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Intersektionaler Ansatz in der sozialen Arbeit für Menschen mit Behinderung in Erstaufnahmeeinrichtungen

Title: Intersektionaler Ansatz in der sozialen Arbeit für Menschen mit Behinderung in Erstaufnahmeeinrichtungen

Bachelor Thesis , 2023 , 52 Pages , Grade: 2.1

Autor:in: Rachel Melembe (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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Summary Excerpt Details

Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit den Themen Flucht, Behinderung und den Barrieren, mit denen geflüchtete Menschen mit Behinderung in Erstaufnahmeeinrichtungen konfrontiert sind. Die vorliegende Arbeit wird sich im Rahmen eines Scoping Reviews der Frage widmen: Welche Barrieren existieren in Erstaufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete mit Behinderungen? Zur thematischen Vorbereitung wird ein Überblick über die theoretischen Grundlagen gegeben. Zunächst werden die Definitionsmodelle von Behinderungen vorgestellt und der Unterschied zwischen Geflüchteten und Flüchtlingen erläutert. Danach werden die Begriffe Behinderung und Geflüchtete in den Kontext der intersektionalen Perspektive gestellt. Da es in der Arbeit um die Barrieren in Erstaufnahmeeinrichtungen geht, wird im Folgenden die Erstaufnahmeeinrichtung vorgestellt. Um die Regulierung an der Schnittstelle Flucht und Behinderung nachvollziehen zu können, wird der rechtliche Rahmen dargestellt. Zur Identifizierung der Barrieren wurde eine Systematisierung vorgenommen. Darauffolgend wird mithilfe des Scoping Reviews der Forschungsstand ermittelt und bekannte Barrieren werden dargelegt. Durch die Auswahl von Schlüsselwörtern, Suchstrategien sowie Ein- und Ausschlusskriterien werden geeignete Publikationen ermittelt, um die Barrieren zu analysieren. Nach der Vorstellung der Ergebnisse werden die Barrieren nach der Relevanz eingrenzt. Demgegenüber werden bestehende Maßnahmen und Handlungsempfehlungen erläutert, bevor in die Diskussion eingestiegen wird und die Arbeit in einem Fazit endet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Rahmen

2.1 Behinderung

2.1.1 Medizinisches Modell von Behinderung

2.1.2 Soziales Modell von Behinderung

2.1.3 Kulturelles Modell von Behinderung

2.1.4 Menschenrechtliches Modell von Behinderung

2.2 Geflüchtete

2.3 Intersektionalität

2.4 Erstaufnahmeeinrichtung

2.5 Rechtliche Rahmenbedingungen

2.5.1 UN-Behindertenrechtskonvention

2.5.2 EU-Aufnahmerichtlinie

2.5.3 Asylbewerberleistungsgesetz

2.5.4 Aufenthaltsgesetz

3. Systematisierung der Barrieren

4. Methodisches Vorgehen: Scoping Review

5. Ergebnisse

5.1.1 Barriere 1: Indentifizierung von Behinderung

5.1.2 Barriere 2: Art der Unterbringung

5.1.3 Barriere 3: Medizinische Versorgung

5.1.4 Barriere 4: Sozialrechtliche Leistungen

5.1.5 Barriere 4: Kommunikation, Sprache und Informationsweitergabe

5.1.6 Barriere 5: Sensibilisierung von Mitarbeiter*innen

5.1.7 Barriere 5: Gewalt und Diskriminierung

5.1.8 Barriere 6: Kulturelle Öffnung und Unterstützungssystem

6. Limitation der Barrieren

7. Praxisbezogene Umsetzung von Maßnahmen aus der Literatur

8. Handlungsempfehlungen aus der Literatur

9. Diskussion

10. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, mittels eines Scoping Reviews die Barrieren zu identifizieren, mit denen Geflüchtete mit Behinderungen innerhalb von Erstaufnahmeeinrichtungen in Deutschland konfrontiert sind. Dabei wird untersucht, wie strukturelle, rechtliche und soziale Faktoren die Teilhabe dieser vulnerablen Personengruppe einschränken, um abschließend Handlungsstrategien zur Verbesserung der Versorgungssituation abzuleiten.

  • Analyse der Versorgungssituation von Geflüchteten mit Behinderungen
  • Identifikation struktureller Barrieren in Erstaufnahmeeinrichtungen
  • Untersuchung rechtlicher Rahmenbedingungen und Leistungsansprüche
  • Erfassung der Rolle von Sensibilisierung und Unterstützungssystemen
  • Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Medizinisches Modell von Behinderung

Der Begriff Behinderung wurde vom 18. Jahrhundert bis Ende der 70er Jahre ausschließlich aus der Perspektive des medizinischen Modells betrachtet und als objektive, negative Abweichung von der Norm beschrieben. Darüber hinaus wird Behinderung im medizinischen Modell als persönliche Tragödie betrachtet, die auf medizinische Ursachen wie Verletzungen oder Krankheiten zurückzuführen sind, die potenziell durch medizinische Intervention behandelt oder geheilt werden können. Nach Egen (2020) konzentriert sich das medizinische Modell auf die Linderung von Beschwerden, insbesondere wenn eine Heilung nicht möglich ist. Die Gesellschaft assoziiert Behinderung mit Leiden und aus der damaligen Sicht wurde dies nicht toleriert. Ziel ist es, so Egen (2020), das individuelle Leiden zu reduzieren, indem das Individuum durch medizinisch-therapeutische Behandlungsmethoden oder pädagogische Förderung an die gesellschaftlichen Normen angepasst wurde (vgl. Egen, 2020, S. 23 ff.). Nach Hirschberg (2022) führte diese Sichtweise zu einer Kritik an den gesellschaftlichen Erwartungen und Normen, die die Funktionsfähigkeit eines Individuums bestimmen, um darauf aufbauend eine Behandlung einzuleiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik mangelnder Identifizierung von Behinderungen bei der Erstregistrierung und definiert die Forschungsfrage des Scoping Reviews im Kontext der UN-BRK.

2. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel erläutert zentrale Begriffsmodelle von Behinderung, charakterisiert die Zielgruppe der Geflüchteten und definiert den intersektionalen Ansatz sowie den rechtlichen Kontext.

3. Systematisierung der Barrieren: Hier erfolgt eine systematische Auflistung von Barrieren, wie fehlende Identifizierung, Unterbringungsmängel und mangelnde Sensibilisierung, die für die weitere Analyse grundlegend sind.

4. Methodisches Vorgehen: Scoping Review: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Design der Literaturrecherche, die verwendeten Datenbanken sowie die definierten Ein- und Ausschlusskriterien für die Studienselektion.

5. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren eine detaillierte Aufschlüsselung der identifizierten Barrieren in den Bereichen Identifizierung, Unterbringung, Versorgung, Recht, Kommunikation und Sensibilisierung.

6. Limitation der Barrieren: Dieses Kapitel ordnet die erkannten Barrieren nach ihrer Relevanz und verdeutlicht die Notwendigkeit einer priorisierten Herangehensweise zur Verbesserung der Lebensbedingungen.

7. Praxisbezogene Umsetzung von Maßnahmen aus der Literatur: Hier werden bereits existierende Praxisbeispiele aus verschiedenen Bundesländern vorgestellt, die als Lösungsansätze für Barrieren dienen können.

8. Handlungsempfehlungen aus der Literatur: Dieses Kapitel leitet aus der Literatur konkrete politische und soziale Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Teilhabe von Geflüchteten mit Behinderungen ab.

9. Diskussion: Die Diskussion reflektiert die Forschungsergebnisse im Kontext der administrativen Strukturen, des Föderalismus und der Notwendigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit.

10. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und resümiert den weiterhin bestehenden Forschungs- und Handlungsbedarf an der Schnittstelle von Flucht und Behinderung.

Schlüsselwörter

Geflüchtete, Flüchtlinge, Gesundheit, disability, Behinderung, Beeinträchtigung, Erstaufnahmeeinrichtung, Unterkunft, Barriere, Herausforderung, Intersektionalität, Inklusion, Teilhabe, UN-BRK, Sozialarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Bachelorarbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die Barrieren, mit denen Geflüchtete mit Behinderungen in deutschen Erstaufnahmeeinrichtungen konfrontiert sind, und analysiert deren Auswirkungen auf die Teilhabemöglichkeiten dieser Personengruppe.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Definitionen von Behinderung, die rechtliche Situation von Geflüchteten, den intersektionalen Ansatz sowie die Identifizierung spezifischer Hürden im Bereich Unterbringung, Gesundheit und Kommunikation.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Erstellung eines Scoping Reviews, das den aktuellen Forschungsstand systematisiert, Barrieren aufzeigt und daraus fundierte Handlungsstrategien für die soziale Arbeit ableitet.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde die Methode des Scoping Reviews angewendet, um relevante Literatur und Forschungsergebnisse strukturiert zu identifizieren und auszuwerten.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Untersuchung im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen, die methodische Erfassung der Daten sowie die detaillierte Analyse spezifischer Barrieren, wie etwa der mangelnden Identifizierung von Behinderungen oder Defizite in der medizinischen Versorgung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am treffendsten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Intersektionalität, Erstaufnahmeeinrichtung, vulnerables Personen, Barrierefreiheit und Versorgungsdefizite beschreiben.

Warum wird im Dokument das Beispiel der „identifizierungsbedingten Probleme“ hervorgehoben?

Das Beispiel verdeutlicht, dass eine fehlende Frühidentifizierung von Behinderungen direkt zu einer mangelhaften medizinischen Versorgung und zur Verschlimmerung von gesundheitlichen Folgeschäden führt.

Inwieweit spielt der Föderalismus eine Rolle in den identifizierten Barrieren?

Der Föderalismus führt zu unterschiedlichen rechtlichen Umsetzungen und Bauordnungen in den 16 Bundesländern, was eine bundesweit einheitliche Standardisierung der Barrierefreiheit erheblich erschwert.

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Details

Title
Intersektionaler Ansatz in der sozialen Arbeit für Menschen mit Behinderung in Erstaufnahmeeinrichtungen
College
University of Kassel
Grade
2.1
Author
Rachel Melembe (Author)
Publication Year
2023
Pages
52
Catalog Number
V1505174
ISBN (PDF)
9783389071502
ISBN (Book)
9783389071519
Language
German
Tags
Flucht Behinderung Geflüchtete Erstaufnahmeeinrichtung Barrieren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rachel Melembe (Author), 2023, Intersektionaler Ansatz in der sozialen Arbeit für Menschen mit Behinderung in Erstaufnahmeeinrichtungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1505174
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