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Römische Interventionen im südgallischen Raum bis 121 v.Chr.

Gallia Narbonensis

Title: Römische Interventionen im südgallischen Raum bis 121 v.Chr.

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 19 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Stefan Kummer (Author)

World History - Early and Ancient History
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Die Einrichtung der Provinz Gallia Narbonensis verlief etappenweise. Diese Arbeit zeichnet anhand von literarischen und epigraphischen Quellen den Verlauf der ersten militärischen Maßnahmen 200 bis 121 vor Christus nach. Ziel ist es, herauszuarbeiten, warum die Römer zu dieser Zeit intervenierten und ob es sich dabei um aktive Eroberungspolitik handelte. Dabei gilt es zu klären, gegen wen sie intervenierten und wie sie anschließend mit dem eroberten Gebiet umgingen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Quellenlage und Forschungsstand

3. Historische Ausgangslage

4. Die militärischen Interventionen Roms in Südgallien

4.1 Die politische Lage in der Region

4.2 Die römischen Interventionen

4.2.1 Die römische Intervention auf See 181 v.Chr.

4.2.1.1 Gefahr durch Piraten und der erste Hilferuf Massalias

4.2.1.2 Interpretation der römischen Intervention 181 v.Chr.

4.2.2 Die römische Intervention auf Land 154 v.Chr.

4.2.2.1 Der zweite Hilferuf Massalias 154 v.Chr.

4.2.2.1 Interpretation der römischen Intervention 154 v.Chr.

4.2.3 Die römische Intervention zur Befreiung Massalias 125 v.Chr.

4.2.3.1 Der dritte Hilferuf Massalias 125 v.Chr.

4.2.3.2 Interpretation der römischen Intervention 125 v.Chr.

4.3 Die Gründung von Aquae Sextiae

4.4 Motivation der einheimischen Stämme

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die römischen militärischen Maßnahmen in Südgallien zwischen 200 v. Chr. und 121 v. Chr. Ziel ist es zu analysieren, ob diese Interventionen Teil einer gezielten Expansions- und Eroberungspolitik waren oder ob sie ad-hoc-Reaktionen auf Sicherheitsbedrohungen der Handelswege nach Spanien darstellten.

  • Analyse der römischen Interessen in Südgallien vor der Provinzialisierung.
  • Untersuchung der drei zentralen Interventionen (181, 154 und 125 v. Chr.).
  • Bewertung der Beziehung zwischen Rom und dem massaliotischen Staat.
  • Einfluss der geographischen und politischen Lage auf römische Entscheidungen.
  • Motivationen einheimischer ligurischer und gallischer Stämme.

Auszug aus dem Buch

4.2.1.2 Interpretation der römischen Intervention 181 v.Chr.

Die Bedrohung durch Piraten scheint zur damaligen Zeit ein allgemeines Problem auf dem Mittelmeer gewesen zu sein. Wie die Quelle belegt, gab es rund um die italienische Küste Angriffe von Piraten. Der Staat Massalia war besonders von der Piraterie betroffen, da seine Wirtschaft auf Handel angewiesen war. Erstaunlich erscheint mir, dass Massalia auf die Hilfe Roms angewiesen war. Aus dem erfolgten Hilfegesuch an den römischen Senat kann geschlossen werden, dass Massalia allein nicht wirksam gegen die Piraten vorgehen konnte. Die Freundschaft mit Rom entstand ursprünglich aufgrund der Kriegsflotte Massalias, mit der Rom im Kampf gegen Karthago unterstützt wurde. Vielleicht hat Massalia die eigene Kriegsflotte nach dem Sieg Roms vernachlässigt, weil man sich auf die Bündnistreue Roms verließ. Rom hingegen hatte nach den Kriegen gegen Karthago offensichtlich genug Kapazitäten, um nicht nur die eigene Küste zu schützen, sondern auch die südgallische Küste bis Massalia.

Bei der hier durchgeführten Militäraktion handelt es sich eindeutig um einen punktuellen Eingriff Roms, der gegen die Piraten zielt, um die römischen und massaliotischen Schiffe zu sichern. Harris sieht diese Aktion allerdings als Bestandteil einer allgemeinen Politik gegen die Ligurer, da diese Italien von Norden her bedrohten. Der Fakt, dass fast die gesamte italienische Küste von Tarentum und Brundisium bis nach Massalia geschützt wurde, zeigt, dass römische Sicherheitsinteressen im Vordergrund standen. Massilia hat man bereitwillig geholfen, jedoch nicht explizit auf deren Hilferuf hin. In erster Linie stand ein allgemeines Sicherheitsdenken Roms im Vordergrund, das auf den Schutz der eigenen Küste zielte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die frühen militärischen Schritte Roms in Südgallien und hinterfragt die Intentionen dieser Maßnahmen im Hinblick auf eine mögliche Eroberungspolitik.

2. Quellenlage und Forschungsstand: Die Quellenlage stützt sich primär auf antike Autoren wie Livius und Polybios, wobei eine Einseitigkeit zugunsten römischer oder griechischer Perspektiven besteht.

3. Historische Ausgangslage: Nach den Punischen Kriegen begann die außeritalische Expansion Roms, wobei Massalia als wichtiger und loyaler Stützpunkt an der südgallischen Küste fungierte.

4. Die militärischen Interventionen Roms in Südgallien: Dieses Hauptkapitel detailliert drei spezifische Militäroperationen (181, 154, 125 v. Chr.), analysiert deren Hintergründe, die Gründung von Aquae Sextiae und die Sichtweise der betroffenen einheimischen Stämme.

5. Fazit: Es lässt sich keine geplante Eroberungspolitik belegen; die Interventionen waren punktuelle, notwendige Maßnahmen zur Sicherung der strategisch bedeutsamen Landverbindung nach Spanien.

Schlüsselwörter

Südgallien, Römische Republik, Interventionen, Massalia, Salluvier, Ligurer, Militär, Expansion, Sicherung, Landverbindung, Spanien, Piraterie, Aquae Sextiae, Geopolitik, Antike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Anfänge römischer Präsenz in Südgallien im 2. Jahrhundert vor Christus anhand von drei spezifischen militärischen Interventionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die römische Außenpolitik, die strategische Sicherung von Handels- und Nachschubwegen nach Spanien sowie das Bündnis zwischen Rom und Massalia.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Klärung, ob die römischen Militäraktionen als gezielte Eroberungspolitik zu werten sind oder ob sie defensiven Sicherheitsinteressen dienten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse antiker literarischer Quellen und dem Vergleich mit moderner historischer Forschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die drei Interventionen in den Jahren 181, 154 und 125 v. Chr. sowie die Gründung des Garnisonspostens Aquae Sextiae.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Südgallien, Römische Republik, Massalia, militärische Intervention, Expansion und Sicherung der Handelswege.

Warum war der Schutz Massalias für Rom so wichtig?

Massalia diente als strategischer "Oasen"-Punkt zur Versorgung und zum Schutz für römische Amtsträger und Soldaten auf dem langen und gefährlichen Landweg nach Spanien.

Welche Rolle spielten die ligurischen Stämme bei den Konflikten?

Die ligurischen Stämme bedrohten durch Überfälle und Piraterie sowohl die massaliotischen Siedlungen als auch die durchziehenden römischen Truppen, was Rom zum militärischen Handeln zwang.

Gab es eine explizite Eroberungsabsicht in diesem Zeitraum?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass bis 125 v. Chr. keine geplante Eroberungspolitik erkennbar ist, sondern rein ad-hoc-Reaktionen auf Sicherheitsnotwendigkeiten vorlagen.

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Details

Title
Römische Interventionen im südgallischen Raum bis 121 v.Chr.
Subtitle
Gallia Narbonensis
College
University of Münster  (Seminar für Alte Geschichte)
Course
Gallia Narbonensis. Geschichte und Struktur einer römischen Provinz in der Zeit der Republik
Grade
2,7
Author
Stefan Kummer (Author)
Publication Year
2009
Pages
19
Catalog Number
V150499
ISBN (eBook)
9783640616008
ISBN (Book)
9783640616206
Language
German
Tags
gallia narbonensis römische provinz südgallien römische interventionen provinzialisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Kummer (Author), 2009, Römische Interventionen im südgallischen Raum bis 121 v.Chr., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150499
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