Die Akzeptanz gegenüber der Technologie Internet nimmt kontinuierlich zu. Die rasche Verbreitung führte dazu, dass sich in fast jeder Wohnung und auf fast jedem Arbeitsplatz ein Internetzugang befindet. Die Informatik generell, speziell aber das Internet und die dort angetroffenen Technologien, Ideen,… sind einer raschen Entfaltung und Weiterentwickelung unterlegen.
Spätestens mit Web 2.0. , das eine Reihe interaktive und kollaborative Elemente brachte, gab es eine grundlegende Veränderung des World Wide Webs. Mit ihr traten viele Aspekte in den Vordergrund, die den Gedanken „Onlinecommunity“ in eine neue Dimension erhob.
Schon lange Zeit zuvor gab es Onlinecommunitys. Doch durch Web 2.0 entstanden technologische Möglichkeiten, die es zuvor nicht gab und den Grundgedanken von Onlinecommunitys erst vollkommen entfalten konnte.
Genauso wie Menschen verschieden sind, sind auch deren Lernmethoden, Lernstile, Lerngewohnheiten, Lernumgebung, Lernzeit,… verschieden. Online Learning eröffnet viele neue Möglichkeiten. In der Regel kann gelernt werden was man will, wo man will, wann man will und wie man will. Online Learning steht somit für problemorientiertes und zeitnahes Lernen, am Arbeitsplatz genauso wie im Bildungs- und Freizeitbereich.
Der Trend im Bereich e-Learning geht immer mehr in Richtung „Virtuelle Gemeinschaft“, kurzum Onlinecommunity. Die Vorteile von aktuellen Informationen in informellen Personengruppen oder Netzwerken, die auf Grund gemeinsamer Interessen oder Problemstellungen Wissen und Erfahrungen austauschen, hört sich gut an. Doch wie sieht die Praxis aus? Verderben nicht viele Köche den Brei?
Theoretisch ergeben sich somit 2 Standpunkte: „Umso mehr Menschen an einer Lösung arbeiten, umso besser wird sie sein“ und „Viele Köche verderben den Brei?“. Eine pauschalisierte Antwort gibt es nicht, jedoch liegt die Wahrheit wie meistens in der Mitte. Dieser wird mittels Theorie, Grundlagenwissen und Fallbeispielen auf die Spur gegangen.
Zentrale Fragen dieser Seminararbeit
• Was sind die Grundideen und Mechanismen hinter Online Communities im Zusammenhang mit Lernen?
• Von welchen Faktoren hängt ihr Erfolg ab?
• Warum funktionieren Online Communities oft, aber nicht immer?
• Wo liegen die Probleme und Grenzen von Online Communities?
Die ersten beiden Kapitel „Virtuelle Gesellschaft“ und „Didaktik“ sollen einen theoretischen Einblick in die Materie geben, während die anschließenden Kapitel praktischer auf das Thema eingehen.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Zentrale Fragen dieser Seminararbeit
Virtuelle Gesellschaft
Onlinecommunitys
Die Idee
Entstehung von Online Communities
Technische Funktionsweise
Soziale Funktionsweise
Klassifikation
Konzepte
Web 2.0
Die Grundidee des Web 2.0
Didaktik
Wer lernt?
Welche Formen des Unterrichts gibt es?
Psychologische Lerntheorien
Behavioristischer Ansatz
Kognitivistischer Ansatz
Konstruktivistischer Ansatz
E-Learning
Technologien
Formen
Welche Methoden finden in Online Communities ihre Anwendung?
Gruppen- Experten- Rallye
Gruppenarbeit
Anchored Instruction
Briefmethode
Coaching
Moderation
Gruppendiskussion
Kognitive Lehre
eLearning
Problem-Based Learning
Rollenspiele
Distributed Cognition
Pro- und Kontra- Debatte
Mischen der Methoden
Lernen in Onlinecommunitys – Die Sonnenseite
Grundvoraussetzungen
Geben und Nehmen
Motivationselemente der User
Lernen wann ich will, was ich will, wie ich will und wo ich will
Zugänglichkeit
Eingeschränkter Nutzerkreis vs. offener Benutzerkreis
Zugehörigkeit
Zielgruppe
Ausrichtung
Häufige Nutzung
Eingehen auf Individuen
Funktionen der Plattform
Technik
Relevanz von Informationen
Kommunikation
Die wirtschaftliche Seite
Wie Geld machen?
Wie wächst eine Online Community?
Interessante und gute Beispiele
Lernen in Onlinecommunitys – Die Schattenseite
Hausgemachte Probleme
Urheberrecht
Jugendsünden
Rückschluss auf die Person
Probleme mit dem Arbeitgeber
Lernen muss gelernt werden
Probleme mit anderen Menschen
Spammer
Trolle
Lurker
Diskussionen und Kommunikation
Identitätsdiebstahl
Lernen und Lehren
Relevanz von Beiträgen
Wie korrekt ist Wissen?
Die große Flut
Kommerzialisierung
Ausrichtung der Online Community
Wirtschaftliche Probleme und Kommerzialisierung
Technik
Der Server
Menschen mit Einschränkungen
Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Mechanismen von Online Communities im Kontext von E-Learning. Dabei wird analysiert, wie soziale Interaktion und Web-2.0-Technologien das Lernen in virtuellen Gemeinschaften beeinflussen, welche Erfolgsfaktoren für eine effektive Wissensvermittlung entscheidend sind und wo die Grenzen sowie Schattenseiten dieser Lernformen liegen.
- Struktur und Funktionsweise von Online Communities
- Einsatz didaktischer Methoden in virtuellen Lernumgebungen
- Wirtschaftliche Aspekte und Geschäftsmodelle von Communities
- Probleme wie Urheberrechtsfragen, Identitätsdiebstahl und Datenflut
Auszug aus dem Buch
Die Grundidee des Web 2.0
Benutzer konsumieren nicht nur Inhalte, sondern erstellen sie selbst11. Darüber hinaus können sie diese Inhalte auch bearbeiten, verteilen und somit der Onlinecommunity zur Verfügung stellen. Dazu werden interaktive Anwendungen verwendet, die der Onlinecommunity zur Verfügung gestellt werden. Folglich können Inhalte in quantitativ und qualitativ entscheidendem Maße selbstproduziert werden und anderen zur Verfügung gestellt werden anstatt sie, wie bei klassischen Medien, nur zu konsumieren. Dadurch kann jeder Konsument von Inhalten, auch zu einem Produzent derer werden. Jeder kann mitmachen und wird Teil der Onlinecommunity!
Zusammenfassung der Kapitel
Virtuelle Gesellschaft: Dieses Kapitel definiert Online-Communities, beleuchtet ihre Entstehung, technische wie soziale Funktionsweise und ordnet sie in den Kontext des Web 2.0 ein.
Didaktik: Hier werden grundlegende Lernformen, psychologische Lerntheorien und der Bezug zum E-Learning hergestellt, sowie Lehrmethoden erläutert, die in Online-Communities Anwendung finden.
Lernen in Onlinecommunitys – Die Sonnenseite: Dieses Kapitel analysiert die positiven Aspekte von Online-Communities, insbesondere die Bedeutung von Zugehörigkeit, Wissensmanagement, Zugänglichkeit und die wirtschaftlichen Potenziale.
Lernen in Onlinecommunitys – Die Schattenseite: Hier werden Risiken und Herausforderungen wie Urheberrechtsverletzungen, soziale Störfaktoren (Trolle, Spammer), Sicherheitsfragen und Probleme bei der Qualitätssicherung von Wissen behandelt.
Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Betrachtung über die künftige Entwicklung von Online-Communities als Lernumgebungen und deren Potenzial für lebenslanges Lernen und den Gesundheitssektor.
Schlüsselwörter
Online Community, Web 2.0, E-Learning, Didaktik, Wissensmanagement, soziale Interaktion, Konstruktivismus, Internet, virtuelle Gemeinschaft, Netzgemeinschaft, Urheberrecht, Datensicherheit, Lernumgebung, Collaborative Learning, Community of Practice
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Online-Communities als Plattformen für den Austausch von Wissen und informelles Lernen im Zeitalter von Web 2.0.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Die Schwerpunkte liegen auf den didaktischen Methoden, dem sozialen Zusammenhalt, den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie den technischen Herausforderungen und Risiken innerhalb solcher Netzwerke.
Was ist die primäre Zielsetzung der Ausarbeitung?
Das Ziel ist es, die Mechanismen hinter erfolgreichen Online-Communities zu beleuchten und zu verstehen, warum sie für Lernprozesse funktionieren, aber auch, wo ihre Grenzen und Gefahren liegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der Fachliteratur sowie auf die Auswertung von Fallbeispielen und Umfragedaten, um die Praxisrelevanz zu unterstreichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Didaktik und Gesellschaft, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Chancen ("Sonnenseiten") und Risiken ("Schattenseiten") des Lernens in virtuellen Räumen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Neben dem zentralen Begriff der Online-Community sind dies vor allem Wissensmanagement, Kollaboration, Konstruktivismus und Web 2.0.
Welche Rolle spielt das "Geben und Nehmen" in Online-Communities?
Das Prinzip ist die Basis für das Überleben einer Community; ohne ein gesundes Verhältnis zwischen Wissensspendern und Nutzern verliert die Plattform ihre Anziehungskraft und Relevanz.
Wie gehen Online-Communities mit dem Problem der Identitätsdiebstahl um?
Die Arbeit verdeutlicht, dass dies ein wachsendes Risiko darstellt, gegen das Betreiber nur begrenzt durch Kontolöschungen vorgehen können, während die Anonymität des Internets den Schutz der Nutzer erschwert.
- Arbeit zitieren
- Bachelor Martin Tintel (Autor:in), 2010, Lernen per Onlinecommunity, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151358