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Vertrag von San Germano (1225)

Titel: Vertrag von San Germano (1225)

Seminararbeit , 2005 , 14 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Diana Ingeborg Klein (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Angesichts der vielfältigen Aktivitäten des letzten Stauferkaisers Friedrich II. im naturwissenschaftlichen, architektonischen, legislativen, sprachlich-kulturellen, zoologischen, künstlerischen und vielen weiteren Bereichen, stellt er bis heute eine faszinierende Persönlichkeit dar, die ihrer Zeit oftmals ein Stück voraus zu sein schien. Die sich weiterhin anhäufenden Beiträge zur Forschung spiegeln aber vor allem das Interesse an seiner historischen Gestalt als Herrscher wieder. Bisher existiert eine kritisch edierte Sammlung seiner Urkundenteile die gerade einmal bis in das Jahr 1212 reicht. Damit sind die Publikationen zu Friedrich II. also keineswegs abgeschlossen, sondern stets in Bearbeitung. Als der Staufer dem Papst gelobte einen Kreuzzug persönlich anzutreten, trat er damit in die Fußstapfen seines Großvaters Barbarossa und seines Vaters Heinrich VI. Dies sollte ihm in späteren Jahren neben der Königskrone zu Sizilien, zu Deutschland und seit 1220 der Kaiserkrone auch die Krone zu Jerusalem einbringen, die er sich selbst aufs Haupt setzte. Bis der Kreuzzug jedoch stattfand, kam es vorerst zu etlichen Komplikationen, denn Friedrich verschob sein Gelübde mehrere Male. Was waren seine Motive dafür? War es ihm wirklich ernst einen „gerechten und gottgefälligen Krieg“ zu realisieren oder ging es ihm vielmehr um die Aufmerksamkeit des Papstes und der gesamten Christenheit? Der Vertrag von San Germano stellt bei dieser Thematik einen bedeutenden Wendepunkt dar und soll daher innerhalb dieser Arbeit im Vordergrund stehen. Dazu ist es notwendig die Umstände seiner Entstehung, seines Inhalts und seiner Folgen zu kennen. Nur so lässt sich über die Ereignisse des Kreuzzuges, der im Jahre 1227 folgenden Exkommunikation des staufischen Herrschers und sein Denken und Handeln als Kind seiner Zeit urteilen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Bemühungen Friedrichs II. um einen Kreuzzug

II.1. Wiederholte Aufschübe des Kreuzzugsgelübdes

III. Der Vertrag von San Germano (1225)

III.1. Der Vertragsinhalt

III.2. Die Bedeutung der Zugeständnisse für Friedrich II.

III.3. Die Bedeutung für den Papst und die Kurie

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Vertrag von San Germano aus dem Jahr 1225 und dessen fundamentale Bedeutung für die Kreuzzugspolitik von Kaiser Friedrich II. Dabei wird analysiert, wie der Vertrag einerseits als notwendiger Wendepunkt für das Gelübde des Kaisers fungierte und andererseits die Verschiebung der Verantwortung vom Papsttum hin zum staufischen Herrscher markierte.

  • Historische Einordnung der Bemühungen Friedrichs II. um einen Kreuzzug
  • Analyse der Beweggründe für die wiederholten Aufschübe des Kreuzzugsgelübdes
  • Detaillierte Untersuchung der vertraglichen Bedingungen von San Germano
  • Bewertung der machtpolitischen Konsequenzen für den Kaiser und das Papsttum

Auszug aus dem Buch

III.1. Der Vertragsinhalt

Betrachten wir nun den eigentlichen Vertragsinhalt von San Germano:

Kaiser Friedrich II. verpflichtete sich darin im August des Jahres 1227 mit tausend Rittern nach Palästina überzusetzen und sie dort zwei Jahre lang zu unterhalten. Für jeden fehlenden Ritter werde er jährlich mit 50 Silbermark aufkommen.32

Das gesammelte Geld durch diese Ersatzleistung sollte auf Rat des Königs, des Patriarchen von Jerusalem sowie des Hochmeisters des Deutschen Ordens zugunsten des Heiligen Landes verwendet werden.33

Er sagte innerhalb des Vertrages den Transport von weiteren zweitausend Rittern mit samt ihrem Gefolge, sowie drei Pferden pro Ritter zum Antritt der Überfahrt zu.34

Außerdem werde er einhundert Lastschiffe mit sich führen und fünfzig ausgerüstete Galeeren für den Notfall bereithalten.35

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Gestalt Kaiser Friedrichs II. ein und stellt die zentrale Fragestellung nach der Bedeutung des Vertrags von San Germano für seine Kreuzzugspolitik dar.

II. Die Bemühungen Friedrichs II. um einen Kreuzzug: Das Kapitel beleuchtet die frühen Bemühungen des Kaisers sowie die komplexen administrativen und finanziellen Vorbereitungen, die seinem Gelübde vorausgingen.

II.1. Wiederholte Aufschübe des Kreuzzugsgelübdes: Hier werden die verschiedenen Gründe und die päpstliche Korrespondenz bezüglich der mehrfachen Verzögerungen des Kreuzzugs aufgeführt.

III. Der Vertrag von San Germano (1225): Dieses Kapitel beschreibt die Entstehung des Abkommens sowie die diplomatischen Verhandlungen zwischen dem Kaiser und den päpstlichen Kardinälen.

III.1. Der Vertragsinhalt: Eine detaillierte Aufzählung der vertraglichen Pflichten, wie etwa die Stellung von Rittern, Schiffen und die finanzielle Absicherung.

III.2. Die Bedeutung der Zugeständnisse für Friedrich II.: Analyse der kaiserlichen Interessen, einschließlich der Herrschaftsstabilisierung in Sizilien und der Rolle als König von Jerusalem.

III.3. Die Bedeutung für den Papst und die Kurie: Untersuchung der Sichtweise der Kurie, die mit dem Vertrag versuchte, Friedrich II. zur Einhaltung seines Gelübdes zu zwingen.

IV. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Friedrich II. es verstand, die politische Kontrolle über den Kreuzzug trotz des enormen Drucks zu behalten und das Ereignis für seine dynastischen Ziele zu nutzen.

Schlüsselwörter

Kaiser Friedrich II., Staufer, Vertrag von San Germano, Kreuzzugsgelübde, Papst Honorius III., Kreuzzug, Palästina, Sizilien, Exkommunikation, Kirchenbann, Mittelalter, Politik, Diplomatie, Herrschaft, Isabella von Brienne

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Analyse des Vertrags von San Germano von 1225 und dessen Rolle als zentrales Instrument zur Regelung der Kreuzzugspflichten von Kaiser Friedrich II.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die mittelalterliche Kreuzzugspolitik, die diplomatischen Beziehungen zwischen Staufern und Kurie sowie die innenpolitischen Strategien Friedrichs II. zur Machtfestigung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, welche Bedeutung der Vertrag von San Germano für den weiteren Verlauf des Kreuzzugsprojekts und das Verhältnis zwischen Kaiser und Papst hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse zeitgenössischer Quellen und historischer Fachliteratur, um die Entstehung und den Inhalt des Vertrags methodisch aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Chronologie der Kreuzzugsbemühungen, den detaillierten Wortlaut der Vertragsbedingungen und eine Bewertung der Konsequenzen für die Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Kaiser Friedrich II., Kreuzzugsgelübde, San Germano, Machtpolitik und päpstliche Kurie.

Welche Rolle spielte die Hochzeit mit Isabella von Brienne für den Vertrag?

Die Heirat wurde als Mittel genutzt, um den Kaiser enger an sein Gelübde zu binden, da er dadurch einen direkten Anspruch auf das Königreich Jerusalem erlangte.

War die Exkommunikation für den Kaiser unvermeidbar?

Die Arbeit legt nahe, dass der Kaiser durch das Eingehen harter Vertragsbedingungen bewusst ein hohes Risiko einging, welches bei Nichterfüllung logischerweise zur Bannung führen musste.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vertrag von San Germano (1225)
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Kaiser Friedrich II. (1212-1250) - ein europäischer Großherrscher des 13. Jahrhunderts
Note
3,0
Autor
Diana Ingeborg Klein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
14
Katalognummer
V151033
ISBN (eBook)
9783640627936
ISBN (Buch)
9783640628285
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Friedrich II Vertrag von San Germano Kreuzzugsgelübde Staufer Kreuzzüge 13. Jahrhundert Hohenstaufen Jerusalem Papst Honorius III. Kirchenbann Sizilien Kaiserkrone
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diana Ingeborg Klein (Autor:in), 2005, Vertrag von San Germano (1225), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151033
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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