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Platons Eros - Über die platonische Liebe

Title: Platons Eros - Über die platonische Liebe

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 18 Pages , Grade: 1-

Autor:in: M.A. Thorsten Scherff (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World
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Summary Excerpt Details

"Warum ging Sokrates den Schönen nur nach, wenn Gestaltverächter und Körperlose sich heute ungestraft als Jünger rühmen?"1 So beginnt H. Friedemann sein Kapitel über den Gott der Liebe, den Eros. Ich finde das dieser Einstieg immer noch gut paßt, denn wenn man heute einen Menschen, der nichts mit der Philosophie zu tun hat, fragt, was er mit dem Namen Platon verbindet, wäre mit Sicherheit der Begriff der "platonischen Liebe" einer der ersten die ihm einfallen würden. Dabei meint er wahrscheinlich, wenn er zum Beispiel sagt, "unsere Liebe ist rein platonisch", daß man sich im eigentlichen Sinne nicht liebt, schon gar nicht körperlich, sondern nur auf geistiger Ebene gut miteinander auskommt. Jede Form von körperlicher Beziehung ist dabei grundsätzlich ausgeschlossen. Um zu überprüfen, was platonische Liebe wirklich ist, muß man bei Platon selbst nachlesen.
Platon hat in mehreren Werken über die Liebe, den Eros, geschrieben. Zwei Bücher sind jedoch fast vollständig dem Eros gewidmet. Das Gastmahl und der Phaidros, bei dem, unter Philosophen, immer noch gestritten wird, ob dieser wirklich von Platon geschrieben worden ist.
Mit Hilfe des Phaidros und des Symposion soll versucht werden folgende Fragen zu klären: Was ist das Wesen des Eros und in welcher Weise wirkt der Eros auf den Menschen? Daraus folgt eine Bewertung, ob der Eros für den Menschen eher schlecht oder gut ist. Dabei wird sich auch zeigen, ob die allgemeine Meinung mit Platons Realität übereinstimmt.
Im Symposion wird auch kurz auf die Vorredner des Sokrates eingegangen werden, da der inhaltliche Zusammenhang, in dem die Rede des Sokrates steht, wichtig ist. Außerdem kann man an den Vorreden Platons Verhältnis zu seinen Zeitgenossen und deren Verständnis zum Eros sehen.
Zum Schluß sollen beide Bücher hinsichtlich Übereinstimmungen und Unterschiede verglichen werden, um ein Bild des Eros bei Platon zu erhalten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DER EROS IM PHAIDROS

2.1. Einleitendes Gespräch

2.2. Die Eros Rede des Lysias

2.3. Erste Rede des Sokrates

2.4. Zweite Rede des Sokrates

3. DER EROS IM SYMPOSION

3.1. Einleitendes Gespräch

3.2. Rede des Phaidros

3.3. Rede des Pausanias

3.4. Rede des Eryximachos

3.5. Rede des Aristophanes

3.6. Rede des Agathon

3.7. Rede des Sokrates

4. ZUSAMMENFASSUNG UND BEWERTUNG

4.1. Das Wesen des Eros

4.2. Die Wirkung des Eros auf den Menschen

4.3. Bewertung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wesen des Eros sowie seine Wirkung auf den Menschen anhand von Platons Dialogen „Phaidros“ und „Symposion“. Ziel ist es, den platonischen Liebesbegriff zu klären, die Rolle des Eros in der menschlichen Entwicklung zu beleuchten und kritisch zu bewerten, ob das Streben nach dem Schönen als förderlich für das menschliche Leben einzustufen ist.

  • Analyse des platonischen Verständnisses von Liebe und Eros.
  • Gegenüberstellung der unterschiedlichen Eros-Konzepte im Phaidros und Symposion.
  • Untersuchung der psychologischen und metaphysischen Wirkungsweise des Eros.
  • Einordnung des Eros in den Kontext des philosophischen Stufenwegs.
  • Kritische Reflexion über die sogenannte „platonische Liebe“.

Auszug aus dem Buch

Die zweite Rede des Sokrates

Sokrates beginnt und greift den entscheidenden Gedanken der ersten Reden auf. Nämlich, dass der Verliebte wahnsinnig und ohne Verstand ist, der Nichtverliebte dagegen nicht. Sokrates bestreitet nicht, dass dies der Fall ist. Er bestreitet nur, dass der Wahnsinn, dem der Verliebte unterliegt, etwas schlechtes ist, sondern dass dieser Wahnsinn auch zum Nutzen der Menschen sein kann.

Das belegt er mit dem Beispiel der Prophetin von Delphi und der Priesterin von Dodona, die beide viel gutes im Zustand des Wahnsinns getan haben. Dann gibt er weitere Beispiele für den "Wahnsinn, der von den Göttern kommt". Es folgt der Beweis, "dass zur größten Glückseligkeit die Götter diesen Wahnsinn verleihen" und nicht zum Unheil des Menschen.

Dazu muss erst das Wesen der Seele, sowohl der göttlichen als auch der menschlichen, durch "Betrachtung ihres Tuns und Leidens". Das ist notwendig da man, bevor man die Wirkung von etwas auf ein Objekt bestimmen kann, das Wesen des Objekts eindeutig bestimmt haben muss. In diesem Fall ist das Objekt, worauf der Eros sich richtet, der Mensch. Somit muss als erstes das Wesen des Menschen und damit das Wesen der Seele bestimmt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der platonischen Liebe und Formulierung der zentralen Forschungsfragen zur Untersuchung des Eros bei Platon.

2. DER EROS IM PHAIDROS: Darstellung und kritische Analyse der verschiedenen Eros-Reden im Phaidros sowie des Seelengleichnisses vom Wagenlenker.

3. DER EROS IM SYMPOSION: Analyse der Lobrede des Sokrates sowie der Vorreden der verschiedenen Teilnehmer, die unterschiedliche Aspekte und Konzepte der Liebe beleuchten.

4. ZUSAMMENFASSUNG UND BEWERTUNG: Synthese der Erkenntnisse aus beiden Dialogen und abschließende philosophische Einordnung der Bedeutung des Eros für die menschliche Eudaimonie.

Schlüsselwörter

Platon, Eros, Phaidros, Symposion, platonische Liebe, Philosophie, Seele, Wagenlenker, Schönheit, Wahnsinn, Diotima, Erkenntnis, Unsterblichkeit, Eudaimonie, Dämon

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Verständnis von Liebe und Eros bei Platon, insbesondere in den Werken „Phaidros“ und „Symposion“.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen das Wesen des Eros, die Wirkung der Liebe auf die menschliche Seele und die Rolle des Eros als treibende Kraft auf dem Weg zur Erkenntnis und zum Göttlichen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, was Eros bei Platon bedeutet, wie er auf den Menschen wirkt und ob diese Form der Liebe für den Menschen eher nützlich oder schädlich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es wird eine textanalytische Untersuchung durchgeführt, die sich auf die philosophischen Dialoge Platons stützt und diese im Kontext relevanter Sekundärliteratur vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Analyse der einzelnen Reden im Phaidros und Symposion sowie eine Untersuchung der Entwicklung des Eros-Begriffs vom Gott hin zum Dämon.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Eros, Seele, Wahnsinn, Schönheit, Philosophie und der Stufenweg zur Erkenntnis.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Eros im Phaidros vom Symposion?

Während der Eros im Phaidros primär als Sohn der Aphrodite und göttliche Kraft dargestellt wird, wird er im Symposion als Sohn von Poros und Penia und somit als Dämon charakterisiert.

Was bedeutet das „Seelengleichnis vom Wagenlenker“ im Kontext des Eros?

Das Gleichnis illustriert den inneren Konflikt der Seele zwischen vernunftgeleitetem Streben und körperlichen Begierden, wobei der Eros die Seele zur Rückbesinnung auf die wahre Schönheit antreiben kann.

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Details

Title
Platons Eros - Über die platonische Liebe
College
University of Wuppertal  (Philosophisches Institut)
Course
Platons Dialog Phaidros oder Über das Erotische
Grade
1-
Author
M.A. Thorsten Scherff (Author)
Publication Year
2002
Pages
18
Catalog Number
V15045
ISBN (eBook)
9783638202848
ISBN (Book)
9783638781565
Language
German
Tags
Platons Eros Liebe Platons Dialog Phaidros Erotische
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Thorsten Scherff (Author), 2002, Platons Eros - Über die platonische Liebe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15045
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