Karl Marx wird uns in der öffentlichen Meinung und Lehre u.a. als „Sozialphilosoph“, „kritischer Denker“ oder „Ökonom“ vermittelt. Entgegengesetzt dieser verbreiteten Einschätzungen, räumt der Autor, der im Realsozialismus aufgewachsen ist, in dieser Arbeit grundlegend mit diesen Fehleinschätzungen auf und widerlegt diese gekonnt. Hierbei orientiert er sich in seiner Argumentation an den bekannten Ökonomen der „Österreichischen Schule“, beispielhaft Ludwig von Mises und Friedrich von Hayek. Diese tiefgreifende Analyse bietet selbst für Kenner dieser Materie überraschende Resultate und ist sowohl für Befürworter als auch für Kritiker beider Denkrichtungen gleichermaßen lesenswert und von Interesse.
Inhaltsverzeichnis
Zur Einstimmung einige Zitate
Geleitwort von Bernhard Pichler
Einleitung / Prolog
1. Karl Marx als Person und eine kurze Zusammenfassung seiner „Lehre“
1.1 Die Werttheorie & Mehrwerttheorie
1.2 Die marxsche These über das absolute, allgemeine Gesetz der kapitalistischen Akkumulation
1.3 Der Arbeitstag
1.4 Ideale Welt
1.5 Entfremdung des Menschen
1.6 Der Klassenkampf
1.7 Beispiele für „Erfolge“ sozialistischer Staaten:
2. Ein Überblick über die „Österreichische Schule“
3. Ludwig von Mises (1881-1973)
3.1 Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel
3.2 Die Gemeinwirtschaft
3.3 Wichtige Standpunkte von Mises Werk „Die Gemeinwirtschaft“
3.3.1 Die Frage des Eigentums
3.3.2 Die Vergesellschaftung der Produktionsmittel
3.3.3 Zwei Klasse: Bourgeoisie und Proletariat
3.3.4 Die These des Sozialismus: Klassenkampfrevolution als die einzige Möglichkeit, den Kapitalismus zu besiegen und die Unterdrückten zu befreien.
3.3.5 Die Undurchführbarkeit des Sozialismus
4. Friedrich Hayek und seine Schriften „Geldtheorie und Konjunkturtheorie“ sowie „Der Weg zur Knechtschaft“
4.1 Geldtheorie und Konjunkturtheorie aus dem Jahr 1929
4.2 „Der Weg zur Knechtschaft“ aus dem Jahr 1944
5. Versagen des Sozialismus und der Staatswirtschaft, Praxisbeispiel Jugoslawien
5.1 Allgemeine Begründung für das Versagen des Sozialismus
5.2 Zusammenbruch des Sozialismus in Jugoslawien, eine Analyse
5.2.1 Die erste Phase der jugoslawischen Wirtschaftspolitik von 1945 bis 1950
5.2.2 Die zweite Phase in den Jahren 1950 bis 1974
5.2.3 Die dritte und letzte Phase von 1974 bis 1990/1991
5.2.4 Untergang des jugoslawischen „Marktsozialismus“
6. Resümee und Schlussbemerkungen:
6.1 Marx und Marxismus
6.2 „Österreichische Schule“, Mises und Hayek
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist es, die wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Bedeutung der Österreichischen Schule der Nationalökonomie hervorzuheben und gleichzeitig die theoretische Fehlerhaftigkeit sowie das praktische Scheitern marxistischer und sozialistischer Ideologien durch eine tiefgehende Analyse kritisch aufzuzeigen.
- Kritische Analyse von Karl Marx’ Theorien und seiner Person
- Grundlagen und zentrale Thesen der Österreichischen Schule
- Die ökonomische Kritik von Ludwig von Mises am Sozialismus
- Friedrich Hayeks Geldtheorie und seine Analyse totalitärer Gefahren
- Fallstudie: Das Scheitern des Marktsozialismus in Jugoslawien
Auszug aus dem Buch
1.2 Die marxsche These über das absolute, allgemeine Gesetz der kapitalistischen Akkumulation
Grob skizziert steigt die Armut und das Elend des Proletariats mit zunehmendem Reichtum der Kapitalisten. Wir lassen Marx sprechen: „Das Gesetz endlich, welches die relative Übervölkerung oder industrielle Reservearmee stets mit Umfang und Energie der Akkumulation in Gleichgewicht hält, schmiedet den Arbeiter fester an das Kapital als den Prometheus die Keile des Hephästos an den Felsen. Es bedingt eine der Akkumulation von Kapital entsprechende Akkumulation von Elend. Die Akkumulation von Reichtum auf dem einen Pol ist also zugleich Akkumulation von Elend, Arbeitsqual, Sklaverei, Unwissenheit, Brutalisierung und moralischer Degradation auf dem Gegenpol, d.h. auf Seite der Klasse, die ihr eignes Produkt als Kapital produziert.“
Und welche Erfahrungen haben wir aus seiner These gewonnen? Wie so oft in seiner Theorie zeigt uns die Erfahrung, dass er falsch lag. Seine Aussagen über die kapitalistische Wirtschaft würden sich eher auf feudale Strukturen beziehen. Es wäre viel faszinierender, wenn er Ideen zum Funktionieren der sozialistischen Wirtschaft präsentiert hätte.
„Wollte man bei Marx“, schreibt sogar der jugoslawischer/kroatischer Ökonom Branko Horvat (1928-2003), „eine fertige Lösung für die sozialistische Wirtschaft suchen, so wäre das nicht nur gegenstandlos, sondern nach allem, was wir von Marx wissen- antimarxistisch, Marx hat kein ‚System‘ entwickelt, sondern die Kritik der politischen Ökonomie.“
Dieses Zitat zeigt uns, dass sogar Ökonomen in sozialistischen Ländern seine Lehre als Humbug bezeichneten, aber leider durften diese sich nicht viel öffentlich ausdrücken.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Karl Marx als Person und eine kurze Zusammenfassung seiner „Lehre“: Dieses Kapitel hinterfragt die menschlichen Eigenschaften von Marx und erläutert kritisch seine Kernkonzepte wie die Werttheorie und den Klassenkampf.
2. Ein Überblick über die „Österreichische Schule“: Hier wird der historische Kontext, die Bedeutung und die heutige Relevanz der Österreichischen Schule sowie ihr methodischer Ansatz gegenüber anderen Theorien dargestellt.
3. Ludwig von Mises (1881-1973): Dieses Kapitel analysiert Mises' Geldtheorie und seine grundlegende Dekonstruktion des Sozialismus in seinem Werk „Die Gemeinwirtschaft“.
4. Friedrich Hayek und seine Schriften „Geldtheorie und Konjunkturtheorie“ sowie „Der Weg zur Knechtschaft“: Der Fokus liegt auf Hayeks Erklärungen zur Verbindung von Geldpolitik, Konjunkturzyklen und den Gefahren des Kollektivismus.
5. Versagen des Sozialismus und der Staatswirtschaft, Praxisbeispiel Jugoslawien: Anhand einer dreiphasigen Analyse des jugoslawischen Modells wird das praktische Scheitern des sogenannten „Marktsozialismus“ dargelegt.
6. Resümee und Schlussbemerkungen:: Das abschließende Kapitel fasst die Kritik am Marxismus zusammen und bekräftigt die Bedeutung der Lehren von Mises und Hayek für Wohlstand und Freiheit.
Schlüsselwörter
Österreichische Schule, Nationalökonomie, Karl Marx, Ludwig von Mises, Friedrich Hayek, Sozialismus, Kapitalismus, Marktwirtschaft, Mehrwerttheorie, Klassenkampf, Marktsozialismus, Jugoslawien, Freiheit, Geldtheorie, Konjunkturtheorie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Das Manuskript befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung zwischen der marxistischen Lehre und der Österreichischen Schule, um aufzuzeigen, warum ersterer in der Praxis zum Scheitern verurteilt ist.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die kritische Analyse der ökonomischen Theorien von Karl Marx, die Darstellung der Freiheits- und Markttheorien von Mises und Hayek sowie die Analyse des gescheiterten jugoslawischen Sonderwegs.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage des Autors?
Das Ziel ist es, die wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Bedeutung der Österreichischen Schule zu unterstreichen und die totalitären Gefahren sowie die ökonomische Ineffizienz sozialistischer Ideologien durch historische Analyse verständlich zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, kombiniert mit eigenen Erfahrungen als Zeitzeuge und dem direkten Vergleich von ökonomischen Theorien und deren praktischer Umsetzung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Untersuchung von Karl Marx, eine Einführung in die Österreichische Schule, die Analyse der Werke von Mises und Hayek sowie eine detaillierte Fallstudie über den Zusammenbruch des Sozialismus in Jugoslawien.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Freiheit, Marktwirtschaft, ökonomische Kalkulation, Totalitarismus, Klassenkampf und staatliche Intervention definiert.
Wie bewertet der Autor Karl Marx persönlich?
Der Autor nimmt eine sehr kritische Haltung ein und charakterisiert Marx unter anderem als Antisemit, Rassist und Scharlatan, dessen Theorien wissenschaftlich unhaltbar seien.
Warum wird das Beispiel Jugoslawien so detailliert betrachtet?
Jugoslawien dient als exemplarisches Praxisbeispiel, da westliche Sozialisten versuchten, durch das dortige Modell des „Marktsozialismus“ zu beweisen, dass die Kritik an Mises und Hayek unberechtigt sei, was jedoch historisch scheiterte.
Welche Rolle spielt die „Österreichische Schule“ in der heutigen Lehre?
Der Autor bemängelt deren mangelnde Präsenz im akademischen Betrieb Europas und plädiert für eine Renaissance ihrer Prinzipien als Fundament für Wohlstand und Freiheit.
- Citation du texte
- Zvonko Kasalo (Auteur), 2024, Marx vs. Hayek und Mises. Die Renaissance der Österreichischen Schule der Nationalökonomie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1505179