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Der Einsatz von Fotografien im Fremdsprachenunterricht

Title: Der Einsatz von Fotografien im Fremdsprachenunterricht

Term Paper , 2006 , 23 Pages , Grade: 2

Autor:in: Milena Gutsch (Author)

Didactics - Italian
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Folgende Themen werden in dieser Arbeit genauer betrachtet: Die Rolle von Medien im Fremdsprachenunterricht; Fotos – was macht sie für den Unterricht interessant?; Funktionen von Bildern im Fremdsprachenunterricht; Das Foto als Sprechanlass; Kriterien der Fotoauswahl; Fotobeispiele; Fotos im Italienischunterricht; Wie können Schüler zum beteiligten Sprechen animiert werden?; Entwurf eines eigenen Unterrichtsvorschlags

Ende des 19. Jahrhundert wurde der Gebrauch von visuellen Medien für den Unterricht wieder neu entdeckt. Der Realschullehrer Carl Griep veröffentlichte 1858 ein französisch-deutsches Vokabelverzeichnis zu den 16 Bildertafeln Wilkes, die die ältesten unter den im FSU benutzten Bilderserien wurden. 1839 wurden sie vom Berliner Taubstummenlehrer Carl Wilke lithographiert. Diese Bilderserien zeigen eine Vielzahl städtischer und ländlicher Szenen. Sie zeigen unter anderem Orte wie ein bürgerliches Wohnzimmer oder eine Dorfstraße. Mit dem Einsatz dieser Bildtafeln wollte Griep den FSU für jüngere Schüler nicht nur attraktiver machen, sondern es den Schülern auch ermöglichen, sich konkrete Wortbedeutungen genauer und dauerhafter einzuprägen.
Doch dauerte es noch weitere vierzig Jahre bis sich die Lernmittel und theoretischen Schriften zur Anschauungsmethode häuften.
Bilder in Lehrwerken gewannen zunehmend an Bedeutung und trotz Zeiten der Stagnation und des Rückschritts in den letzten hundert Jahren hat sich der Bildeinsatz im FSU gesteigert.
Heutzutage sind visuelle Medien nicht mehr aus dem FSU wegzudenken. Dass dieses Medium, welches ein recht altes und einfach einzusetzendes Medium ist, so lange einen geringen Wert im FSU hatte, mag damit zusammenhängen, dass lange Zeit die Grammatik-Übersetzungs-Methode vorherrschend war.
Dieser kurze geschichtliche Exkurs soll verdeutlichen wie lange Bilder im FSU schon präsent sind. Im Folgenden soll nun veranschaulicht werden, welchen Stellenwert der Gebrauch von Medien im Allgemeinen im FSU heute hat und warum heutzutage Medien aus dem FSU nicht mehr wegzudenken sind.
Das Hauptaugenmerk ist jedoch auf das visuelle Medium Foto gerichtet.
Welche methodischen Funktionen haben Bilder im Allgemeinen und fotografische Abbildungen im Besonderen? Was macht Fotografien für den Unterricht interessant? Wie kann man Fotos im Unterricht einsetzen?
Die Beantwortung dieser Fragen sowie ein konkretes Praxisbeispiel für den Italienischunterricht sind Schwerpunkt dieser Hausarbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Rolle von Medien im Fremdsprachenunterricht

3. Fotos – was macht sie für den Unterricht interessant?

3.1. Funktionen von Bildern im Fremdsprachenunterricht

3.2. Das Foto als Sprechanlass

3.3. Kriterien der Fotoauswahl

3.4. Fotobeispiele

4. Fotos im Italienischunterricht

4.1. Wie können Schüler zum beteiligten Sprechen animiert werden?

4.2. Entwurf eines eigenen Unterrichtsvorschlags

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den didaktischen Mehrwert von Fotografien als visuelle Medien im Fremdsprachenunterricht, um authentisches, spontanes Sprechen bei Lernenden zu fördern und durch gezielte Auswahlkriterien sowie methodische Ansätze den Unterricht interaktiver zu gestalten.

  • Historische und didaktische Einordnung visueller Medien im Fremdsprachenunterricht.
  • Methodische Funktionen von Bildern und ihre motivierende Wirkung.
  • Kriterien für die Auswahl geeigneter Fotografien als Sprechanlass (räumliche, zeitliche, soziale und kommunikative Offenheit).
  • Praktische Umsetzung im Italienischunterricht anhand konkreter Unterrichtsvorschläge.

Auszug aus dem Buch

3.2. Das Foto als Sprechanlass

„Das Foto als `Miniatur der Wirklichkeit` scheint näher an der Realität, scheint objektiver als die Zeichnung. Deshalb hat das Foto auch eine höhere Akzeptanz, wird ernster genommen als die Zeichnung, wenn es um die Vermittlung von landeskundlichen Inhalten oder um Zeitdokumente geht. Dennoch ist jedes Foto nur eine Fiktion, weil es genau wie die Zeichnung nur einen Ausschnitt darstellt.“ (zitiert nach: Scherling, Theo; Schuckall, Hans-Friedrich: Mit Bildern lernen. Handbuch für den Fremdsprachenunterricht. Berlin, München: Langenscheidt 1992. S.31)

Nicht jede Fotografie ist als Sprechanlass im Unterricht geeignet. Fotos aus dem Alltagsleben, die nur einen eingefangenen Moment wiedergeben; in denen ein Stück Wirklichkeit festgehalten ist, bieten dem Betrachter Möglichkeiten der Identifikation. Solche fotografischen Abbildungen haben Appellcharakter. Sie enden nicht mit dem Bildrand, sondern fordern den Betrachter auf, über den Rahmen hinauszugehen. Das Foto sollte demzufolge mit einer Struktur gewählt sein, so dass es zu ungesicherten Vermutungen veranlasst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieser Abschnitt beleuchtet die historische Entwicklung visueller Medien im Fremdsprachenunterricht, angefangen bei den Bildertafeln des 17. Jahrhunderts bis hin zur modernen Mediendidaktik.

2. Die Rolle von Medien im Fremdsprachenunterricht: Das Kapitel definiert den Medienbegriff in einem schulischen Kontext und betont die Bedeutung von Medienvielfalt für die Motivation und den interkulturellen Austausch.

3. Fotos – was macht sie für den Unterricht interessant?: Hier werden die spezifischen Funktionen von Bildern analysiert, Kriterien für deren Auswahl festgelegt und die Eignung von Fotos als authentische Sprechanlässe erörtert.

4. Fotos im Italienischunterricht: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit der Praxis, indem methodische Strategien zur Sprechanregung sowie ein konkreter Unterrichtsentwurf vorgestellt werden.

5. Zusammenfassung: Die Autorin resümiert, dass Fotografien aufgrund ihrer leichten Verfügbarkeit und hohen Motivationskraft ein wertvolles, schülerorientiertes Instrument zur Förderung der kommunikativen Kompetenz darstellen.

Schlüsselwörter

Fremdsprachenunterricht, Visuelle Medien, Fotografie, Sprechanlass, Mediendidaktik, Authentische Medien, Italienischunterricht, Kommunikative Kompetenz, Bildfunktionen, Unterrichtsmethode, Landeskunde, Schülermotivation, Bildauswahl, Interkulturelles Lernen, Handlungsbetontes Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Fotografien als visuelle Medien im Fremdsprachenunterricht zur Förderung authentischer Sprechfertigkeiten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die mediendidaktische Einordnung von Fotos, die Auswahlkriterien für den Unterricht und die praktische Anwendung im Italienischunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch gezielt ausgewählte Fotografien ein lebendiger, schülerorientierter Sprachunterricht gestaltet werden kann, der Schüler zum spontanen Sprechen animiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine fachdidaktische Analyse der Mediendidaktik und verbindet diese mit einem praxisorientierten Unterrichtsentwurf.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Bildfunktionen, definiert die „Offenheit“ von Fotografien als entscheidendes Auswahlkriterium und konkretisiert die Umsetzung durch Frageraster und methodische Schritte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen: Fremdsprachenunterricht, Sprechanlass, Fotografie, Mediendidaktik und kommunikative Kompetenz.

Was versteht die Autorin unter der „Offenheit“ eines Fotos?

Offenheit beschreibt die Eigenschaft eines Bildes, über den reinen Bildrand hinaus den Betrachter zur Interpretation räumlicher, zeitlicher, sozialer und kommunikativer Zusammenhänge anzuregen.

Warum ist ein „Frageraster“ für den Unterricht sinnvoll?

Das Frageraster (Wer, Was, Warum, etc.) dient als Hilfestellung für Lehrende, um die Beobachtungsgabe der Schüler zu schulen und den Einstieg in die mündliche Diskussion zu erleichtern.

Wie gestaltet sich der praktische Unterrichtsvorschlag zum Italienisch?

Der Vorschlag nutzt zwei kontrastierende Fotografien zu politischen Ereignissen (Parlamentswahlen 2006), um durch den Bruch der ersten Wahrnehmung Hypothesenbildung und Diskussion bei den Schülern zu provozieren.

Welches Sprachniveau ist für die vorgeschlagenen Stunden geeignet?

Aufgrund des komplexen Vokabulars und der anspruchsvollen Aufgabenstellung empfiehlt die Autorin den Einsatz frühestens ab der Klassenstufe 11.

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Details

Title
Der Einsatz von Fotografien im Fremdsprachenunterricht
College
Martin Luther University  (Institut für Romanistik)
Course
Medien im Fremdsprachenunterricht
Grade
2
Author
Milena Gutsch (Author)
Publication Year
2006
Pages
23
Catalog Number
V151208
ISBN (eBook)
9783640627974
ISBN (Book)
9783640628308
Language
German
Tags
Stundenentwurf Das Foto als Sprechanlass Kriterien der Fotoauswahl Funktionen von Bildern Fremdsprachendidaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Milena Gutsch (Author), 2006, Der Einsatz von Fotografien im Fremdsprachenunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151208
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