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Die Entwicklung der regulatorischen Anforderungen an die Abschlussprüfung im Zuge des Wirecard-Bilanzskandals

Eine Analyse

Titel: Die Entwicklung der regulatorischen Anforderungen an die Abschlussprüfung im Zuge des Wirecard-Bilanzskandals

Hausarbeit , 2024 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: E. Pressner (Autor:in)

BWL - Revision, Prüfungswesen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Thema, wie sich der Wirecard-Bilanzskandal durch neue EU-Verordnungen auf die Regulatorik von Wirtschaftsprüfern in Deutschland ausgewirkt hat.
Dabei wird nicht der Wirecard-Bilanzskandal als solches analysiert oder die Gründe für diesen betrachtet.
Diese Arbeit bietet einen einführenden Einblick in die Historie und Auswirkungen der gesetzlichen Änderungen, wie unter anderem das FISG oder das AReg.

Die Welt-Wirtschaftsgeschichte ist geprägt von verschiedenen Bilanzskandalen, die sowohl einen erheblichen finanziellen Schaden anrichteten, aber auch das Vertrauen in die verantwortlichen Wirtschaftsprüfer schwächten.
Nach Enron (2001), Worldcom (2002), Steinhoff (2017) und weiteren, kam es im Juni 2020 zu dem wohl schwerwiegendsten Bilanzskandal der deutschen Wirtschaftsgeschichte.

Am 25.06.2020 legte, das damals aufsteigende und am Dax30 notierte, FinTech-Unternehmen „Wirecard AG“ einen Insolvenzantrag bei dem Amtsgericht München ein und sorgte für einen rasanten Fall der Aktie. Die Öffentlichkeit, ehemalige Anleger und die Bundesregierung sehen eine massive Mitschuld bei dem testierenden Wirtschaftsprüfer, Ernst & Young.
Der Skandal und die damit vermeintlich einhergehenden Straftaten sind bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieser Arbeit nicht vollständig geklärt oder aufbereitet. Das Verfahren ist seit dem 08.12.2022 anhängig.

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Reaktion der Bundesregierung in Form des Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz (FISG) im Hinblick auf die regulatorische Anforderung an Wirtschaftsprüfer einführend zu analysieren und wichtige Punkte hervorzuheben. Um eine Grundlage zu bieten, wird zunächst der Fall Wirecard einführend erläutert und dann auf die allgemeine Rolle des Wirtschaftsprüfers in unserer modernen Wirtschaft eingegangen.

Anschließend werden die, mit dem Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz (FISG) einhergehenden, regulatorischen Änderungen eingeordnet und mit der Gesetzeslage vor dem FISG verglichen. Hierbei wird auf die Änderungen hinsichtlich der externen Rotation, Trennung der Prüfung und Beratung sowie der zivilrechtlichen Haftung des Wirtschaftsprüfers eingegangen.
Nach diesem Teil folgt ein kurzes Fazit, um die gewonnen Erkenntnisse in kurzer Form darzustellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Eine Einführung in den Wirecard-Bilanzskandal

3 Die Rolle der Wirtschaftsprüfer / Einordnung als IPE und non IPE

4 Überblick über regulatorische Änderungen durch das FISG

4.1 Externe Rotation

4.1.1 Vor- und Nachteile externer Rotation

4.1.2 Entwicklung regulatorischer Anforderungen

4.2 Trennung von Prüfungs- und Beratungstätigkeiten

4.2.1 Vor- und Nachteile gleichzeitiger Beratung

4.2.2 Entwicklung regulatorischer Anforderungen

4.3 Einfluss des FISG auf die Zivilrechtliche Haftung des Wirtschaftsprüfers

5 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert die regulatorischen Anpassungen in der Abschlussprüfung, die als direkte Reaktion auf den Wirecard-Bilanzskandal durch das Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz (FISG) eingeführt wurden, um das Vertrauen in den deutschen Finanzmarkt nachhaltig zu stärken.

  • Analyse des Wirecard-Skandals als Auslöser für gesetzgeberische Maßnahmen.
  • Untersuchung der Anforderungen an die externe Rotation von Wirtschaftsprüfern.
  • Bewertung der Trennung von Prüfungs- und Beratungsleistungen.
  • Evaluierung der verschärften zivilrechtlichen Haftung für Abschlussprüfer.
  • Diskussion der Auswirkungen des FISG auf die Prüfungsqualität und Marktmoral.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Vor- und Nachteile externer Rotation

Bei der Beurteilung der Auswirkungen einer externen Pflichtrotation kann man zwischen den Komponenten der Urteilsfähigkeit und Urteilsfreiheit unterscheiden.

Ein Argument gegen die externe Rotation lässt sich in den hohen Einarbeitungsaufwand und damit dem Verlust des Know-hows des Wirtschaftsprüfers sehen. In der Einarbeitungsphase, der sogenannten Erstprüfung, ist der Wirtschaftsprüfer damit beschäftigt das Unternehmen, die Unternehmensprozesse, die äußeren Einflüsse und Ähnliches zu durchleuchten und versteht diese noch nicht vollumfänglich, was zu einer geringeren Urteilsfähigkeit führt. Im Laufe der Prüfjahre kumuliert er dann Wissen und bildet Know-how, was die Prüfung effizienter werden lässt und es ihm vereinfacht Fehler zu finden oder Aussagen des Mandanten einzuordnen. Somit steigt die Urteilsfähigkeit im Laufe der Jahre.

Durch eine vorgeschriebene Rotationspflicht wird dieser, nun erfahrene, Wirtschaftsprüfer durch einen Neuen ausgetauscht, welcher an dem gleichen Ausgangspunkt wie der Vorgänger startet, und zwar einer geringen Urteilsfähigkeit. Eine Verpflichtung zur externen Rotation sorgt also aus Sicht dafür, dass kumuliertes Wissen verloren geht und eine insgesamt niedrigere Urteilsfähigkeit gefördert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung skizziert den Wirecard-Skandal und definiert das Ziel der Arbeit, die regulatorischen Antworten des Gesetzgebers zu analysieren.

2 Eine Einführung in den Wirecard-Bilanzskandal: Dieses Kapitel erläutert den Aufstieg und Fall der Wirecard AG sowie die Rolle der Abschlussprüfung im Kontext des Skandals.

3 Die Rolle der Wirtschaftsprüfer / Einordnung als IPE und non IPE: Hier werden die gesetzlichen Pflichten von Wirtschaftsprüfern und die Bedeutung ihrer Prüfungsurteile für den Gläubigerschutz dargelegt.

4 Überblick über regulatorische Änderungen durch das FISG: Das Kernkapitel untersucht die Neuerungen durch das FISG, insbesondere zur externen Rotation, zur Trennung von Leistungen und zur Haftung.

5 Fazit: Das Fazit fasst die regulatorische Entwicklung zusammen und reflektiert, ob die Maßnahmen ausreichen, um zukünftige Bilanzskandale zu verhindern.

Schlüsselwörter

Wirecard, Bilanzskandal, FISG, Abschlussprüfung, externe Rotation, Prüfungsqualität, Selbstprüfung, Haftung, Wirtschaftsprüfer, Finanzmarktintegrität, Mandatsdauer, Prüfungsleistung, Beratungsleistung, Gläubigerschutz, Jahresabschlussprüfung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Anpassung der regulatorischen Anforderungen an die Abschlussprüfung infolge des Wirecard-Skandals.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der externen Rotation, der Trennung von Prüfungs- und Beratungsgeschäft sowie der zivilrechtlichen Haftung von Wirtschaftsprüfern.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Es wird analysiert, wie das Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz (FISG) dazu beitragen soll, das verlorene Vertrauen in den deutschen Finanzmarkt zurückzugewinnen.

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Die Autorin bzw. der Autor verwendet eine analytische Herangehensweise, bei der die regulatorischen Änderungen systematisch aufgearbeitet und gegenüber der vorherigen Rechtslage verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in das Audit-Wesen, die explizite Darstellung der FISG-Neuerungen und eine detaillierte Auseinandersetzung mit Rotationspflichten und Haftungsfragen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Die zentralen Begriffe sind Wirecard, Abschlussprüfung, FISG, Prüfungsqualität und Haftung des Wirtschaftsprüfers.

Warum wurde die externe Rotation als kritischer Faktor identifiziert?

Die Rotation steht im Spannungsfeld zwischen dem Aufbau von spezifischem Unternehmens-Know-how (Urteilsfähigkeit durch Erfahrung) und der Gefahr der Betriebsblindheit durch langjährige Mandatsverhältnisse.

Wie hat sich die zivilrechtliche Haftung durch das FISG verändert?

Das FISG hat zu einer Verschärfung und Differenzierung der Haftungsgrenzen geführt, wodurch Wirtschaftsprüfer bei vorsätzlichem Handeln nun in unbegrenzter Höhe haftbar gemacht werden können.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Entwicklung der regulatorischen Anforderungen an die Abschlussprüfung im Zuge des Wirecard-Bilanzskandals
Untertitel
Eine Analyse
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Veranstaltung
Wirtschaftsprüfung
Note
1,7
Autor
E. Pressner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
16
Katalognummer
V1509078
ISBN (PDF)
9783389075333
ISBN (Buch)
9783389075340
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Audit Wirtschaftsprüfung revison Wirecard BWL Skandal Bilanzen Consulting Tax
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
E. Pressner (Autor:in), 2024, Die Entwicklung der regulatorischen Anforderungen an die Abschlussprüfung im Zuge des Wirecard-Bilanzskandals, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1509078
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Leseprobe aus  16  Seiten
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