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Eine kritische Rezension der Studie "Dating-Apps im intersubjektiven Geschehen. Tinder, Grindr und Co. als Optionen der Beziehungsinitiierung" von Völcker et al. (2020)

Title: Eine kritische Rezension der Studie "Dating-Apps im intersubjektiven Geschehen. Tinder, Grindr und Co. als Optionen der Beziehungsinitiierung" von Völcker et al. (2020)

Literature Review , 2024 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

In der Interviewstudie „Dating-Apps im intersubjektiven Geschehen. Tinder, Grindr und Co. als Optionen der Beziehungsinitiierung“ untersuchen Völcker et al. (2020) das kommunikative Geschehen auf Dating-Apps. Sie nimmt Nutzungsmotive wie auch Selektions- und Konversationsprozesse von Dating-Apps in den Blick. Die Studie soll in dieser Arbeit rezensiert werden. Hierfür wird sie zuerst zusammengefasst. Im Anschluss soll ihre Themensetzung, methodisch-methodologische Herangehensweise, Ergebnisdarstellung- und Qualität kritisch beleuchtet werden. Hierfür werden insbesondere die Gütekriterien ‚Originalität und Relevanz‘, ‚Gegenstandsangemessenheit und Offenheit‘, ‚empirische Sättigung‘ und ‚intersubjektive Nachvollziehbarkeit‘ herangezogen, bevor forschungsethische Aspekte betrachtet werden. Im Fazit erfolgt eine Abwägung der größten Stärken und Schwächen.

Excerpt


Inhaltsübersicht

1 Einleitung

2 Vorstellung der Studie

3 Rezension

3.1 Relevanz und Originalität

3.2 Gegenstandsangemessenheit und Offenheit

3.3 Empirische Sättigung

3.4 Intersubjektive Nachvollziehbarkeit

3.4.1 Dokumentation des Forschungsprozesses

3.4.2 Textuelle Performanz

3.5 Forschungsethik

4 Kritisches Fazit

5 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Studie von Völcker et al. (2020) zu Dating-Apps auseinander. Ziel ist es, die Qualität der Untersuchung anhand qualitativer Gütekriterien sowie forschungsethischer Aspekte zu prüfen, um Stärken und Schwächen der wissenschaftlichen Vorgehensweise aufzuzeigen.

  • Gütekriterien qualitativer Sozialforschung
  • Methodik der Grounded Theory
  • Kommunikationsprozesse auf Dating-Plattformen
  • Forschungsethik und sensible Daten
  • Intersubjektive Nachvollziehbarkeit von Forschungsergebnissen

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Dokumentation des Forschungsprozesses

Es wurde bereits berichtet, dass Völcker et al. die klare Definition einer Forschungsfrage auslassen (siehe Kapitel 3.1 Relevanz und Originalität). Der konkrete Zweck ihrer Untersuchung ist somit uneindeutig. Um intersubjektive Nachvollziehbarkeit herzustellen, sollte außerdem der Forschungsprozess möglichst facettenreich dokumentiert werden (Steinke 2010, S. 324–325). Sogenannte kodifizierte Verfahren vereinheitlichen methodisches Vorgehen und ermöglichen so intersubjektive Nachvollziehbarkeit unter Forschenden, ohne dass einzelne Arbeitsschritte gründlich erläutert werden müssen (Steinke 2010, S. 326).

Völcker et al. beschreiben verstehende Interviews nach Kaufmann relativ ausführlich als leitfadengestützte Interviewform, die besonders offen für die thematische Schwerpunktsetzung der Interviewten sei (DIG, S. 73). Zudem erklären sie detailliert, wie im iterativ-zyklischen Vorgehen der GTM theoretisches Sampling, Kodieren und Memoing die Bildung von theoretischen Konzepten ermöglicht (DIG, S. 73-74). Im Konkreten geben sie nur an, zuerst Nutzer*innen der App Tinder befragt zu haben, bevor sie das Sample strategisch für weitere Plattformen öffneten (DIG, S. 73). Bedauerlicherweise bleibt die Beschreibung des methodischen Vorgehens insgesamt sehr abstrakt. Das verleiht dem Methodenteil der Studie einen Lehrbuchcharakter, der angesichts des Zielpublikums unangemessen scheint. Es kann nämlich davon ausgegangen werden, dass die Lesenden der Zeitschrift für qualitative Forschung bereits mit den verwendeten Verfahren, insbesondere der kodifizierten GTM, zumindest in ihren Grundzügen vertraut sind. Interessant wäre dagegen eine häufigere Ausführung dessen, wie nicht nur das theoretische Sampling, sondern auch die anderen methodologischen Konzepte der GTM im Licht der individuellen Anfordernissen des Forschungsgegenstandes und des Forschungsfeldes praktisch umgesetzt wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung bettet die Thematik der Dating-Apps in den aktuellen Kontext ein und identifiziert das Forschungsinteresse der untersuchten Studie.

2 Vorstellung der Studie: In diesem Kapitel werden das Autor*innenteam sowie die methodischen Eckpunkte der rezensierten Studie kurz skizziert.

3 Rezension: Es erfolgt eine detaillierte Prüfung der Studie anhand der Kriterien Relevanz, Gegenstandsangemessenheit, empirische Sättigung, Nachvollziehbarkeit und Ethik.

3.1 Relevanz und Originalität: Das Kapitel kritisiert die mangelnde Präzision der Forschungsfrage und die Diskrepanz zwischen theoretischem Anspruch und praktischer Umsetzung.

3.2 Gegenstandsangemessenheit und Offenheit: Es wird die Eignung der Grounded Theory Methodology für das Forschungsvorhaben erörtert und die fehlende Reflexivität der Forschenden bemängelt.

3.3 Empirische Sättigung: Hier wird diskutiert, inwiefern das Datenmaterial für die angestrebte theoretische Abstraktion ausreicht und kritisch hinterfragt, dass die Interviewer-Beziehung intransparent bleibt.

3.4 Intersubjektive Nachvollziehbarkeit: Dieses übergreifende Kapitel befasst sich mit der Formalia und Darstellung der wissenschaftlichen Arbeit.

3.4.1 Dokumentation des Forschungsprozesses: Es wird kritisiert, dass der methodische Teil zu abstrakt bleibt und wichtige Informationen zum Sample vorenthalten werden.

3.4.2 Textuelle Performanz: Die sprachliche Gestaltung wird als schwer lesbar und durch fehlerhafte Zitat-Integration als qualitativ unzureichend bewertet.

3.5 Forschungsethik: Es werden die ethischen Versäumnisse der Studie thematisiert, insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit Minderjährigen und sensiblen persönlichen Themen.

4 Kritisches Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Rezension zusammen und konstatiert, dass die Studie hinter dem aktuellen Forschungsstandard zurückbleibt.

5 Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Dating-Apps, Qualitative Forschung, Grounded Theory, Intersubjektive Nachvollziehbarkeit, Forschungsethik, Beziehungsinitiierung, Gütekriterien, Textuelle Performanz, Interviewstudie, Mediensoziologie, Methodik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit stellt eine kritische Rezension der Studie „Dating-Apps im intersubjektiven Geschehen“ dar und bewertet deren wissenschaftliche Qualität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die methodische Vorgehensweise bei qualitativer Forschung, die Spezifika von Online-Dating-Apps sowie die wissenschaftlichen Standards bei der Dokumentation solcher Studien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Stärken und Schwächen der rezipierten Studie aufzudecken, um einen Beitrag zur Diskussion über Qualitätssicherung in der qualitativen Forschung zu leisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Rezension verwendet?

Die Rezension nutzt gängige Gütekriterien der qualitativen Sozialforschung, wie sie u.a. von Steinke sowie Strübing et al. definiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung spezifischer Kriterien wie Relevanz, Originalität, Sättigung, methodische Nachvollziehbarkeit und Forschungsethik anhand des Textes der rezensierten Studie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Dating-Apps, Grounded Theory, Gütekriterien und intersubjektive Nachvollziehbarkeit geprägt.

Warum wird das Fehlen einer präzisen Forschungsfrage kritisiert?

Das Fehlen erschwert laut Rezensent die Einordnung der Ergebnisse und führt dazu, dass die Leser im Unklaren über den tatsächlichen Beitrag der Studie zur Forschung bleiben.

Wie bewertet der Autor den Schreibstil der rezensierten Studie?

Der Schreibstil wird als komplex und durch die fehlerhafte Integration von direkten Zitaten als teilweise schwer verständlich und den Lesefluss störend eingeschätzt.

Welche forschungsethischen Bedenken werden explizit geäußert?

Insbesondere der Umgang mit Minderjährigen und das Fehlen einer Reflexion über Machtverhältnisse bei sensiblen intimen Themen werden als erhebliche Versäumnisse bewertet.

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Details

Title
Eine kritische Rezension der Studie "Dating-Apps im intersubjektiven Geschehen. Tinder, Grindr und Co. als Optionen der Beziehungsinitiierung" von Völcker et al. (2020)
College
LMU Munich  (Institut für Soziologie)
Course
Grundlagen Qualitativer Forschung
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2024
Pages
17
Catalog Number
V1513276
ISBN (PDF)
9783389082768
ISBN (Book)
9783389082775
Language
German
Tags
Qualitative Forschung Forschung Quali Quantitative Forschung Methodologie Methode Kritik Rezension Studie Tinder Grindr Dating Apps Dating Apps Gütekriterien Güte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2024, Eine kritische Rezension der Studie "Dating-Apps im intersubjektiven Geschehen. Tinder, Grindr und Co. als Optionen der Beziehungsinitiierung" von Völcker et al. (2020), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1513276
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