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Seele und Emotion bei Descartes und Aristoteles

Title: Seele und Emotion bei Descartes und Aristoteles

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 21 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anne-Kathrin Mische (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit möchte ich auf die Begriffe der Seele und der Emotion bei René Descartes und bei Aristoteles eingehen. Dazu möchte ich zunächst die beiden sehr differenten Körper-Geist-Konzeptionen von Descartes und Aristoteles darstellen und auf diese Weise zeigen, welche Vorstellungen von Seele bei beiden Philosophen vorhanden sind. Im Anschluss daran möchte ich auf die Funktionen der Seele in beiden Konzeptionen Bezug nehmen und mich dabei auf den Aspekt der Emotionen beschränken. Diese möchte ich im Verhältnis zum Verstand untersuchen. Abschließend folgt eine Kritik an den beiden Konzeptionen.
Die Beschränkung auf Emotionen im Hinblick auf ihr Verhältnis zum Verstand hat zum einen den Grund darin, dass nach heutigem Verständnis der Begriff der Seele meist mit dem der Psyche übersetzt wird. Psyche bezeichnet das, was uns die Fähigkeit gibt, Emotionen zu empfinden. Zum anderen aber wird in der Beschäftigung mit den Aspekten Emotion und Verstand bei Descartes und Aristoteles deutlich, dass diese Funktionen der Seele bei Beiden sehr ähnlich sind, obwohl ihnen sehr unterschiedliche Vorstellungen vom Körper-Geist-Verhältnis zu Grunde liegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Leib-Seele-Verhältnis bei Descartes und Aristoteles

2.1 Der Dualismus von René Descartes

2.2 Der Hylemorphismus von Aristoteles

2.3 Der aristotelische Hylemorphismus und Descartes Dualismus im Vergleich

3. Die Funktionen der Seele und Emotionen bei Descartes und Aristoteles

3.1 Seele und Emotionen bei Descartes

3.2 Seele und Emotion bei Aristoteles

3.3 Descartes und Aristoteles im Vergleich

4. Kritik an Descartes und Aristoteles

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit analysiert die unterschiedlichen Körper-Geist-Konzeptionen von René Descartes und Aristoteles, um auf dieser Grundlage die Funktionen der Seele mit Fokus auf das Verhältnis von Emotionen zum Verstand zu untersuchen und kritisch zu würdigen.

  • Dualistische Körper-Geist-Modelle bei Descartes
  • Hylemorphismus als aristotelisches Modell von Körper und Seele
  • Die Rolle des Verstandes bei der Steuerung und Regulierung von Emotionen
  • Kritische Reflexion über die Bedeutung von Emotionalität für ethisches Handeln

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Dualismus von René Descartes

René Descartes führt in seiner Schrift „Meditationes de Prima Philosophia“ aus, wie sehr uns unsere Sinneseindrücke täuschen können. „Alles nämlich, was ich bis heute als ganz wahr gelten ließ, empfing ich von den Sinnen; diese aber habe ich bisweilen auf Täuschungen ertappt, und es ist eine Klugheitsregel, niemals denen volles Vertrauen zu schenken, die uns auch nur ein einziges Mal getäuscht haben“ 1

Auch, wenn unsere Sinne uns nur manchmal täuschen, so ist dieses aber keine Garantie dafür, dass sie uns nicht immer täuschen. Descartes geht soweit zu sagen, dass es gut möglich ist, aufgrund von Sinnestäuschungen ein Erlebnis für wahr zu halten, während man dieses in Wirklichkeit lediglich träumt. „..Während ich aufmerksamer hierüber nachdenke, wird mir ganz klar, dass nie durch sichere Merkmale der Schlaf vom Wachen unterschieden werden kann…“ 2 Somit kann auf Sinneseindrücke kein Verlass sein. Auch die Vernunft scheidet als sichere Erkenntnisquelle aus. Wir glauben dass 7+5 = 12 ist, dass es regnet oder nicht regnet. Diese Sachverhalte glauben wir, weil wir zu unserer Vernunft, die uns diese Tatsachen sagt, Vertrauen haben. Dieses Vertrauen in die eigene Vernunft ist nach Descartes aber nichts, was begründet oder gerechtfertigt ist. Es sei nicht auszuschließen, dass uns von einem mächtigen Wesen Vernunft mitgegeben wurde, uns in die Irre führt, uns falsche Tatsachen offenbart und darüber hinaus dazu neigt, diese falschen Erkenntnisse als richtig und überzeugend einzustufen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Zielsetzung ein, die unterschiedlichen Körper-Geist-Konzeptionen von Descartes und Aristoteles im Hinblick auf die Funktion der Seele und das Verhältnis von Emotionen zum Verstand zu untersuchen.

2. Das Leib-Seele-Verhältnis bei Descartes und Aristoteles: Dieses Kapitel stellt die theoretischen Modelle vor, namentlich den Dualismus bei Descartes und den Hylemorphismus bei Aristoteles, und vergleicht diese grundlegenden Ansätze.

3. Die Funktionen der Seele und Emotionen bei Descartes und Aristoteles: Hier werden die Funktionen von Seele und Emotion detailliert untersucht und aufgezeigt, wie bei beiden Philosophen der Verstand zur Regulierung von Gefühlen eingesetzt wird.

4. Kritik an Descartes und Aristoteles: Das abschließende Kapitel kritisiert die starke Fokussierung auf den Verstand in den untersuchten Modellen und plädiert für eine stärkere Berücksichtigung der Emotionalität in ethischen Bewertungsprozessen.

Schlüsselwörter

Descartes, Aristoteles, Seele, Leib-Seele-Verhältnis, Dualismus, Hylemorphismus, Emotionen, Verstand, Vernunft, Ethik, Leidenschaften, Willensfreiheit, Handlungsgründe, Bewertungsschema, Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die philosophischen Körper-Geist-Konzepte von René Descartes und Aristoteles und untersucht, welche Rolle die Seele und Emotionen innerhalb dieser Theorien spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen das Leib-Seele-Problem, die kognitive Funktion von Emotionen sowie die Möglichkeit, Emotionen durch den Verstand zu regulieren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Unterschiede in den Körper-Geist-Modellen darzustellen und aufzuzeigen, wie Descartes und Aristoteles die Interaktion zwischen Verstand und Emotionen für ethisches Handeln nutzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, bei der primäre Schriften der Philosophen herangezogen und in Beziehung zu aktuellen philosophischen Diskussionen gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundkonzepte des Dualismus (Descartes) und des Hylemorphismus (Aristoteles) expliziert, gefolgt von einer Analyse ihrer jeweiligen Theorien über Emotionen und deren Steuerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Leib-Seele-Verhältnis, Dualismus, Hylemorphismus, Emotionen, Verstand, Charaktertugend und ethisches Handeln.

Was ist die Zirbeldrüse nach Descartes?

Nach Descartes ist die Zirbeldrüse die anatomische Schnittstelle im menschlichen Gehirn, an der die Wechselwirkung zwischen der geistigen Substanz (Seele) und der körperlichen Materie stattfindet.

Wie unterscheidet sich der aristotelische Hylemorphismus vom Dualismus?

Während Descartes Körper und Seele als zwei scharf getrennte Substanzen sieht, begreift Aristoteles die Seele als die Form des Körpers, wodurch eine untrennbare Einheit entsteht.

Warum kritisiert der Autor die Ansätze von Descartes und Aristoteles?

Der Autor kritisiert, dass in den Modellen die Bedeutung der Emotionen für die Entstehung von Werten und Handlungsgründen unterschätzt wird, da diese dort primär dem rationalen Verstand untergeordnet werden.

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Details

Title
Seele und Emotion bei Descartes und Aristoteles
College
Bielefeld University
Grade
2,3
Author
Anne-Kathrin Mische (Author)
Publication Year
2009
Pages
21
Catalog Number
V151200
ISBN (eBook)
9783640626762
ISBN (Book)
9783640627172
Language
German
Tags
Seele Emotion Descartes Aristoteles
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne-Kathrin Mische (Author), 2009, Seele und Emotion bei Descartes und Aristoteles, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151200
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