Einleitung
Die ersten Nachweise für das "Wohnen in der Steinzeit" können im Zeitalter des Paläolithikums festgemacht werden, nämlich in Form der sogenannten "Höhlenwohnungen". Die Menschen lebten in dieser Zeit noch als Nomaden, mussten für ihr Überleben Tiere jagen und waren deshalb auf Schlafgelegenheiten angewiesen, die ihnen die Natur bot. Dafür wählten sie meist sogenannte "Abris" aus. ...
Inhaltsverzeichnis
1. Pflichtbereich
1.1 Aufgabe 1: Kurze Vorstellung des Referatthemas „Längsschnitt - Veränderung des Wohnens (Höhle-Hütte-Haus-Palast)?“
1.2 Aufgabe 2: Mögliche Sequenzplanung zum Themenbereich „Vor-/ Frühgeschichte“
1.3 Aufgabe 3: Darlegung der pädagogisch- didaktischen Vorzüge des Unterrichts zur Vor-/ und Frühgeschichte
1.4 Aufgabe 4: Reflexion des Seminars und Darstellung der Bedeutung der Steinzeit für die Schule
2. Wahlbereich
2.1 Aufgabe 1: Vorschläge zu „Tafelbildern“ zu unterschiedlichen Themen der Vor- und Frühgeschichte in der Realschule
2.2 Aufgabe 2: Vergleich/Beurteilung verschiedener Schulbuchkapitel
3. Literatur
Zielsetzung & Themen
Ziel dieses Portfolios ist die didaktische Aufarbeitung des Themenkomplexes „Steinzeit“ für den Geschichtsunterricht an weiterführenden Schulen, insbesondere der Realschule. Die Arbeit reflektiert dabei die Umsetzung handlungsorientierter Lernmethoden und bewertet verschiedene Lehrmaterialien hinsichtlich ihrer praktischen Anwendbarkeit und methodischen Qualität.
- Methoden der Sequenzplanung für den Geschichtsunterricht
- Didaktische Potenziale der Handlungsorientierung in der Vor- und Frühgeschichte
- Einsatz von Sachquellen und experimentelle Archäologie im Unterricht
- Vergleichende Analyse von Schulbuchkapiteln zur Steinzeit
- Entwicklung von Tafelbildern und grafischen Darstellungen für den Unterricht
Auszug aus dem Buch
1.1 Aufgabe 1: Kurze Vorstellung des Referatthemas „Längsschnitt - Veränderung des Wohnens (Höhle-Hütte-Haus-Palast)?“
Die heutigen Erkenntnisse im Hinblick auf die ersten Ansätze der Sesshaftigkeit der Menschen und die damit einsetzende primäre Entwicklung von Wohnkonstruktionen stützen sich ausschließlich auf die noch erhaltenen Überreste und somit den archäologisch ausgewerteten und dokumentierten Funden. „Archäologisch nachweisbar sind nur im Boden erhaltene Strukturen, die durch ihre Anlage und Interpretation eine Nutzung zu Wohnzwecken nahe legen“1.
Die ersten Nachweise für „Wohnen in der Steinzeit“ können im Zeitalter des Paläolithikums festgemacht werden, nämlich in Form der sogenannten „Höhlenwohnungen“. Die Menschen lebten in dieser Zeit noch als Nomaden, mussten für ihr Überleben Tiere jagen und waren deswegen auf Schlafgelegenheiten angewiesen, die ihnen die Natur bot. Dafür wählten sie meist sogenannte „Abris“2 aus. Das waren Felsüberhänge, die zur Wetterseite abgewandt waren und somit dem Menschen Schutz vor der Witterung gegeben haben.3 Die Abris waren aber nur in gebirgigen Regionen vorhanden. Ein Beispiel von einem solchen steinzeitlichen Felsüberhang kann bis heute noch in Philippenloch bei Wallersberg im Landkreis Lichtenfels besichtigt werden. Auch in der schwäbischen Alb lässt sich ein Beispiel für eine „Höhlenwohnung“ finden, nämlich die sogenannte Vogelherdhöhle.4
Die nächste Stufe im steinzeitlichen Wohnen bezeichnete man als Obdach beziehungsweise Unterstand.5 Auch diese Wohnkonstruktion ist bereits dem Mesolithikum zuzuordnen. Sie sind maßgeblich von den Mammutjägern in Osteuropa entwickelt worden und stellten die primären Hüttenkonstruktionen um circa 13.000 v. Chr. dar.6 Die Jägersmänner stapelten Knochen der Mammuts in einem Kreis auf und imprägnierten diese mit einem Erdwall ab, der anschließend noch mit Tierhäuten- oder Fellen behängt wurde.7 Durch Funde solcher Überreste in der Ukraine versucht man heute solche Hütten zu rekonstruieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Pflichtbereich: Dieses Kapitel umfasst die didaktische Analyse, Sequenzplanung und Reflexion des Seminars zur Steinzeit.
1.1 Aufgabe 1: Kurze Vorstellung des Referatthemas „Längsschnitt - Veränderung des Wohnens (Höhle-Hütte-Haus-Palast)?“: Dieser Abschnitt erläutert die archäologischen Grundlagen zur Entwicklung menschlicher Wohnformen von der Höhle bis zu frühen Hausbauten.
1.2 Aufgabe 2: Mögliche Sequenzplanung zum Themenbereich „Vor-/ Frühgeschichte“: Das Kapitel skizziert einen detaillierten Unterrichtsverlauf für den Lehrplanbereich „Menschen in der Vor- und Frühzeit“.
1.3 Aufgabe 3: Darlegung der pädagogisch- didaktischen Vorzüge des Unterrichts zur Vor-/ und Frühgeschichte: Hier werden die Vorteile der Handlungsorientierung und die Einbindung von Sachquellen im Geschichtsunterricht argumentativ dargelegt.
1.4 Aufgabe 4: Reflexion des Seminars und Darstellung der Bedeutung der Steinzeit für die Schule: Dieses Kapitel reflektiert den Lernerfolg durch praktische Exkursionen und die Bedeutung handlungsorientierter Didaktik.
2. Wahlbereich: Dieser Bereich bietet praktische Unterrichtsmaterialien wie Tafelbilder und Schulbuchanalysen.
2.1 Aufgabe 1: Vorschläge zu „Tafelbildern“ zu unterschiedlichen Themen der Vor- und Frühgeschichte in der Realschule: Kapitel zur Gestaltung von Mind-Maps und grafischen Wissenssicherungen für den Unterricht.
2.2 Aufgabe 2: Vergleich/Beurteilung verschiedener Schulbuchkapitel: Analyse und Bewertung verschiedener Geschichtslehrwerke hinsichtlich ihrer Vermittlung des Themas Steinzeit.
3. Literatur: Auflistung der verwendeten Fachliteratur, Internetquellen und Schulbücher.
Schlüsselwörter
Steinzeit, Geschichtsdidaktik, Handlungsorientierung, Vor- und Frühgeschichte, Sesshaftigkeit, Archäologie, Unterrichtsplanung, Sachquellen, Paläolithikum, Neolithikum, Schulbuchanalyse, Tafelbilder, Museumspädagogik, Höhlenwohnungen, Siedlungsbau
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Aufarbeitung des Themenkomplexes „Steinzeit“ für die Realschule, basierend auf den Erfahrungen eines Proseminars.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung der Wohnkultur, die Planung von Unterrichtssequenzen und die Gestaltung didaktischer Materialien.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Steinzeit-Themen durch Handlungsorientierung und Praxisbezug lebendig und effektiv im Unterricht vermittelt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine fachdidaktische Analyse sowie ein Vergleich bestehender Schulbuchkapitel durchgeführt, ergänzt durch die Reflexion eigener praktischer Erfahrungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen Pflichtbereich mit konkreten Aufgaben zur Unterrichtsplanung und Didaktik sowie einen Wahlbereich zur Erstellung von Unterrichtsmaterialien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Handlungsorientierung, Geschichtsdidaktik, Steinzeit, Unterrichtsplanung und Quellenarbeit.
Wie bewertet die Autorin die Qualität gängiger Schulbücher?
Die Bewertung fällt unterschiedlich aus: Während einige Bücher nur oberflächliche Erklärungen bieten, überzeugen andere durch hohen Praxisbezug und anschauliches Material.
Welche Bedeutung haben „Sachquellen“ für den Geschichtsunterricht laut dem Dokument?
Sachquellen werden als besonders faszinierend beschrieben, da sie durch ihre „Sinnlichkeit“ und haptische Erlebbarkeit die Theorie der Lehrbücher ergänzen und motivieren.
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- Verena Liebl (Author), 2009, Steinzeit ausprobieren: Vor- und Frühgeschichte in der sechsten Klasse einer Realschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150593