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Das Motiv der Parallelwelten in der fantastischen Erzählung "La trama celeste"

Title: Das Motiv der Parallelwelten in der fantastischen Erzählung "La trama celeste"

Academic Paper , 2024 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Niklas Richter (Author)

Literature - Romance Literature
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit untersucht die narrative Funktion solcher Parallelwelten und ihre Verknüpfung mit der Gattung der Fantastik, um aufzuzeigen, wie diese Welten unser Verständnis von Realität und Fiktion herausfordern und verändern. Das Eintauchen in fremde Realitäten, sei es durch Fiktion oder moderne Technologien wie Virtual-Reality-Brillen, bietet den Menschen die Möglichkeit, der Beschränkung ihres irdischen Daseins zu entfliehen und neue Welten zu erleben. Unternehmen wie MediaMarkt und Saturn nutzen dies, um VR-Brillen zu bewerben, die eine Flucht aus der Realität versprechen. Parallel dazu eröffnen auch literarische Werke wie Adolfo Bioy Casares' "La trama celeste" durch die Erschaffung von Parallelwelten ähnliche Erlebnisse, die den Rezipienten zur aktiven Suspension des Unglaubens einladen.

Zunächst muss sich bei Beginn dieser Arbeit die Frage gestellt werden, was die fantastische Literatur ausmacht und wie diese zu Stande kam. Fantastik hat, wie bereits angedeutet, ihre Wurzeln in der Fiktion, der „kreative[n] Schaffung einer Symbol-Welt, die nicht (ganz) den ‚Wahrheits‘kriterien jener kognitiven und sozialen Konstruktion unterliegt, die wir ‚Realität‘ nennen“. Der Dualismus zwischen Realität und Fiktion ist somit klar, da Realität uns als die objektive Wahrheit beschrieben wird, die wir über unsere Welt innehaben und befolgen, samt Wissen über die physikalischen Gesetze unseres Universums.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Adolfo Bioy Casares und die Fantastik

3. Das Narrativ der Parallelwelten

4. La trama celeste

4.1. Inhaltsangabe

4.2. Instanzen von Parallelwelten und ihre Bedeutung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Motiv der Parallelwelten in Adolfo Bioy Casares' Erzählung "La trama celeste", um deren narrative Funktionen und Implikationen für die Charakterentwicklung der Figuren sowie die Konstruktion fantastischer Realitäten zu analysieren. Dabei steht insbesondere die Frage im Fokus, inwiefern die Struktur der Parallelwelten als metaphorische Brücke für die menschliche Existenz und Selbsterkenntnis dienen kann und wie diese mit gängigen Konzeptionen der Gattung Fantastik korrespondieren.

  • Analyse fantastischer Literatur und ihrer Abgrenzung zur Realität bzw. Virtualität.
  • Untersuchung des Narrativs der Parallelwelten und des Konzepts der Sekundärwelten.
  • Interpretation von "La trama celeste" hinsichtlich epischer und charakterlicher Tiefe.
  • Die Rolle des Doppelgängers (el doble) und der Reise als Motive der Selbsterkenntnis.
  • Reflektion über historische Wechselwirkungen und spekulative Weltenentwürfe.

Auszug aus dem Buch

4.2. Instanzen von Parallelwelten und ihre Bedeutung

Ein Aspekt der Parallelwelten in La trama celeste beschäftigt sich mit Wechselwirkungen von Veränderungen in Zeit und Raum und deren Einflüsse auf die agierenden Charaktere. Durch die Freiheit der Fantastik wird es erlaubt, historische Gegebenheiten zu modifizieren und damit spekulativ ihre Auswirkungen zu untersuchen. Bioy Casares nutzt diese Nische, um darüber beispielsweise zu philosophieren, welchen Einfluss das hypothetische Überstehen des karthagischen Reiches gegenüber den römischen Mächten zu heutiger Zeit gehabt hätte:

Morris da en su relato algunas características diferenciales del mundo que visitó. Allí, por ejemplo, falta el País de Gales: las calles con nombre galés no existen en ese Buenos Aires: Bynnon se convierte en Márquez, y Morris, por laberintos de la noche y de su propia ofuscación, busca en vano el pasajo Owen . . . Yo, y Viera, y Kramer, y Margaride, y Faverio, existimos allí porque nuestro origen no es galés; el general Huet y el mismo Ireneo Morris, ambos de ascendencia galesa, no existen (él penetró por accidente). El Carlos Alberto Servian de allá, en su carta, escribe entre comillas la palabra “Owen” porque le parece extraña; por la misma razón, los oficiales rieron cuando Morris declaró su nombre (Bioy Casares, o.D., S. 95f.).

Gäbe es dann trotzdem walisische Einflüsse in Buenos Aires aufgrund von fehlenden Migrationsströmungen? Welche kolonialen Einflüsse würden den kulturellen Raum von Buenos Aires prägen? Da Morris walisischer Herkunft ist, würde seine Existenz in einer Welt, in der er aufgrund von historischer Geopolitik nicht existieren dürfte, eine Anomalie der Realität entstehen lassen. Bioy Casares Nuance, dass die Weltgeschichte der Vergangenheit in einer Art Gleichgewicht steht, und bei der Inexistenz einer bedeutenden Macht eine andere diese Lücke füllen muss, verweist auf genau diese Wechselwirkungen historischer Ereignisse.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erörtert die menschliche Faszination für alternative Realitäten und führt das Werk "La trama celeste" von Adolfo Bioy Casares als zentralen Untersuchungsgegenstand ein.

2. Adolfo Bioy Casares und die Fantastik: Dieses Kapitel definiert die fantastische Literatur, grenzt sie von der Fiktion und Virtualität ab und beleuchtet Bioy Casares' Rolle in der argentinischen Fantastik.

3. Das Narrativ der Parallelwelten: Das Kapitel analysiert theoretisch das Konzept der Parallelwelten und Sekundärwelten sowie deren Funktion innerhalb narrativer Strukturen.

4. La trama celeste: Dieser Hauptteil bietet eine Inhaltsangabe sowie eine tiefgehende Interpretation der Parallelwelten und ihrer Bedeutung für die Protagonisten.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und reflektiert die narrative Komplexität sowie die motivische Bedeutung von Parallelwelten in Bioy Casares' Wirken.

Schlüsselwörter

Adolfo Bioy Casares, La trama celeste, Fantastik, Parallelwelten, Sekundärwelten, Doppelgänger, el doble, Realitätsriss, erzählerische Identität, Selbsterkenntnis, Liminalität, argentinische Literatur, speculative Fiktion, literarischer Raum, Weltmodellierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die in der Erzählung "La trama celeste" dargestellten Parallelwelten und untersucht, wie diese als literarisches Mittel zur Darstellung menschlicher Existenz und innerer Reflexion genutzt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Gattung der Fantastik, die Theorie der Parallelwelten, die Funktion von Doppelgängern sowie die Auswirkungen spekulativer historischer oder persönlicher Veränderungen auf die Identität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, welche Implikationen Parallelwelten in einer fiktiven Erzählwelt haben und wie unterschiedliche narrative Funktionen die Perspektive auf das Geschehen grundlegend verändern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Analyse, die theoretische Konzepte der Fantastik (u.a. nach Todorov und Ruthner) auf den spezifischen Text ("La trama celeste") anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung der Fantastik und Parallelwelten sowie eine konkrete inhaltliche und interpretative Analyse des Werkes, insbesondere im Hinblick auf Charakterentwicklungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören "Fantastik", "Parallelwelten", "Doppelgänger", "Identität" und der Name "Bioy Casares".

Welche Rolle spielt die Figur des Dr. Servian in diesem Kontext?

Servian dient als prominentes Beispiel für die Charakterentwicklung, da sich durch die Konfrontation mit seinen verschiedenen Versionen aus unterschiedlichen Parallelwelten sein wandelndes Selbstbild und seine Motive verdeutlichen.

Wie unterscheidet sich die "dritte Welt" von den anderen in der Erzählung?

Die dritte Welt fungiert als Ausgangspunkt der Handlung, in der ein nachdenklicher, eher egoistischer Servian existiert, der durch die Begegnung mit seiner eigenen alternativen Existenz in anderen Welten vor existenzielle Fragen gestellt wird.

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Details

Title
Das Motiv der Parallelwelten in der fantastischen Erzählung "La trama celeste"
College
University of Potsdam  (Institut für Romanistik)
Course
Lateinamerikanische Kurzerzählungen/Cuentos de América latina: el siglo XX
Grade
1,0
Author
Niklas Richter (Author)
Publication Year
2024
Pages
18
Catalog Number
V1508789
ISBN (PDF)
9783389079461
ISBN (Book)
9783389079478
Language
German
Tags
La trama celeste Fantastik phanstastische Fiktion Fantasy Bioy Casares Lateinamerikanische Kurzerzählungen Parallelwelten Mundos paralelos
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Niklas Richter (Author), 2024, Das Motiv der Parallelwelten in der fantastischen Erzählung "La trama celeste", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1508789
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