Die Politik der SPD-Führung während der Novemberrevolution und ihre Folgen: KPD und Kapp-Putsch


Hausarbeit (Hauptseminar), 2010
28 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einledeitung

2. Ungelöste Konflikte: Vorgeschichte der Spaltung

3. Revolution: erfolgreiche Demokratisierung oder verpasste Chance?
3.1 Demokratisierung der Armee und Rückführung des Heeres
3.2 Demokratisierung von Verwaltung und Justiz
3.3 Sozialisierung und Demokratisierung der Wirtschaft
3.4. Räterepublik oder parlamentarische Demokratie
3.5 Verpasste Notwendigkeiten der Revolution

4. Gründung der KPD

5. Blutige Zusammenstöße

6. Folge der Versäumnisse: der Kapp-Putsch

7. Schluss

8. Literatur- und Quellenverzeichnis
8.1 Quellen
8.2 Literatur

1. Einleitung

Am 9. November 1918 dankte der Deutsche Kaiser ab. Friedrich Ebert übernahm die Regierungsgeschäfte s Deutschen Reiches vom Reichskanzler Max von Baden. SPD und USPD bildeten kurz darauf zusammen im Rat der Volksbeauftragten eine rein sozialistische Regierung. Arbeiter- und Soldatenräte im ganzen Reich hatten die adligen Eliten des Kaiserreiches, Offiziere und Beamte, entmachtet oder unter ihrer direkten Kontrolle gestellt. Deutschland schien am Vorabend einer sozialistischen Umgestaltung der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse. Die organisatorisch fortgeschrittenste Arbeiterbewegung Europas hatte die vollständige politische Macht inne.

Doch die deutsche Revolution versandete schnell und erfüllte nicht die Hoffnungen derjenigen, die nach dem Weltkrieg eine neue Gesellschaft auf den Trümmern der alten aufbauen wollten. Bereits zwei Monate nach dem 9. November 1918 schossen während der Berliner Januar-Kämpfe Arbeiter auf Arbeiter und im Verlauf des Jahres 1919 ermordeten reaktionäre Freikorps in immer neuen Kämpfen Kommunisten. Eineinhalb Jahre nach der Abdankung des Kaisers putschten reaktionäre Adlige gegen die Republik und zwangen die Regierung zur Flucht aus Berlin.

Die SPD war die Partei der Revolution und der Weimarer Republik. Sie war ihre tragende politische Kraft und ihre führenden Männer nahmen die entscheidenden Machtpositionen in den ersten zwei Jahren der Republik ein. Ihre Handlungen und Entscheidungen sind ein nicht zu vernachlässigender Aspekt der politischen Entwicklung dieser Zeit. Ich will mit dieser Arbeit vor allem einige ihrer grundsätzlichen Richtungsentscheidungen und deren Zusammenhang mit zwei Ereignissen, die als direkte Folge dieser Entscheidungen begriffen werden müssen, kritisch analysieren. Zum einen die Gründung der KPD durch die radikale Linke der deutschen Arbeiterbewegung und zum anderen den Kapp-Putsch als Versuch einer wieder erstarkten reaktionären Rechten die revolutionären Errungenschaften zu beseitigen.

Bei der Analyse wird vor allem die Spaltung der deutschen Arbeiterbewegung immer wieder mit gedacht werden müssen, da ihre Uneinigkeit überhaupt erst viele der strategischen Dilemmata schuf, die sich die SPD-Führung ausgesetzt sah. Daher werde ich einleitend mit den Ursachen der Spaltung einsetzen. Ihr folgt die Analyse einiger wichtiger grundsätzlicher Entscheidungen während der Revolutionsmonate, die die politischen Machtverhältnisse für die gesamte Weimarer Zeit absteckten. Zwei Kapitel über den Gründungsparteitag der KPD und die Revolutionskämpfe im Jahr 1919 sollen beispielhaft die grundsätzliche Unzufriedenheit weiter Teile der Arbeiterschaft mit der SPD-Führung sowie die weitere Vertiefung der Spaltung durch die blutige Entladung des „Bruderkampfs“ zwischen Kommunisten und Sozialisten skizzieren. Dem folgt eine grobe Beschreibung der Bedingungen und des Verlaufs des Kapp-Putsches als Folge einer fehlgeleiteten Personalpolitik der SPD-Führung.

Abschließend soll herausgearbeitet werden, inwiefern die SPD-Führung durch ein fehlgeleitetes strategisches Konzept selbst die Probleme schuf, der sie nicht mehr Herr wurde, und so die Belastungen der Weimarer Republik zu großen Teilen unnötiger Weise selbst mit produziert hat.

Die Forschungsliteratur zitiere ich durchgängig in Kurzitierweise: Name, Titel, Band, Seite. Quellen werden mit dem Titel der Edition, der Bandangabe und der Seitenzahl zitiert.

2. Ungelöste Konflikte: Vorgeschichte der Spaltung

Die tiefe Spaltung der Arbeiterbewegung hatte ihre Ursachen im Kaiserreich. Die SPD war bis zum ersten Weltkrieg unangefochten die einzige ernst zu nehmende politische Vertretung der Arbeiterbewegung, aber ihre programmatische Ausrichtung war Gegenstand grundsätzlicher und heftiger Richtungsstreitigkeiten, die niemals aufgelöst wurden. Die organisatorische Einheit überdeckte die programmatische Zerrissenheit der Partei, die spätestens mit der Jahrhundertwende einsetzte[1]. Revisionisten, Zentristen und radikale Linke stritten in Zeitschriften und auf Parteitagen um den Kurs der Partei. Die Revisionisten um Eduard Bernstein und der an der Tagespolitik ausgerichtete rechte Flügel der Partei strebten eine Anpassung der marxistisch-revolutionären Programmatik an die reformistische Realpolitik der SPD an, die sie faktisch betrieb, wenn sie soziale Reformen durchsetzte und partiell mit liberalen Parteien und dem Zentrum zusammenarbeitete. Für die Revisionisten war der Sozialismus mittels Reformen schrittweise durchzusetzen, nicht in einem revolutionären Akt[2]. Ihr Argument, dass diese Einsicht letztlich der Praxis der Partei entspräche und man daher die Programmatik der Realität anpassen müsse, besaß durchaus Überzeugungskraft.

Dem entgegengesetzt wollte die radikale Linke, geführt von Rosa Luxemburg, eine Radikalisierung der Praxis der SPD. Auf die Revolution sollte die Partei nicht einfach nur warten, sie sollte die Arbeiter auf sie vorbereiten. Dieser Standpunkt manifestierte sich vor allem in der Debatte um den politischen Massenstreik vor dem ersten Weltkrieg. Der Streik als Kampfinstrument der Arbeiter sollte nicht nur zur Durchsetzung sozioökonomischer Klasseninteressen dienen, sondern auch zur Durchsetzung politischer Forderungen wie der Abschaffung des Dreiklassenwahlrechts in Preußen. In solchen Streiks würden sich die Arbeiter die Erfahrungen aneignen, die sie in einer revolutionären Situation bräuchten um erfolgreich zu sein[3]. Revisionisten und radikale Linke sahen beide trotz des anhaltenden Erfolgs der stetig anwachsenden Arbeiterbewegung in der Zeit des Kaiserreichs, dass die Kluft zwischen der marxistisch-revolutionären Programmatik und der reformistischen Praxis die SPD im Ernstfall vor einer unlösbaren Aufgabe stellen könnte. Während allerdings die Revisionisten die Programmatik zugunsten der Praxis ändern wollten, wollten die radikalen Linken die Praxis der Programmatik angleichen.

Zwischen ihnen standen die Zentristen, allen voran Karl Kautsky und August Bebel, die den bisherigen Kurs der Partei beibehalten wollten. Sie befürchteten, dass sich die Arbeiter von der Partei wieder entfernen würden wenn sie von der revolutionären Programmatik abwichen. Nicht zuletzt der überzeugende und erfolgreich von den Epigonen von Marx und Engels popularisierte Marxismus hat die weltanschauliche Basis für den Erfolg der politischen Arbeiterbewegung geliefert. Gleichzeitig lehnten die Zentristen aber eine zu radikale praktische Umsetzung der revolutionären Programmatik ab, da sie einen Gegenschlag der Staatsmacht fürchteten, beispielsweise eine Neuauflage der Bismarckschen Sozialistengesetze[4]. Für die Zentristen war der Mittelweg, die Beibehaltung des revolu-tionären Programms und der reformistischen Praxis, Garant des Erfolgs der SPD. Die Widersprüche und Unklarheiten, die sich aus diesem Spagat ergaben, nahmen sie in Kauf.

Als die SPD, wie die gesamte europäische Arbeiterbewegung, sich schließlich durch den ersten Weltkrieg in einer ständigen Prüfung ihrer Grundsätze befand, immer wieder vor die Wahl gestellt wurde die Zustimmung zum Krieg gegen politische und soziale Fortschritte zu tauschen oder ihren internationalistischen Idealen treu zu bleiben, spaltete sie sich[5]. Die bis 1917 vollzogene Spaltung in MSPD und USPD verlief dabei nicht zwischen den drei Strömungen. In der USPD waren ebenfalls alle Strömungen vertreten, auch wenn die linken Kräfte nominell stärker waren[6]. Bernstein, Kautsky und Luxemburg waren die hervorstechendenVertreter ihrer Strömungen in der SPD des Kaiserreichs wie auch in der USPD der Kriegs- und Revolutionszeit. Die Kriegsfrage spaltete nicht sauber zwischen links und rechts, sondern zwischen denen, die an einen legitimen Verteidigungskrieg glaubten und jenen, die im ersten Weltkrieg einen imperialistischen Krieg von allen Seiten erblickten. So wundert es auch nicht, dass mit dem Ende des Krieges und in Folge der Revolution die USPD schnell an Bindungskraft verlor und sich schließlich spaltete um in der SPD und in der KPD aufzugehen. Die programmatischen Konflikte, die schon vor 1914 in der SPD nicht gelöst wurden, konnten auch nicht in der USPD während der Revolution gelöst werden[7]. Die Spal-tung zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten hat zwar über den Umweg der USPD stattgefunden, ist aber eine Folge der ungelösten programmatischen Konflikte vor dem August 1914.

3. Revolution: erfolgreiche Demokratisierung oder verpasste Chance?

Friedrich Ebert, Philipp Scheidemann, Otto Braun, Fritz Brolat und Gustav Heller trafen am 9. November 1918 gegen 12.35 Uhr beim Reichskanzler Max von Baden ein. Die Delegation der SPD-Reichstagsfraktion forderte die Übergabe der Regierungsgeschäfte. Ebert erläuterte, dieser Schritt sei notwendig um Ruhe und Ordnung zu bewahren und ein Blutvergießen zu vermeiden[8]. Auf die Frage von Badens und dem anwesenden Staatssekretär Solf, ob Ebert und die SPD auch die Regierung unter einer monarchistischen Verfassung ausüben würden, antwortete Ebert schlicht: „Es ist zu spät“. Daraufhin übertrug ihm Max von Baden das Amt des Reichskanzlers[9].

Diese Szene markiert formal neben dem Rücktritt des Kaisers am selben Tag den Übergang von der Monarchie zur Republik und inhaltlich eine Machtverschiebung weg von Adel und Militär hin zu den Arbeitern. Die Soldaten in Marine und Heer sowie die Fabrikarbeiter hatten aus Kriegsverdrossenheit eine Revolution erzwungen und der SPD, ob sie wollte oder nicht, die Regierungsverantwortung aufgedrängt. Da die SPD-Führung diese Verantwortung nicht allein tragen wollte, bildete sie zusammen mit der USPD eine paritätisch besetzte Regierung, den Rat der Volksbeauftragten.

Am Anfang dieser Entwicklung steht der 29. Oktober 1918. An dem Tag verweigerten die ersten Matrosen in Kiel den Gehorsam nachdem sich herumgesprochen hatte, dass die Seekriegsleitung gegen der Willen der Reichsregierung unter Max von Baden, die bereits Waffenstillstandsverhandlungen mit den Alliierten anstrebte, die Hochseeflotte zu einer nutzlosen Seeschlacht gegen die britische Flotte einsetzen wollte. Die Matrosen befürchteten wegen der Prestigesucht der Admiräle die letzten Opfer des Krieges zu werden. Sie betrachteten sich selbst als Verteidiger der neuen parlamentarisch getragenen Regierung gegen eine aufständische Flottenführung, die offen gegen die Vorgaben der Regierung handelte. Die Admiralität ließ 47 Matrosen verhaften und versuchte ihre Autorität aufrechtzuerhalten. In den folgenden Tagen demonstrierten die Kieler-Matrosen für die Freilassung ihrer Kameraden, für die Beendigung des Krieges und eine Verbesserung der Lebensmittelversorgung. Die Lage spitzte sich schließlich zu bis Schüsse fielen. Von Kiel aus entzündete sich eine Bewegung, die ganz Deutschland erfasste. Es bildeten sich im ganzen Reich Arbeiter- und Soldatenräte, die ein Ende des Krieges und darüber hinaus weitergehende strukturelle Reformen im Heer und im Reich forderten. Die Bewegung suchte von Anfang an den Kontakt zu den sozialistischen Gewerkschaften und Parteien und erwartete von ihnen die Übernahme der politischen Macht. Da die Arbeiterbewegung ihre internen inhaltlichen Differenzen niemals zuvor geklärt hatte, war sie plötzlich damit konfrontiert ihre unklare Programmatik in Regierungshandeln umzusetzen.

3.1 Demokratisierung der Armee und Rückführung des Heeres

Das drängendste und machtpolitisch heikelste Problem stellte das Heer dar. Millionen von Soldaten mussten zurück ins Reich geführt werden. Gleichzeitig stellte aber die militärische Elite, allen voran die Oberste Heeresleitung unter Hindenburg und Groener, die einflussreichste antirepublikanische Gruppierung dar. Da die revolutionären Soldatenräte auf eine Demokratisierung des Heereswesens abzielten und damit eine Entmachtung der alten Eliten in der wichtigsten Stütze der alten Monarchie anstrebten, waren die Auseinandersetzungen um die Heeresverfassung zwischen Revolution und Reaktion von zentraler Bedeutung für die gesamte Machtbalance der neuen Republik.

Am 4.11. bildete sich in Kiel der erste Soldatenrat unter Führung Karl Artelts. Eine Woche später gab es im ganzen Reich Soldatenräte, die die Revolution trugen und militärisch sicherten. Zunächst formulierten sie tagespolitische Forderungen, etwa die Beendigung des Krieges oder die Freilassung politischer Gefangener. Sehr schnell kamen vereinzelt weitergehende Forderungen nach strukturellen Änderungen im Reich dazu wie die Abdankung des Kaisers und die Einführung der Republik[10]. Schließlich traten mit Fortgang der Revolution und dem sich abzeichnenden Waffenstillstand militär-politische Forderungen in den Vordergrund: Die Soldatenräte sollten als Vertretung der Soldaten zu einer ständigen Institution werden, die bei Disziplinarmaßnahmen, Vorgesetztenwahl, Versorgungs- und sozialen Fragen des Soldatenlebens Mitsprache oder gar alleiniges Entscheidungsrecht inne haben sollten. Außerdem sollten die Persönlichkeitsrechte des Soldaten besser geschützt werden, etwa durch die Aufhebung der Briefzensur, die Gewährung der Rede- und Pressefreiheit im Heer oder die Aussetzung des Vorgesetztenverhältnisses außerhalb der Dienstzeiten. Die soziale Ungleichheit zwischen Offizieren und einfachen Soldaten sollte beseitigt werden, sowohl materiell, beispielsweise durch die gleiche Lebensmittelversorgung aller Armeeangehörigen oder die Abschaffung der Offizierskasinos, als auch symbolisch, durch ein Verbot der alten Orden und Dekorationen[11].

[...]


[1] Zur Geschichte der SPD vor dem ersten Weltkrieg vgl.: Dieter Groh, Negative Integration und revolutionärer Attentismus.

[2] Das Hauptwerk Eduard Bernsteins gibt immer noch den fundiertesten Einblick in den Ansatz der Revisionisten: Eduard Bernstein, Die Voraussetzungen des Sozialismus und die Aufgaben der Sozialdemokratie. Stuttgart 1909.

[3] Rosa Luxemburg hat versucht die Argumentation Bernsteins zu widerlegen und eine Konzeption der Revolution zu entwickeln, die dem Revisionismus entgegengesetzt ist. Vgl. hierzu die Schrift: Sozialreform oder Revolution? In: Rosa Luxemburg, gesammelte Werke. Bn. 1, erster Halbband. S. 367 ff. Zum politischen Massenstreik vgl. ihre Schrift von 1906: Massenstreik, Partei und Gewerkschaften. In: Rosa Luxemburg, gesammelte Werke. Bn. 2, S. 91 ff.

[4] Zur Position aller drei Hauptströmungen in der Vorkriegssozialdemokratie, insbesondere der Zentristen vgl.: Fischer, Theoriediskussion der in der Weimarer Republik. S. 15 ff. Sehr hart ist das Urteil Rosenbergs über das Zentrum: „Es hat nichts erkannt und nichts vorhergesehen“ während Revisionisten und radikale Linke zumindest ein Problembe-wusstsein zeigten. (Rosenberg, Entstehung und Geschichte der Weimarer Republik. S. 47 f.)

[5] Zu Burgfrieden und Sozialdemokratie vgl.: Rosenberg, Entstehung und Geschichte der Weimarer Republik. S. 67 ff.

[6] Zur Spaltung und der Geschichte der USPD und des Spartakusbundes im Krieg vgl.: Rosenberg, Entstehung und Geschichte der Weimarer Republik. S. 104 ff.; Flechtheim, die KPD in der Weimarer Republik. S. 77 ff.

[7] Flechtheim, Die KPD in der Weimarer Republik. S. 126 f. Dass der USPD-Führung dieser Umstand bewusst war zeigt u.a. die Tatsache, dass sie die Einberufung eines Parteitags während der Revolutionsmonate ablehnte. Die Abspaltung der Spartakisten von der USPD und die Gründung der KPD ist auch eine Reaktion der radikalen Linken auf die Weigerung der USPD-Führung die innerparteilichen Differenzen in einer offenen Debatte zu klären. Dass die Angst des Vorstands berechtigt war bestätigte der erste Parteitag der USPD in Halle, der erst im September 1920 stattfand. Die USPD spaltete sich über die Frage, ob sie der kommunistischen Internationale beitreten sollte. Vgl. Winkler, Von der Revolution zur Stabilisierung. S. 468 ff.

[8] Regierung der Volksbeauftragten, Bn. 1, S. 3.(Anm. 3).

[9] Regierung der Volksbeauftragten. S. 5 ff. Zu dieser „Übertragung“ war Max von Baden verfassungsrechtlich nicht legitimiert. Dennoch erkannten sowohl er als auch die SPD-Delegation diesen Schritt an, weil beide Seiten ein Höchstmaß an rechtlicher Kontinuität anstrebten.

[10] Diese Forderung hängt sicher auch mit der Einsicht zusammen, dass die Entente, insbesondere die USA, nicht mit der aristokratisch-militärischen Elite des alten Kaiserreiches einen Frieden auszuhandeln bereit waren, sondern eine demokratische Regierung als Gesprächspartner wünschten. Dies kam unter anderem in der Note der US-Regierung vom 14.10.1918 zum Ausdruck. Zu finden in: Quellen zum Friedensschluss von Versailles. S. 56 f.

[11] Zur politischen Zielsetzung der Soldatenräte vgl.: Kluge, Soldatenräte. S. 113 ff.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Die Politik der SPD-Führung während der Novemberrevolution und ihre Folgen: KPD und Kapp-Putsch
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Friedrich-Meinecke-Institut)
Veranstaltung
Weimarer Republik
Note
2,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
28
Katalognummer
V150921
ISBN (eBook)
9783640621422
ISBN (Buch)
9783640621866
Dateigröße
543 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arbeiterbewegung Luxemburg Ebert Levi Noske Volksbeauftragte Nationalversammlung Weimarer Republik
Arbeit zitieren
Andreas Wiedermann (Autor), 2010, Die Politik der SPD-Führung während der Novemberrevolution und ihre Folgen: KPD und Kapp-Putsch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150921

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