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Evaluation von Seminaren zur Burnout-Prävention bei Männern. Eine Pilotstudie

Title: Evaluation von Seminaren zur Burnout-Prävention bei Männern. Eine Pilotstudie

Diploma Thesis , 2010 , 192 Pages , Grade: 1

Autor:in: Susanne Vetter (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Im Rahmen einer Pilotstudie wurden per Fragebogen sieben Seminare zur Burnout-Prävention von Männern evaluiert. An der Befragung nahmen 38 Männer zum ersten Messzeitpunkt, 23 zum zweiten und 17 zum dritten zwei Monate nach dem Seminar teil. Von den Fremdratern beteiligten sich zum ersten Messzeitpunkt 30 und zum dritten 15 Personen. Die drei Skalen des HBI, „Emotionale Erschöpfung“, „Hilflosigkeit“ und „Selbstüberforderung“
zeigten, dass die Gruppe der Teilnehmer aus stark belasteten Männern bestand.

Die Seminare waren in der selbstformulierten Skala „negative Gedanken und Gefühle zur eigenen Person“ am wirksamsten. Wäre die Stichprobe etwas größer gewesen, ist davon auszugehen, dass zudem signifikante Unterschiede in den Mittelwerten anderer Skalen
aufgetreten wären, da schwache bis mittlere Effekte in den drei HBI-Skalen sowie zur „Selbstwirksamkeit“ und zur „Schlafstörung“ gefunden wurden. Alle Mittelwerte der Skalen entwickelten sich zum dritten Messzeitpunkt positiv. Einzige Ausnahme davon bildete die Skala „klare Ziele“, wenngleich der Unterschied nicht signifikant war.

Bei den offenen Fragen stellte sich heraus, dass als hauptsächliche Ursache der eigenen Burnout-Gefährdung am häufigsten berufliche (45%) oder persönliche (33%) Gründe angegeben wurden. Erwartet hatten die Teilnehmer vor dem Seminar im Wesentlichen „Denkanstöße/Verstehen“ (36%)sowie „Strategien/Methoden“ (32%). Die Erwartungen wurden zu
durchschnittlich 86% erfüllt. Gleichzeitig bewerteten die Teilnehmer im Schnitt 82% der Inhalte des Seminars als nützlich.
Die Antworten der Partnerinnen wichen teilweise von denen der Teilnehmer ab. Doch auch bei ihnen entwickelten sich alle Mittelwerte der Skalen positiv und es wurden nach dem
Seminar häufiger positive und keine negativen Veränderungen bemerkt.

Des Weiteren ergaben sich zu den Abbrechern der Befragung...

Alles in allem lässt sich mit diesen Ergebnissen zwar nicht eindeutig bestätigen, ob das fünftägige Seminarkonzept ausreichend und speziell für die mit Burnout verbunden Aspekte als
Präventionsmaßnahme geholfen hat. Dennoch ist das Seminar insbesondere gestressten Personen mit negativen Gedanken und Gefühlen zur Reflexion zu empfehlen, da für diese Gruppe in der Evaluation nachgewiesenermaßen Erfolge erzielt wurden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Stand der Forschung zum Burnout

2.1 Definition

2.2 Ursachen

2.3 Symptome und Verlauf

2.4 Abgrenzung zu anderen psychischen Diagnosen und ähnlichen Begriffen

2.5 Gruppe der Betroffenen und Zahlen

2.6 Messung

2.7 Präventions- und Interventionskonzepte

2.8 Offene Fragen in der Forschung

3 Das Seminarkonzept

3.1 Zugrundeliegende Theorie für die Seminarstruktur

3.2 Rahmenbedingungen der Seminare

3.3 Aufbau der Seminarstruktur

4 Fragestellungen und Hypothesen

5 Methode

5.1 Datenerhebung

5.1.1 Allgemeine Vorüberlegungen

5.1.2 Fragebögen

5.2 Datenauswertung

5.3 Beschreibung der Stichprobe

5.3.1 Rücklauf

5.3.2 Demografische Daten

5.4 Gütekriterien

6 Ergebnisse

6.1 Hauptergebnisse

6.1.1 Zu den Skalen und Items

6.1.2 Zu den offenen Fragen und sonstigen Einschätzungen

6.2 Nebenergebnisse

6.2.1 Übereinstimmung der Selbst- und Fremdeinschätzung

6.2.2 Unterschiede zwischen Abbrechern der Befragung und Teilnehmern

6.2.3 Auswertungen zu den demografischen Merkmalen

6.2.4 Zusammenhänge ausgewählter offener Fragen mit den Skalen

6.2.5 Überprüfung sonstiger Aspekte

7 Diskussion

7.1 Kritische Bewertung der methodischen Aspekte

7.2 Fazit und Interpretation der Ergebnisse

8 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Wirksamkeit von Seminaren zur Burnout-Prävention bei Männern, die in Zusammenarbeit mit der Techniker Krankenkasse und dem „Institut für Burnout-Prävention-Hamburg“ durchgeführt wurden. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob dieses fünftägige Präventionskonzept dazu beiträgt, Burnout-Symptome bei stark belasteten Männern zu reduzieren und welche persönlichen Faktoren sowie Rahmenbedingungen dabei eine Rolle spielen.

  • Wirksamkeitsanalyse eines spezifischen Burnout-Präventionsseminars
  • Einfluss von Burnout auf Männer und deren psychosoziale Belastungen
  • Methodische Evaluation durch Längsschnittdesign (Selbst- und Fremdeinschätzung)
  • Zusammenhang zwischen demografischen Merkmalen und Burnout-Ausprägungen
  • Analyse von Erwartungen und Veränderungen der Teilnehmer nach dem Seminar

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Das Thema Burnout interessiert mich aus beruflichen und persönlichen Gründen:

In der Berufswelt und im Alltagsleben klagt inzwischen fast jeder über Stress. Außerdem kennt jeder Menschen, die gestresst wirken und eine gewisse Erschöpfung zeigen. Von Burnout wird beispielsweise dann gesprochen, wenn dieser Erschöpfungszustand über Monate anhält, die Gestressten gleichgültig, depressiv oder aggressiv reagieren, den Kontakt meiden, unter psychosomatischen Beschwerden leiden und ihr vormals engagiertes Leben aufgeben. Letztlich ist das Endstadium des Burnout-Syndroms durch Hilf- und Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Selbstmordgedanken oder sogar Selbstmordversuch gekennzeichnet.

Im Rahmen meines Praktikums beim Milton-Erickson-Institut in Hamburg wurde mir deshalb vorgeschlagen, mich beruflich in diese Richtung zu orientieren, wenn ich nach dem Studium beraterisch in der Wirtschaft tätig sein wollte.

Auch die Medien greifen dieses Thema inzwischen vielfach auf. Zwar ist dadurch das Bewusstsein für die Gefahr eines Burnouts gestiegen. Dennoch ist es in unserer Gesellschaft ein Tabu zuzugeben, in einer Krise zu stecken, weil jemand den hohen eigenen oder äußeren Ansprüchen nicht gerecht wird. So merkte ein enger Freund von mir, dass er völlig überlastet war. Er zeigte einige typische Stress-Symptome, konnte kaum noch etwas genießen und reagierte immer häufiger genervt auf seine Klienten und Familie. Doch als selbständiger Berater wollte er sich weder die Zeit nehmen, sich Unterstützung zu suchen, noch konnte er dieses Vorhaben in Einklang mit seiner Selbstachtung bringen. Und ich konnte ihm damals leider noch nicht helfen.

Als Außenstehender ist es leicht, den überforderten Personen mehr Gelassenheit und Freude am Leben zu empfehlen. Doch wie kann ein Betroffener das konkret erreichen? Die unzähligen Ratgeber reichen anscheinend nicht aus, um Gewohnheiten zu verändern. Denn im Gesundheitssystem werden zunehmend Folgekosten verzeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz des Burnout-Themas ein, begründet das Forschungsinteresse durch persönliche Erfahrungen und beschreibt die Motivation zur Untersuchung des spezifischen Seminarkonzepts für Männer.

Stand der Forschung zum Burnout: Dieses Kapitel erläutert den aktuellen Forschungsstand zu Begriffsdefinitionen, Ursachen, Symptomen, Abgrenzungen zu anderen Diagnosen sowie existierende Messinstrumente und Präventionsansätze.

Das Seminarkonzept: Hier werden der theoretische Hintergrund (Salutogenese), die Rahmenbedingungen der Seminare sowie die methodische Struktur der fünf Seminartage detailliert beschrieben.

Fragestellungen und Hypothesen: Dieses Kapitel definiert die Ziele der Evaluation, leitet die zentralen Fragestellungen ab und formuliert Hypothesen hinsichtlich des Seminarerfolgs und der Stichprobenbeschaffenheit.

Methode: Die Arbeit beschreibt das methodische Vorgehen, inklusive der Längsschnittstudie, der verwendeten Fragebögen, der Stichprobenbeschreibung, der statistischen Auswertungsmethoden und der Gütekriterien.

Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die Hauptergebnisse zur Seminarwirksamkeit sowie die Nebenergebnisse, darunter der Abgleich von Selbst- und Fremdeinschätzung sowie der Zusammenhang mit persönlichen Merkmalen.

Diskussion: Hier werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, methodische Grenzen aufgezeigt und die Bedeutung des Seminarkonzepts interpretiert.

Ausblick: Abschließend werden zukünftige Forschungsfragen aufgeworfen und Potenziale zur Optimierung des Seminarkonzepts für die Burnout-Prävention skizziert.

Schlüsselwörter

Burnout, Männer, Prävention, Evaluation, Salutogenese, Kohärenzgefühl, Stressmanagement, Psychologie, Längsschnittstudie, Fragebogen, Arbeitswelt, psychische Belastung, Intervention, Seminarkonzept, Arbeitsunfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit evaluiert ein fünftägiges Präventionsseminar gegen Burnout, das speziell für Männer entwickelt wurde und von der Techniker Krankenkasse unterstützt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Ursachen und Symptome von Burnout, die Wirksamkeit präventiver Interventionen sowie die Bedeutung des Salutogenese-Modells nach Aaron Antonovsky.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Wirksamkeit des speziellen Seminarkonzepts hinsichtlich der mit Burnout verbundenen Aspekte zu prüfen und zu untersuchen, ob sich bei den Teilnehmern positive Veränderungen zeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein quantitativer Ansatz in Form einer Längsschnittstudie gewählt, wobei Teilnehmer und deren nahestehende Personen (Partnerinnen) zu drei Zeitpunkten mittels Fragebögen befragt wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Burnout-Phänomens, eine detaillierte Beschreibung des untersuchten Seminarkonzepts, die methodische Darstellung der Datenerhebung sowie die ausführliche Analyse und Diskussion der Studienergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Burnout-Prävention, Salutogenese, Evaluation, Männer, psychische Belastung und Interventionskonzepte charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Partnerin und Teilnehmer in der Befragung relevant?

Der Einbezug der Fremdeinschätzung durch die Partnerin dient dazu, das Selbstbild des Teilnehmers zu validieren und mögliche Diskrepanzen bei der Wahrnehmung der Stressbelastung oder positiven Veränderungen zu identifizieren.

Welche Rolle spielt die Salutogenese in diesem speziellen Seminar?

Die Salutogenese bildet das theoretische Fundament. Ziel ist es, das Kohärenzgefühl der Teilnehmer zu stärken, damit sie Ressourcen besser nutzen können, um Stresssituationen erfolgreich zu bewältigen.

Excerpt out of 192 pages  - scroll top

Details

Title
Evaluation von Seminaren zur Burnout-Prävention bei Männern. Eine Pilotstudie
College
University of Hamburg
Grade
1
Author
Susanne Vetter (Author)
Publication Year
2010
Pages
192
Catalog Number
V150931
ISBN (eBook)
9783640624157
ISBN (Book)
9783640624232
Language
German
Tags
Techniker Krankenkasse Hamburger Burnout Inventar Matthias Burisch negative Gedanken und Gefühle zur eigenen Person HBI-Skalen Emotionale Erschöpfung Salutogenese Institut für Burnout-Prävention-Hamburg’“ (IBP) Susanne Vetter Stress Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen Depression MBI Überdruss Ursache Definitionen Symptome Verlauf Seminarkonzept offene Fragen der Forschung Stichprobe Alter Geschlecht Fremdeinschätzung Fragebögen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Vetter (Author), 2010, Evaluation von Seminaren zur Burnout-Prävention bei Männern. Eine Pilotstudie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150931
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