In der Öffentlichkeit werden hohe Inflationsraten meist als ein bedeutendes wirtschaftliches Problem angesehen, denn Preisstabilität ist eines der wichtigsten Ziele der Wirtschaftspolitik und der Zentralbanken.
Doch was kann unter einer Inflation verstanden werden? Was sind die Ursachen für eine Inflation und wie kann diesen entgegengewirkt werden?
Entgegen vieler Ansichten ist eine Inflation nicht unvermeidlich, sondern kann unter anderem durch eine aktive Geldpolitik der Notenbanken beeinflusst werden. In diesem Zusammenhang entstanden verschiedene, miteinander konkurrierende Erklärungsansätze für eine Inflation.
In diesem Arbeit werden einige zentrale Inflationstheorien erklärt und diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Nachfrageorientierte Inflationstheorien
2.1 Die Geldmengeninflation
2.2 Die Nachfragesoginflation
3 Angebotsinduzierte Inflationstheorien
3.1 Die Kostendruckinflation
3.2 Die Angebotslückeninflation
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, zentrale Inflationstheorien darzustellen und kritisch zu diskutieren, wobei der Fokus auf der Unterscheidung zwischen angebotsinduzierten und nachfrageorientierten Ursachen sowie der Einordnung aus Sicht von Monetaristen und Keynsianern liegt.
- Grundlegende Definition von Inflation
- Nachfrageorientierte Ansätze (Geldmengen- und Nachfragesoginflation)
- Angebotsinduzierte Erklärungsmodelle (Kostendruck- und Angebotslückeninflation)
- Rolle der Geldpolitik und Wechselkurse
- Kontroverse zwischen monetaristischen und keynsianischen Positionen
Auszug aus dem Buch
2.1 Die Geldmengeninflation
Die Geldmengeninflation ist eine rein monetäre Theorie. Grundlage dieser Theorie bildet die Annahme, dass die Preise steigen, wenn zuviel Geld in den Umlauf gesetzt, das heißt eine übergroße Geldmengenausweitung durch die Notenbanken betrieben wird. Eine steigende Geldmenge ist jedoch nötig, um eine wachsende Wirtschaft ausreichend mit Geld zu versorgen. Es wird davon ausgegangen, dass der Anstieg des Geldangebots gegenüber dem realen Güterangebot zu einer Inflation führt. Ein Grund für die Veränderung des Geldangebots kann neben der Erhöhung der Geldmenge auch die Notenbank und eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes sein.
Der Geldmengeninflation liegt die Quantitätstheorie des Geldes zugrunde. Die Quantitätstheorie geht von einer wertmäßigen Gleichheit der Summe von „realen und monetären Strömen in einem geschlossenen Kreislaufmodell aus“.
Dabei entspricht der Wert der monetären Nachfrage dem Wert des Güterangebotes. Unter Geldmenge werden in diesem Zusammenhang Banknoten, Münzen und Giralgeld verstanden. Die Geldnachfrage hängt von verschiedenen Faktoren ab, so zum Beispiel vom Zinssatz oder vom durchschnittlichen Preisniveau einer Volkswirtschaft.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Inflation sowie Darstellung der methodischen Vorgehensweise und Abgrenzung der zu untersuchenden Theorien.
2 Nachfrageorientierte Inflationstheorien: Analyse der Geldmengeninflation und der Nachfragesoginflation als Theorien, die primär auf nachfrageseitigen Impulsen basieren.
2.1 Die Geldmengeninflation: Untersuchung des monetären Ursprungs von Preissteigerungen und der Bedeutung der Quantitätstheorie des Geldes.
2.2 Die Nachfragesoginflation: Erörterung der Ausweitung der Güternachfrage und deren Auswirkungen auf das Preisniveau bei gegebenem Angebotsverhalten.
3 Angebotsinduzierte Inflationstheorien: Darstellung von Inflationstheorien, die durch Kosteneffekte oder Angebotsveränderungen hervorgerufen werden.
3.1 Die Kostendruckinflation: Erläuterung der Preiserhöhungen durch steigende Produktionskosten, insbesondere durch Lohn- und Rohstoffpreissteigerungen.
3.2 Die Angebotslückeninflation: Analyse der Preissteigerung als Folge von Angebotsverknappungen oder Produktionsausfällen.
4 Fazit: Zusammenfassende Gegenüberstellung der Theorien und kritische Reflexion der unterschiedlichen wirtschaftstheoretischen Positionen von Monetaristen und Keynsianern.
Schlüsselwörter
Inflation, Preisstabilität, Geldmengeninflation, Nachfragesoginflation, Kostendruckinflation, Angebotslückeninflation, Quantitätstheorie, Monetarismus, Keynsianismus, Fiskalpolitik, Geldpolitik, Wechselkurse, Lohn-Preis-Spirale, Preisniveau, Wirtschaftswachstum.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einer kritischen Betrachtung verschiedener ökonomischer Theorien, die die Ursachen von Inflation erklären.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder sind die Unterscheidung zwischen nachfrageorientierten und angebotsinduzierten Inflationstheorien sowie deren jeweilige Ursachen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Untersuchung und Diskussion der unterschiedlichen Inflationsursachen und Erklärungsansätze sowie der daraus resultierenden Lösungsstrategien.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis ökonomischer Standardwerke, die konkurrierende Erklärungsansätze gegenüberstellt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden detailliert die Geldmengen- und Nachfragesoginflation (Kapitel 2) sowie die Kosten- und Angebotslückeninflation (Kapitel 3) analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Preisstabilität, Geldpolitik, Inflationstheorien und die Gegenüberstellung von Monetaristen und Keynsianern geprägt.
Warum betrachten Monetaristen die Geldmenge als entscheidende Variable?
Für Monetaristen ist die Geldmenge nicht nur eine reagierende, sondern eine ursächliche Variable, weshalb sie die Geldmengeninflation als die einzig wirkliche Inflationsursache sehen.
Wie unterscheidet sich die Kostendruckinflation von der Angebotslückeninflation?
Während bei der Kostendruckinflation gestiegene Produktionskosten die Preise treiben, führt bei der Angebotslückeninflation eine Verknappung des Angebots auf dem Markt zu Preisanstiegen.
Welche Rolle spielen Wechselkurse bei importierten Inflationseffekten?
Bei fixen Wechselkursen können sich importierte Inflationseffekte ungehindert im Inland auswirken, während sie bei flexiblen Wechselkursen stärker abgefedert werden.
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- Kathleen Strecker (Author), 2009, Kritische Betrachtung angebotsinduzierter und nachfrageorientierter Inflationstheorien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150802