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Jungen – die neuen Sorgenkinder der Schule?

Title: Jungen – die neuen Sorgenkinder der Schule?

Term Paper , 2009 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Annika Schenck-Mwandaro (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Summary Excerpt Details

1 Einleitung
1.1 Einführung und Zielsetzung
Jungen, das neue schwache Geschlecht? Noch vor gar nicht langer Zeit war es umgekehrt und die Frau galt als das zu fördernde Geschlecht. Im Zuge der Frauenbewegung wurden berechtigterweise zahlreiche Programme eingeführt, die speziell die Mädchen fördern sollten. Die deutsche Bildungspolitik richtete lange ihre Bemühungen nur zugunsten der Mädchen aus. Mädchen bekamen Privilegien. Zwar besetzen Männer auch heute noch immer die meisten Spitzenpositionen in Politik und Wirtschaft, verdienen besser und können laut dem Bestseller von Allan und Barbara Pease besser einparken, aber sind die Jungen immer noch in der Vorreiterposition oder hinkt der männliche Nachwuchs den Mädchen in der Schule hinterher?
Laut der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland sollen beide Geschlechter im Schulsystem die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben, denn das Grundgesetz schreibt vor, dass niemand wegen seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen und eben auch wegen seines Geschlechtes, benachteiligt oder bevorzugt werden darf. (vgl. Grundgesetz, 1949, Artikel 3) Aber haben Jungen und Mädchen tatsächlich dieselben Chancen auf eine gute Schulkarriere? Bietet das System Schule Jungen wie Mädchen dieselben Bedingungen? Werden die Fähigkeiten und Potenziale von beiden Geschlechtern gleichviel gefördert? Dieser Frage soll in der vorliegenden Arbeit nachgegangen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einführung und Zielsetzung

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Sind Jungen die neuen Bildungsverlierer?

2.1 Die Lebenssituation der Jungen von heute

2.2 Daten und Fakten

3 Erklärungsversuche

3.1 Schattenseiten der Emanzipation

3.2 Feminisierung von Schule und Lebenswelt

3.3 Unterricht ist auf Mädchen ausgerichtet

3.4 Mädchen lernen anders, Jungen auch

4 Wege aus der Misere

4.1 Männerquote für Kindergarten und Schule?

4.2 Zurück zur Monoedukation?

4.3 Geschlechtergerechter Unterricht

5. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Bildungsbenachteiligung von Jungen im deutschen Schulsystem und geht der Forschungsfrage nach, ob Jungen als die neuen "Bildungsverlierer" betrachtet werden können, da sie in ihrer Schullaufbahn häufiger hinter Mädchen zurückbleiben.

  • Analyse der aktuellen Lebenssituation von Jungen und deren Herausforderungen
  • Untersuchung statistischer Daten zum schulischen Erfolg und Lernverhalten
  • Diskussion gesellschaftlicher Ursachen, wie die Feminisierung von Schule und Erziehung
  • Evaluierung pädagogischer Lösungsansätze, einschließlich Quotenregelungen und Monoedukation
  • Konzeptualisierung eines geschlechtersensiblen Unterrichts

Auszug aus dem Buch

3.3 Unterricht ist auf Mädchen ausgerichtet

Mit ca. sechs Jahren, wenn die Einschulung stattfindet, stecken Mädchen und Jungen in völlig unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Mädchen entdecken die feinmotorischen Fähigkeiten, können länger ruhig sitzen, sich verbal besser ausdrücken und sich besser auf Tätigkeiten wie Malen, Schreiben und ähnliche „ruhige“ Sachen konzentrieren. Die Jungen hingegen probieren ihre grobmotorischen Kräfte aus, wollen noch viel herumturnen. In ihren feinmotorischen und kognitiven Fähigkeiten hinken sie den Mädchen noch hinterher, denn diese entwickeln sich bei ihnen erst später. (vgl. Biddulph, 1998, S. 173ff.)

Die ruhigen Mädchen können das deutsche Unterrichtssystem besser für sich nutzen. Wer in der Schule Erfolg haben will, der sollte stillsitzen, zuhören, schön schreiben und gerne lesen, der muss pflegeleicht sein, sollte also höflich, sprachgewandt, leise und angepasst auftreten. Rumzappeln ist unerwünscht. Auf männliche Charaktereigenschaften wird keine Rücksicht genommen und oft werden sie als unpassend angesehen. (vgl. Hoffmann, 2009, S. 58 ff.) Wer also keine Schönschrift aufweisen kann, unordentlich, unruhig, frech oder gar aufsässig ist, fällt negativ auf und hat bei der fachlichen Leistungsbeurteilung eher schlechte Karten. Und gerade die Jungen, denen zu Hause keine modernen Männervorbilder zur Verfügung stehen, fällt es besonders schwer, den erwünschten Sozialcharakter zu zeigen. (vgl. Preuss-Lausitz, 2004)

Der Pädagoge Johannes Glötzner drückt es folgendermaßen aus: „Wir machen es Mädchen leichter, weil sie es uns leichter machen.“ D.h. Lehrer neigen eher dazu, die sogenannten „schulangepassten“ Kinder bei gleicher Leistung besser zu benoten als die aufmüpfigen, frechen Kinder, die anstatt aufzupassen, ihren Nebenmann ärgern. (vgl. Thimm, 2004)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung nach der Benachteiligung von Jungen im Bildungssystem vor und erläutert den Aufbau der Hausarbeit.

2 Sind Jungen die neuen Bildungsverlierer?: Das Kapitel beleuchtet die problematische Lebenswelt heutiger Jungen und liefert eine Vielzahl statistischer Fakten, die den schulischen Nachholbedarf von Jungen belegen.

3 Erklärungsversuche: Hier werden Ursachen für das Schulversagen von Jungen analysiert, darunter die Feminisierung der Erziehungsumwelt sowie Defizite im aktuellen, primär auf Mädchen zugeschnittenen Unterricht.

4 Wege aus der Misere: In diesem Teil werden verschiedene bildungspolitische Maßnahmen wie Männerquoten im Erzieherberuf, Monoedukation und Konzepte für einen geschlechtersensiblen Unterricht diskutiert.

5. Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und plädiert für eine individuelle Förderung beider Geschlechter statt Gleichmacherei.

Schlüsselwörter

Jungen, Bildungsverlierer, Schule, Geschlechtergerechtigkeit, Feminisierung, Pädagogik, Lernverhalten, Schulversagen, Monoedukation, Reflexive Koedukation, Sozialisation, Jungenförderung, Bildungsbenachteiligung, Männliche Vorbilder, Kompetenzentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die aktuelle Situation von Jungen im deutschen Schulsystem und geht der Frage nach, warum diese im Vergleich zu Mädchen häufiger als bildungsbenachteiligt gelten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Lebenswelt von Jungen, die Auswirkungen der Feminisierung in Schulen und Kindergärten, Unterschiede im Lernverhalten sowie politische und pädagogische Lösungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwiefern Jungen die neuen "Bildungsverlierer" des Systems Schule sind und ob das derzeitige System die Potenziale beider Geschlechter gleichermaßen fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Studien, Bildungsdaten und fachwissenschaftliche Publikationen zusammengetragen und kritisch diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Lebenssituation, die Analyse der Ursachen für die Bildungsbenachteiligung (z. B. fehlende männliche Vorbilder) und die kritische Auseinandersetzung mit Förderansätzen wie Männerquoten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Geschlechtergerechtigkeit, Jungenförderung, Feminisierung des Bildungswesens und Reflexive Koedukation definieren.

Warum wird die Feminisierung der Schule als Problem für Jungen diskutiert?

Die Arbeit führt an, dass ein Mangel an männlichen Bezugspersonen dazu führt, dass das System Schule vornehmlich nach weiblichen Kriterien gestaltet wird, was Jungen in ihrem Lernverhalten und ihrer Entwicklung benachteiligen kann.

Welche Rolle spielt die Monoedukation bei den Lösungsansätzen?

Die Monoedukation wird als ein Ansatz diskutiert, Jungen in getrennten Klassen besser zu fördern, wobei die Autorin jedoch kritisch hinterfragt, ob dies aufgrund der Gefahr von Stereotypisierungen tatsächlich zeitgemäß ist.

Wie bewertet die Autorin die Forderung nach einer Männerquote?

Die Autorin sieht in mehr männlichen Lehrkräften zwar einen richtigen Schritt, betont jedoch, dass dies allein nicht ausreicht, solange keine grundlegende gesellschaftliche Veränderung und eine geschlechtersensible Unterrichtsgestaltung stattfinden.

Was bedeutet der Begriff "Reflexive Koedukation"?

Der Begriff beschreibt einen bewussten Umgang mit den Unterschieden zwischen den Geschlechtern, bei dem respektiert wird, dass Jungen und Mädchen unterschiedliche Lernvoraussetzungen und Vorlieben mitbringen.

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Details

Title
Jungen – die neuen Sorgenkinder der Schule?
College
University of Hagen
Grade
2,0
Author
Annika Schenck-Mwandaro (Author)
Publication Year
2009
Pages
22
Catalog Number
V150420
ISBN (eBook)
9783640614837
ISBN (Book)
9783640615346
Language
German
Tags
Jungen Schule Soregnkinder Sorgenkinder Mädchen männer Mann männlich Geschlechterkonflikte Rollen Geschlechterrollen Geschlecht Geschlechter Junge Schulprobleme Schulkonflikte Jungenprobleme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annika Schenck-Mwandaro (Author), 2009, Jungen – die neuen Sorgenkinder der Schule?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150420
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