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Armutsprävention im Elementarbereich. Kindergärten als Fundament gegen Kinderarmut

Title: Armutsprävention im Elementarbereich. Kindergärten als Fundament gegen Kinderarmut

Term Paper , 2020 , 23 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Samanta Warnecke (Author)

Social Work - Child and Youth Welfare
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Diese Arbeit untersucht die Bedeutung des Elementarbereichs zur Prävention von Kinderarmut und die entscheidende Rolle, die Kindergärten dabei spielen. Sie beleuchtet das Ausmaß und die Risiken von Kinderarmut für die Entwicklung junger Kinder und stellt dar, warum der Kindergartenbesuch für Kinder aus armen Verhältnissen besonders wichtig ist. Nach einer theoretischen Einführung in die Begriffe Kinderarmut und Prävention werden praxisorientierte Konzepte wie Resilienzförderung und der sensible Umgang mit Armut im Kindergarten erläutert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Kita-Segregation: Ursachen und Maßnahmen zur Vorbeugung werden ebenso betrachtet wie die Entwicklungsphasen des Kindes im Kindergartenalter. Die Arbeit verdeutlicht, dass Kindergärten nicht nur als Bildungsinstitutionen fungieren, sondern auch als entscheidende Akteure der Armutsprävention, indem sie die soziale und emotionale Entwicklung der Kinder fördern und so langfristig zu einem positiven Lebensweg beitragen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kinderarmut

2.1. Definition Armut

2.2. Die Komplexität von Kinderarmut

2.2.1. Ursachen der Kinderarmut

2.2.2. Auswirkung der Kinderarmut

3. Prävention

3.1. Kindbezogene Armutsprävention

3.1.1. Förderung der Resilienz bei Kindern

3.1.2. Umsetzung der drei Präventionsarten bei Kinderarmut

4. Der Kindergarten als Resilienzfördernde Maßnahme

5. Das Thema Armut sensibel in den Kita-Alltag integrieren

6. Segregation im Kindergarten

6.1. Definition Segregation

6.2. Ursachen der Segregation im Kindergarten

6.3. Abbau der Kita-Segregation

7. Zusatzkapitel: Die Entwicklungsphasen des Kindes

7.1. Die Dreijährigen

7.2. Die Vierjährigen

7.3. Die Fünfjährigen

8. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Auswirkungen von Kinderarmut auf den Entwicklungsverlauf aufzuzeigen und die präventive Rolle des Kindergartens bei der Förderung benachteiligter Kinder zu beleuchten. Dabei wird insbesondere untersucht, wie pädagogische Fachkräfte durch Resilienzförderung und eine sensiblere Gestaltung des Kita-Alltags zur Chancengleichheit beitragen können.

  • Dimensionen und komplexe Ursachen von Kinderarmut
  • Resilienzförderung als präventiver Ansatz im Elementarbereich
  • Methoden zur sensiblen Integration von Armutsthematiken in den Kita-Alltag
  • Ursachen und Auswirkungen von Kita-Segregation
  • Entwicklungsphasen im Kindergartenalter als Grundlage für pädagogisches Handeln

Auszug aus dem Buch

2.2. Die Komplexität von Kinderarmut

Durch die Betrachtung von unterschiedlichen Dimensionen wird Kinderarmut nicht nur von dem finanziellen Hintergrund der Eltern betrachtet, sondern auch die gegenseitige Beeinflussung von materieller, sozialer, bildungsrelevanter, gesundheitsbezogener und teilhabespezifischer Faktoren tragen dazu bei Kinderarmut zu beschreiben. Die Grundbedingung der Entwicklung von Kindern werden wie Folgt dargestellt: 1. die materielle Versorgung des Kindes, 2. die Versorgung im kulturellen Bereich, welches die Kindergarteneinrichtung und die Schule mit einschließt, 3. die Gegebenheit im sozialen Bereich und 4. die psychische und physische Lage, welche die Gesundheit mit berücksichtigt.

Durch diese Erkenntnisse wurden bestimmte Spielräume definiert, um die Bedingung für die Entfaltung und Umsetzung wichtiger Interessen der Individuen einzuordnen. Dies werden in fünf Spielräume eingeteilt: 1. Einkommens- und Versorgungsspielraum, 2. Lern- und Erfahrungsspielraum, 3. Kontakt- und Kooperationsspielraum, 4. Regenerations- und Mußespielraum und 5. Disposition- und Entscheidungsspielraum. Der Mensch bewegt sich von Spielraum zu Spielraum und es wird deutlich, dass sich einzelne Spielräume gegenseitig beeinflussen (vgl. Gintzel et al. 2008: 24f.).

Neben den Grundbedingungen und den dazugehörigen Spielräumen werden auch objektive und subjektive Dimension erfasst. Zu den objektiven Dimensionen gehören neben dem Einkommen und dem Arbeits-/Erwerbsstatus der Eltern auch die Bereiche Wohnung, Bildung der Eltern und dem Kind, Sozialbeziehungen, sowie die Gesundheit. Die subjektive Dimension beschreibt das individuelle empfinden in folgenden Bereichen: Lebenszufriedenheit, Einsamkeit, Niedergeschlagenheit und zum Schluss die Ängste und Sorgen (vgl. Gintzel et al. 2008: 25f.). Beleuchtet man diese verschiedenen Dimensionen, wird deutlich, dass es bei Kinderarmut nicht nur um das “finanzielle Arm“ sein eines Kindes geht, sondern es bedarf eine sehr komplexe Auseinandersetzung im Thema Kinderarmut. Je nach Ausprägung einer Dimension und der Gesamtheit wird der Grad der Armut aufgefasst und erlaubt die Folge des Kindes für das Aufwachsen zu ermitteln (vgl. Gintzel et al. 2008: 26).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Dringlichkeit der Armutsprävention im Elementarbereich angesichts aktueller gesellschaftlicher Zustände und definiert die zentralen Fragestellungen der Arbeit.

2. Kinderarmut: Dieses Kapitel erläutert die Definition von Armut sowie die multidimensionale Komplexität von Kinderarmut, einschließlich deren vielfältiger Ursachen und weitreichender Auswirkungen.

3. Prävention: Hier werden theoretische Ansätze der kindbezogenen Armutsprävention vorgestellt, mit einem starken Fokus auf Resilienzförderung bei Kindern sowie der Umsetzung von Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention.

4. Der Kindergarten als Resilienzfördernde Maßnahme: Das Kapitel beschreibt, wie Kindergärten durch intensive Bildungsarbeit und die Einbeziehung der Eltern als wichtige Akteure in der Resilienzförderung fungieren können.

5. Das Thema Armut sensibel in den Kita-Alltag integrieren: Hier wird dargelegt, wie pädagogische Fachkräfte durch konkrete Angebote (z.B. Gesundheitsförderung, Ernährungsbildung) und eine niederschwellige Elternarbeit armutsbedingte Nachteile abmildern können.

6. Segregation im Kindergarten: Das Kapitel analysiert die Ursachen räumlicher und sozialer Segregation in Bildungseinrichtungen und diskutiert Ansätze wie zentrale Vergabesysteme zur Entmischung.

7. Zusatzkapitel: Die Entwicklungsphasen des Kindes: Der Fokus liegt auf der Beschreibung der kindlichen Entwicklung im Kindergartenalter (3 bis 5 Jahre) und deren Bedeutung für die Bewältigung entwicklungspsychologischer Aufgaben.

8. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Rolle des Kindergartens als präventiven Ort zusammen und betont die Notwendigkeit sensibler pädagogischer Arbeit zur Förderung der Chancengleichheit.

Schlüsselwörter

Kinderarmut, Armutsprävention, Elementarbereich, Resilienzförderung, Kindergarten, Kita-Segregation, Chancengleichheit, Entwicklungsphasen, Elternarbeit, soziale Ausgrenzung, Pädagogik, Bildungsbiografie, Sozialraum, Kinderbetreuung, Armutsfolgen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit thematisiert die Herausforderungen von Kinderarmut in Deutschland und untersucht die präventiven Möglichkeiten, die der Kindergarten als Bildungsinstitution bietet, um betroffene Kinder frühzeitig zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Kernbereichen zählen die Ursachen und Auswirkungen von Kinderarmut, Resilienzkonzepte, Strategien zur Integration dieses Themas in den Kita-Alltag sowie Probleme der Segregation bei der Vergabe von Betreuungsplätzen.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin aufzuzeigen, wie pädagogische Fachkräfte im Elementarbereich durch gezielte Förderung und eine engere Zusammenarbeit mit Eltern dazu beitragen können, die negativen Folgen von Armut für die kindliche Entwicklung abzumildern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis von Fachliteratur, Studien und gesetzlichen Rahmenbedingungen (z.B. SGB VIII), um Auswirkungen und Handlungsmöglichkeiten interdisziplinär zu begründen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsklärung und Ursachen), einen praktischen Teil zur Resilienzstärkung im Kita-Alltag sowie eine spezifische Analyse zur Problematik von Kita-Segregation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wesentliche Begriffe, die die Arbeit bestimmen, sind Kinderarmut, Resilienz, Prävention, Kita-Segregation, soziale Teilhabe und Bildungsbiografie.

Wie kann der Kindergarten laut dieser Arbeit aktiv gegen Segregation vorgehen?

Die Arbeit schlägt vor, dezentrale Vergabesysteme durch effizientere, zentrale Verfahren zu ersetzen, um durch eine gezielte Verteilung der Kinder in den Einrichtungen eine stärkere soziale Durchmischung zu erreichen.

Warum ist das "Zusatzkapitel" zu den Entwicklungsphasen enthalten?

Es dient dazu, das pädagogische Verständnis für das Kindergartenalter zu schärfen, da eine gelingende Armutsprävention zwingend das Wissen darüber voraussetzt, welche spezifischen Entwicklungsschritte in welchem Lebensjahr bewältigt werden müssen.

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Details

Title
Armutsprävention im Elementarbereich. Kindergärten als Fundament gegen Kinderarmut
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel; Salzgitter
Grade
3,0
Author
Samanta Warnecke (Author)
Publication Year
2020
Pages
23
Catalog Number
V1504224
ISBN (PDF)
9783389081693
ISBN (Book)
9783389081709
Language
German
Tags
armutsprävention elementarbereich kindergärten fundament kinderarmut
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Samanta Warnecke (Author), 2020, Armutsprävention im Elementarbereich. Kindergärten als Fundament gegen Kinderarmut, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1504224
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