Die in diesen Versuchen verwendete Dünnschichtchromatographie eignet sich zur
Identifikation von Aminosäuren. Dabei wird ausgenutzt, dass die verschiedenen
Aminosäuren unterschiedliche Polaritäten aufweisen, die eine Differenzierung mit
Hilfe eines geeigneten Laufmittels erlaubt. Wir verwenden eine polare Stationäre
Phase, sowie eine polare mobile Phase. Daher erwarten wir, dass polare
Aminosäuren weiter wandern werden, als unpolare.
Der Blutungssaft von Pflanzen enthält unter anderem auch Aminosäuren. Diese
können mit Hilfe der Dünnschichtchromatographie nachgewiesen und unterschieden
werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Durchführung
V 4a Dünnschichtchromatographische Bestimmung von Aminosäuren im Blutungssaft von Mais
1. Material und Methode
2. Ergebnisse
3. Diskussion
V 4b Photometrische Ascorbinsäurebestimmung
1. Einleitung
2. Material und Methode
3. Ergebnisse
4. Diskussion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient der Durchführung und Auswertung zweier pflanzenphysiologischer Versuche: der Identifikation von Aminosäuren in Mais-Blutungssaft mittels Dünnschichtchromatographie sowie der photometrischen Bestimmung des Ascorbinsäuregehalts in Zitronensaft.
- Methodische Anwendung der Dünnschichtchromatographie
- Analyse von Aminosäuremustern in pflanzlichen Blutungssäften
- Grundlagen der Photometrie zur Konzentrationsbestimmung
- Berechnung von Ascorbinsäuregehalten mittels Extinktionsmessung
- Vergleich von experimentellen Ergebnissen mit theoretischen Grundlagen
Auszug aus dem Buch
3. Diskussion
Aus den Werten aus Tab. 1 erkennt man, dass Gemisch 6 Alanin, Isoleucin sowie Asparagin enthalten haben muss. Allerdings ist nicht ganz nachvollziehbar, welche Aminosäure polar ist und welche nicht. Dem Laufmittel zu urteilen, sollten polare Aminosäuren weiter gezogen werden, als unpolare. Vielleicht noch kleine Aminosäuren weiter als Größere, Verzweigte. Diese Logik wird aus den Werten jedoch nicht ersichtlich. Isoleucin als unpolare und ungeladene Aminosäure mit Seitenketten wanderte mit einem Rf-Wert von 0,93 am weitesten. Asparagin als eine sehr polare Amisäure hingegen wanderte mit einem Rf-Wert von 0,14 am wenigsten weit. Aus den Werten ergibt sich sogar die Tendenz, dass unpolare Aminosäuren wie Alanin und Isoleucin am weitesten wanderten und polare wie Asparagin und Threonin nur wenig bis mittelmäßg wanderten. Glutamin würde wiederum aus dieser Tendenz rausfallen, da es mit einem Rf-Wert 0,68 relativ weit wanderte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Eignung der Dünnschichtchromatographie zur Identifikation von Aminosäuren anhand ihrer Polarität.
2. Durchführung: Hier werden die experimentellen Schritte zur Gewinnung von Blutungssaft aus Maispflanzen und die anschließende chromatographische Trennung detailliert beschrieben.
V 4a Dünnschichtchromatographische Bestimmung von Aminosäuren im Blutungssaft von Mais: Dies stellt den praktischen Anwendungsteil dar, in dem Proben auf ihre Aminosäurenzusammensetzung untersucht werden.
1. Material und Methode: In diesem Abschnitt wird die präzise Vorbereitung der Platten, das Auftragen der Proben und die Durchführung des Trennvorgangs dokumentiert.
2. Ergebnisse: Dieser Abschnitt listet die experimentell ermittelten Banden und Rf-Werte der verschiedenen Aminosäuren und Gemische in Tabellenform auf.
3. Diskussion: Das Kapitel analysiert die Rf-Werte im Hinblick auf die Polarität der Aminosäuren und bewertet die Aussagekraft der angewandten Methode.
V 4b Photometrische Ascorbinsäurebestimmung: Dieser Teil befasst sich mit der Konzentrationsbestimmung von Vitamin C in Zitronensaft mittels photometrischer Messverfahren.
1. Einleitung: Hier werden die physikalischen Grundlagen der Photometrie und das Lambert-Beer’sche Gesetz eingeführt.
2. Material und Methode: Dieser Abschnitt beschreibt die Herstellung der Pufferlösungen, der Ascorbinsäure-Stammlösungen und die Probenvorbereitung des Zitronensaftes.
3. Ergebnisse: Hier werden die photometrischen Messwerte für die Konzentration des Zitronensaftes präsentiert.
4. Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die Extinktionswerte, die Bedeutung der DCPIP-Reduktion und berechnet den finalen Ascorbinsäuregehalt.
Schlüsselwörter
Dünnschichtchromatographie, Aminosäuren, Blutungssaft, Mais, Photometrie, Ascorbinsäure, Zitronensaft, Rf-Wert, Polarität, DCPIP, Extinktion, Konzentrationsbestimmung, Lambert-Beer’sches Gesetz, Zellstoffwechsel, Redoxsubstanz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Versuchsprotokoll grundsätzlich?
Es geht um die praktische Durchführung und Auswertung zweier pflanzenphysiologischer Experimente: die Trennung von Aminosäuren mittels Dünnschichtchromatographie und die Bestimmung der Ascorbinsäurekonzentration in Zitronensaft mittels Photometrie.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt die Chromatographie von Aminosäuren, die Extraktion von Pflanzensäften sowie die photometrische Analyse von Vitamin C unter Anwendung des Lambert-Beer’schen Gesetzes.
Was ist das primäre Ziel der beschriebenen Versuche?
Das Ziel ist die Identifikation von Aminosäuren im Blutungssaft von Mais und die präzise Bestimmung des Ascorbinsäuregehalts einer Zitrone durch experimentelle Daten.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Es wird die Dünnschichtchromatographie zur substanziellen Trennung sowie die Photometrie zur quantitativen Konzentrationsanalyse eingesetzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die methodische Durchführung, die Darstellung der Messergebnisse in Tabellen und Abbildungen sowie die anschließende wissenschaftliche Diskussion und Auswertung der Daten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Dünnschichtchromatographie, Rf-Wert, Photometrie, Extinktion, Ascorbinsäure (Vitamin C) und DCPIP.
Wie wurde der Blutungssaft für die Untersuchung gewonnen?
Die Sprosse einer Maispflanze wurden 2 cm oberhalb des Bodens dekaptiert und der austretende Blutungssaft wurde mittels einer Mikropipette abgenommen.
Warum wurde bei der Ascorbinsäurebestimmung DCPIP verwendet?
DCPIP dient als Farbreagenz, das durch die Ascorbinsäure oxidiert wird, wobei es sich von einer violetten Farbe in eine farblose Leukoform reduziert, was photometrisch messbar ist.
Welche Schwierigkeit ergab sich bei der Interpretation der chromatographischen Ergebnisse?
Es zeigte sich eine Diskrepanz zwischen der theoretischen Erwartung hinsichtlich der Polarität der Aminosäuren und den experimentell ermittelten Rf-Werten, was eine eindeutige Logik erschwerte.
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- Christoph Böhm (Author), 2008, Versuchsprotokoll zum pflanzenphysiologischen Praktikum "Dünnschichtchromatographie", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150430