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Talcott Parsons - theoretische Ansätze und ihr Bezug zur Wirklichkeit

Title: Talcott Parsons - theoretische Ansätze und ihr Bezug zur Wirklichkeit

Term Paper , 2003 , 33 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Sven Paschke (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über Parsons Werk: Am Anfang werden die Grundzüge der allgemeinen Theorie des Handels behandelt. Es wird aufgezeigt wie Beziehungen zwischen Organismen und den Objekten ihrer Umwelt ihr Verhalten beeinflussen. Anschließend werden die vier evolutionären Universalien – Kommunikation durch Sprache, Technologie, soziale Organisationen durch Verwandtschaftsordnung und Religion – moderner Gesellschaften analysiert. Nachdem dann über die Begriffe Macht und Autorität nachgedacht wurde, wird abschließend für jedes Subsystem moderner Gesellschaften eine Hauptfunktion identifiziert.
Die Einzigartigkeit dieser Forschungsarbeit liegt in der Aufarbeitung: Wenngleich das Werk Parsons im Mittelpunkt der Betrachtung steht, geht es hier nicht nur um die Vorstellung einzelner Aspekte aus diesem Werk. Vielmehr wird aufgezeigt, inwieweit sich eine Metatheorie in das Leben einzelner Organismen einpassen lässt. Damit gelingt ein Brückenschlag zwischen mikrosoziologischer Forschung und makrosoziologischen Theorien.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Parsonsche Werk in Theorie und Praxis

2.1 Einige Grundzüge der allgemeinen Theorie des Handelns

2.2 Evolutionäre Universalien der Gesellschaft

2.3 Macht und Autorität

2.4 Das System moderner Gesellschaften

3. Ein Weg zur Erkenntnis ...

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Ansätze von Talcott Parsons, indem sie diese auf eine konkrete Lebensbiografie anwendet. Ziel ist es, zu hinterfragen, wie sich abstrakte soziologische Theoriekonstrukte in die reale Lebenswelt eines Individuums zwischen verschiedenen Kulturkreisen übertragen lassen.

  • Analyse des Handlungssystems und der Systemtheorie nach Parsons
  • Untersuchung der Mechanismen von Macht, Autorität und Systemintegration
  • Interpretation biographischer Erfahrungen durch das AGIL-Schema
  • Evaluation der Grenzen soziologischer Theoriebildung bei der Erklärung individueller Identitätsfindung

Auszug aus dem Buch

Geraldine – ein Interpretationsversuch

Wie in der obigen theoretischen Darstellung wird auch hier mit dem Systemaufbau begonnen. Als primäre Systeme bezeichnet Parsons das psychologische und das soziale System. Für das psychologische System ergeben sich somit drei Möglichkeiten: a) Eine reine Frauenfamilie, wobei die Mutter eine weiße Waliserin ist, während ihre Kinder schwarzhäutige sind; versus der Gemeinde als System, in der es Standard ist, eine helle Hautfarbe zu haben und zwei Elternteile zu besitzen, mit der Folge einer Stigmatisierung (wobei explizite Verhaltensänderungen bzw. Beziehungsunterschiede zwischen, einmal Weißen untereinander und andererseits hell- und dunkelhäutigen Individuen nicht beschrieben werden), (vgl. 1/39 – 2/3); b) Die Betrachtung Geraldines als Individuum zum System selbst: Die Spannungen zeigen sich zum ersten Mal in der Sekundarschule, als sie bemerkt, dass sie etwas besser als die anderen Schüler zu sein hat, um sich zu behaupten, was allerdings nicht immer möglich war (vgl. 2/25 – 3/12). Ein zweiter Verhaltensdisput zeigt sich in der Universität: Die walisisch sprechenden Studenten distanzieren sich offen von den englisch sprechenden Studenten (vgl. 4/19 – 5/1); c) Geraldine in Afrika: Obwohl sie wie alle anderen Menschen aussieht, bestehen Spannungen aufgrund der Kulturdifferenz, mit der Folge, dass sie das System wie ein externes Individuum bzw. nur Halbmitglied behandelt. Dies zeigt sich deutlich, als sie ein Polizist als „mixed“ bezeichnet. (vgl. 10/24 – 10/38).

Als zweites primäres System gilt das soziale System. Im Vergleich zum psychologischen System geht es hier nicht um das Verhalten zwischen Individuum und System, sondern es wird vielmehr auf die Verhaltensänderungen der Interaktanten geachtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, wie sich gesellschaftliche Strukturen auf das Individuum auswirken, und stellt Talcott Parsons sowie die biographische Grundlage der Arbeit vor.

2. Das Parsonsche Werk in Theorie und Praxis: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Theorieansätze von Parsons, einschließlich der Theorie des Handelns, der evolutionären Universalien, Machtkonzepte und der Systemtheorie, und verknüpft diese jeweils mit der Biografie von Geraldine.

3. Ein Weg zur Erkenntnis ...: Der Schlussteil reflektiert die Anwendbarkeit der Parsons-Theorie auf das Individuum und kommt zu dem Ergebnis, dass eine Theorie das Leben zwar modellhaft beschreiben, aber nie vollständig erklären kann.

Schlüsselwörter

Talcott Parsons, Soziologie, Systemtheorie, Handlungssystem, Identität, Sozialisation, Macht, Autorität, Integration, Adaptation, AGIL-Schema, Kultur, Biografieanalyse, Gesellschaft, Stigmatisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der soziologischen Theorie von Talcott Parsons und deren Anwendung auf eine konkrete Lebensgeschichte, um die Gültigkeit und Grenzen der Theorie zu prüfen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Analyse fokussiert sich auf Systemtheorie, soziale Integration, Identitätsbildung, Machtverhältnisse und den Prozess der Adaptation des Individuums innerhalb von Systemgrenzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, zu zeigen, wie sich theoretische Konstrukte wie das Handlungssystem oder Machtverhältnisse in reale Situationen einer Biographie übersetzen lassen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt einen biographischen Interpretationsansatz, bei dem empirisches Material aus einem Interview mit der theoretischen Systemtheorie von Parsons konfrontiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden wesentliche Konzepte von Parsons, wie Kognition, Kathexis, das AGIL-Schema und Machtmedien, schrittweise dargelegt und durch Erlebnisse der interviewten Person illustriert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Werk?

Zentrale Begriffe sind das Handlungssystem, soziale Schichtung, Rollenstatus, Systemintegration sowie die Unterscheidung zwischen psychologischen und sozialen Systemen.

Wie erklärt die Arbeit das Identitätsproblem der Protagonistin?

Das Identitätsproblem wird durch ihre ambivalenten Kulturerfahrungen und den Außenseiterstatus in einem starren System erklärt, das ihre "gemischte" Herkunft zunächst nicht integrieren konnte.

Warum scheitern die negativen Sanktionen des Systems im untersuchten Fall?

Die Sanktionen scheitern, weil die Protagonistin durch Kompensationshandlungen (Leistung) und eine starke Eigenmotivation auf die Ausgrenzung reagiert, was Parsons' Theorie einer rein reaktiven Anpassung hinterfragt.

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Details

Title
Talcott Parsons - theoretische Ansätze und ihr Bezug zur Wirklichkeit
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Soziologie)
Grade
1.0
Author
Sven Paschke (Author)
Publication Year
2003
Pages
33
Catalog Number
V15105
ISBN (eBook)
9783638203227
ISBN (Book)
9783638681759
Language
German
Tags
Talcott Parsons Ansätze Bezug Wirklichkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven Paschke (Author), 2003, Talcott Parsons - theoretische Ansätze und ihr Bezug zur Wirklichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15105
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