Hedge Fonds. Beschreibung unterschiedlicher Strategien


Studienarbeit, 2005

11 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Geschichtliche Entwicklung
1.2 Begriffsumschreibung „Hedge Fonds“

2 Strategien
2.1 Relative value oder Arbitrage Fonds
2.1.1 Convertible Bond Arbitrage
2.1.2 Fixed Income Arbitrage
2.1.3 Equity Market Neutral
2.2 Event Driven Strategie (ereignisbezogen)
2.2.1 Distressed Securities
2.2.2 Merger Arbitrage (Risk Arbitrage)
2.3 Opportunistische Strategien
2.3.1 Global Macro
2.3.2 Long/ short Equity
2.3.3 Short selling
2.4 Multi Strategy

3 Resümee
3.1 Entwicklung von einzelnen Strategien
3.2 Aktuelle Diskussion

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Geschichtliche Entwicklung

Der erste Fonds, den man annähernd als „Hedge Fond“ bezeichnen kann, entstand schon im Jahre 1949[1]. HF sind also keine kurzfristige Modeerscheinung. Dieser erste HF wurde von Alfred Winslow Jones gemanaged[2]. Er verfügte damals nur über eine vergleichsweise bescheidene Summe von 40.000 USD Eigenkapital und 60.000 USD Fremdkapital. Mit diesen 100.000 USD gründete er eine „Limited Partnership“. Er verstand sich als Experte in Vermögensverwaltung. Sein Geschäft bestand daraus, Aktien zu kaufen und ausgeliehene Aktien zu verkaufen, das sogenannte Leerverkaufen. Ab 1952 begann er, bei Gewinnerwirtschaftung eine 20 %-ige Performancegebühr zu verlangen[3]. Sie ist bis heute üblich geblieben. In das Licht der Öffentlichkeit wurden HF erst 1966 gerückt. Die Journalistin Carol J. Loomis berichtete im Magazin „Fortune“ über den Meisteranleger Jones. Seine Strategie lief bis dato äußerst erfolgreich. Das zog natürlich auch andere Finanzmanager an. In dieser Zeit wurde der Quantum-Fond von George Soros aufgelegt. Ab 2004 sind sogenannte HF light unter bestimmten Auflagen in Deutschland zugelassen[4]. Mittlerweile sind nach einer Schätzung der FTD 1,4 Mrd. EUR in deutsche HF investiert[5].

Im letzten Jahr wurde das gesamte in annähernd 8.000 HF investierte Geld auf ein Volumen zwischen 900 Mrd.[6] und einer Billion USD[7] geschätzt.

1.2 Begriffsumschreibung „Hedge Fonds“

Der Begriff kommt aus dem englischen „to hedge“ und bedeutet „absichern“. Ein Investment sollte ursprünglich mit der Technik des „hedging“ vor Marktrisiken bewahrt werden[8]. Das spielt heute bei dieser alternativen Anlageform keine Rolle mehr. Man kann den Begriff HF nicht auf nur ein bestimmtes Produkt am Finanzmarkt beziehen. Sondern vielmehr gibt es eine recht unterschiedliche Gruppe von Investmentgesellschaften, die alle ihre ganz speziellen Anlageziele und –Prämissen verfolgen. HF stehen eher für ein „flexibles Businessmodell“[9]. Gemeinsam haben sie aber, in steigenden und fallenden Märkten Gewinne zu machen und „Fehlbewertungen im Markt aufzuspüren und an deren Korrekturen zu verdienen“[10].

2 Strategien

Um HF richtig verstehen zu können, ist eine Kenntnis der einzelnen möglichen Strategien Voraussetzung. Die folgende Ausführung kann keine absolute Betrachtung sein. Sondern nur eine grobe Eingrenzung der existierenden Stilrichtungen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Eigene Darstellung

2.1 Relative value oder Arbitrage Fonds

Bei dieser Strategie wird versucht Gewinn mittels Preisunterschieden, der Arbitrage, zwischen verbundenen Wertpapieren gezielt auszunutzen. Man spricht deshalb auch von Pair-Trades. Fondmanager „[..]verkaufen überbewertete Wertpapiere und kaufen günstiger bewertete […]“[11] nach. Das Problem ist jedoch, daß dies ein recht komplexes Unterfangen mit aufwendigen Bewertungsmethoden und Transaktionen ist.

2.1.1 Convertible Bond Arbitrage

Dabei wird mit Preisineffizienzen bei Wandelanleihen, engl. Convertible Bonds, spekuliert[12]. Bei Wandelanleihen bezahlt der Emittent dem Gläubiger Zinsen und bietet dem Käufer die Option auf Aktienumwandlung am Ende der Laufzeit. Die unterbewertete Wandelanleihe wird gekauft und höher bewertete Aktien des gleichen Unternehmens leer verkauft[13].

[...]


[1] O. V.: http://www.Wallstreet-online.de/Basiswissen (Zugriff am 06.05.2005)

[2] Vgl. Hehn (2000), S. 247

[3] Vgl. Kaiser (2004), S. 57

[4] O. V.: http://www.hedgefondsweb.de/basiswissen (Zugriff am 13.04.2005)

[5] Vgl. Jennen, Birgit /Schieritz, Mark: Berlin will gläserne HF. In: FTD vom 17.05.2005, Seite 1

[6] O. V.: http://www.Wallstreet-online.de/Basiswissen (Zugriff am 06.05.2005)

[7] Vgl. Tobias Moerschen: Verluste von Hedge-Fonds. In: Handelsblatt vom 18.05.2005, S. 25

[8] Kaiser (2004), S. 58

[9] Financial Stability Report, ECB, Dezember 2004, S. 123

[10] O. V.: Leitartikel, Genosse Breuer. In: FTD vom 12.05.2005, S.35

[11] Vgl. o. V.: http://www.hedgefondsweb.de/basiswissen/?QUESTION=3 (Zugriff am 13.04.2005)

[12] Vgl. Kaiser (2004)

[13] Vgl. o.V.: http://de.Wikipedia.org/wiki/Hedge_fonds (Zugriff am 10.05.2005)

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Hedge Fonds. Beschreibung unterschiedlicher Strategien
Hochschule
Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg  (Betriebswirtschaft)
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
11
Katalognummer
V150806
ISBN (eBook)
9783640619191
Dateigröße
499 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hedge Fonds, Hedge Funds, George Soros, Fonds, Strategien
Arbeit zitieren
Andreas Witz (Autor), 2005, Hedge Fonds. Beschreibung unterschiedlicher Strategien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150806

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