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Die Flucht der Nonnen aus dem Kloster Nimbschen

Das Ereignis und seine publizistische Verarbeitung in Luthers "Ursach und Antwort, daß Jungfrauen Klöster göttlich verlassen mögen" (1523)

Title: Die Flucht der Nonnen aus dem Kloster Nimbschen

Term Paper (Advanced seminar) , 2023 , 40 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Aylin Sayin (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Summary Excerpt Details

Die Hauptseminararbeit zum Thema ‚Die Flucht der Nonnen aus dem Kloster Nimbschen: Das Ereignis und seine publizistische Verarbeitung in Luthers „Ursach und Antwort, daß Jungfrauen Klöster göttlich verlassen mögen“ (1523)‘ wird sich zuerst der historischen Kontextualisierung widmen, um das Ereignis der Flucht und die Quelle in die damaligen Strukturen, Prozesse, Ereignisse und Gedankenwelten einzubetten. Danach wird versucht das Ereignis der Flucht der Nonnen aus dem Kloster Nimbschen zu rekonstruieren. Im nächsten Schritt wird die publizistische Verarbeitung dieses Ereignisses anhand der Quelle „Ursach und Antwort, daß Jungfrauen Klöster göttlich verlassen mögen“ von Martin Luther erschlossen und durch die formale und inhaltliche Quellenkritik analysiert. Bei der formalen Quellenkritik wird die Quelle zunächst nach äußeren Gesichtspunkten untersucht, woraufhin die inhaltliche Quellenkritik mit der Untersuchung von qualitativen Gesichtspunkten dieses Kapitel abschließt. Diese genannten Arbeitsschritte haben das Ziel eine Analyse der Quelle und des Ereignisses zu ermöglichen und die Frage zu beantworten, inwiefern die Quelle das Ereignis darstellt. Im letzten Kapitel werden die Ergebnisse der Untersuchung zusammenfassend dargestellt und es wird ein Ausblick gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Kontextualisierung

3. Das Ereignis: Die Flucht der Nonnen aus dem Kloster Nimbschen

3.1. Allgemeine Informationen zum Kloster Nimbschen

3.2. Theorien zur Verbreitung der reformatorischen Informationen im Kloster

3.3. Reformatorische Paradigmenwechsel in Bezug auf das klösterliche Leben

3.4. Geschlechterspezifisch erschwerter Klosteraustritt für Frauen

3.5. Fluchtablauf

4. Die Quelle: „Ursach und Antwort, daß Jungfrauen Klöster göttlich verlassen mögen“ (1523)

4.1. Formale Quellenkritik

4.2. Inhaltliche Quellenkritik

4.2.1. Tendenzkritik

4.2.2. Intention

5. Publizistische Verarbeitung der Flucht in Luthers „Ursach und Antwort, daß Jungfrauen Klöster göttlich verlassen mögen“

5.1. Publizistische Verarbeitung des Ereignisses ‚Flucht der Nonnen aus dem Kloster Nimbschen‘ in der Quelle

5.2. Vergleich der Darstellung des Ereignisses in der Quelle und dem historischen Ereignis

6. Zusammenfassung und Ausblick

6.1. Zusammenfassung

6.2. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Flucht von Nonnen aus dem Kloster Nimbschen im Jahr 1523 und analysiert, wie dieses Ereignis durch Martin Luthers publizistische Schrift „Ursach und Antwort, daß Jungfrauen Klöster göttlich verlassen mögen“ verarbeitet und theologisch legitimiert wurde.

  • Historische Einbettung des Klosteraustritts in die frühe Reformationsbewegung.
  • Rekonstruktion des Ereignisses und der Fluchtumstände der Nonnen.
  • Formale und inhaltliche Quellenkritik der Flugschrift Martin Luthers.
  • Untersuchung der publizistischen Intention und theologischen Argumentation Luthers.
  • Vergleich zwischen der Darstellung in der Quelle und den historischen Fakten.

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Tendenzkritik

Da meines Erachtens nach die Syntaktik und Semantik sehr stark die Textpragmatik beeinflusst und das Wechselspiel der drei Kategorien sehr hoch ist, werde ich nicht die drei Kategorien einzeln analysieren, sondern die Quelle chronologisch untersuchen.

Der Brief Luthers beginnt mit der Adressierung an Leonhard Koppe, welcher mit positiven Adjektiven, wie sursichtigen, weyszen, besondern, beschrieben wird (WA 11, 394, 1f.). Darüber hinaus benutzt Luther auch das Pronomen meynem (WA 11, 394, 2), um das enge Verhältnis zwischen ihm und Leonhard Koppe sowie seine Wertschätzung ihm gegenüber zu Beginn aufzuzeigen.

Der erste Sinnabschnitt (WA 11, 394, 4-15) enthält viele Wörter aus dem biblischen Wortfeld, wie Gott, Prophet, heyl, Konige, Pharao, Mose, Kinder Israel, gotloszen, verkundigt (WA 11, 394, 4-15). Außerdem werden drei Bibelstellen genannt und zwei von ihnen wörtlich zitiert (vlg. WA 11, 394, 6; 12; 14), was den theologisch-biblischen Gehalt des Einstieges verdeutlicht. In der ersten Zeile wird das Adjektiv freylich benutzt, um zu verdeutlichen, dass die Adressat*innen mit Luthers nachgestellter Erläuterung einer Meinung sein sollten und diese Erkenntnis anscheinend offensichtlich sei. Es folgen keine weiteren Adjektive in diesem Sinnabschnitt, sodass der Abschnitt recht objektiv erscheint, was jedoch durch das freylich zu Beginn revidiert wird. Inhaltlich ist der Abschnitt als ein biblisch-theologisches Vorwort zu werten, welches den Brief eröffnet und ohne Kontexterläuterungen beginnt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema ein, skizziert die methodische Vorgehensweise durch Quellenkritik und nennt die Zielsetzung der Untersuchung.

2. Historische Kontextualisierung: Hier wird das Ereignis der Flucht in den breiteren zeitgeschichtlichen Rahmen der Reformation und Luthers Biographie eingeordnet.

3. Das Ereignis: Die Flucht der Nonnen aus dem Kloster Nimbschen: Die Hintergründe des Klosters, die Ausbreitung reformatorischer Ideen und die spezifischen Umstände der Flucht werden rekonstruiert.

4. Die Quelle: „Ursach und Antwort, daß Jungfrauen Klöster göttlich verlassen mögen“ (1523): Das Kapitel widmet sich der formalen wissenschaftlichen Analyse der Quelle hinsichtlich ihrer Echtheit, Entstehung und Intention.

5. Publizistische Verarbeitung der Flucht in Luthers „Ursach und Antwort, daß Jungfrauen Klöster göttlich verlassen mögen“: Hier wird die spezifische publizistische Strategie Luthers untersucht und ein Abgleich mit dem historischen Geschehen vorgenommen.

6. Zusammenfassung und Ausblick: Die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit werden resümiert und die Bedeutung des Ereignisses für die spätere publizistische Auseinandersetzung um Frauenklöster diskutiert.

Schlüsselwörter

Reformation, Klosterleben, Nimbschen, Martin Luther, Nonnenflucht, Quellenkritik, Flugschrift, Kloster, Theologie, Gelübde, Frauenbild, Publizistik, Rechtfertigungslehre, klösterlicher Ausstieg, Leonhard Koppe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Flucht mehrerer Nonnen aus dem Kloster Nimbschen im Jahr 1523 und analysiert die Funktion von Martin Luthers Flugschrift „Ursach und Antwort, daß Jungfrauen Klöster göttlich verlassen mögen“ als publizistisches Instrument zur Unterstützung dieses Austritts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die historische Einordnung der Reformation, die Analyse der Lebensrealität in Frauenklöstern, die mediale Wirkung reformatorischer Schriften und der Vergleich von zeitgenössischer Dokumentation mit historischen Abläufen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die publizistische Verarbeitung des Fluchtereignisses durch Luther zu durchdringen, um zu verstehen, wie theologische Argumentation genutzt wurde, um ein konkretes Ereignis öffentlich zu legitimieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig die historische Quellenkritik, unterteilt in formale und inhaltliche Aspekte (Tendenzkritik, Semantik, Syntaktik und Pragmatik).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Kontextualisierung, die Rekonstruktion des Fluchtereignisses sowie eine eingehende Analyse der Lutherschrift, inklusive der argumentativen Struktur und der darin enthaltenen rhetorischen Mittel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Reformation, Nimbschen, Klosterleben, Theologie und Publizistik geprägt.

Wird die aktive Beteiligung Luthers an der Flucht eindeutig belegt?

Die Autorin stellt fest, dass sich eine direkte Kontaktaufnahme Luthers zu den Nonnen vor der Flucht nicht zweifelsfrei historisch belegen lässt, obwohl Luther die Verantwortung für die Tat in seinem Brief rhetorisch auf sich nimmt.

Welche Rolle spielten die Familien der Nonnen im Kontext der Flucht?

Die Familien fungierten als erste Anlaufstelle für Hilfe, wobei viele der geflohenen Frauen, in Anbetracht der Oblationspraxis und finanzieller Interessen, auf Ablehnung stießen, was zur Zwangslage der Frauen beitrug.

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Details

Title
Die Flucht der Nonnen aus dem Kloster Nimbschen
Subtitle
Das Ereignis und seine publizistische Verarbeitung in Luthers "Ursach und Antwort, daß Jungfrauen Klöster göttlich verlassen mögen" (1523)
College
University of Göttingen  (Theologische Fakultät)
Grade
2,0
Author
Aylin Sayin (Author)
Publication Year
2023
Pages
40
Catalog Number
V1508381
ISBN (PDF)
9783389074251
ISBN (Book)
9783389074268
Language
German
Tags
Reformation Nonnen Kloster Kloster Nimbschen Martin Luther Flucht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Aylin Sayin (Author), 2023, Die Flucht der Nonnen aus dem Kloster Nimbschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1508381
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