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Ansätze zur Bestimmung der Fehlmengen- und Lagerhaltungskostensätze im klassischen Losgrößenmodell

Title: Ansätze zur Bestimmung der Fehlmengen- und Lagerhaltungskostensätze im klassischen Losgrößenmodell

Bachelor Thesis , 2010 , 40 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefan Krusenbaum (Author)

Business economics - Supply, Production, Logistics
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Summary Excerpt Details

In dieser Bachelorarbeit erfolgt u.a. eine Untersuchung d."perturbed demand" Ansatzes von Schwartz zur Quantifizierung von Fehlmengenkosten aufgrund von Imageverlusten.
Im Anhang der Arbeit befinden sich darüber hinaus die vollständigen mathematischen Herleitungen der optimalen Bestellmenge mit und ohne Berücksichtigung von Fehlmengen (5 S.).

Auszug (Einleitung):
In der heutigen Zeit versuchen Unternehmen verstärkt Kosten zu senken, um der immer größer werdenden Konkurrenz gewachsen zu sein. Dabei existieren in der Unternehmenspraxis viele unterschiedliche mathematische Modelle und Systeme, die Entscheidungsfindungen mit dem Ziel möglichst geringe Kosten zu erzielen unterstützen. Von besonderer Relevanz für Unternehmen sind hierbei die auf dem von Harris und Andler entwickelten klassischen Losgrößenmodell basierenden Modelle, die es Unternehmen erlauben, kostenoptimale Bestell- bzw. Produktionsmengen zu ermitteln.
Es liegt nahe, dass bereits beim klassischen Losgrößenmodell die Ergebnisse und damit auch der Erfolg der Anwendung vor allem von der Korrektheit der gewählten Einflussgrößen [...] abhängen.
Gerade die richtige Wahl des Lagerhaltungs- und des Fehlmengen-kostensatzes, zweier wichtiger Einflussgrößen des [...] erweiterten Losgrößenmodells, ist hierbei von Bedeutung.
Hieraus lässt sich die Fragestellung ableiten, aus welchen Kosteneinflüssen sich die Lagerhaltungs- und Fehlmengenkosten-sätze zusammensetzen und ob es eine allgemeingültige Methode zur Bestimmung der zwei Kostensätze gibt.
[...]
In dieser Bachelorarbeit werden Ansätze zur Bestimmung beider Kostensätze aufgezeigt. Dazu werden zunächst das klassische Losgrößenmodell und insbesondere die in das Modell einfließenden Kosten für Lagerhaltung und Fehlmengen vorgestellt. Daran anschließend werden im dritten Kapitel die Einflussfaktoren, aus denen sich die Kostensätze zusammensetzen, untersucht, sowie exemplarisch ausgewählte Ansätze und Methoden zur konkreten Bestimmung der Kostensatzbestandteile erläutert.
Ein Schwerpunkt der Analyse liegt dabei auf der problematischen Bestimmung von nur schwer monetär bewertbaren Kosteneinflüssen und auf der Darstellung von Konflikten bei der Ermittlung des Gesamtkostensatzes.
Im vierten Kapitel werden die unterschiedlichen Auswirkungen verschieden hoher Fehlmengen- und Lagerhaltungskostensätze im klassischen Losgrößenmodell untersucht, wobei auch die konträre Beziehung beider Komponenten vor dem Hintergrund der Kostensatzbestimmung diskutiert wird. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Begriffliche Grundlagen

3. Die Bestimmung der Kostensätze

3.1 Möglichkeiten zur Bestimmung des Lagerhaltungskostensatzes

3.2 Möglichkeiten zur Bestimmung des Fehlmengenkostensatzes

4. Die Auswirkungen und Beziehungen unterschiedlich hoher Kostensätze im klassischen Losgrößenmodell

5. Zusammenfassung der Ergebnisse

I. Die Herleitung der optimalen Losgröße q*

II. Die Herleitung der optimalen Losgröße q* mit Fehlmengen

Zielsetzung & Forschungsschwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Bestimmung von Lagerhaltungs- und Fehlmengenkostensätzen im klassischen Losgrößenmodell. Ziel ist es, die Einflussfaktoren auf diese Kostensätze zu analysieren, Bestimmungsmethoden aufzuzeigen und die Auswirkungen unterschiedlich hoher Kostensätze auf die kostenoptimale Losgröße und den Lagerbestand zu bewerten.

  • Analyse der Komponenten von Lagerhaltungskosten und Fehlmengenkosten.
  • Untersuchung von Modellen zur Quantifizierung schwer bewertbarer Kosten wie Imageverlusten.
  • Diskussion von Konflikten zwischen Lagerhaltungskosten und Fehlmengenkosten.
  • Darstellung der Auswirkungen von Parameterschwankungen auf das klassische Losgrößenmodell.
  • Erörterung von Lösungsansätzen bei der Schätzung volatiler oder unsicherer Kostensatzbestandteile.

Auszug aus dem Buch

3.1 Möglichkeiten zur Bestimmung des Lagerhaltungskostensatzes

Einer der Hauptbestandteile der Teilkostensätze, aus denen sich der Lagerhaltungskostensatz zusammensetzt, sind die Kosten für die Kapitalbindung je Stück. Häufig erfolgt eine Bestimmung der Kapitalbindung über die Zinsen auf das gebundene Kapital. Die in der Unternehmenspraxis angegebenen Zinssätze von unter 6% bis über 30% machen dabei bereits deutlich, dass bei der Bestimmung des Zinssatzes große Spielräume existieren und die Bewertung von unternehmensspezifischen Charakteristika abhängt.

Grundsätzlich kann zwischen einer Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung der Lagerbestände differenziert werden, wobei in der Praxis vor allem Mischformen zwischen diesen beiden Finanzierungsarten auftreten. Der Zinssatz für das Fremdkapital kann dabei als Durchschnittswert der verschiedenen Zinssätze, zu denen das Fremdkapital aufgenommen wurde, angesetzt werden.

Die Kosten des Eigenkapitals können dagegen durch die von den Eigenkapitalgebern erwartete Rendite, also z.B. durch die erwartete Größe des „Return on Equity“ (ROE), beschrieben werden, die sich häufig an den branchen- bzw. marktüblichen Eigenkapitalrenditen orientiert. Eine alternative Möglichkeit ist es, die tatsächlich vom Unternehmen realisierte Rendite zur Angabe der Eigenkapitalkosten heranzuziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der korrekten Kostensatzbestimmung für das Losgrößenmodell ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Ermittlungsmethoden und Auswirkungen dieser Kosten.

2. Begriffliche Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert das klassische Losgrößenmodell, dessen Annahmen und die mathematische Herleitung der optimalen Losgröße ohne Fehlmengen.

3. Die Bestimmung der Kostensätze: Hier werden die einzelnen Komponenten der Lagerhaltungs- und Fehlmengenkosten detailliert analysiert sowie Methoden zu deren Quantifizierung, inklusive des Umgangs mit schwer bewertbaren Werten, erörtert.

3.1 Möglichkeiten zur Bestimmung des Lagerhaltungskostensatzes: Der Fokus liegt auf der Ermittlung von Kapitalbindungskosten, Versicherungsprämien und weiteren wertabhängigen oder handlingrelevanten Lagerkosten.

3.2 Möglichkeiten zur Bestimmung des Fehlmengenkostensatzes: Dieses Kapitel behandelt die Quantifizierung verschiedener Fehlmengenkostenarten sowie Modelle zur Bewertung von Imageminderungen und Goodwillverlusten.

4. Die Auswirkungen und Beziehungen unterschiedlich hoher Kostensätze im klassischen Losgrößenmodell: Hier wird untersucht, wie Sensitivitätsanalysen und Parameterschwankungen die Modelllösung beeinflussen und welche Konflikte bei der Zielsetzung bestehen.

5. Zusammenfassung der Ergebnisse: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, dass keine allgemeingültige Bestimmungsmethode existiert und die Modellentscheidungen stark von den gewählten Kostensatzannahmen abhängen.

I. Die Herleitung der optimalen Losgröße q*: Mathematischer Anhang zur Herleitung des klassischen Modells.

II. Die Herleitung der optimalen Losgröße q* mit Fehlmengen: Mathematischer Anhang zur Herleitung des Modells unter Einbeziehung von Fehlmengen.

Schlüsselwörter

Losgrößenmodell, Lagerhaltungskostensatz, Fehlmengenkostensatz, Kapitalbindung, Fehlmengenkosten, Bestandsmanagement, Optimierung, Goodwillverlust, Stückkosten, Beschaffungsmenge, Lagerbestand, Kostensatzbestimmung, Servicegrad, Stückwert, Nachfragerückgang.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Identifikation und Quantifizierung der Kostensätze für die Lagerhaltung und für Fehlmengen, die essenzielle Parameter im klassischen Losgrößenmodell darstellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Aufspaltung der Kostensätze in ihre Bestandteile (wie Kapitalbindung, Versicherung, Handling, Fehlmengenfolgekosten) sowie die methodische Herausforderung, diese Werte realistisch zu schätzen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Ansätze zur Bestimmung dieser Kostensätze aufzuzeigen und zu analysieren, wie unterschiedlich hohe Kostensätze das Ergebnis des Losgrößenmodells und damit die optimale Bestellmenge beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine theoretische Analyse mathematischer Modelle zur Losgrößenplanung, ergänzt durch eine Untersuchung der Einflussfaktoren auf die Kostensätze und einer Sensitivitätsbetrachtung der Modellparameter.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung der Lagerhaltungskosten, die Ermittlung von Fehlmengenkosten – inklusive spezieller Ansätze wie dem Modell von Schwartz zur Imagebewertung – und eine Analyse der Auswirkungen dieser Parameter im Modell.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Losgrößenmodell, Fehlmengenkostensatz, Lagerhaltungskosten, Bestandsmanagement und die ökonomische Modellierung von Kostenstrukturen charakterisieren.

Wie geht das Modell mit schwer quantifizierbaren Kosten wie Imageverlusten um?

Das Modell von Schwartz nutzt die exponentielle Nachfrageverringerung (perturbed demand) als Proxy, um den durch enttäuschte Kunden entstehenden Goodwillverlust quantitativ erfassbar zu machen.

Ist das klassische Losgrößenmodell anfällig für falsche Kostenschätzungen?

Die Analyse zeigt, dass das Modell eine gewisse Robustheit gegenüber kleinen Parameterschwankungen aufweist, da die Werte unter der Wurzel stehen; dennoch ist eine fundierte Schätzung für ein adäquates Ergebnis notwendig.

Warum ist die Bestimmung des Lagerhaltungskostensatzes in der Praxis schwierig?

Die Schwierigkeit liegt in den Spielräumen bei Zinssätzen, der Bewertung von Risikoanteilen (z.B. Obsoleszenz) und der Tatsache, dass viele Kosten erst durch die Wahl der Losgröße selbst oder die Bestandshöhe determiniert werden.

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Details

Title
Ansätze zur Bestimmung der Fehlmengen- und Lagerhaltungskostensätze im klassischen Losgrößenmodell
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
1,0
Author
Stefan Krusenbaum (Author)
Publication Year
2010
Pages
40
Catalog Number
V150692
ISBN (eBook)
9783640623181
Language
German
Tags
Lagerhaltung Fehlmengen Kostensatzbestimmung Produktionswirtschaft Produktionsmanagement optimale Bestellmenge BWL Operations Research
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Krusenbaum (Author), 2010, Ansätze zur Bestimmung der Fehlmengen- und Lagerhaltungskostensätze im klassischen Losgrößenmodell, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150692
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