Emissionshandel


Studienarbeit, 2009

13 Seiten, Note: 1.3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Klimawandel/Globale Erwärmung

3 Klimaschutz-Index 2009

4 Prinzip des Emissionshandels

5 Kyoto-Protokoll

6 Emissionshandelsrichtlinie

7 Monitoring-Leitlinien
7.1 Monitoring-Konzept
7.2 Fall-back-Konzept

8 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

„Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung“, so kann man es dem deutschen Grundgesetz entnehmen (Grundgesetz, o.V., 2009: Artikel 20a). Im Sinne der global diskutierten Themen Klimawandel und Umweltschutz sind Deutschland und die übrigen Industriestaaten gewillt die CO² Werte drastisch zu reduzieren, da die bisher emittierten Treibhausgase unsere Atmosphäre überlasten und somit zu einer gefährlichen Erderwärmung führen (vgl. kpmg, o.V., 12.10.2009). 1992 haben 188 Staaten in Rio de Janeiro die Klimarahmenkonvention, welche das Ziel hat die Treibhausgasemissionen in der Atmosphäre auf ein erträgliches Niveau zu stabilisieren, unterzeichnet (vgl. Erling, 2008:11). Seit 2005 soll der Emissionshandel durch seinen Handel mit Zertifikaten den Ausstoß regulieren (vgl. enercity, o.V., 16.10.2009). Das Ziel für den Zeitraum von 2008 bis 2012 in Deutschland ist es laut EU-Lastenverteilung eine Minderung der Emissionen um 21% zu erreichen (vgl. Erling, 2008:13).

Im folgendem werden der Emissionshandel und dessen Chancen und Risiken erläutert. Es werden zuerst schwerpunktmäßig die relevanten Fakten, wie das Kyoto-Protokoll, das Prinzip des Emissionshandels bis hin zu den Monitoring Leitlinien erläutert. Insbesondere wird Stellung zu den erneuerbaren Energien genommen, welche im direkten Zusammenhang zum Emissionshandel stehen. Zudem kann eine ausführliche Gegenüberstellung von Chancen und Risiken im Emissionshandel dieser Ausarbeitung entnommen werden.

2 Klimawandel/Globale Erwärmung

Der Klimawandel beschäftigt die Nationen unserer Erde. Die Erderwärmung muss unbedingt auf 2 Grad Celsius begrenzt werden, das heißt der Kohlendioxid-Gehalt darf 420 Anteile pro einer Million Luftmoleküle (ppm) nicht übersteigen, um Katastrophen wie den Hurrikan Katarina, welcher im Jahre 2005 in New Orleans trotz aller Vorwarnungen, dennoch verheerende Zerstörungen mit sich zog, zu verhindern (vgl. Staud/Reimer2007: 12 und 39). Wir müssen die Warnungen unserer Erde ernst nehmen und bewusst gegen eine weitere Erwärmung der Erdatmosphäre agieren und nicht die uneingeschränkte Verfügbarkeit der Natur für uns ausnutzen. Der Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases CO² (Kohlendioxid) ist Grundlage des Emissionshandels, da er für Veränderungen des Klimas erheblich beiträgt (vgl. bmu, o.V. 16.10.2009) . Kohlendioxid ist ein ungiftiges Gas, welches zum Beispiel bei der Atmung oder bei Verbrennungen von Energieträgern wie Kohle oder Erdgas entsteht (vgl. bmu, o.V., 16.10.2009) . Dieses wir durch die Photosynthese wieder in Sauerstoff umgewandelt. Viel zu viel Kohlendioxid wird aber ausgestoßen, so dass eben diese Naturkatstrophen, wie Überflutungen, Hitzewellen und Tornados zunehmen, desweiteren schmilzt das Eis der Arktis und die Ozonschicht wird zerstört (vgl. wetter-klimawandel, o.V., 10.10.2009) . Wichtig zu unterscheiden sind nun hierbei die Begriffe Klimawandel und globale Erwärmung: Wenn der Mensch als Verursacher schuldig ist, so spricht man von globaler Erwärmung. Im Gegensatz hierzu wird der Klimawandel durch das natürliche Klima ohne menschliche Einflüsse, hervorgerufen (vgl. klimawandel-heute, o. V:, 14.10.2009) . Deutschland, als Industrieland, sollte beim Thema Umweltschutz eine Vorbildfunktion einnehmen und mit gutem Beispiel vorangehen und hoffen das andere Länder es ihnen gleich tun (vgl. Staud/Reimer, 2007:10). Man kann den Entwicklungsländern nicht vorschreiben wie sie zu handeln haben, können lediglich Denkanstöße liefern und sie bei ihrer Umsetzung in Sachen Umweltschutz unterstützen. Die Industriestaaten, welche 25% der Weltbevölkerung vereinen, stoßen etwa 55% der Emissionen aus (vgl. Kosch, 2008: 76). Somit liegt der Verbrauch im Gegensatz zu den Entwicklungsländern, welche einen 2 Tonnen Verbrauch pro Kopf aufweisen können, bei circa 11 Tonnen pro Kopf (vgl. Kosch, 2008: 76). Insgesamt sind 451,86 Millionen Emissionen für 2008 zugelassen gewesen. In der ersten Handelsperiode von 2005 bis 2007 waren es noch 57 Millionen mehr zugelassene CO² Ausstoße pro Jahr (vgl. bmu, o.V., 16.10.2009). Bis 2050 müssen die aktuellen CO² Werte halbiert werden, um kaum noch beherrschbare Konsequenzen auf langer Sicht aus dem Wege zu gehen (vgl. Kosch, 2008:13).

3 Klimaschutz-Index 2009

Germanwatch und CAN-Europe sind Herausgeber des Klimaschutz-Index, welcher mehr Transparenz in die Klimapolitik bringen soll. Die Klimaschutzleistungen von 57 Staaten werden hierbei beobachtet und in einer Rangliste sortiert. Die ersten drei Plätze wurden dieses Jahr gar nicht erst vergeben, da kein Land genug gegen den Klimawandel getan hat um einen solchen Platz für sich zu behaupten zu können. Bemessungsgrundlage sind bei dieser Auswertung der Emissionstrend, das Emissionsniveau und die Klimapolitik. Nach dieser Erhebung ist nur einmal wieder belegt worden, dass die bisherigen Bemühungen in Sachen Umweltschutz nicht ausreichen um das zwei-Grad-Limit nicht zu überschreiten. In der folgenden Tabelle kann man einige Länder im Vergleich betrachten, wie sie bei eben diesem Index abgeschossen haben (vgl. germanwatch, o.V., 18.09.2009).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(vgl. germanwatch, o.V., 18.09.2009)

4 Prinzip des Emissionshandels

„Beim Emissionshandel wird die Atmosphäre aufgeteilt. Wer Kohlendioxid abladen will, muss dafür zahlen“ (Staud/Reimer, 2007: 27). Wie viel Treibhausgas emittiert werden darf bestimmt die EU-Kommission, welche jedes Jahr immer weniger Zertifikate herausgibt, damit ein stetige Reduzierung der Emissionen stattfinden und so die Atmosphäre entlastet werden kann (vgl. wir-klimaretter, o.V.,16.10.2009). Das Prinzip des Handels mit Emissionszertifikaten hatte Herr David Fleming zuerst angedacht und in kürzester Zeit seine skeptischen Studenten an der Universität in Oxford von der Logik seiner Idee bezüglich der handelbaren Haushaltsquoten für Kohlendioxid „Domestic Tradable Quotas“ überzeugt (vgl. Staud/Reimer, 2007: 77). Weiter gab der Ökonom Roald Coase vor, dass der Staat den Rahmen für dieses Handelssystem vorgeben solle, jedoch der Rest der Wirtschaft überlassen werden kann und soll (vgl. Staud/Reimer, 2007:30). Die Unternehmen haben zunächst im Jahre 2005 kostenlose Zertifikate, welche angegeben haben wie viel CO² sie emittieren dürfen, herausgegeben (vgl. Staud/Reimer, 2007:29). Jedoch hatte sich 2005 schnell herauskristallisiert, dass zu viele Emissionszertifikate herausgegeben wurden als überhaupt ein Ausstoß an Treibhausgas stattfand. Somit konnten die Konzerne hohe Gewinne verbuchen, denn die Produkte, welche in ihrer Herstellung Kohlendioxid verbrauchen, wurden preislich erhöht jedoch war der Beitrag zum Klimaschutz nicht gegeben (vgl. Staud/Reimer, 2007: 29,33).

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Emissionshandel
Hochschule
Hochschule Bremerhaven
Veranstaltung
Windenergie
Note
1.3
Autor
Jahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V150458
ISBN (eBook)
9783640617098
ISBN (Buch)
9783640616664
Dateigröße
596 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Emissionshandel, Emissionen, Windenergie, Kyoto Protokoll, CO2
Arbeit zitieren
Maike Wiederholz (Autor:in), 2009, Emissionshandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150458

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