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Der Erzählkreis im Deutschunterricht. Über die Förderung der mündlichen Erzählfähigkeit

Titel: Der Erzählkreis im Deutschunterricht. Über die Förderung der mündlichen Erzählfähigkeit

Hausarbeit , 2024 , 24 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Alina Finkeldey (Autor:in)

Didaktik - Deutsch
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser reflektierenden Hausarbeit soll untersucht werden, inwieweit der Erzählkreis dazu beitragen kann, die mündliche Erzählfähigkeit der SuS zu fördern. Dazu werden verschiedene Aspekte beleuchtet. Der erste Teil der Arbeit führt in das Erzählen ein, definiert wichtige Begriffe und erklärt den Erzählprozess. Es wird aufgezeigt, wie Erzählen die Entwicklung von Kindern beeinflusst und welchen Stellenwert es im Lehrplan hat. Der Erzählkreis wird als Methode vorgestellt und das Interaktionsschema nach Flader/Hurrelmann wird betrachtet. Dazu werden Kritiken und Alternativen im Anschluss diskutiert. Im zweiten Teil werden dann persönliche Praxiserfahrungen geschildert, die im dritten Teil reflektiert werden. Dazu findet eine Gegenüberstellung der Chancen und Grenzen statt und es werden mögliche Handlungsalternativen aufgezeigt. Tiefer werden die Rolle des Erzählkreises im Deutschunterricht, die Bedeutung des Zuhörens und der Interaktion, sowie mögliche Strategien und Methoden zur Optimierung des Erzählkreises beleuchtet. Durch eine ganzheitliche Betrachtung dieser Thematik soll aufgezeigt werden, wie der Erzählkreis als wirkungsvolles Instrument zur Förderung der mündlichen Erzählfähigkeit genutzt werden kann. Ein Fazit mit eigener Professionalisierung rundet die Arbeit ab.

Erzählen ist ein wichtiger Teil des menschlichen Lebens. In Religion, Wissenschaft und Alltag begegnen wir ständig Erzählungen. Durch das Erzählen teilen wir unsere Erfahrungen und fördern dabei unsere kognitive, soziale und emotionale Entwicklung. In einer digitalen Welt, in der mündliche Kommunikation oft vernachlässigt wird, wird die Förderung dieser Fähigkeit im Schulunterricht immer wichtiger. Besonders im Deutschunterricht ist es entscheidend, die mündliche Erzählfähigkeit zu fördern, da sie die ganzheitliche Entwicklung der SuS unterstützt. Die Art und Weise, wie Kinder in der Schule kommunizieren, unterscheidet sich jedoch stark von ihrem gewohnten Umfeld. Die Schule legt Rahmenbedingungen fest, die deutlich von den informellen Gesprächen abweichen. Auch die PISA-Ergebnisse zeigen wieder, dass die Lesekompetenz, die Sprachfähigkeiten und das Verständnis komplexer Texte immer weiter abnehmen. Der Erzählkreis ist eine Methode, die SuS motivieren soll, sich mündlich auszudrücken, ihre Kreativität zu entfalten und sprachliche Fähigkeiten zu verbessern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Erzählen

2.1.1 Begriffsbestimmung

2.1.2 Der Erzählprozess

2.1.3 Mündliches Erzählen

2.2 Erzählkompetenz

2.2.1 Bedeutung für Kinder

2.2.2 Erzählen in der Schule

2.2.3 Bezug zum Lehrplan

2.3 Umsetzung im Unterricht

2.3.1 Der Erzählkreis

2.3.2 Interaktionschema nach Flader/Hurrelmann

2.3.3 Kritik nach Becker/Mrotzek

3. Praxis

3.1 Unterrichtserfahrung

3.2 Sicht Schüler/Lehrkraft

4. Reflexion

4.1 Chancen

4.2 Grenzen

4.3 Handlungsalternativen

5. Fazit (eigene Professionalisierung)

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Wirksamkeit des Erzählkreises als Methode im Deutschunterricht der Grundschule zur Förderung der mündlichen Erzählfähigkeit von Schülerinnen und Schülern (SuS) und reflektiert dies anhand eigener Praxiserfahrungen kritisch.

  • Theoretische Fundierung des Begriffs "Erzählen" und des Erzählprozesses.
  • Analyse der Rolle des Erzählens in der Schule und im aktuellen Lehrplan.
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Erzählkreis als Instrument der institutionellen Kommunikation.
  • Praktische Reflexion eines Unterrichtsbeispiels hinsichtlich Chancen und Grenzen.
  • Entwicklung von Handlungsalternativen für einen didaktisch sensiblen Einsatz des Erzählkreises.

Auszug aus der Hausarbeit

2.3.1 Der Erzählkreis

Wie in einem vorherigen Kapitel bereits angeschnitten, existiert in Schulen bzw. im Unterricht überwiegend das „institutionalisierte“ Erzählen. Diese Form des mündlichen Erzählens findet oftmals in einem Erzählkreis statt. Der Erzählkreis ist eine Methode im Schulunterricht, welche eine private Atmosphäre schafft, in der SuS und Lehrkräfte kommunizieren können. Er wird oft am Montagmorgen nach dem Wochenende genutzt, um SuS die Möglichkeit zu geben, ihre Erlebnisse zu teilen. Nachdem die Lehrperson den Erzählkreis eingeleitet hat, beginnen die Kinder reihum zu erzählen (vgl. Becker-Mrotzek 2011, 17). Je nachdem, wie die Lehrperson den Erzählkreis eröffnet, werden bereits bestimmte Erwartungen an die SuS gestellt. Es wird insbesondere implizit oder explizit kommuniziert, welche Sprechbeiträge erwünscht bzw. unerwünscht sind (vgl. ebd., 18). Meistens besteht die Möglichkeit, frei vom Wochenende zu erzählen. Es ist aber auch durchaus legitim, sich auf ein bestimmtes Thema festzulegen. Für Becker-Mrotzek ist es dabei wichtig, dass ein Blickkontakt zu jedem Gesprächsteilnehmer gewährleistet ist, sodass eine „Face-to-Face-Kommunikation“ stattfinden kann (vgl. ebd., 34). Dies entspricht dem Bedürfnis nach informellem Austausch. Der Erzählkreis soll „spontane“ Gespräche ermöglichen und die Entwicklung der Kommunikationskompetenz unterstützen. Kinder lernen Sprache in ihrem Alltag mühelos, aber in der Schule wird der Sprachgebrauch unter anderen Bedingungen gefördert, was eine Anpassung erfordert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Förderung mündlicher Erzählfähigkeiten im Deutschunterricht ein und stellt das Ziel sowie das methodische Vorgehen der Arbeit dar.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Erzählens, erläutert Erzählprozesse sowie die Bedeutung der Erzählkompetenz für die Entwicklung von Kindern und den institutionellen Kontext von Schule.

3. Praxis: Im Praxisteil werden konkrete Unterrichtserfahrungen in einer dritten Klasse mit dem Erzählkreis geschildert und aus der Sicht von Schülern und Lehrkraft analysiert.

4. Reflexion: Dieses Kapitel reflektiert die Praxiserfahrungen kritisch, zeigt didaktische Chancen und methodische Grenzen des Erzählkreises auf und entwickelt konkrete Handlungsalternativen für die Unterrichtsgestaltung.

5. Fazit (eigene Professionalisierung): Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung des Erzählkreises für die persönliche professionelle Entwicklung als angehende Lehrkraft.

Schlüsselwörter

Erzählkreis, Deutschunterricht, Grundschule, mündliche Erzählfähigkeit, Erzählkompetenz, institutionelle Kommunikation, Erlebniserzählung, Sprachförderung, Erzählprozess, Praxissemester, Reflexion, Gesprächskultur, Unterrichtskommunikation, Didaktik, Lehrerrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Nutzung des Erzählkreises als Methode im Grundschuldeutschunterricht und dessen Beitrag zur Förderung erzählerischer Fähigkeiten bei Kindern.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Hausarbeit?

Die Arbeit verknüpft theoretische Konzepte zur narrativen Kompetenz und Erzähldidaktik mit der praktischen Realität institutioneller Kommunikation im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Erzählkreis hinsichtlich seiner Möglichkeiten und Herausforderungen zu untersuchen und aufzuzeigen, wie er effektiv und kindorientiert zur Kompetenzsteigerung eingesetzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachdidaktischer Literatur sowie auf einer fallbezogenen Reflexion eigener Praxiserfahrungen aus einem Praxissemester.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die Beschreibung eines Praxisbeispiels an einer Grundschule sowie die kritische Reflexion und Ableitung von Handlungsalternativen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Erzählkreis, mündliche Erzählfähigkeit, Sprachförderung, institutionelle Kommunikation und professionelles Handeln der Lehrkraft.

Inwiefern beeinflusst die Rolle der Lehrkraft den Erzählkreis im untersuchten Beispiel?

Die Untersuchung zeigt, dass eine zu starke Steuerung, ständige Korrekturen und subjektive Bewertungen durch die Lehrkraft den natürlichen Erzählfluss hemmen und das Lerninteresse mindern können.

Was sind zentrale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Erzählkreis?

Erfolgreiche Erzählkreise benötigen eine klare, aber flexible Struktur, eine entspannte Atmosphäre ohne Leistungsdruck sowie eine Lehrkraft, die eher als zuhörender Begleiter denn als Korrigierender agiert.

Welche Rolle spielt die Differenzierung im Erzählkreis laut der Autorin?

Die Autorin betont, dass die Ignoranz unterschiedlicher Leistungsniveaus zu Passivität führt und fordert, schwächere Kinder durch individuelle Hilfen zu unterstützen und stärkere Kinder gezielt herauszufordern.

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Details

Titel
Der Erzählkreis im Deutschunterricht. Über die Förderung der mündlichen Erzählfähigkeit
Hochschule
Universität Bielefeld
Veranstaltung
Reflexion Praxissemester
Note
2,0
Autor
Alina Finkeldey (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
24
Katalognummer
V1510527
ISBN (PDF)
9783389077580
ISBN (Buch)
9783389077597
Sprache
Deutsch
Schlagworte
RPS deutsch praxissemester deutsch grundschule Reflexion Praxissemester erzählkreis mündliches Erzählen kommunikation erzählkreis grundschule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alina Finkeldey (Autor:in), 2024, Der Erzählkreis im Deutschunterricht. Über die Förderung der mündlichen Erzählfähigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1510527
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Leseprobe aus  24  Seiten
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