Die geplante Stunde ist Teil eines fächerübergreifenden Projekts zur Astronomie bzw. Sternenkunde für Einsteiger in den Fächern Erdkunde und Physik. Die Projektlaufzeit ist sechs Wochen mit vier Stunden pro Woche und diese Doppelstunde liegt relativ in der Mitte der Unterrichtseinheit. Daher verfügen die Schülerinnen und Schüler schon über ein gewisses Grundwissen der Sternenkunde.
In den vergangenen Wochen haben sich die SuS ausführlich mit den Grundphänomenen des Tag- und Nachthimmels auseinander gesetzt und können somit den Verlauf der Sonne, Sterne und Planeten nachvollziehen. Der Mond wurde in der letzten Stunden zum ersten Mal direkt angesprochen aber dies auch nur im Zusammenhang mit den „Auf- und Untergangspunkten“ von Sonne und Sternen. Demnach wissen die SuS wo der Mond auf- und untergeht und das er sich um die Erde dreht, aber noch nicht warum dieser sich ein wenig anders verhält als die anderen Himmelserscheinungen.
Das Projekt ist so ausgelegt, dass das genetische Lernen im Vordergrund steht. Die SuS haben im Laufe der Unterrichtseinheit erforscht, warum die Erde rund ist und wir nicht der Mittelpunkt des Universums sind. Nun sollen sie in den folgenden Stunden selbst erfahren, wie das System Mond – Erde – Sonne funktioniert. In der heutigen Stunde geht es um das Zustandekommen der Mondphasen und warum wir nicht jeden Monat eine Mondfinsternis haben.
Inhaltsverzeichnis
- Lerngruppenbeschreibung
- Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit
- Didaktisch-methodische Analyse nach Klafki
- Lernziele
- Verlaufsplan der Stunde
- Anhang
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Unterrichtsentwurf zielt darauf ab, den Schülerinnen und Schülern das Zustandekommen der Mondphasen zu erklären und zu verdeutlichen, warum es nicht jeden Monat eine Mondfinsternis gibt. Der Fokus liegt auf dem Verständnis des Zusammenspiels von Sonne, Erde und Mond sowie der Entstehung von Licht und Schatten.
- Die Mondphasen und ihre Entstehung
- Das System Sonne-Erde-Mond
- Licht und Schatten im Zusammenhang mit den Mondphasen
- Die Bedeutung der Mondphasen für den Menschen
- Der Einfluss der Sonne auf die Mondphasen
Zusammenfassung der Kapitel
Der erste Abschnitt des Unterrichtsentwurfs beschäftigt sich mit der Lerngruppenbeschreibung. Da es sich um eine fiktive Stunde handelt, ist die Beschreibung kurz gehalten und bezieht sich auf eine heterogene Klasse des 7. Jahrgangs an einem Gymnasium. Der zweite Abschnitt ordnet die Stunde in ein fächerübergreifendes Projekt zur Astronomie ein, das sich über sechs Wochen erstreckt. Die Schülerinnen und Schüler haben bereits Grundkenntnisse der Sternenkunde und beschäftigen sich in dieser Stunde mit dem Mond und seinen Phasen. Der dritte Abschnitt analysiert die Stunde nach den didaktischen Leitfragen von Wolfgang Klafki, wobei der Schwerpunkt auf der Gegenwartsbedeutung und der Zukunftsbedeutung der Mondphasen liegt. Der vierte Abschnitt definiert die Lernziele der Stunde, die sich auf das Verständnis der Mondphasen und des Systems Sonne-Erde-Mond konzentrieren. Der fünfte Abschnitt beschreibt den Ablaufplan der Stunde, der einen Schülerexperiment mit einem Tennisball als Mond beinhaltet. Der sechste Abschnitt enthält den Anhang des Unterrichtsentwurfs.
Schlüsselwörter
Mondphasen, Sonne, Erde, Licht, Schatten, System Sonne-Erde-Mond, Astronomie, Sternenkunde, Schülerexperiment, Unterrichtsentwurf, didaktische Analyse, Gegenwartsbedeutung, Zukunftsbedeutung.
Häufig gestellte Fragen
Wie entstehen die verschiedenen Mondphasen?
Mondphasen entstehen durch die unterschiedlichen Positionen von Mond, Erde und Sonne. Je nachdem, wie viel der von der Sonne beleuchteten Mondhälfte wir von der Erde aus sehen, erscheint der Mond als Sichel, Halb- oder Vollmond.
Warum haben wir nicht jeden Monat eine Mondfinsternis?
Weil die Mondbahn um etwa 5 Grad gegenüber der Erdbahn (Ekliptik) geneigt ist. Meist zieht der Mond oberhalb oder unterhalb des Erdschattens vorbei.
Was ist "genetisches Lernen" im Astronomieunterricht?
Beim genetischen Lernen entdecken Schüler physikalische Gesetze selbst, indem sie Phänomene beobachten und durch Experimente (z. B. mit einem Tennisball-Modell) eigene Erklärungen entwickeln.
Welche Rolle spielt Licht und Schatten bei den Mondphasen?
Die Mondphasen sind im Grunde die Beobachtung des Schattens, den der Mond auf sich selbst wirft, da er nur von einer Seite von der Sonne beleuchtet wird.
Warum ist Astronomie ein fächerübergreifendes Thema?
Astronomie verbindet physikalische Gesetze (Optik, Mechanik) mit geografischen Aspekten (Orientierung, Erdbahn) und bietet so einen ganzheitlichen Blick auf unsere Welt.
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- Katrin Blatt (Author), 2009, Unterrichtsstunde: Die Mondphasen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150809