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Tod und Trauer. Eschatologische Vorstellungen als Hoffnungsbilder für Grundschulkinder

Title: Tod und Trauer. Eschatologische Vorstellungen als Hoffnungsbilder für Grundschulkinder

Bachelor Thesis , 2020 , 61 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Insa Baarlink (Author)

Theology - Miscellaneous
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In dieser Arbeit wird zunächst der pädagogische Rahmen mithilfe der Todes- und Jenseitsvorstellungen von Grundschulkindern beleuchtet. Hierbei sind vor allem entwicklungspsychologische Erkenntnisse, aber auch erfahrungsbasierte Darlegungen hilfreich. Aufgrund dieser Voraussetzungen widmet sich diese Arbeit der Frage danach, inwiefern eschatologische Vorstellungen als Hoffnungsbilder für Grundschulkinder genutzt werden können.

Daraufhin wird versucht, die Voraussetzungen der SuS herauszustellen, die es für die Auseinandersetzung mit dem Tod und dem Leben nach dem Tod bedarf. Denn Vorstellungen vom Leben nach dem Tod sind mit dem Versuch verbunden, über einen Sterbefall hinwegzukommen und diesen zu verarbeiten. Es handelt sich also nicht in erster Linie um Assoziationen eines postmortalen Lebens der Kinder selbst, sondern vorwiegend um Vorstellungen zur Verarbeitung eines Sterbefalls im Angehörigenkreis. Unter diesen Voraussetzungen ist eine Thematisierung von kindbezogener Trauer unumgänglich und gehört somit zur theoretischen Grundlage für die weiterfolgende Forschung.

Daran wird der theologische Kontext angeknüpft, in dem das breite Feld der Eschatologie erläutert, aber auch im Hinblick auf die Hoffnungsbilder vertieft wird.
Deshalb folgt anschließend eine eingehende Befassung mit der Eschatologie, die sich zunächst auf Teilaspekte des Alten Testament beschränkt, verstärkt aber die Zusammenhänge des Neuen Testaments offenlegt. Vergleichend mit den Vorstellungen der Kinder im Grundschulalter soll es also darum gehen, wie das spezifisch christliche Verständnis der Eschatologie und somit auch das vom Leben nach dem Tod an diese anknüpfen kann und inwiefern eine Verbindung beider geeignet ist. Diese Verbindung wird folglich in der religionspädagogischen Konsequenz herausgestellt, die sich für die konkrete Abhandlung des eschatologischen Themas im Religionsunterricht stellt. Als praktisches Element dient zum Ende der Beurteilung das Kinderbuch Pelle und die Geschichte mit Mia, das sowohl christliche als auch thanatologische Aspekte der Eschatologie nutzt, um einen vermeintlich kindgerechten Umgang mit dem Leben nach dem Tod zu formulieren. Daraufhin stellt sich die Frage in der Analyse des Kinderbuches, in welcher Art und Weise die theoretischen Voraussetzungen mit dem Medium des Kinderbuches vereint wurden oder ausbleiben. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Tod im Kontext von Kindern

2.1 Todeskonzepte von Kindern

2.2 Jenseitsvorstellungen von Kindern

3 Trauer im Kontext von Kindern

3.1 Theoretische Grundlagen der Trauer

3.2 Ausdruck kindlicher Trauer

4 Eschatologie – Tod und Auferstehung aus theologischer Perspektive

4.1 Tod und Eschatologie im Alten Testament

4.2 Tod und Eschatologie im Neuen Testament

4.2.1 Die Auferstehung der Toten

4.2.2 Auferstehungshoffnung bei Paulus

5 Religionspädagogische Konsequenz

5.1 Kinderbuch

5.1.1 Chancen

5.1.2 Inhalt

5.1.3 Bewertungskriterien

5.1.4 Analyse

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwiefern eschatologische Vorstellungen aus der Theologie, insbesondere der Auferstehungsglaube, als sinnstiftende Hoffnungsbilder für Grundschulkinder im Kontext von Tod und Trauer nutzbar gemacht werden können, um eine kindgerechte religiöse Erziehung zu unterstützen.

  • Entwicklungspsychologische Einordnung kindlicher Todes- und Jenseitskonzepte
  • Trauertheorien und der Ausdruck von Trauer bei Kindern
  • Theologische Analyse eschatologischer Ansätze im Alten und Neuen Testament
  • Paulinische Auferstehungshoffnung als didaktischer Bezugsrahmen
  • Religionspädagogische Analyse ausgewählter Kinderliteratur (Pelle und die Geschichte mit Mia)

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Die Auferstehung der Toten

Zur Auferstehung der Toten gibt es im Neuen Testament mehrere Hoffnungen, die durch explizite und implizite Antworten auf das Leben nach dem Tod reagieren. Zunächst ist jedoch der Bedeutungsumfang der Auferstehung nicht festgelegt. Das Spektrum reicht also von etwa medizinischen Formulierungen bis hin zu Aussagen über die Rückkehr eines Menschen aus dem Tod. Gleichwohl ist die „endgültige Errettung aus dem Tod“ von vorherigen Aussagen unbedingt zu unterscheiden.

Voraussetzung für die eigene Auferstehung der Urchristen war die Auferstehung Jesu Christi, denn ohne sein Sterben am Kreuz wäre auch der Glaube an die Auferstehung der Menschen nicht zu denken. Diese Akzentuierung wird vor allem in der paulinischen Eschatologie hervorgehoben. Das Thema der Auferstehung beginnt also mit Ostern. Die Jünger machen die Erfahrung, dass der zuvor gekreuzigte Jesus nicht mehr in seiner Grabhöhle liegt und nun zunächst unerklärlich zum Lebenden erweckt wurde. „Ihn hat Gott auferweckt und aus den Wehen des Todes befreit [...]“ (vgl. Apg 2,24). Diese reine Begebenheit führte jedoch nicht zum Glauben, laut FRISCH. Die Geschichte der Emmaus-Jünger (vgl. Lk 24,13-35) verdeutlicht jedoch, dass die Begegnung mit dem auferstandenen Jesus das Leben der Menschen veränderte.

„Grundlegend also für den Glauben der Christen ist das Bekenntnis zu Tod und Auferstehung Jesu. Das gibt dem eigenen Leben eine neue Ausrichtung. [...] Tod und Auferstehung Jesu werden zum Modell für den Weg der Christen: durch den Tod hindurch zur Auferweckung durch Gott gelangen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesellschaftliche Tabuisierung des Todes und die daraus resultierende Notwendigkeit, Kinder präventiv durch kindgerechte Hoffnungsbilder zu unterstützen.

2 Tod im Kontext von Kindern: Dieses Kapitel erläutert, wie Kinder entwicklungspsychologisch den Tod begreifen und welche Einflüsse durch das soziale Umfeld und Tabus auf ihr Verständnis wirken.

3 Trauer im Kontext von Kindern: Hier werden theoretische Trauermodelle vorgestellt und der spezifische Ausdruck von Trauer bei Kindern sowie deren notwendige Begleitung durch Erwachsene thematisiert.

4 Eschatologie – Tod und Auferstehung aus theologischer Perspektive: Dieses Kapitel verknüpft biblische Befunde zur Eschatologie mit der Frage nach einem hoffnungsvollen Leben nach dem Tod, wobei der Schwerpunkt auf den Schriften des Neuen Testaments liegt.

5 Religionspädagogische Konsequenz: Es wird untersucht, wie die theoretischen Erkenntnisse praktisch im Religionsunterricht angewendet werden können, evaluiert am Beispiel des Kinderbuches „Pelle und die Geschichte mit Mia“.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer vorsichtigen, bildgestützten theologischen Vermittlung, während der Ausblick weitere praktische Forschung vorschlägt.

Schlüsselwörter

Eschatologie, Auferstehung, Tod, Trauer, Kindheit, Religionspädagogik, Lebens nach dem Tod, Kinderliteratur, Hoffnungsbilder, Entwicklungspsychologie, Leiblichkeit, christlicher Glaube, Auferstehungshoffnung, Seelenverständnis, Trauerprozess

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das komplexe theologische Thema von Tod und Auferstehung in der Grundschule kindgerecht thematisiert werden kann, um Kindern Unterstützung in ihrer Trauerarbeit zu bieten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen in der entwicklungspsychologischen Betrachtung kindlicher Todeskonzepte, der theologischen Interpretation der paulinischen Eschatologie sowie der religionspädagogischen Analyse von Medien wie Kinderbüchern.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das primäre Ziel ist es, christliche Hoffnungsbilder (wie die Auferstehung) als Ressource zu identifizieren, die Kindern hilft, den Tod ohne Angst und mit einer hoffnungsvollen Perspektive zu bewältigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse von fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Literatur sowie einer exemplarischen Inhaltsanalyse eines Kinderbuches.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung kindlicher Todeskonzepte und Trauerreaktionen sowie in eine tiefgehende biblisch-theologische Auseinandersetzung mit Auferstehungsvorstellungen, speziell bei Paulus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Eschatologie, Auferstehungshoffnung, Trauerbegleitung, Kinderschutz, Religionsdidaktik und Kinderliteratur geprägt.

Inwieweit spielt das Kinderbuch „Pelle und die Geschichte mit Mia“ eine Rolle?

Es dient als praxisnahes Fallbeispiel, anhand dessen die Autorin bewertet, wie gut ein Medium komplexe theologische Inhalte in eine kindgerechte Sprache und Bildsprache übersetzen kann.

Was bedeutet „tertium comparationis“ in dieser Arbeit?

Es bezeichnet den vergleichbaren Punkt in den biblischen Gleichnissen, etwa des Weizenkorns bei Paulus, durch den das christliche Verständnis vom Sterben und der Auferstehung in einer Metapher für Kinder greifbar gemacht wird.

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Details

Title
Tod und Trauer. Eschatologische Vorstellungen als Hoffnungsbilder für Grundschulkinder
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Grade
1,3
Author
Insa Baarlink (Author)
Publication Year
2020
Pages
61
Catalog Number
V1511897
ISBN (PDF)
9783389079744
ISBN (Book)
9783389079751
Language
German
Tags
tod trauer bachelor eschatologie gottesbild vorstellung kinder grundschule schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Insa Baarlink (Author), 2020, Tod und Trauer. Eschatologische Vorstellungen als Hoffnungsbilder für Grundschulkinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1511897
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