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Komparierbarkeit und Nicht-Komparierbarkeit von Adjektiven

Title: Komparierbarkeit und Nicht-Komparierbarkeit von Adjektiven

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 10 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Franziska Möhwald (Author)

German Studies - Linguistics
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Adjektive sind in ihrer semantischen und syntaktischen Bedeutung für den Sprachgebrauch unerlässlich. Sie machen aus einem Sonntagmorgen, den sonnigsten Tagesbeginn seit langem und aus einem Essen, ein schmackhafteres Erlebnis.
Im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen die genannten Graduierungen der Adjektive, die in der Sprachwissenschaft als Komparation bezeichnet werden. Dabei soll den Fragen nachgegangen werden, was man unter Komparation versteht, welche Stufen es gibt, wie sie gebildet und verwendet werden und welche Ausnahmen und Besonderheiten zu beachten sind?
Im Besonderen sollen die morphologischen Prozesse, die bei der Komparation eine Rolle spielen in den Blick genommen werden. Die Ergebnisse sollen dann zu einem Überblick über die Komparation und Nicht-Komparation von Adjektiven zusammengefasst werden.
Als Grundlage dienen die Überblicksdarstellungen zur deutschen Grammatik von Peter Eisenberg, Elke, Hentschel/Harald Weydt , Walter Flämig und Gerhard Helbig /Joachim Bucha . Dazu zählt auch die Ausgabe zur Grammatik des Dudenverlages. Als weiterführende Literatur zur Morphologie dienten die Monographien von Elke Hentschel/Petra Vogel und Franz Simmler. Den einleitenden Bemerkungen zur Fragestellung, thematischer Eingrenzung, zum Forschungsstand und der Vorgehensweise folgt eine Definition des Begriffs Komparation. Es soll dabei geklärt werden, was unter Komparation zu verstehen ist und welchen Stufen der Komparation man unterscheidet. In Ansätzen wird die Forschungsdiskussion zur Zuordnung der Komparation zur Flexion oder Wortbildung wiedergegeben.
In Kapitel 3 werden dann die einzelnen Komparationsstufen hinsichtlich ihrer Bildung und Verwendung untersucht. Das Kapitel 4 befasst sich mit den Ausnahmen und Besonderheiten der Komparativbildung. Dort bilden die Suppletivformen und die nicht-komparierbaren Adjektive den Mittelpunkt der Betrachtung. Die Schlussbetrachtung dient der Zusammenfassung der Ergebnisse und dem Bezug auf die Fragestellung des ersten Kapitels.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1. Fragestellung und thematische Eingrenzung

1.2. Forschungsstand

1.3. Vorgehensweise

2. Komparation

3. Die Komparationsstufen

3.1. Positiv

3.2. Komparativ

3.2.1. Bildung der Komparativform

3.2.2. Verwendung des Komparativ

3.3. Der Superlativ

3.3.1. Bildung des Superlativ

3.3.2. Verwendung des Superlativ

4. Ausnahmen und Besonderheiten

4.1. Die Suppletivformen

4.2. Nicht-komparierbare Adjekive

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die morphologischen Prozesse und grammatikalischen Regeln der Komparation von Adjektiven im Deutschen, um ein umfassendes Verständnis für deren Bildung und Verwendung zu entwickeln.

  • Definition und wissenschaftliche Einordnung der Komparation
  • Differenzierung der Komparationsstufen: Positiv, Komparativ und Superlativ
  • Morphologische Verfahren: Suffixe, Umlautänderungen und Suppletion
  • Syntaktische Funktionen und Verwendungskontexte der gesteigerten Adjektivformen
  • Abgrenzung von nicht-komparierbaren Adjektiven

Auszug aus dem Buch

3.2. Komparativ

Die Bildung der Komparativform erfolgt durch das Anhängen des Suffixes –er an den Positiv. schön, schöner; dick, dicker; fleißig, fleißiger

Bei Adjektiven auf -er, -el, -e und -en fällt bei der Komparation mit Hilfe des Suffix –er im Komparativ (und Superlativ) oftmals ein unbetontes e (e-Tilgung am Basismorphem) weg. dunkel, dunkler; trocken, trockner; eitel, eitler; müde, müder

Hängt man an diese Komparativformen aber noch weitere Flexionssuffixe an, tritt bei verschiedenen Wörtern das Basismorphem in seiner Grundstruktur wieder auf. trockner, das trock(e)nere Handtuch

Neben der regelmäßigen Bildung des Komparativs durch das Anhängen des Suffix –er kommt es bei manchen Wörtern auch noch zu einer Umlautänderung.

„Bei einigen einsilbigen Grundadjektiven tritt im Komparativ [...] Umlaut auf, es liegt also eine Allomorphie des Basismorphems vor.“17 alt, älter, arm, ärmer; groß, größer; klug, klüger

Daneben existieren noch weitere einsilbige Adjektive, bei denen eine Umlautänderung möglich, aber nicht bindend ist. glatt, glatter oder glätter; krumm, kummer oder krümmer

Für die anderen einsilbigen Adjektive gilt keine Umlautänderung, insbesondere für alle Adjektive auf den Stammvokal -au. rau, rauer; blau, blauer; schlau, schlauer

Alle mehrsilbigen Adjektive, ausgenommen gesund (gesunder, gesünder), bilden ebenfalls einen Komparativ (und Superlativ) ohne Umlautänderung. heiter, heitrer; sauber, sauberer

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Dieses Kapitel skizziert die Fragestellung und den Forschungsstand zur Komparation von Adjektiven im Deutschen und legt die methodische Vorgehensweise fest.

2. Komparation: Hier wird der Begriff der Komparation als Steigerung von Adjektiven definiert und die wissenschaftliche Debatte über die Zuordnung zu Flexion oder Wortbildung beleuchtet.

3. Die Komparationsstufen: Dieses Hauptkapitel detailliert die Bildung und Verwendung der drei Stufen Positiv, Komparativ und Superlativ inklusive morphologischer Besonderheiten.

4. Ausnahmen und Besonderheiten: Das Kapitel behandelt unregelmäßige Bildungsformen wie die Suppletivformen sowie Adjektive, die aufgrund ihrer Bedeutung keine Steigerung zulassen.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet die Komparation in den Kontext der morphologischen Prozesse ein.

Schlüsselwörter

Komparation, Adjektive, Komparativ, Superlativ, Positiv, Morphologie, Flexion, Wortbildung, Suppletivformen, Graduierung, Basismorphem, Umlautänderung, Sprachgebrauch, Grammatik, Steigerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Untersuchung der Adjektivsteigerung (Komparation) im Deutschen unter besonderer Berücksichtigung morphologischer und syntaktischer Aspekte.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Schwerpunkten zählen die Bildung der drei Komparationsstufen, der Einsatz von Suffixen und Umlauten sowie die Identifikation von Ausnahmen bei unregelmäßigen Adjektiven.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Im Zentrum steht die Klärung, was unter Komparation zu verstehen ist, wie diese Stufen gebildet werden und welche morphologischen Prozesse dabei eine Rolle spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine linguistische Analyse auf Basis etablierter Überblicksdarstellungen zur deutschen Grammatik und einschlägiger morphologischer Fachliteratur durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Bildung und Verwendung von Positiv, Komparativ und Superlativ sowie die Sonderfälle der Suppletion und nicht-komparierbarer Adjektive.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Komparation, Morphologie, Adjektiv, Komparativ, Superlativ, Suppletivformen und Flexion.

Wie unterscheidet sich die Bildung des Komparativs bei mehrsilbigen Adjektiven?

Mehrsilbige Adjektive bilden den Komparativ in der Regel ohne Umlautänderung, wobei das Suffix -er angehängt wird.

Was sind Suppletivformen?

Suppletivformen sind unregelmäßige Steigerungsformen (wie gut, besser, best), bei denen sich der Stamm des Adjektivs bei der Komparation stark verändert.

Wann ist eine Komparation von Adjektiven ausgeschlossen?

Adjektive, die bereits ein absolutes Maß (wie maximal) oder einen nicht graduierbaren Zustand ausdrücken, besitzen keine Steigerungsformen.

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Details

Title
Komparierbarkeit und Nicht-Komparierbarkeit von Adjektiven
College
University of Leipzig  (Institut für Germanistik)
Course
Morphologie und Wortbildung
Grade
2,0
Author
Franziska Möhwald (Author)
Publication Year
2010
Pages
10
Catalog Number
V150903
ISBN (eBook)
9783640622467
ISBN (Book)
9783640621996
Language
German
Tags
Sprachwissenschaft Komparation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Möhwald (Author), 2010, Komparierbarkeit und Nicht-Komparierbarkeit von Adjektiven, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150903
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