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Ziele, Mittel und Träger der Wettbewerbspolitik

Title: Ziele, Mittel und Träger der Wettbewerbspolitik

Term Paper , 2022 , 14 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: André Nähle (Author)

Business economics - Economic Policy
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Die Wettbewerbspolitik spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht Verbraucher zu schützen und einen fairen Wettbewerb auf den gegebenen Märkten zu garantieren. Diese Ausarbeitung befasst sich daher zunächst mit den theoretischen Grundlagen der Wettbewerbspolitik, bei der die Ziele, Mittel sowie Träger dieser speziellen Wirtschaftspolitik herausgearbeitet werden. Anhand eines Praxisfalls soll abschließend verdeutlicht werden, wie die theoretischen Grundlagen bei einem geplanten Zusammenschluss zweier Unternehmen angewandt wurden, welche Behörde in diesem Fall die Fusionskontrolle übernahm und welches Resultat sich daraus ergab.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ziele der Wettbewerbspolitik

2.1. vollständiger Wettbewerb

2.2. funktionsfähiger Wettbewerb

2.3. bestreitbare Märkte

2.4. freiheitlicher Wettbewerb

3. Mittel der Wettbewerbspolitik

3.1. Kartellpolitik

3.2. Fusionspolitik

3.3. Missbrauchsaufsicht bei Marktbeherrschung

4. Träger der Wettbewerbspolitik

4.1. Nationale Ebene

4.2. Europäische Ebene

4.3. Internationale Ebene

5. Praxisfall

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich den theoretischen Grundlagen der Wettbewerbspolitik sowie der Analyse der verschiedenen Mittel und Träger, die zur Sicherung eines fairen Wettbewerbs beitragen. Anhand eines konkreten Praxisbeispiels wird zudem untersucht, wie Wettbewerbsbehörden bei Unternehmenszusammenschlüssen agieren und welche Rolle politische Entscheidungsgremien in Ausnahmefällen spielen.

  • Theoretische Leitbilder der Wettbewerbspolitik
  • Kategorisierung wettbewerbspolitischer Instrumente
  • Institutionen und Träger des Wettbewerbsschutzes
  • Fusionskontrolle als Instrument der Marktregulierung
  • Die Rolle der Ministererlaubnis in der Praxis

Auszug aus dem Buch

3.1. Kartellpolitik

Kartelle werden durch illegale Absprachen bzw. geschlossene Kontrakte zwischen Unternehmen ausgezeichnet, welche die Produktionsmenge oder Angebotspreise gewisser Produkte beinhalten können (Scheufen, 2018, S. 164). Sofern die Märkte nicht reguliert werden, besteht das Risiko von Kartellbildungen, um eine größere Marktmacht der einzelnen Markteilnehmer zu erlangen und schlussendlich eine Gewinnmaximierung herbeizuführen (Woeckener, 2014, S. 77). Um dieses Wettbewerbsverhalten der Markteilnehmer kontrollieren zu können, müssen sich diese rechtlichen Bestimmungen unterwerfen. Nach dem deutschen Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) und dem europäischen Wettbewerbsrecht ist eine Kartellbildung grundsätzlich verboten. So beinhaltet beispielsweise der § 1 des GWB folgendes: „Vereinbarungen zwischen Unternehmen, Beschlüsse von Unternehmensvereinigungen und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen, die eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken, sind verboten.“ Jedoch enthalten sowohl das GWB als auch das europäische Wettbewerbsrecht einige Ausnahmetatbestände, welche in den §§ 2 und 3 GWB als auch im Art. 101 Abs. 3 AEUV wiederfinden. Dies gilt insbesondere für Vereinbarungen, Vereinigungen und abgestimmte Verhaltensweisen zwischen Unternehmen, die unter angemessener Beteiligung der Verbraucher an dem entstehenden Gewinn zur Verbesserung der Warenerzeugung oder -verteilung oder zur Förderung des technischen oder wirtschaftlichen Fortschritts beitragen. Solche Ausnahmegenehmigungen erfordern die Einbeziehung der zuständigen Kartellbehörden, welche die Kontrolle des Kartellverbots übernimmt und nachgewiesene Verstöße gegebenenfalls mit Bußgeld ahndet. Für die Überwachung bezüglich der Einhaltung der vom GWB vorgegebenen Bestimmungen und somit der Schutz des Wettbewerbes ist in Deutschland das Bundeskartellamt zuständig (Bundeskartellamt, 2022a). In der Realität sind illegale Absprachen zwischen Unternehmen jedoch sehr schwer nachzuweisen, da gerade in Oligopolen ein einheitliches Verhalten nicht ungewöhnlich ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Rolle der Wettbewerbspolitik zum Schutz der Verbraucher und stellt den Aufbau der Arbeit vom theoretischen Rahmen bis hin zur Anwendung an einem Praxisbeispiel dar.

2. Ziele der Wettbewerbspolitik: Dieses Kapitel erläutert ordnungspolitische Ziele innerhalb der Marktwirtschaft und stellt verschiedene Konzeptionen wie den vollständigen, funktionsfähigen, bestreitbaren und freiheitlichen Wettbewerb gegenüber.

3. Mittel der Wettbewerbspolitik: Der Abschnitt detailliert die Instrumente der Kartellpolitik, der Fusionskontrolle sowie der Missbrauchsaufsicht, die zur Unterbindung von Machtmissbrauch eingesetzt werden.

4. Träger der Wettbewerbspolitik: Hier werden die zuständigen Institutionen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene identifiziert, die für die Einhaltung und Durchsetzung ordnungspolitischer Rahmenbedingungen sorgen.

5. Praxisfall: Anhand des Fusionsvorhabens von Miba AG und Zollern GmbH & Co. KG wird die praktische Anwendung der Fusionskontrolle und die Rolle der Ministererlaubnis aufgezeigt.

6. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass die proaktive Kontrolle von Marktmacht durch staatliche Institutionen zur Aufrechterhaltung des Wettbewerbs essenziell ist und begründet den ausnahmsweisen Einsatz politischer Erlaubnisse.

Schlüsselwörter

Wettbewerbspolitik, Marktmacht, Kartellpolitik, Fusionskontrolle, Bundeskartellamt, GWB, Marktbeherrschung, Ordnungspolitik, Ministererlaubnis, Marktwirtschaft, Wettbewerbsbeschränkung, Wettbewerbsschutz, Europäische Kommission, Oligopol.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Ordnungsrahmen der Wettbewerbspolitik, der darauf abzielt, funktionierende Märkte zu erhalten und Machtmissbrauch durch Unternehmen zu verhindern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die verschiedenen Leitbilder des Wettbewerbs, die kartellrechtlichen Instrumente sowie die institutionelle Zuständigkeit auf nationaler und internationaler Ebene.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen des Wettbewerbsschutzes zu erläutern und deren praktische Anwendung an einem realen Fusionsbeispiel aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse zur Theorie der Wettbewerbspolitik in Kombination mit einer Fallstudienanalyse zur Anwendung der Fusionskontrolle.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Konzepte, die drei Säulen der Wettbewerbspolitik (Kartell-, Fusions- und Missbrauchsaufsicht) sowie die Aufgabenteilung zwischen verschiedenen nationalen und europäischen Institutionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Wettbewerbspolitik, Fusionskontrolle, Kartellrecht, Marktmacht und das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB).

Wie unterscheidet sich die "First-best" von der "Second-best" Lösung?

Während die First-best-Lösung auf dem Modell des vollkommenen Wettbewerbs basiert, erkennt die Second-best-Lösung (funktionsfähiger Wettbewerb) die Unvollkommenheiten des Marktes an und zielt auf ein praktikables Wettbewerbsverhalten ab.

Welche Rolle spielt die Ministererlaubnis im beschriebenen Praxisbeispiel?

Die Ministererlaubnis stellt ein politisches Korrektiv dar, mit dem gesellschaftspolitische oder volkswirtschaftliche Interessen (z.B. Erhalt von Arbeitsplätzen oder Energiewende) über das strikte Fusionsverbot des Kartellamtes gestellt werden können.

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Details

Title
Ziele, Mittel und Träger der Wettbewerbspolitik
Grade
2,7
Author
André Nähle (Author)
Publication Year
2022
Pages
14
Catalog Number
V1508412
ISBN (PDF)
9783389074145
ISBN (Book)
9783389074152
Language
German
Tags
Wirtschaftspolitik Wettbewerbspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
André Nähle (Author), 2022, Ziele, Mittel und Träger der Wettbewerbspolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1508412
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