Poppers kritischer Realismus: Realismus und Induktionskritik im Werk von K. R. Popper

Nach einem Aufsatz von H. Fetz und Texten von K. R. Popper


Hausarbeit (Hauptseminar), 2009
60 Seiten, Note: Sehr gut

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0. Vorbemerkungen

1. Problemstellung: Realismus und Induktionskritik

2. Varianten des Realismus und Poppers Verständnis von ‹Realismus›
2. 1. Ontologischer oder metaphysischer Realismus
2. 2. Semantischer Realismus
2. 2. 1. Exkurs: Ein Argument zwischen ontologischem, semantischem und wissenschaftlichem Realismus oder: gegen den Instrumentalismus
2. 3. Methodologischer oder wissenschaftlicher Realismus

3. Poppers Induktionskritik und deduktive Theorienprüfung
3. 1. Exkurs: Induktion, Realismus und die Kübeltheorie des Geistes

4. Schwierigkeiten des methodologischen Realismus
4. 1. Realismus und Basissätze
4. 2. Realismus und Bewährung
4. 3. Realismus und Wahrheitsnähe

5. Das no-miracles-Argument: Eine abduktive Verteidigung des Realismus?

6. „Grue“ – Fallibilismus, Realismus und das Goodmansche Problem

7. Ausblick: Realismus, Naturgesetze und wahre Theorien

8. Literaturverzeichnis

0. Vorbemerkungen

Die vorliegende Seminararbeit entstand im Rahmen eines Seminars zum philosophischen Werk von K. R. Popper, das im Sommersemester 2009 am Fachbereich für Philosophie an der Universität Salzburg abgehalten wurde. Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit Poppers philosophischen Thesen aus den Bereichen Logik, Wissenschaftstheorie, Metaphysik und Sozialphilosophie waren die Forschungsartikel im Sammelband Was wir Karl R. Popper und seiner Philosophie verdanken – ein Band, der die intensive Auseinandersetzung mit Poppers Werk am Salzburger Philosophie-Institut dokumentiert und 2002 anlässlich zu Poppers 100. Geburtstag publiziert wurde. Ausgehend von der dortigen Popper-Forschung wurden problematische Thesen und mögliche ‚Schwachstellen’ in Poppers Werk beleuchtet, hinterfragt und kritisch thematisiert.

Poppers realistische Positionen – sein (kritischer) Realismus – decken dabei nur einen kleinen Teil seines umfangreichen und vielseitigen Gesamtwerks ab, das ihn zu Recht zu einem der bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts macht. Seine realistischen Überzeugungen erhalten aber insofern Bedeutung, als sie in weite Bereiche seiner Philosophie ‚hineinragen’ und ihm selbst immer wieder als Hintergrund, Fundament und Ausgangsbasis zur Entwicklung seiner wissenschaftstheoretischen und metaphysischen Thesen dienten. Aber – und dieser Aspekt mag im Hinblick auf Poppers eigene Konzeptionen als bezeichnend gelten – diese Basis schwankt. Dabei soll die Metapher von der schwankenden Basis nicht nur auf eine berühmte Stelle in der Logik der Forschung anspielen – Poppers bekannte Sumpfmetapher[1] – sondern auch darauf, dass Poppers eigener Realismus ein manchmal zweifelhaftes Fundament für seinen kritischen Rationalismus abgibt. Denn es stellt sich nicht nur die Frage, worin ‚Poppers Realismus’ eigentlich besteht und wodurch er sich vom Realismus des ‚common sense’ unterscheidet, sondern auch, inwiefern sich Realismus und Induktionskritik vereinbaren lassen. Dürfen die realistischen Grundtendenzen in Poppers Werken, sein ontologischer, semantischer und wissenschaftlicher Realismus wirklich als kritischer Realismus bezeichnet werden?

Für die vielen wertvollen Anregungen, Hinweise und Korrekturvorschläge, die das Entstehen dieser Arbeit maßgeblich förderten, möchte ich dem Seminarsleiter Prof. G. Dorn genauso herzlich danken wie für die Nominierung des vorliegenden Textes zum Anerkennungspreis des Fachbereichs Philosophie an der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftichen Fakultät der Universität Salzburg für hervorragende Seminararbeiten, mit dem diese Arbeit im Februar 2010 ausgezeichnet wurde. Ganz im Sinne von Poppers kritischer Philosophie und so wie viele andere Studenten wurde ich von Prof. Dorn – der persönlich in Briefwechsel und fachlichem Austausch mit Popper stand – stets zur eigenen Kritikfähigkeit angeregt und daran erinnert, dass wissenschaftliches Arbeiten trotz größtmöglicher Genauigkeit ein Versuch bleibt, der als vorläufig und verbesserungswürdig gelten muss[2].

1. Problemstellung: Realismus und Induktionskritik

„Eine katastrophale Angst vor der Metaphysik [ist die] Krankheit der heutigen empiristischen Philosophie. […] Diese Angst scheint das Motiv dafür zu sein, beispielsweise ›ein Ding‹ als ›ein Bündel von Eigenschaften‹ zu interpretieren, - ›Eigenschaften‹, die wir, wie man glaubt, im Rohmaterial unserer Sinne entdecken können. […] Ich hingegen sehe keine ›metaphysische Gefahr‹ darin, die Vorstellung von einem physikalischen Ding (oder einem physikalischen Objekt) zusammen mit den zugehörigen Raum-Zeit-Strukturen als autonomen Begriff innerhalb des Systems zuzulassen.“ A. Einstein[3]

„[…] der Realismus des Alltagsverstandes; das ist die Ansicht, daß es eine wirkliche Welt gibt, die wirkliche Menschen, Tiere und Pflanzen, Autos und Sterne enthält. Ich glaube, daß diese Ansicht wahr und ungeheuer wichtig ist, und ich glaube, daß noch nie eine haltbare Kritik dieser Ansicht vorgeschlagen wurde.“ (Popper 1953, 1974/1997, 89f).

Im Einklang mit Einstein und gegen die Angst vor „metaphysischen Gefahren“ ist die realistische Auffassung für Popper ein zutreffender und unverzichtbarer Bestandteil des Alltagsverstandes. Weite Bereiche seines eigenen philosophischen Werkes sind von dieser Ansicht geprägt und durchdrungen, sodass Popper als einer der bekanntesten Vertreter des Realismus in der Gegenwartsphilosophie gelten kann. Aber während Poppers wissenschaftstheoretische Ansätze in der philosophischen Forschung vielfach diskutiert und rezipiert wurden, hat seine Verteidigung des Realismus weniger philosophische Debatten ausgelöst. Dabei sind es gerade seine realistischen Thesen von denen – metaphorisch gesprochen – eine erhebliche Spannkraft für sein restliches Werk ausgeht und die im Hinblick auf die Beurteilung seiner wissenschaftstheoretischen Thesen nicht unberücksichtigt bleiben sollten.

Ausgehend von einem Aufsatz im Sammelband Was wir Karl R. Popper und seiner Philosophie verdanken behandelt die vorliegende Seminararbeit einige Thesen Poppers im „Spannungsfeld“ zwischen dem sog. Realismus und Poppers Induktionskritik. Dieser Sammelband, der sich in Einzelaufsätzen mit Poppers philosophischem Gesamtwerk beschäftigt – von der Logik, über die Wissenschaftstheorie und Metaphysik bis zur Sozialphilosophie – entstand 2001 anlässlich von Poppers 100. Geburtstag am Fachbereich für Philosophie der Universität Salzburg. Poppers kritischem Realismus widmet sich der Artikel von Hanspeter Fetz, mit der zentralen Fragestellung, ob Poppers realistische Positionen tatsächlich unter den Terminus ‹kritisch› zu subsumieren sind. Wie Fetz in seinem Aufsatz Poppers unkritischer Realismus (Fetz 2002, 239-265) treffend hervorhebt, wird Poppers Werk zu einem nicht geringen Anteil von zwei Positionen beherrscht, die auf den ersten Blick als weitgehend unabhängig erscheinen: Dem strengen Deduktivismus und der vehementen Induktionskritik einerseits, die das wissenschaftstheoretische Programm Poppers wie ein roter Faden durchziehen und andererseits seiner Vorliebe für den Realismus, den Popper (meist) als metaphysische These verstanden wissen will.

Anknüpfend an die Problemstellung von Fetz, wird die Frage aufgeworfen, inwieweit diese zentralen Thesen in Poppers Werk, - der Realismus und der Anti-Induktivismus, - tatsächlich miteinander vereinbar sind oder ob sich hier gewisse Widersprüchlichkeiten aufzeigen lassen, die es nahe legen, dass beide Thesen zusammen nicht konsistent vertretbar sind. Wäre das der Fall und ließe sich die dahingehende Behauptung von Fetz bestätigen, würden sich für Poppers zentrale Thesen verheerende Folgen ergeben: Entweder müsste sein wissenschafts-theoretischer Deduktivismus oder sein methodologischer Realismus verworfen werden.

Neben dieser Fragestellung sollen die Ausführungen im Aufsatz von Fetz ihrerseits kritisch beleuchtet und gegebenenfalls durch weiterführende Literatur ergänzt werden. Besonderes Augenmerk wurde hierbei auf Poppers eigene Stellungnahmen zum Realismus gelegt. Seine Darstellung des metaphysischen (ontologischen) Realismus und dessen Verteidigung wird in Weiterführung von Fetz detaillierter nachgezeichnet. Des Weiteren wird auch auf Goodmans Entwicklung des sog. „Grue-Problems“ näher eingegangen, das sich als besondere Herausforderung an Poppers Fallibilismus erweisen könnte.

2. Varianten des Realismus und Poppers Verständnis von ‹Realismus›

„Der Realismus ist ein wichtiger Bestandteil des Alltagsverstandes. Der (aufgeklärte) Alltagsverstand unterscheidet zwischen Erscheinung und Wirklichkeit.“ (Popper 1970/1997, 205)

Popper verwendet den Terminus ‹Realismus› gelegentlich in mehreren, recht weit gefassten Bedeutungen, deren nähere Differenzierung oft schwer fällt. Er selbst gebraucht meist die Ausdrü name="_ftnref4" title="">[4]. Gemeinsam mit Fetz (2002, 239f) soll deshalb der Versuch unternommen werden, zwischen drei Varianten des Realismus oder besser drei realistischen Positionen zu unterscheiden, die Popper nach eigenem Zeugnis weitgehend vertritt:

1. Der ontologische oder metaphysische Realismus
2. Der semantische Realismus
3. Der wissenschaftliche oder methodologische Realismus

Diese drei unterschiedlichen Positionen, die vielleicht alle unter den weiteren Terminus ‹Realismus› fallen oder zumindest einige wichtige gemeinsame Eigenschaften haben, werden im Folgenden näher erörtert. Denn es gilt nicht nur zu explizieren, welche Behauptungen Vertreter dieser Positionen machen, sondern auch zu zeigen, inwiefern Popper als Befürworter dieser Auffassungen gelten kann und mit welcher Argumentation er diese Positionen zu stützen bzw. ihre Gegenpositionen zu kritisieren versucht.

2. 1. Ontologischer oder metaphysischer Realismus

Der ontologische oder metaphysische Realismus enthält wahrscheinlich die bekannteste realistische Hypothese und behauptet grob formuliert die vom wahrnehmenden Subjekt unabhängige Existenz der Außenwirklichkeit[5]. D.h. Es gibt eine objektive Außenwirklichkeit, die sich nicht allein im subjektiven Empfinden erschöpft. Dementsprechend äußert sich auch Fetz, der die zentrale These des ontologischen Realismus so zusammenfasst, „daß es eine vom erkennenden Subjekt in ihrer Existenz und Struktur unabhängige Realität gibt.“ (Fetz 2002, 239). Zwei Aspekte sind bei dieser Auffassung des ontologischen Realismus besonders hervorzuheben:

1.) Die Existenzbehauptung bezüglich der Außenwirklichkeit und ihrer Objekte. D. h. der ontologische Realismus vertritt Sätze der Art: ‹Es gibt eine Wirklichkeit. Es gibt Tische, Steine, Menschen, den Mond usw.› Des Weiteren schreibt der ontologische Realismus nicht nur den Gegenständen selbst, sondern auch ihren Eigenschaften eine Existenz zu: ‹Einige Tische sind aus Holz.›‚ ‹Einige Steine sind grau.› usw. (vgl. Gethmann 2004, 500, 502f; Miller 2002/2005).
2.) Die Behauptung der Unabhängigkeit bezüglich eines erkennenden Subjekts. D. h. der ontologische Realist vertritt die These, dass die Existenz der Außenwirklichkeit samt ihren Objekte und deren Eigenschaften unabhängig von der Tatsache ist, ob diese Außenwirklichkeit von irgendjemandem wahrgenommen oder gedacht wird. Die Außenwirklichkeit und ihre Eigenschaften hängen nicht vom sprachlichen Gebrauch, der Wahrnehmungsweise oder den Denkstrukturen irgendeiner Person ab (vgl. Gethmann 2004, 500, 502f; Miller 2002/2005)[6].

Ausgehend von diesen Charakteristika ließe sich die Position des (starken) ontologischen Realisten vielleicht folgendermaßen erläutern: Der ontologische Realist behauptet Sätze der Art: ‹Es gibt voneinander verschiedene Gegenstände a1,…,an und diese Gegenstände haben die ihnen zugeschriebenen Eigenschaften F1,…,Fn und zwar unabhängig von Wahrnehmung, Sprachgebrauch, Glauben oder Denkstrukturen irgendeiner Person.›

Dass sich Popper eine vergleichbare Auffassung vom metaphysischen Realismus zu Eigen macht und diese vertritt, können vielleicht die folgenden Zitate verdeutlichen:

„Allerdings habe ich in der Logik der Forschung erklärt, daß ich an den metaphysischen Realismus glaube. […][7] Und ich glaube noch immer an den metaphysischen Realismus. […] Er bildet eine Art Hintergrund, vor dem unsere Suche nach der Wahrheit Sinn bekommt. Die rationale Diskussion, das heißt die kritische Auseinandersetzung im Interesse der Annäherung an die Wahrheit, wäre ohne objektive Realität sinnlos, ohne eine Welt, die zu entdecken wir uns zur Aufgabe machen. […] Dieser robuste, wenn auch meist unausgesprochene Realismus, von dem die Logik der Forschung erfüllt ist, ist einer ihrer Aspekte, auf die ich recht stolz bin.“ (Popper 2002, 92f).

„Meinem Ansatz nach ist es vernünftig, die Ansichten des Alltagsverstandes zu akzeptieren, solange sie der Kritik standhalten: Kritik und Alltagsverstand und Phantasie sind es, die die Wissenschaft hervorbringen. […] So glaube ich beispielsweise mit dem Alltagsverstand an die Realität materieller Dinge und mithin an die Realität der Materie. Aber ich bin kein ›Materialist‹;“ (Popper 2002, 149).

„Ich glaube, daß wir in einer realen Welt leben, und ich glaube an eine Welt, die eine Art struktureller Ordnung aufweist, die sich uns in Form von Gesetzen darstellt. Kann man zeigen, dass diese Überzeugung vernünftig ist?

Das Problem, das sich hier ergibt, ist das Problem des metaphysischen Realismus, in einer Form, die den Akzent nicht sosehr auf die Existenz physischer Körper legt, sondern mehr auf die Existenz von Gesetzen.“ (Popper 2002, 91).

„[…] der Realismus des Alltagsverstandes; das ist die Ansicht, daß es eine wirkliche Welt gibt, die wirkliche Menschen, Tiere und Pflanzen, Autos und Sterne enthält. Ich glaube, daß diese Ansicht wahr und ungeheuer wichtig ist, und ich glaube, daß noch nie eine haltbare Kritik dieser Ansicht vorgeschlagen wurde.“ (Popper 1953, 1974/1997, 89f; Popper 1974, 49f).

„Ich schlage vor, den Realismus als die einzige vernünftige Hypothese zu akzeptieren – als eine Vermutung, zu der noch nie eine vernünftige Alternative angegeben worden ist.“ (Popper 1970/1997, 208).

„Der metaphysische Idealismus ist falsch, und der metaphysische Realismus ist wahr.“ (Popper 2002, 95).

Im Hinblick auf Poppers Verteidigung des Realismus, gilt es zunächst zu klären, wie Popper den metaphysischen Realismus näher charakterisiert und was seiner Ansicht nach die Besonderheit einer metaphysischen These ausmacht. Während der metaphysische Realismus im Artikel von Fetz nur streiflichtartig behandelt wird und der wissenschaftliche Realismus im Zentrum der Arbeit steht (Fetz 2002, 240), spielt die ontologische Variante des Realismus bei Popper eine entscheidende Rolle und in den meisten Fällen, in denen Popper den Ausdruck ‹Realismus› gebraucht, hat er vermutlich eine metaphysische Form im Sinn. Insofern scheint es gerechtfertigt, dem metaphysischen Realismus etwas mehr Aufmerksamkeit zu widmen, um Poppers Realismus-Affinität besser zu verstehen.

Denn nach Popper zeichnen sich metaphysische Thesen gerade dadurch aus, dass sie weder beweisbar noch widerlegbar sind (Popper 1958/1997, 194-197; Fetz 2002, 240). Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass sich von der Unwiderlegbarkeit einer These nicht auf deren Wahrheit schließen lässt. Und das trifft nach Popper auf beide Bedeutungen des Ausdrucks ‹unwiderlegbar› zu:

a.) Eine These ist logisch unwiderlegbar: Was soviel heißt wie: die These ist logisch widerspruchsfrei oder konsistent.
b.) Eine These ist empirisch unwiderlegbar: Was soviel heißt wie: die These widerspricht keinem möglichen Erfahrungssatz. (vgl. Popper 1958/1997, 197).

Für den Realismus gilt wie für andere metaphysische Theorien sowohl die logische als auch empirische Unwiderlegbarkeit: Es handelt sich um eine konsistente These, die keinem möglichen Erfahrungssatz widerspricht, die aber dessen ungeachtet dennoch falsch sein könnte:

„Ich behaupte, daß der Realismus weder beweisbar noch widerlegbar ist. Wie alles außerhalb der Logik und elementaren Arithmetik ist er nicht beweisbar; doch während empirische wissenschaftliche Theorien widerlegbar sind, ist der Realismus nicht einmal widerlegbar. (Diese Eigenschaft hat er mit vielen philosophischen oder metaphysischen Theorien gemeinsam, insbesondere auch mit dem Idealismus).“ (Popper 1970/1997, 205).

Nach Popper ist es sogar ein definierendes Merkmal aller metaphysischen Theorien, dass sie unwiderlegbar sind (Popper 1958/1997, 199)[8]. Gerade im Hinblick auf Poppers Falsifikationismus, bei dem es erwünscht ist, Thesen zu prüfen und wenn möglich zu falsifizieren, stellt sich eine besonders dringliche Frage, die Popper selbst klar formuliert:

„Wenn philosophische [metaphysische] Theorien unwiderlegbar sind, wie können wir dann zwischen wahren und falschen Theorien unterscheiden?“ (Popper 1958/1997, 199).

Poppers diesbezüglich Antwort kann zwar nicht ganz zufrieden stellen, weist aber in eine ungefähre Richtung: Auch die metaphysischen Theorien müssen kritisch beleuchtet und hinterfragt werden: Lösen sie ihre Probleme? Lösen sie ihre Probleme besser als andere metaphysische Theorien? Wird das Problem nur verschoben? Ist die Lösung einfach und möglichst fruchtbar? (Vgl. Popper 1958/1997, 202). Denn auch wenn es unmöglich ist, den metaphysischen Realismus zu widerlegen, so gilt nach Popper doch, dass man für (oder gegen) ihn argumentieren kann:

„[…] und die Argumente sprechen überwältigend für ihn. […] In dieser Sache gibt es also, wie in so vielen anderen, kein entscheidendes Argument. Doch es gibt viele Argumente zugunsten des Realismus oder vielmehr gegen den Idealismus.“ (Popper 1970/1997, 205f).

An diesem Punkt erhebt sich die Frage, wie Poppers Argumente[9] für den metaphysischen Realismus aussehen[10]. Während Fetz hier von ad-hominem Argumenten gegen die Idealisten spricht (Fetz 2002, 240), - also solchen unzulässigen Argumenten die aus der (moralischen) Ablehnung der Idealisten auf die Falschheit des Idealismus schließen, - handelt es sich m. E. meist um so etwas wie abduktive oder pragmatische Argumente, die, wenn auch teilweise etwas polemisch vorgetragen, nahe legen sollen, warum der metaphysische Realismus angesichts gewisser Umstände die beste Hypothese darstellt und deshalb dem Idealismus rational vorzuziehen ist. Der überwiegende Anteil dieser Stützungsversuche, von denen hier einige zusammen getragen sind, findet sich im Band Realismus und das Ziel der Wissenschaften (Postskript zur Logik der Forschung) sowie im Band Objektive Erkenntnis (bzw. im Aufsatz Realismus im Popper Lesebuch)[11]. Vier davon beziehen sich weitgehend auf den metaphysischen Realismus und seien hier kurz vorgestellt:

1.) Das nach Poppers Ansicht stärkste Argument für den metaphysischen Realismus besteht aus zwei Teilen: Dem ontologischen Realismus des Alltagsverstandes, den Popper für zutreffend hält und der Ablehnung der alltäglichen Erkenntnistheorie, die Popper als falsch betrachtet (Popper 1970/1997, 206).

a.) In der Befürwortung des metaphysischen Realismus beruft sich Popper, wie bereits erwähnt, auf die Auffassung des Alltagsverstandes. Da der ontologische Realismus Teil des Alltagsverstandes ist und dieser weitgehend akzeptiert werden kann, darf auch der ontologische Realismus akzeptiert werden.
b.) Wer den ontologischen Realismus ablehnt, beruft sich nach Popper meist letztendlich auf die Erkenntnistheorie des Alltagsverstandes, die so genannte „Kübeltheorie des Geistes“, die von der Sinnesempfindung als einzige Grundlage der Erkenntnis ausgeht[12]. Eine solche Erkenntnistheorie kann leicht zu einer idealistischen Position führen und ist nach Popper grundfalsch.

Dieses angeblich „stärkste Argument“ (Popper 1970/1997, 206) hat eine erhebliche Schwäche: Um den metaphysischen Realismus zu verteidigen beruft sich Popper einerseits auf den Alltagsverstand, lehnt die Anschauungen des Alltagsverstandes aber dort ab, wo sie zu einer Schwächung des Realismus führen könnten. Der Alltagsverstand hat also nur dann Gültigkeit, wo er den Realismus behauptet und Unrecht, wo er zu gegenteiligen Ansichten gelangt. Wenn Popper nicht zusätzlich zeigen kann, warum der Alltagsverstand bezüglich der einen Positionen richtig und bezüglich der anderen falsch liegt, dann wird nicht ersichtlich, warum die Alltagsanschauung einmal zu akzeptieren und einmal zu verwerfen ist[13]. Es hat vielmehr den Anschein, dass es sich bei dieser Argumentation um eine Art petitio principii handelt, bei der eine realistische Auffassung bereits vorausgesetzt wird.

2.) Ein anderer Stützungsversuch des metaphysischen Realismus beruft sich auf die Akzeptanz der modernen Naturwissenschaften und überschneidet sich zum Teil mit Poppers wissenschaftlichem bzw. methodologischem Realismus. Seiner Ansicht nach führe der Glaube an naturwissenschaftliche Theorien zum Glauben an den metaphysischen Realismus:

„[…] so gut wie alle physikalischen, chemischen und biologischen Theorien implizieren den Realismus, in dem Sinne, daß, wenn sie wahr sind, der Realismus wahr sein muß.“ (Popper 1970/1997, 207).[14]

Um den metaphysischen Realismus tatsächlich zu stützen, müsste Poppers Argument aber vielleicht folgendermaßen erweitert werden:

(P1): Die Sätze der modernen Naturwissenschaften sind weitgehend als wahr zu akzeptieren.

(P2): Wenn die Sätze der modernen Naturwissenschaften als weitgehend wahr zu akzeptieren sind, dann ist auch der metaphysische Realismus als weitgehend wahr zu akzeptieren.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Also.: Der metaphysische Realismus ist als weitgehend wahr zu akzeptieren.

Wenn Popper auch dieses Argument befürworten will, so müsste er zusätzlich zum metaphysischen Realismus, - den er hier zu verteidigen sucht, - auch einen wissenschaftlichen Realismus annehmen, wonach die moderne Naturwissenschaft zu weitgehend wahren Ergebnissen gelangt. Nur mithilfe eines wissenschaftlichen Realismus ließe sich die erste Prämisse (P1) halten. Vertritt man wie Popper jedoch eine Art korrespondenztheoretischer Wahrheitstheorie und nimmt man an, dass die wissenschaftlichen Theorien (zutreffende) Beschreibungen der Außenwelt seien, so hat es den Anschein, dass der wissenschaftliche (oder methodologische) Realismus bereits auf einem metaphysischen Realismus basiert, d.h. der Annahme einer unabhängigen Außenwelt über die wahre oder falsche Aussagen gemacht werden können. (vgl. Kap. 2. 3., S. 18-20) Damit würde der metaphysische Realismus aber bereits vorausgesetzt und es würde sich nicht um eine zulässige Stützung des metaphysischen Realismus, sondern um einen argumentativen Zirkel handeln.

3.) Das nächste Argument Poppers zugunsten des ontologischen Realismus ist eine Kritik am Idealismus. Da Popper annimmt, dass sich der Idealismus schlicht als Non-Realismus formulieren lässt und lediglich die Negation des Realismus bedeutet (vgl. Popper 1970/1997, 206; Popper 2002, 95)[15], würde eine Schwächung des Idealismus automatisch zu einer Stützung des Realismus führen.

„Für mich ist der Idealismus absurd, denn aus ihm folgt so etwas wie dies: daß mein Bewußtsein diese schöne Welt geschaffen hat.“ (Popper 1979/1997, 208)

„Mein Argument ist folgendes. Ich weiß, daß ich weder die Musik von Bach oder Mozart, noch die Bilder von Rembrandt oder Botticelli geschaffen habe. Ich bin ganz sicher, daß ich so etwas nie könnte. […] Doch alles das wären der solipsistischen Hypothese zufolge Schöpfungen meiner eigenen Träume, Geschöpfe meiner eigenen Phantasie. Denn es gäbe kein anderes Bewußtsein; nichts wäre da als mein Bewußtsein. Ich weiß, daß das nicht wahr sein kann.“ (Popper 2002, 95f)

„Die Leugnung des Realismus kommt dem Größenwahn gleich (der verbreitetsten Berufskrankheit der Fachphilosophen).“ (Popper 1970/1997, 208).

Diese Einwände besitzen einige Überzeugungskraft, sind wie Popper jedoch selbst betont alles andere als zwingend (Popper 2002, 96). Darüber hinaus wird mit dieser Kritik auch nur die stärkste Form des Idealismus, der Solipsismus kritisiert, und als Folge dessen auch höchstens die schwächste Form des metaphysischen Realismus gestützt. Was Popper anzweifelt, ist nämlich lediglich eine solche Auffassung, bei der alles von einem einzigen Bewusstsein geschaffen wurde und von diesem abhängig ist. Möchte man diese zugegebenermaßen etwas „größenwahnsinnig“ anmutende Positionen verneinen, so gelangt man nur zu der These, dass es irgendetwas gibt, das nicht vom Bewusstsein abhängig ist. Dabei handelt es sich um seinen sehr schwachen ontologischen Realismus, der weder die Existenz von Objekten, noch von Eigenschaften postuliert.

4.) Als letzter Stützungsversuch in dieser Reihe soll Poppers Berufung auf die wissenschaftliche Wahrheitssuche genannt werden. Denn im Rahmen von Poppers korrespondenztheoretischer Auffassung, wäre es schlichtweg unsinnig danach zu streben möglichst wahre Aussagen zu treffen, wenn es keine unabhängige Wirklichkeit gäbe, die in der Wissenschaft so korrekt wie möglich beschrieben werden soll.

„Gleichzeitig wird die ganze Frage der Wahrheit oder Falschheit unserer Meinungen und Theorien einfach gegenstandslos, wenn es keine Wirklichkeit gibt, sondern nur Träume und Täuschungen.“ (Popper 1970/1997, 208).

Diese Auffassung lässt sich vielleicht als Bindeglied zwischen Poppers metaphysischem Realismus und einer anderen realistischen These verstehen, die Fetz in seinem Aufsatz als ‹semantischer Realismus› bezeichnet. Es erscheint deshalb zweckmäßig die Thesen des semantischen Realisten zu erläutern, bevor auf Poppers diesbezügliches Argument zugunsten des ontologischen Realismus näher eingegangen werden kann.

2. 2. Semantischer Realismus

Anders als der ontologische Realismus bezieht sich der semantische Realismus grundsätzlich nicht auf das objektive Vorhandensein irgendwelcher Dinge, sondern auf die Wahrheitsfähigkeit von Aussagen. Nach Fetz behauptet ein semantischer Realist, „daß die in den Wissenschaften verwendeten Sätze einschließlich der allgemeinen Gesetzesaussagen

wahrheitsfähig sind, daß sie entweder wahr oder falsch sind.“ (Fetz 2002, 239). Eine ähnliche Explikation des semantischen Realismus findet sich auch in der Stanford Encyclopedia (Miller 2002/2005)[16]. Danach besagt der semantische Realismus etwa soviel, dass jeder wahrheitsfähige Satz, unabhängig davon ob er als wahr oder falsch erkannt wird, dennoch wahr oder falsch ist. Dem semantischen Realismus zufolge ist die Wahrheit eines Satzes sozusagen Erkenntnis-transzendent:

„To say that the notion of truth involved is potentially recognition-transcendent is to say that [a sentence] (G) may be true (or false) even though there is no guarantee that we will be able, in principle, to recognize that that is so. To say that the notion of truth involved is bivalent is to accept the unrestricted applicability of the law of bivalence, that every meaningful sentence is determinately either true or false.” (Miller 2002/2005).

Der semantische Realist akzeptiert also die Uneingeschränktheit des Bivalenzprinzips, wonach jeder wahrheitsfähige Satz entweder wahr oder falsch ist. Des Weiteren postuliert er eine Art Objektivität der Prädikate ‹wahr› und ‹falsch›, die auch dann zutreffen oder nicht zutreffen, wenn es keine Methode gibt, mit der ein beliebiger Satz als wahr oder falsch erkannt wird. Damit wird die Unabhängigkeitskomponente des ontologischen Realismus in gewisser Weise übernommen, da auch im semantischen Realismus gilt, dass jeder wahrheitsfähige Satz prinzipiell unabhängig von einem erkennenden Subjekt wahr oder falsch ist. Ähnlich wie im Fall des ontologischen Realismus lässt sich der semantische Realismus also durch zwei Teilthesen charakterisieren:

1.) Behauptung eines uneingeschränkten Bivalenzprinzips: Alle wahrheitsfähigen Aussagen (und dazu gehören auch die generellen Gesetzesaussagen) sind entweder wahr oder falsch.
2.) Behauptung des realistischen Unabhängigkeitsprinzips: Die Wahrheit oder Falschheit jedes wahrheitsfähigen Satzes ist objektiv und ‚Erkenntnis-transzendent’, d.h. unabhängig von jedem erkennenden Subjekt[17].

Im Unterschied zum ontologischen Realismus wird die Existenzbehauptung im semantischen Realismus jedoch nicht eingeführt, denn weder das Vorhandensein einer Außenwirklichkeit, noch alltägliche Objekte und Eigenschaften werden postuliert. Aus diesem Grund kann der semantische Realismus auch weitgehend unabhängig von seiner metaphysischen Variante vertreten werden. Der semantische Realismus impliziert den metaphysischen nicht, und umgekehrt:

„Man kann ontologischer Realist sein, ohne semantischer Realist zu sein […].“ (Fetz 2002, 240).

„Does [semantic realism] entail [metaphysical] Realism? It does not. Realism […] requires the objective independent existence of common-sense physical entities. Semantic Realism concerns physical statements and has no such requirement: it says nothing about the nature of the reality that makes those statements true or false […]. An idealist who believed in the […] existence of a purely mental realm of sense-data could subscribe to [semantic realism]. He could believe that physical statements are true or false according as they do or do not correspond to the realm of sense-data, whatever anyone's opinion on the matter.” (Devitt 1983, 77)

Die Position des semantischen Realismus ist theoretisch also durchaus mit einem metaphysischen Idealismus konsistent vereinbar. Nach Fetz äußert sich Poppers semantischer Realismus dahingehend, dass er nicht nur empirisch prüfbare Singulärsätze, sondern auch allgemeine Gesetzesaussagen im Sinne des semantischen Realismus für objektiv wahr oder falsch hält. Diese Auffassung zeigt sich vor allem daran, dass Popper die Gegenposition, - wie sie beispielsweise von Wittgenstein und Schlick vertreten wurde, - in der Logik der Forschung heftig kritisiert. Schlick und Wittgenstein hielten ausschließlich verifizierbare Aussagen für sinnvoll und wahrheitsfähig (Verifikation als Abgrenzungskriterium). Demgegenüber seien die nicht verifizierbaren Aussagen und damit auch die streng allgemeinen Gesetzesaussagen weder wahr noch falsch und nichts anderes als bloße Instrumente um Vorraussagen zu machen (Instrumentalismus). Popper bestreitet diese Position vehement[18], nimmt auch für die allgemeinen Gesetzesaussagen an, dass sie wahr oder falsch sind und zeigt sich als semantischer Realist:

„Der positivistische Radikalismus vernichtet mit der Metaphysik auch die Naturwissenschaft: Auch die Naturgesetze sind auf elementare Erfahrungssätze logisch nicht zurückführbar. Wendet man das Wittgensteinsche Sinnkriterium konsequent an, so sind auch die Naturgesetze, die aufzusuchen „die höchste Aufgabe des Physikers ist“ (Einstein), sinnlos, d.h. keine echten (legitimen) Sätze;“ (Popper 1982, 11).

„Wissenschaftliche Theorien sind nicht nur Instrumente, sondern echt deskriptive Aussagen. Sie sind echte Vermutungen über die Welt. Diese Einstellung ist natürlich eine realistische: Sie ermöglicht es uns zu sagen, daß eine wissenschaftliche Theorie oder ein Naturgesetz wahr sein kann (obwohl wir dessen nie sicher sein können).“ (Popper 2002, 127).

„Universelle Theorien sind grundsätzlich hypothetisch und konjektural, weil sie nicht als wahr entscheidbar sind. Das bedeutet aber nicht, daß sie nicht wahr sein können. Wir können nur nicht ihrer Wahrheit sicher sein.“ (Popper 1994b, xxvi).

Da sich Popper aber nicht nur als semantischer Realist, sondern wie bereits deutlich wurde, auch als ontologischer Realist versteht, versucht er beide Positionen in gewisser Weise zu verbinden. Denn nach Popper besitzen Aussagen im Wesentlichen eine deskriptive Funktion und damit auch eine realistische Grundtendenz. Diese realistische Tendenz von Beschreibungen besteht gemäß Popper nicht nur in einem semantischen, sondern auch in einem ontologischen Realismus: Aussagen sind nicht nur wahr oder falsch, sondern beziehen sich auf eine objektive Wirklichkeit:

„Alle Diskussionen über den Realismus, insbesondere alle Argumente gegen ihn, müssen in einer Sprache formuliert werden. Doch die menschliche Sprache ist wesentlich deskriptiv […] und eine eindeutige Beschreibung ist stets realistisch: sie beschreibt etwas – einen Sachverhalt, der wirklich oder unwirklich sein kann. Ist nun der Sachverhalt unwirklich, so ist die Beschreibung einfach falsch und ihre Negation ist eine wahre Beschreibung der Wirklichkeit in Tarskis Sinne.“ (Popper 1970/1997, 207).

Was Popper hier m. E. anstrebt, ist eine innere Verbindung von semantischem und ontologischen Realismus herzustellen, indem er sich auf eine Wahrheitstheorie im Sinne Tarskis beruft – also stark vereinfacht eine Korrespondenztheorie.

„Meiner Meinung nach ist nur eine Theorie der Wahrheit ernst zu nehmen: die Korrespondenztheorie. Diese besagt, daß ein Satz wahr ist, wenn er mit den Tatsachen oder mit der Wirklichkeit übereinstimmt, oder mit ihr korrespondiert.“ (Popper 1994b, xxii).

„Ich unterstütze die (von Alfred Tarski verteidigte und verfeinerte) Theorie des Alltagsverstands, daß Wahrheit die Übereinstimmung mit den Tatsachen (oder der Wirklichkeit) ist; oder genauer, daß eine Theorie wahr ist genau dann, wenn sie mit den Tatsachen übereinstimmt. […] Die Idee der Wahrheit ist also absolut, aber es kann keine absolute Gewissheit geben: wir suchen nach der Wahrheit, aber wir besitzen sie nicht.“ (Popper 1974, 57, 60).[19]

Mithilfe einer solch korrespondenztheoretischen Auffassung, wonach im weitesten Sinne eine Aussage p genau dann wahr ist, wenn p der Fall ist, glaubt Popper einen ontologischen Realismus stützen zu können:

„Als kritischer Realist des Alltagsverstands mit dem Bewußtsein, daß ich damit einer metaphysischen Theorie anhing, interessierte ich mich sehr für den realistischen Aspekt der Tarskischen Wahrheitstheorie, dessen bloße Existenz aber Tarski, wie ich fast glaube, bestreiten würde. Tarskis Theorie ist […] eine Rehabilitierung und Präzisierung der klassischen Theorie, die Wahrheit sei Übereinstimmung mit den Tatsachen und das scheint mir den metaphysischen Realismus zu stützen.“ (Popper 1974, 351).

Diese Verknüpfung von semantischem und ontologischem Realismus kann aber nicht besonders weit gehen. Denn auch wenn man die korrespondenztheoretische Wahrheitstheorie so formulieren könnte, dass darin der Ausdruck ‹Wirklichkeit› vorkommt und der semantische Realismus genau wie der ontologische die Unabhängigkeit vom erkennenden Subjekt postuliert, lässt sich die für den ontologischen Realismus unverzichtbare Existenzbehauptung weder aus dem semantischen Realismus noch aus der Korrespondenztheorie gewinnen. Denn selbst wenn man die Korrespondenztheorie mithilfe des Ausdrucks ‹Wirklichkeit› formulieren möchte, muss darin nicht enthalten sein, dass es diese so genannte Wirklichkeit auch gibt und dass sie unabhängig vom Subjekt existiert. Die realistische Existenzbehauptung wird also nicht durch eine korrespondenztheoretische Wahrheitstheorie eingeschleppt, sondern kommt lediglich dann zum Vorschein, wenn man behauptet, einige Aussagen stimmen mit der Wirklichkeit überein oder seien in dieser korrespondenztheoretischen Auffassung wahr.

Möchte Popper hier eine Art Verbindungsglied schaffen, dann muss er eine andere und noch stärkere Form des Realismus behaupten. Diese realistische Position wird in der modernen Philosophie besonders kontrovers diskutiert und wurde von Fetz auch in Poppers Werk ausgemacht: der so genannte wissenschaftliche Realismus.

2. 2. 1. Exkurs: Ein Argument zwischen ontologischem, semantischem und wissenschaftlichem Realismus oder: gegen den Instrumentalismus

Bevor in Kap. 2. 3. näher auf Poppers wissenschaftlichen Realismus eingegangen wird, soll noch einmal an seine Argumentation zugunsten des ontologischen Realismus angeknüpft werden. Denn einer von Poppers interessantesten Stützungsversuchen geht dahin, eine Brücke zwischen dem semantischen, ontologischen und vielleicht sogar wissenschaftlichen Realismus zu schlagen. Ausgangspunkt für Poppers diesbezügliche Argumentation ist eine vehemente Kritik am wissenschaftlichen Instrumentalismus. Nach der Einschätzung Poppers bezeichnet ‹Instrumentalismus› die Auffassung, daß wissenschaftliche Theorien nichts anderes seien als mehr oder weniger geeignete Instrumente für Berechnungen oder Voraussagen. Es handelt sich weder um Beschreibungsversuche der Wirklichkeit, noch seien sie wahr oder falsch (vgl. Popper 2002, 123-129).

„Mit Instrumentalismus meine ich die Lehre, daß eine wissenschaftliche Theorie […] als ein Instrument und nur als ein Instrument zur Ableitung von Voraussagen zukünftiger Ereignisse […] und für andere praktische Anwendungen interpretiert werden sollte. […] Die instrumentalistische Lehre impliziert, daß wissenschaftliche Theorien mehr oder weniger nützlich sein können, oder mehr oder weniger effizient; aber sie leugnet, daß sie wie deskriptive Sätze wahr oder falsch sein können.“ (Popper 2002, 128).

Gemäß dem Instrumentalismus wären wissenschaftliche Theorien keine Vermutungen über die Wirklichkeit und hätten keine deskriptive Funktion. Nach instrumentalistischer Sichtweise werden Theorien weder im Sinne des ontologischen Realismus, noch des semantischen oder wissenschaftlichen Realismus interpretiert. Sie wären lediglich nützlich, praktisch oder im Hinblick auf einen gewissen Anwendungsbereich zweckmäßig. Popper verwirft diese instrumentalistische Position, da sie zu einem weit reichenden Anti-Realismus bezüglich wissenschaftlicher Theorien führt. Nach Popper ist es vielmehr sinnvoll zu behaupten wissenschaftliche Theorien hätten nicht nur instrumentellen Wert, sondern seien auch wahre oder falsche Aussagen über die Wirklichkeit. Popper warnt deshalb ausdrücklich vor einem epistemologischen Missverständnis:

„Ich stimme der Ansicht zu […], daß wir einen Sachverhalt dann und nur dann ›wirklich‹ nennen sollen, wenn der ihn beschreibende Satz wahr ist. Es wäre aber ein schwerer Fehler, daraus zu schließen, daß die Ungewissheit einer Theorie, das heißt also ihr hypothetischer und

konjekturaler Charakter, ihren impliziten Anspruch vermindert, etwas Wirkliches zu beschreiben. Denn jeder Satz A ist einem Satz äquivalent, der behauptet, daß A wahr ist. Und wenn A eine Vermutung sein sollte, dann müssen wir uns daran erinnern, daß eine Vermutung zunächst einmal wahr sein und somit einen wirklichen Sachverhalt beschreiben kann. Darüberhinaus widerspricht sie, wenn sie falsch ist, einem wirklichen Sachverhalt (der durch ihre wahre Negation beschrieben wird). Und wenn wir überdies unsere Vermutung überprüfen und sie erfolgreich falsifizieren, dann sehen wir sehr klar, daß es eine Wirklichkeit gibt – etwas, womit sie kollidieren konnte.“ (Popper 1994a, 169f).

Popper betont also, dass wissenschaftliche Theorien trotz ihres Vermutungscharakters wahr oder falsch sind und damit deskriptive Aussagen über die Wirklichkeit. Obwohl nur das wirklich ist, was auch wahr ist, wäre es nach Popper ein „schwerer Fehler“ zu glauben, nur das sei wirklich, was als wirklich erkannt wird. Der hypothetische Charakter wissenschaftlicher Theorien, darf keinesfalls als Indiz für einen semantischen Anti-Realismus gewertet werden. Popper geht jedoch insofern über den semantischen Realismus hinaus, als er mithilfe der Falsifizierung einen ontologischen (und vielleicht auch wissenschaftlichen) Realismus stützen möchte. Denn dort, wo es gelingt eine wissenschaftliche Theorie mithilfe

von Beobachtungssätzen zu widerlegen, zeigt sich nach Popper, dass wissenschaftliche Theorien nicht nur zweckmäßig, sondern manchmal auch falsch sind. Für Popper ist dieses Faktum nicht nur ein Hinweis auf den semantischen Realismus, sondern auch auf die ontologische Existenzbehauptung:

[...]


[1] „So ist die empirische Basis der objektiven Wissenschaft nichts „Absolutes“; die Wissenschaft baut nicht auf Felsengrund. Es ist eher ein Sumpfland, über dem sich die kühne Konstruktion ihrer Theorien erhebt; sie ist ein Pfeilerbau, dessen Pfeiler sich von oben her in den Sumpf senken – aber nicht bis zu einem natürlichen, „gegebenen“ Grund. Denn nicht deshalb hört man auf, die Pfeiler tiefer hineinzutreiben, weil man auf eine feste Schicht gestoßen ist: wenn man hofft, daß sie das Gebäude tragen werden, beschließt man, sich vorläufig mit der Festigkeit der Pfeiler zu begnügen. […] Das Wort „Basis“ hat […] einen ironischen Beiklang: die Basis schwankt.“ (Popper 1982, 75f).

[2] Hinweise zur Verwendung von Sonderzeichen im Rahmen dieser Seminararbeit: Die einfachen spitzen Klammern (‹ ›) dienen zur Bildung von Anführungsnamen, zeigen also an, dass auf einen Ausdruck Bezug genommen wird und nicht darauf, was der entsprechende Ausdruck bezeichnet. Die doppelten Anführungszeichnen („ “) werden zur Markierung von Zitaten gebraucht. Die einfachen Anführungszeichen (‚ ’) dienen einer ironischen Distanzierung, inhaltlichen Problematisierung oder der metaphorischen Verwendung. In kursiver Schreibweise werden Werktitel zitiert oder Passagen im Fließtext inhaltlich hervorgehoben. Rechteckige Klammern machen auf Ergänzungen/Auslassungen innerhalb von Zitaten aufmerksam.

[3] Aus: A. Einstein, Remarks on Bertrand Russell’s Theory of Knowledge, in: P. A. Schilpp (Hrsg.), The Philosophy of Bertrand Russell, The Library of Living Philosophers, Bd. V, 1944, s. 290f. Zitiert nach: Popper 2002, 92.

[4] Popper 1970/1997, 207. Vgl. eine dementsprechende Einschätzung bei Fetz 2002, 239: „Es ist nicht ganz klar, was Popper jeweils meint, wenn er sich als ‚Realist’ bezeichnet oder wenn er versucht „den Realismus“ zu verteidigen.“

[5] Vielleicht ließe sich der Ausdruck ‹der ontologischer Realismus› als ein singulärer Name für die Menge genau jener Sätzen begreifen, die – grob gesagt – die Unabhängigkeitsbehauptung und die Existenzbehauptung ausdrücken.

[6] Gethmann (2004, 500) charakteristiert diese beiden „ontologischen Thesen“ folgendermaßen: Es gibt:

„ (1) einen nicht-leeren Objektbereich B, die Außenwelt genannt, dessen Elemente ›real‹ existieren, und daß
(2) eine Menge von Sachverhalten bezüglich der Objekte aus B ›objektiv‹ besteht, unabhängig davon, ob die

Elemente von B Gegenstand menschlichen Wahrnehmens, Urteilens, Denkens, Sprechens etc. sind.“

Der Ausdruck ‹ontologischer Realismus› wird im Rahmen dieser Seminararbeit nicht im scholastischen Sinne und als Gegenposition zum sog. Nominalismus verstanden, d.h. es wird damit keine Existenzbehauptung bezüglich der Prädikatausdrücke („allgemeine Namen“, „Universalien“) verbunden.

[7] Popper bezieht sich hier weitgehend auf folgende Stellen der Logik der Forschung: „Die wissenschaftliche Methode setzt eine Konstanz der Naturvorgänge voraus. Diese Argumentation hat einiges für sich; aber sie trifft uns nicht. Aus ihr spricht der metaphysische Glaube an das Bestehen von Gesetzmäßigkeiten in unserer Welt (den auch ich teile, und ohne den praktisches Handeln wohl undenkbar ist). (Popper 1982, 199). „Das Kapitel [V. Basisprobleme] stellt einen robusten Realismus auf und zeigt, daß dieser mit einem neuen, undogmatischen und nicht-subjektiven Empirismus vereinbar ist. Es richtet sich gegen jede Erkenntnislehre, die von unsern subjektiven Erfahrungen oder Wahrnehmungen ausgeht.“ (Popper 1982, 76).

[8] „Wenn dieses ›Kriterium der Widerlegbarkeit‹ angenommen wird, dann sehen wir sofort, daß philosophische Theorien, oder metaphysische Theorien per definitionem unwiderlegbar sind.“ Popper ebd.

[9] Der Ausdruck ‹Argument› wird im Rahmen dieser Seminararbeit in einer etwas weiteren Bedeutung gebraucht, die an Poppers Verständnis anknüpft. Denn allem Anschein nach, versteht Popper unter ‹Argument› nicht nur deduktive Schlüsse, sondern auch andere Satzfolgen, von denen sich in gewisser Weise behaupten lässt, dass sie einen bestimmten Satz rational stützen. In Anlehnung an diese Auffassung werden im folgenden Kontext auch induktive oder abduktive „Schlüsse“ mit dem Ausdruck ‹Argument› belegt.

[10] Das vorangehende Zitat (Popper 1970/1997, 206) legt es nahe, dass Popper die Ausdrücke ‹der Realismus› und ‹der Idealismus› hier so verwendet, dass die Verneinung des Realismus identisch mit dem Idealismus ist. Denn nur so wird seine Behauptung verständlich, dass Argumente gegen den Idealismus auch gleichzeitig Argumente für den Realismus sind. Man vergleiche etwa das folgende Zitat: „Aus der Unwiderlegbarkeit des Idealismus folgt die Nichtbeweisbarkeit des Realismus, und umgekehrt. Beide Theorien sind unbeweisbar (und deshalb synthetisch) und auch unwiderlegbar: Sie sind ›metaphysisch‹. Aber zwischen ihnen gibt es einen ganz gravierenden Unterschied: Der metaphysische Idealismus ist falsch, und der metaphysische Realismus ist wahr.“ (Popper 2002, 95). Ob sich der Idealismus aber tatsächlich als Non-Realismus erklären lässt (und umgekehrt), ist durchaus diskutabel. Die Bedeutung der Termini ‹Realismus› und ‹Idealismus› wäre in Poppers Verständnis also sehr weit zu fassen, sodass keine „Zwischenpositionen“ mehr möglich wären.

[11] Da Popper an den genannten Stellen nicht nur die metaphysische Variante des Realismus, sondern auch andere realistische Positionen verteidigt (semantischer R., methodologischer R.), werden nicht alle Stützungsversuche in diesem Unterkapitel erwähnt, sondern nur diejenigen, die sich am ehesten auf den metaphysischen Realismus beziehen. (vgl. Popper 1970/1997, 206-208; Popper 1974, 50-53; Popper 2002, 92-96).

[12] Über die „Kübeltheorie des Geistes“ wird im Rahmen von Poppers Induktionskritik noch ausführlicher zu sprechen sein. Vgl. Kap. 3. 1., s. 24-26.

[13] Popper versucht zwar an anderer Stelle zu zeigen, warum die alltägliche Erkenntnistheorie zu verwerfen ist (vgl. Popper 1953, 1974/1997, 88-91), müsste aber auch begründen, warum der Alltagsverstand im Falle des metaphysischen Realismus problemlos annehmbar ist.

[14] Diese Argumentation erinnert entfernt an Russells berühmtes Argument zuungunsten des naiven Realismus: „We all start from ‚naive realism’, i. e., the doctrine, that things are what they seem. […] Naive realism leads to physics, and physics, if true, shows that naive realism is false. Therefore naive realism, if true, is false; therefore it is false.” Russell 1964, 13. Russell und Popper gelangen freilich zu entgegen gesetzten Ergebnissen: Während Russell aus dem naiven Realismus seine innere Widersprüchlichkeit und damit seine Ungültigkeit ableitet, führen die Naturwissenschaften nach Popper zu einer Stützung des metaphysischen Realismus.

[15] Popper beschreibt die zentrale These des Idealismus folgendermaßen: „Der Idealismus behauptet in seiner einfachsten Form: die Welt […] ist bloß mein Traum. […] Der Idealismus ist unwiderlegbar und das bedeutet natürlich, daß der Realismus unbeweisbar ist.“ (Popper 1970/1997, 206).

[16] Dort unter Berufung auf M. Dummett, von dem die Debatte um den semantischen Realismus weitgehend initiiert wurde. Dummett versuchte die Unabhängigkeitskomponente des ontologischen Realismus durch eine Kritik am semantischen Realismus zu schwächen und wurde von Devitt (1983) dahingehend kritisiert, dass der ontologische und der semantische Realismus keinen inneren Zusammenhang besitzen und sich der semantische Realismus auch ohne den ontologischen konsistent vertreten lässt. M. Dummett, Truth and Other Enigmas (London 1978); M. Dummett, The Seas of Language (Oxford 1993).

[17] Eine erweiterte und genauere Charakterisierung des semantischen Realismus findet sich in der Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie (Gethmann 2004, 505), indem weitere Thesen als notwendige Kriterien eines semantischen Realismus hinzugenommen werden:

(1) Bivalenzprinzip
(2) Transzendenzprinzip (Der Wahrheitsstatus eines Satzes steht fest, auch wenn es unmöglich ist, den Wahrheitsstatus festzustellen.)
(3) Verstehensprinzip (Ein Satz wird genau dann verstanden, wenn seine Wahrheitsbedingungen verstanden werden.)
(4) Unabhängigkeitsprinzip
(5) Korrespondenzprinzip (Eine Aussage ist genau dann wahr, wenn sie mit den Tatsachen übereinstimmt.)

Ob die Aufnahme einer korrespondenztheoretischen Wahrheitstheorie (5) für jeden semantischen Realisten verbindlich sein sollte, sei dahin gestellt. Es scheint sich hier vielmehr um einen relativ starken und erweiterten semantischen Realismus zu handeln, dem Popper aber weitgehend beipflichten würden, da er sich eindeutig für eine Verbindung von (schwachem) semantischem Realismus und Korrespondenzprinzip ausspricht.

[18] Der Instrumentalismus lässt sich nach Popper folgendermaßen charakterisieren: „Mit Instrumentalismus meine ich die Lehre, daß eine wissenschaftliche Theorie wie beispielsweise die Newtons, Einsteins oder Schrödingers als ein Instrument und nur als ein Instrument zur Ableitung von Voraussagen zukünftiger […] und für andere praktische Anwendungen interpretiert werden sollte; und vor allem, daß man eine wissenschaftliche Theorie nicht als eine echte Vermutung über die Struktur der Welt interpretieren sollte, oder als echten Versuch, bestimmte Aspekte unserer Welt zu beschreiben. Die instrumentalistische Lehre impliziert, daß wissenschaftliche Theorien mehr oder weniger nützlich sein können, oder mehr oder weniger effizient; aber sie leugnet, daß sie wie deskriptive Sätze wahr oder falsch sein können.“ (Popper 2002, 128, vgl. 127-137).

[19] Nähere Ausführungen Poppers zu seiner Rezeption der Tarkischen Wahrheitstheorie finden sich bspw. in: Popper 1974, 336-350. Tarskis Schlüssel zur Rehabilitierung der Korrespondenztheorie liegt nach Popper in der Feststellung, dass zwischen einer Objektsprache und einer Metasprache unterschieden werden muss, wenn man die Übereinstimmung zwischen einer Aussage A und einer Tatsache T ausdrücken will. Denn erst in der Metasprache, kann nicht nur über Tatsachen, sondern auch über Aussagen, die Tatsachen beschreiben, gesprochen werden.

Ende der Leseprobe aus 60 Seiten

Details

Titel
Poppers kritischer Realismus: Realismus und Induktionskritik im Werk von K. R. Popper
Untertitel
Nach einem Aufsatz von H. Fetz und Texten von K. R. Popper
Hochschule
Universität Salzburg  (Philosophie)
Note
Sehr gut
Autor
Jahr
2009
Seiten
60
Katalognummer
V150976
ISBN (eBook)
9783640623488
ISBN (Buch)
9783640623594
Dateigröße
967 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit wurde im Februar 2010 mit dem Anerkennungspreis des Fachbereichs Philosophie an der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftichen Fakultät der Universität Salzburg für hervorragende Seminararbeiten ausgezeichnet.
Schlagworte
Popper, Realismus, Induktion, Wissenschaftlicher Realismus, Induktionskritik, Wissenschaftstheorie
Arbeit zitieren
Mag. phil. Monika Hinterhöller (Autor), 2009, Poppers kritischer Realismus: Realismus und Induktionskritik im Werk von K. R. Popper, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150976

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