Das Einkaufen über das Internet wird immer beliebter.
Aktuellen Studien zufolge wird selbst im Jahr 2009, welches hauptsächlich durch die
Weltwirtschaftkrise bestimmt war, der Online-Umsatz weiter steigen. So prognostiziert
der Deutsche Bundesverband für Versandhandel einen Anstieg von 15 Prozent
auf 15,4 Milliarden Euro.1
Einen wichtigen Anteil an diesem Wachstum haben auch Anbieter von Bezahlverfahren.
Laut einer Studie von EuPD Research haben im Jahr 2007 21,5 Prozent der befragen
Shop-Betreiber ein neues Bezahlverfahren implementiert, von diesen wiederum
hat jeder Zweite (49,5 Prozent) eine signifikante Umsatzveränderung bemerkt.2
Die Bezahlung per Mausklick ist einfach und wird in Echtzeit ausgeführt3. Schnittstellen
zwischen Händlern und Bezahldiensten sorgen für einen reibungslosen Datenaustausch,
so dass für eine Geldtransaktion häufig die Eingabe eines Passworts
genügt. Der größte Vorteil ist jedoch darin zu sehen, dass die Transaktion wesentlich
schneller, häufig sogar in Echtzeit, durchgeführt wird und so der Käufer letztlich
schneller in den Genuss seiner bestellten Ware gelangt.
Inhaltsverzeichnis
A ALLGEMEINER TEIL
I. UMBRUCH DER ZAHLUNGSLANDSCHAFT
1. Ausgangssituation USA
2. Das Internet fordert neue Zahlungssysteme
II. ÜBERBLICK ÜBER WESENTLICHE BEZAHLSYSTEME
1. Firstgate / click&buy
2. T-Pay
3. PayPal
4. Synoptische Gegenüberstellung
III. PAYPAL-DER MARKTFÜHRER
1. Gründung und Aufbau
2. Übernahme durch eBay
3. Entwicklung in Deutschland
4. Funktionsweise von PayPal
5. Geld transferieren
6. Geld Empfangen
7. Sicherheit von PayPal-Transaktionen
8. Gebühren
9. Einsatzmöglichkeiten
10. Ausblick
11. Besonderheiten gegenüber Girokonten
B RECHTLICHE RAHMENGRUNDSÄTZE FÜR BEZAHLDIENSTE
I. DAS E-GELD GESCHÄFT
1. Differenzierung zwischen Netz- und Kartengeld
2. Die E-Geld-Richtlinie
II. PAYPAL ALS E-GELD-INSTITUT
1. Allgemein
2. Regulatorischer Grundsatz
C UMSATZSTEUERLICHE BETRACHTUNG
I. UMSATZSTEUERSYSTEMRICHTLINIE
1. Begriff
2. Inhalt und Funktion
3. Rechtsgrundlange
II. BESTIMMUNG DES ORTES DER SONSTIGEN LEISTUNGEN
1. Allgemein
2. Leistungsort bei sonstigen Leistungen
3. Der Leistungsort bei Finanzdienstleistungen
4. Besteuerung nach dem Ursprungsortprinzip
5. Änderungen des Umsatzsteuerrechts zum 01.01.2010
III. UNTERLIEGEN PAYPAL GEBÜHREN DER UMSATZSTEUER?
1. Grundsatz
2. Vergleich zwischen dem dt. UStG und der 6. EG-Richtline
3. Besteuerung des Zahlungsverkehrs
IV. OPTION ZUR STEUERPFLICHT
1. Allgemein
2. Voraussetzungen für die Option zur Steuerpflicht
3. Die Option zur Steuerpflicht bei Finanzdienstleistungen
4. Nachteile einer Umsatzversteuerung
5. Effekte aus der Umsatzsteuerpflicht
6. Auswirkungen der Steuerpflicht
7. Fazit zu Optionsmöglichkeiten
8. Die Umsatzsteueroption in der Praxis
9. Fazit zur Umsatzsteueroption im Bezug auf PayPal
D ERTRAGSSTEUERLICHE PROBLEMSTELLUNGEN
I. ZEITPUNKT DER VEREINNAHMUNG VON ENTGELTEN
1. Allgemein
2. Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten
3. Bestimmung des Zeitpunkts der Vereinnahmung
II. BETRIEBSAUSGABENABZUG
1. Allgemein
2. Voraussetzungen im Falle der Option
3. Fazit zur Ertragssteuerlichen Behandlung
E SCHLUSSBETRACHTUNG
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die steuerliche Würdigung von Online-Bezahldiensten, wobei PayPal als zentrales Fallbeispiel dient. Das primäre Ziel ist es, die steuerlichen und buchhalterischen Problemstellungen bei der Nutzung dieser Dienste in Online-Shops zu analysieren und Handlungsoptionen sowie deren Auswirkungen auf die Steuerpflicht und den Betriebsausgabenabzug aufzuzeigen.
- Entwicklung und Funktionsweise von Online-Bezahlsystemen im E-Commerce
- PayPal als Marktführer: Struktur, Prozessabläufe und Sicherheitsaspekte
- Umsatzsteuerliche Behandlung von Finanzdienstleistungen in Online-Systemen
- Option zur Steuerpflicht bei Finanzdienstleistungen: Voraussetzungen und Auswirkungen
- Ertragssteuerliche Behandlung: Buchführung und Dokumentation von PayPal-Transaktionen
Auszug aus dem Buch
3. Funktionsweise von PayPal
Der Bezahlvorgang bei PayPal ist einfach und schnell. Von den PayPal-Internetseiten aus kann das Geld dem Empfängerkonto bei PayPal zugewiesen werden, welches über die E-Mail-Adresse des Empfängers identifiziert wird. Für den Empfang und den Versand von Geld sind lediglich ein E-Mail-Account und ein Bankkonto notwendig. Einmalige oder monatliche Kosten wie Anmelde- oder Kontoführungsgebühren fallen für die Kontoinhaber nicht an.
Im ersten Schritt wählt der Nutzer, die seinen Bedürfnissen entsprechende, PayPal-Kontoart. Es folgt die Eingabe der persönlichen Kontoinformationen. Die Angabe eines Bankkontos ist dabei obligatorisch. Eine Kreditkarte kann optional angegeben werden.
Zusammenfassung der Kapitel
A ALLGEMEINER TEIL: Dieses Kapitel erläutert den Umbruch der Zahlungslandschaft durch das Internet und stellt die wesentlichen Akteure wie Firstgate, T-Pay und PayPal vor.
B RECHTLICHE RAHMENGRUNDSÄTZE FÜR BEZAHLDIENSTE: Der Abschnitt befasst sich mit der rechtlichen Einordnung von E-Geld-Geschäften und der regulatorischen Stellung von PayPal als E-Geld-Institut.
C UMSATZSTEUERLICHE BETRACHTUNG: Hier werden die umsatzsteuerliche Richtlinien, der Leistungsort bei Finanzdienstleistungen und die Möglichkeiten der Option zur Steuerpflicht für PayPal-Transaktionen detailliert analysiert.
D ERTRAGSSTEUERLICHE PROBLEMSTELLUNGEN: Das Kapitel behandelt den steuerlichen Zeitpunkt der Vereinnahmung von Entgelten bei Bezahldiensten sowie die Anforderungen an den Betriebsausgabenabzug und die ordnungsgemäße Dokumentation.
E SCHLUSSBETRACHTUNG: Abschließend wird ein Fazit zum Wachstum des Marktes für Online-Bezahldienste gezogen und der zukünftige Umbruch im Handel durch virtuelle Bezahlplattformen thematisiert.
Schlüsselwörter
PayPal, Online-Bezahldienste, E-Commerce, Umsatzsteuer, Steuerpflicht, Finanzdienstleistungen, Betriebsausgabenabzug, Rechnungswesen, E-Geld, Internet-Handel, Transaktionsgebühren, Leistungsort, Vorsteuerabzug, Online-Auktionen, Zahlungsverkehr
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptziel dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert die steuerliche und buchhalterische Behandlung von Online-Bezahldiensten wie PayPal und prüft deren Einordnung im Kontext des deutschen Steuerrechts.
Welche Bezahlsysteme werden neben PayPal analysiert?
Die Arbeit vergleicht PayPal zusätzlich mit den Systemen Firstgate (click&buy) und T-Pay.
Welche zentrale Frage steht bei der umsatzsteuerlichen Betrachtung im Fokus?
Die Frage, ob die von PayPal erhobenen Gebühren der Umsatzsteuer unterliegen und ob eine Option zur Steuerpflicht für den Händler sinnvoll ist.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Untersuchung zugrunde?
Es handelt sich um eine betriebswirtschaftliche Analyse, die auf Literaturrecherche, der Untersuchung gesetzlicher Rahmenbedingungen (UStG, KWG) und der praktischen Anwendung von Buchungssätzen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Zahlungsanbieter, die Analyse rechtlicher Grundlagen, die umsatzsteuerliche Einordnung und die ertragssteuerlichen Aspekte bei der Rechnungslegung.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
PayPal, Umsatzsteuer, E-Commerce, Betriebsausgabenabzug, Zahlungsverkehr, Steuerpflicht.
Warum ist die Dokumentation der PayPal-Transaktionen für Händler problematisch?
PayPal zieht Gebühren direkt von Gutschriften ab, wodurch kein klassischer, sofortiger Buchungsbeleg in Form einer Rechnung vorliegt, was die Finanzverwaltung vor formale Herausforderungen stellt.
Was bedeutet das "Reverse-Charge-Verfahren" in Bezug auf PayPal?
Da PayPal seinen Sitz in Luxemburg hat, stellen für deutsche Kunden die Dienstleistungen eine Einfuhrleistung dar, bei der unter bestimmten Voraussetzungen der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer schuldet.
- Quote paper
- Dipl. Betriebsw. Alexander Schmidt (Author), 2010, Die steuerliche Würdigung von Online-Bezahldiensten am Beispiel PayPal, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150421