie spezifischer Neuregelungen zu Dienstleistungen, Vorsteuererstattung und Zusammenfassender Meldung.

Gültigkeit: Erläuterung des Zeitpunkts des Inkrafttretens und der Kriterien für die Bestimmung der Leistungserbringung bei verschiedenen Vertragsarten.

Schlüsselwörter

Umsatzsteuerpaket 2010, UStG, Reverse-Charge, Leistungsort, Vorsteuererstattung, Zusammenfassende Meldung, B2B, B2C, Unternehmerbegriff, Gemeinschaftsrecht, Vorsteuerabzug, UID-Nummer, Bestimmungslandprinzip, Mini-One-Stop-Shop, FinanzOnline

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die umfangreichen Änderungen im österreichischen Umsatzsteuerrecht, die per 01.01.2010 aufgrund der Übernahme von EU-Gemeinschaftsrecht in Kraft getreten sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören der neue Unternehmerbegriff, die Bestimmung des Leistungsortes, das Reverse-Charge-System sowie neue Verfahren zur Vorsteuererstattung und Zusammenfassenden Meldung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über die konkreten gesetzlichen Neuerungen und deren praktische Anwendung im österreichischen Steuerrecht zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine juristische Analyse der geltenden Gesetzesgrundlagen (UStG) und einschlägiger Richtlinien in Verbindung mit einer systematischen Darstellung der Änderungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Betrachtung des Reverse-Charge-Systems, die Unterscheidung zwischen B2B- und B2C-Leistungen sowie die administrativen Prozesse der Vorsteuererstattung und Meldepflichten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Umsatzsteuerpaket 2010, Leistungsort, Reverse-Charge, Vorsteuererstattung und Zusammenfassende Meldung geprägt.

Wann ist ein ausländischer Unternehmer im Sinne des UStG tätig?

Ein ausländischer Unternehmer gilt als solcher, wenn er in Österreich eine Betriebsstätte hat, die jedoch nicht an der Leistungserbringung beteiligt ist.

Was ist bei der Zusammenfassenden Meldung (ZM) neu?

Die ZM muss nun elektronisch über FinanzOnline eingereicht werden und umfasst neben innergemeinschaftlichen Lieferungen auch Dienstleistungen, für die der Leistungsempfänger die Steuerschuld trägt.

Wie wirkt sich die Neuregelung auf die Vorsteuererstattung aus?

Das Verfahren wurde weitgehend elektronisch gestaltet, wobei der Antrag über das Portal des Ansässigkeitsmitgliedstaates (in Österreich FinanzOnline) an den Erstattungsmitgliedstaat gerichtet werden muss.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die österreichische Umsatzsteuernovelle 2010
Untertitel
Überblick über die wichtigsten Änderungen
Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz
Note
1
Autor
Katharina Soder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
15
Katalognummer
V150373
ISBN (eBook)
9783640619498
ISBN (Buch)
9783640619856
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Steuerrecht; UStG; Novelle 2010; Umsatzsteuerpaket 2010; Reverse Charge; Sonstige Leistungen; Zusammenfassende Meldung (ZM); Leistungsort;
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Soder (Autor:in), 2010, Die österreichische Umsatzsteuernovelle 2010, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150373
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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