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Das Selbstwertgefühl Jugendlicher als Produkt sozialer Prozesse

Einfluss der Familie, der Schule und der Peer-Group

Title: Das Selbstwertgefühl Jugendlicher als Produkt sozialer Prozesse

Diploma Thesis , 2003 , 91 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anita Späth (Author)

Psychology - Social Psychology
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Summary Excerpt Details

In der Praxis der sozialpädagogischen und sozialarbeiterischen Arbeit fällt immer wieder der Begriff des Selbstwertgefühls. „Das Selbstwertgefühl des Kindes muss gestärkt werden“, „Der Klient verfügt über wenig Ich-Stärke“ oder „Der Jugendliche fühlt sich im Grunde nicht akzeptiert und ungeliebt“. Das Selbstwertgefühl beeinflusst den Menschen in seiner Lebensqualität: Personen mit hohem Selbstwertgefühl sind im Vergleich zu Personen mit geschwächtem Selbstwertgefühl durchsetzungsfähiger und haben ein selbstbewussteres Auftreten. So gesehen ist das Selbstwertgefühl ein wichtiger Teil der Handlungskompetenz des Menschen, eröffnet Handlungsspielräume oder verschließt sie.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist, die Faktoren, die das Selbstwertgefühl einer Person positiv als auch negativ beeinflussen, näher zu beschreiben. Auch im Hinblick auf die Praxis erscheint es sinnvoll, Kenntnis darüber zu haben, welche Bedeutung den einzelnen Sozialisationsinstanzen bei der Persönlichkeits-entwicklung zukommt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A Einleitung

1. Erkenntnisinteresse der Arbeit

2. Abgrenzung des Themas

B Allgemeine Grundlegung

1. Der sozialisations- und handlungstheoretische Ansatz als Ausgangspunkt in der Jugendforschung

1.1 Acht Maxime zur Beschreibung der Adoleszenz

1.2 Anwendung des sozialisations- und handlungstheoretischen Ansatzes auf die Entwicklung des Selbstwertgefühls

2. Der Begriff der Jugend: Kriterien zur Abgrenzung und Definition

2.1 Psychologische Kriterien

2.1.1 Entwicklungsaufgaben Jugendlicher

2.2 Soziologische Kriterien

2.3 Definition von „Jugend“

3. Was ist das Selbstwertgefühl?

3.1 Zum fehlenden Erklärungsmodell Selbstwertgefühl

3.2 Definition und Abgrenzung zu anderen Begriffen

3.2.1 Der Begriff „Selbstwertgefühl“

3.3 Selbstwertgefühl und Identität

3.3.1 Das Selbstwertgefühl als emotionale Komponente des Identitätserlebens: Karl Haußer

3.3.1.1 Identität als situative Erfahrung

3.3.1.2 Identität als übersituative Erfahrung

4. Das Selbstwertgefühl als Produkt sozialer Prozesse

4.1 Quellen des Selbstwertgefühls

4.1.1 Informationen aus der Selbstwahrnehmung

4.1.2 Informationen aus sozialen Rückmeldungen

4.1.3 Informationen aus sozialen Vergleichen

5. Die Entwicklung des Selbstwertgefühls

5.1 Ergebnisse aus der Säugling- und Kleinkindforschung

5.1.1 Erste Erscheinungsformen des Selbstwertgefühls

5.1.2 Ontogenese selbstbewertender Emotionen nach Heckhausen

5.1.3 Voraussetzungen für ein gutes Selbstwertgefühl

5.2 Das Selbstwertgefühl während der Adoleszenz

5.2.1 Veränderung des Selbstwertgefühls

5.2.1.1 Zunahme des Selbstwertgefühls?

5.2.2 Stabilität des Selbstwertgefühls

5.2.3 Geschlechtsunterschiede

5.2.4 Fazit

6. Die Relevanz des Selbstwertgefühls im menschlichen Verhalten und Erleben

6.1 Das Selbstwertgefühl als komplexes Regulationssystem

6.1.1 Die Theorie der Selbstwertkonsistenz

6.1.2 Die Theorie der Selbstwerterhöhung

6.1.3 Der Versuch einer Lösung

6.2 Fazit

C Jugendliche im Kontext von Familie, Schule und Peer-Group

1. Die Bedeutung der Familie während der Adoleszenz

1.1 Das Eltern-Kind-Verhältnis im Jugendalter

1.2 Handlungsanforderungen an die Familie

1.3 Selbstwertrelevante Faktoren

1.3.1 Eine positive emotionale Beziehung

1.3.2 Unterstützung durch die Eltern

1.3.3 Erziehung zur Selbstständigkeit und Autonomie

1.3.4 Das Kommunikationsverhalten

1.4 Zum Verhältnis von Eltern und Peer-Group

1.5 Fazit

2. Die Bedeutung der Peer-Group während der Adoleszenz

2.1 Die Konstruktion und Funktion von Peerbeziehungen

2.2 Selbstwertfördernde Faktoren

2.2.1 Eingebundensein in Gleichaltrigengruppen

2.2.2 Freundschaften

2.2.2.1 Auswirkung von Streit und Konflikten

2.3 Selbstwertbeeinträchtigende Faktoren

2.3.1 Peer-Ablehnung

2.3.2 Peer-Viktimisierung

2.3.3 Ausgrenzung

2.3.4 Persönliche Merkmale

2.3.5 Deprivation

2.4 Fazit

3. Die Bedeutung der Schule während der Adoleszenz

3.1 Das schulische Leistungssystem und psychosoziale Risiken

3.2 Das Bedürfnissystem und der schulische Lernprozess

3.3 Die Auswirkung von Leitungsbewertung auf das Selbstwertgefühl

3.4 Die Rolle der Eltern, Lehrer und Mitschüler

3.4.1 Elterliche Wertschätzung und Anerkennung schulischer Tüchtigkeit

3.4.2 Lehrer-Schüler-Beziehung

3.4.3 Schüler-Schüler-Beziehung

3.5 Fazit

D Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht das Selbstwertgefühl Jugendlicher als ein Produkt komplexer sozialer Prozesse. Das primäre Ziel der Arbeit ist es, die positiven sowie negativen Einflussfaktoren zu identifizieren und zu beschreiben, die durch die zentralen Sozialisationsinstanzen Familie, Schule und Peer-Group auf die Persönlichkeitsentwicklung und den Selbstwert von Jugendlichen ausgeübt werden.

  • Theoretische Fundierung des Selbstwertgefühls im Rahmen von Sozialisations- und Identitätstheorien.
  • Analyse der Bedeutung von Familie, Peer-Group und Schule als prägende Sozialisationskontexte.
  • Untersuchung von psychologischen und soziologischen Mechanismen bei der Entstehung von Selbstwert.
  • Erforschung von Risikofaktoren wie Ablehnung, Ausgrenzung oder Leistungsdruck im Jugendalter.

Auszug aus dem Buch

4. Das Selbstwertgefühl als Produkt sozialer Prozesse

„Wenn jemand zu mir sagt, er mag mich nicht, weil ich das oder das mache, dann beeinflusst das meine Identität, weil ich mir dann überlegen muss ,warum er das sagt. Ich denke mir dann, dass vielleicht mehrere so denken, und versuche es dann zu ändern“.

(Eva, 17 nach Haußer 1995, 38)

Das Selbstwertgefühl (ebenso Selbstkonzept und Kontrollüberzeugungen) können als Ergebnis einer sozialen Interaktion verstanden werden. Es besteht eine Wechselwirkung zwischen dem Selbstwertgefühl einer Person und den Reaktionen der sozialen Umwelt auf das Verhalten dieser Person (vgl. Filipp/ Frey 1988, 430). Forschungen, die sich mit der Frage nach den Quellen und Bedrohungen des Selbstwertgefühls befassen, liefern wichtige Erkenntnisse, welche die genannte These bestätigen.

Zusammenfassung der Kapitel

A Einleitung: Die Einleitung legt den theoretischen Bezugsrahmen, die Zielsetzung der Arbeit und die Relevanz des Themas im Kontext sozialpädagogischer Praxis dar.

B Allgemeine Grundlegung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, beleuchtet das Identitätserleben und erläutert die Entstehung des Selbstwertgefühls im Verlauf der Adoleszenz anhand entwicklungspsychologischer Modelle.

C Jugendliche im Kontext von Familie, Schule und Peer-Group: Das Hauptkapitel untersucht detailliert, wie spezifische soziale Umwelten wie die Familie, Freundeskreise und das schulische Leistungssystem den Selbstwert von Jugendlichen fördern oder gefährden.

D Resümee: Das Resümee fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die wechselseitigen Einflüsse sozialer Instanzen zusammen und bewertet die Bedeutung für die praktische Arbeit mit Jugendlichen.

Schlüsselwörter

Selbstwertgefühl, Identitätsentwicklung, Adoleszenz, Sozialisation, Familie, Peer-Group, Schule, Selbstkonzept, Leistungsdruck, soziale Interaktion, Selbstakzeptanz, Selbstwirksamkeit, Entwicklungsaufgaben, psychische Gesundheit, Jugendforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Selbstwertgefühl Jugendlicher in der Lebensphase der Adoleszenz entsteht und durch welche sozialen Einflüsse es geprägt wird.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Rolle der Familie, der Einfluss von Gleichaltrigen (Peer-Group) sowie die Anforderungen und Rückmeldungen im schulischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, die Faktoren zu beschreiben, die das Selbstwertgefühl von Jugendlichen sowohl positiv fördern als auch negativ beeinträchtigen können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einem sozialisations- und handlungstheoretischen Ansatz, der durch eine Literaturanalyse relevanter psychologischer und soziologischer Forschungsergebnisse gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil (Teil C) werden die Sozialisationsinstanzen Familie, Peer-Group und Schule systematisch analysiert, insbesondere im Hinblick auf positive Bindungen, Leistungsdruck, soziale Anerkennung und den Umgang mit Misserfolgen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Identitätsentwicklung, Selbstkonzept, soziale Rückmeldung, Selbstwertregulation und die Herausforderungen der Adoleszenz.

Warum ist die Identitätsentwicklung in der Adoleszenz so eng mit dem Selbstwert verbunden?

Da Jugendliche ihre bisherigen Sicherheiten in Frage stellen und sich in einer Phase der Umstrukturierung befinden, dient das Selbstwertgefühl als zentrale Komponente, um diese neuen Erfahrungen und sozialen Anforderungen individuell zu verarbeiten.

Welche Rolle spielt die Schule explizit für den Selbstwert?

Die Schule dient als ständiger Bewertungskontext. Noten und Rückmeldungen von Lehrern sowie der Vergleich mit Mitschülern wirken als maßgebliche Informationen, die das Fähigkeits-Selbstkonzept und damit das allgemeine Selbstwertgefühl beeinflussen.

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Details

Title
Das Selbstwertgefühl Jugendlicher als Produkt sozialer Prozesse
Subtitle
Einfluss der Familie, der Schule und der Peer-Group
College
Catholic University of Applied Sciences Freiburg
Grade
1,0
Author
Anita Späth (Author)
Publication Year
2003
Pages
91
Catalog Number
V150536
ISBN (eBook)
9783640620494
ISBN (Book)
9783640620913
Language
German
Tags
Selbstwertgefühl Selbst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anita Späth (Author), 2003, Das Selbstwertgefühl Jugendlicher als Produkt sozialer Prozesse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150536
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