Zu einem der größten Unternehmen der Welt gehört das russischer Konzern Gazprom. Unbestritten mächtig und wichtig ist auch seine Beziehungen zu Deutschland, da Deutschland in eine starke Importabhängigkeit von russischen Energiestoffe steht.
das Erdgas stellt eine wichtige Energiequelle Deutschlands dar. Dieser Vorteil nutzte russischer Konzern Gazprom in der 90 Jahren um verstärkt seine unternehmerische Tätigkeiten auf dem deutschen Markt auszubauen, in Form einer Tochtergesellschaft oder Unternehmenszusammenschlüsse mit deutschen Firmen.
Infolge steigender Nachfrage und gleichzeitig der drosselten Erdgasproduktion, stellt sich die Besorgnis der Versorgungssicherung mit dem Gas aus Russland.
Ziel dieser Arbeit ist es, den Begriff Markteintrittsstrategie zu definieren, die Motive der gazprom, sich auf dem deutschen Markt zu integrieren und die Darstellung der speziefischen Markteintrittsformen der Gazprom auf dem deutschen Markt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Darstellung der Markteintrittsstrategie
2.1 Definition der Markteintrittsstrategie
2.2 Die Kriterien für eine Bestimmung der optimalen Markteintrittsstrategie
2.3 Motive und Ziele des Engagements Gazprom im Deutschland
3. Export mit der Produktion im Inland
3.1 Allgemeine Darstellung des Exports
3.2 Indirekter Export
3.3 Direkter Export
3.4 Gazprom Exporte an Deutschland
4. Direktinvestitionen
4.1 Die ausländische Tochtergesellschaft: Gazprom Germania
4.2 Joint Venture
4.3 Die Minderheitsbeteiligung
4.4 Ruhrgas E.on und BASF
5. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungen von Markteintrittsstrategien ausländischer Unternehmen am Beispiel des russischen Energiekonzerns Gazprom in Deutschland, um Motive, Ziele und Formen der Marktintegration kritisch zu analysieren.
- Definition und Bestimmungskriterien für Markteintrittsstrategien
- Analyse der Beweggründe für das deutsche Engagement von Gazprom
- Untersuchung von Exportstrategien (indirekt und direkt)
- Evaluation von Direktinvestitionen wie Tochtergesellschaften und Joint Ventures
- Bedeutung der strategischen Kooperationen mit deutschen Unternehmen
Auszug aus dem Buch
3.1 Allgemeine Darstellung des Exports
Beim Export erfolgt die Überführung im Inland produzierter Güter und Leistungen in das Ausland. Exportstruktur schließt begrenzte Wertschöpfungsmaßnahmen im Abnehmerland ein. Export bezieht sich auf den Absatzbereich, dabei finden Entwicklung, Ankauf und Herstellung im Inland statt. Exporte basieren sowohl auf Vertragsvereinbarungen als auch auf Kapitalbeteiligungen unter Handelspartner.
Weil keine dauerhafte Bindung an Kapital und Erzeugnisse entsteht, gilt der Export als risikofreie Markteintrittsform. Export bietet sich dem exportierenden Unternehmen als Einarbeitungsphase an, um den neuen Markt zu erkunden und weitere Marktaktionen, wie Etablierung der Niederlassung, vornehmen zu können. Die wesentlichen Exportvorteile sind geringe Kosten für Transport und Zölle sowie freie Waren- und Zahlungsabwicklung, so dass aufgrund getätigten Investitionen und Kapitalverlustsrisiko die Exportstrategie als eine die sicherste Eintrittsform angesehen werden kann.
Im Export ist eine genaue Regulierung des Absatzes möglich, da ein Unternehmen einen persönlichen Kontakt mit seinem Handelspartner unterhält. Der Reichtum an Bodenschätzen bewirkt eine höhere Abhängigkeit von Exporten und sogar einen wirtschaftlichen Zerfall. Zur Vermeidung der „Holländischen Krankheit“ einer Volkswirtschaft sollten die Gewinne aus dem Exportsektor in andere produktive Wirtschaftsbereiche investiert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des deutschen Marktes für ausländische Unternehmen ein und benennt Gazprom als zentrales Fallbeispiel zur Analyse der Markteintrittsstrategien.
2. Die Darstellung der Markteintrittsstrategie: Das Kapitel definiert den Begriff der Markteintrittsstrategie, erläutert Auswahlkriterien und beleuchtet die spezifischen Motive des Gazprom-Konzerns.
3. Export mit der Produktion im Inland: Hier werden theoretische Grundlagen des Exports dargelegt und die spezifischen Exportaktivitäten von Gazprom in den deutschen Markt detailliert betrachtet.
4. Direktinvestitionen: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Formen der Direktinvestition wie Tochtergesellschaften, Joint Ventures und Minderheitsbeteiligungen sowie deren praktische Anwendung durch Gazprom.
5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Effizienz der gewählten Strategien von Gazprom im Kontext des deutschen Energiemarktes.
Schlüsselwörter
Markteintrittsstrategie, Gazprom, Export, Direktinvestitionen, Erdgas, Deutschland, Tochtergesellschaft, Joint Venture, Minderheitsbeteiligung, Energiepolitik, Wirtschaftswissenschaften, Marktintegration, Handelsstrategien, Infrastruktur, Russland.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die verschiedenen Markteintrittsstrategien, die ausländische Unternehmen bei einer Expansion nach Deutschland wählen können.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Der Fokus liegt auf Exportmodellen, Direktinvestitionen, Kooperationsformen und den spezifischen Aktivitäten von Gazprom.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist die Definition von Markteintrittsstrategien und die Untersuchung der Motive und Ziele von Gazprom beim Eintritt in den deutschen Markt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert primär auf einer systematischen Auswertung vorhandener wissenschaftlicher Fachliteratur zum Thema Internationales Management.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Darstellung von Exporten und Direktinvestitionen sowie deren Anwendung am Praxisbeispiel des Energiekonzerns Gazprom.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Wesentliche Begriffe sind Markteintrittsstrategie, Gazprom, Export, Direktinvestition, Joint Venture und Energiehandel.
Welche Rolle spielt Gazprom Germania im Gesamtkonzept?
Gazprom Germania dient als unselbstständige Tochtergesellschaft der Umsetzung der Konzernstrategie und der Sicherung des Zugangs zum europäischen Energiemarkt.
Wie werden die Kooperationen mit Unternehmen wie Ruhrgas und BASF bewertet?
Diese Kooperationen werden als strategische Mittel analysiert, die Gazprom den gesamten Wertschöpfungsprozess bis hin zum Endkunden in Deutschland ermöglichen.
- Quote paper
- Helene Reimer (Author), 2010, Markteintrittsstrategien ausländischer Unternehmen in Deutschland: Eine kritische Analyse aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht für den Fall Gazprom, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150491