In der Lernsituation setzen sich die Schüler mit der Gestaltung von Piktogrammen auseinan-der, indem sie die Funktion von Piktogrammen bestimmen, Merkmale für die Gestaltung von Piktogrammen erarbeiten, in Gruppen ein Piktogramm für einen fi ktiven Kunden erstellen und indem sie die selbst erstellten Piktogramme kontrollieren und bewerten.
In der heutigen Unterrichtseinheit lernen die Schüler, mithilfe der Morphologischen Matrix Ideen für mögliche Piktogrammumsetzungen im Team zu entwickeln.
Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsanalyse
1.1 Kurzbeschreibung der Lerngruppe
1.2 Lernbedingungen
2. Didaktische Entscheidungen
2.1 Thematischer Zusammenhang und Richtlinienbezug
2.2 Angestrebte Kompetenzzuwächse
2.2.1 Handlungsziel der heutigen Unterrichtseinheit
2.2.2 Fachkompetenz
2.2.3 Methodenkompetenz
2.2.4 Sozialkompetenz
2.3 Verlaufsplanung
3. Begründung zentraler didaktischer Entscheidungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Gestaltungsprozess eines Piktogramms im Rahmen eines fiktiven Kundenauftrags durch die Anwendung kooperativer Lernmethoden und systematischer Kreativitätstechniken zu vermitteln. Die zentrale Forschungsfrage liegt dabei in der Frage, wie durch die "Morphologische Matrix" eine strukturierte Ideenfindung bei Auszubildenden zum Gestaltungstechnischen Assistenten gefördert werden kann.
- Vermittlung des berufsüblichen Gestaltungsprozesses
- Einsatz der "Morphologischen Matrix" zur Ideengenerierung
- Förderung kooperativer Lernformen und Teamarbeit
- Entwicklung von Piktogrammen mit der Aussage "Vorsicht Dieb!"
- Didaktische Reduktion semiotischer Grundlagen
Auszug aus dem Buch
1.2 Lernbedingungen
Im Rahmen des Unterrichts unter Anleitung begleite ich die Lerngruppe seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 im Fach Bild- und Textgestaltung. Bisher habe ich sieben Unterrichtseinheiten à 45 Minuten unterrichtet. Der Unterricht erfolgt dienstags in der Zeit von 11.45 Uhr bis 14.15 Uhr, unterbrochen durch eine 15-minütige Pause von 12.30 Uhr bis 12.45 Uhr.
In der Regel findet der Unterricht im Computerraum (E13) statt, zugleich steht uns jedoch auch der reguläre Klassenraum (E11) zur Verfügung. Die heutige Stunde findet im Klassenraum statt, da keine Arbeit am Computer vorgesehen ist. Der Klassenraum verfügt über alle nötigen Medienvorrichtungen, die für diese Stunde benötigt werden. Der Overheadprojektor ist um diese Zeit nur bedingt nutzbar, da der Raum nicht abgedunkelt werden kann.
Aufgrund der relativ kurzen Unterrichtszeit, die ich bislang in der Lerngruppe hatte, stützt sich meine Analyse zu Lernstand, Lernbereitschaft und Methodenkompetenz auf meine Kurzzeitbeobachtungen und auf Eindrücke meiner Kollegen. Den Lernstand innerhalb der Lerngruppe schätze ich als eher heterogen ein: Ein Großteil der Schüler ist mit Gestaltungsgrundlagen kaum bis gar nicht vertraut und bringt aus der zuvor besuchten Schulen wenige Erfahrungen mit. Die drei Schüler, die die Klasse 11 wiederholen, sind ihren Mitschülern hinsichtlich des Wissens und Könnens allerdings überlegen. Ein weiterer Schüler, der bereits die allgemeine Hochschulreife erlangt hat, zeigt im Unterricht eine hohe Problemlösungs- und Analysefähigkeit. Viele Schüler sind bisher eher zurückhaltend und schüchtern, so dass deren Lernstand schwierig zu beurteilen ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bedingungsanalyse: Dieses Kapitel beschreibt die soziokulturelle Zusammensetzung der Lerngruppe sowie die räumlichen und situativen Gegebenheiten des Unterrichts.
2. Didaktische Entscheidungen: Hier werden der Richtlinienbezug, die angestrebten Kompetenzbereiche sowie der prozessuale Ablauf der Unterrichtseinheit dargelegt.
3. Begründung zentraler didaktischer Entscheidungen: Dieser Teil liefert die methodisch-didaktische Herleitung für den Einsatz der Morphologischen Matrix und die gewählten Sozialformen.
Schlüsselwörter
Piktogramm, Morphologische Matrix, Gestaltungsprozess, Kreativitätstechnik, Gestaltungstechnische Assistenten, Kooperatives Lernen, Fachdidaktik, Unterrichtsplanung, Bild- und Textgestaltung, Visualisierung, Ideensammlung, Handlungsorientierung, Semiotik, Teamarbeit, Berufskolleg
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Planung und didaktische Begründung einer Unterrichtseinheit zur Gestaltung von Piktogrammen für einen fiktiven Flughafen-Auftrag.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind der Gestaltungsprozess, die Einführung der Morphologischen Matrix als Kreativitätswerkzeug und die Förderung kooperativer Arbeitsformen.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Die Schüler sollen befähigt werden, mithilfe der Morphologischen Matrix systematisch Ideen für Piktogrammumsetzungen zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen Unterrichtsentwurf, der auf handlungsorientierten Prinzipien und kooperativen Lernmethoden wie Think-Pair-Share basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Ausgangslage der Lerngruppe, erläutert die didaktischen Entscheidungen und begründet den methodischen Einsatz der Kreativitätstechniken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Piktogrammgestaltung, Morphologische Matrix, Kreativitätsmethoden und handlungsorientierter Unterricht definiert.
Warum wurde die "Morphologische Matrix" als Methode gewählt?
Sie dient als strukturierte Hilfe zur systematischen Ideenfindung und verhindert, dass Schüler bei der Gestaltung ziellos am Computer arbeiten.
Wie gehen die Schüler bei der Ideenentwicklung vor?
Sie nutzen zunächst die Einzelarbeit für erste Scribbles und führen diese anschließend in Gruppen zusammen, um die besten Kombinationen zu finden.
Welche Rolle spielt die Lerngruppenheterogenität?
Aufgrund der unterschiedlichen Vorkenntnisse dient die Morphologische Matrix als stabilisierendes Element, das allen Schülern den Einstieg in den kreativen Prozess ermöglicht.
Wie erfolgt die Ergebnissichtung?
Die Ergebnisse werden nicht traditionell präsentiert, sondern in einem Galerierundgang begutachtet, um den Leistungsdruck zu mindern.
- Quote paper
- Tina Schröder (Author), 2007, Anwendung der "Morphologischen Matrix" zur Entwicklung von Ideen für die Gestaltung eines Piktogramms mit der Aussage "Vorsicht Dieb!" im Rahmen eines fiktiven Kundenauftrags, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150579