In dieser Hausarbeit beschäftige ich mich mit meiner eigenen Leseautobiographie unter Betrachtung wissenschaftlicher Erkenntnisse, die die „Einführung in die literarische und Lesesozialisationsforschung“ darstellen soll. „Lesesozialisation meinte die Aneignung der Kompetenz zum Umgang mit Schriftlichkeit in Medienangeboten unterschiedlicher technischer Provenienz (Printmedien, audiovisuelle Medien, Computermedien) und unterschiedlicher Modalität (fiktional- ästhetische und pragmatische Texte). Dabei geht es nicht nur um den Erwerb der Fähigkeit zur Dekodierung schriftlicher Texte, sondern zugleich um den Erwerb von Kommunikationsinteressen und kulturellen Haltungen“(Garbe, Holle, Jesch 2009: S. 170.). Wichtige Lesesozialisationsinstanzen stellen die Familie, peer group und die Schule dar, die die Entwicklung eines Kindes maßgeblich beeinflussen. Doch warum sollten sich angehende Lehrer in der literarischen und Lesesozialisationsforschung mit der eigenen Leseautobiographie auseinandersetzen und wie ist meine eigene Lesesozialisation verlaufen? Genau diese zentralen Fragestellungen werde ich in dieser Hausarbeit erläutern. Dabei werde ich Deduktiv vorgehen, d.h. vom Allgemeinen, den wissenschaftlichen Ergebnissen und Theorien, zum Konkreten Fall meiner eigenen individuellen Leseautobiographie. Dabei reflektiere ich meine Leseautobiographie vor dem Hintergrund empirischer Befunde, theoretischer Erklärungsansätze und gesellschaftlicher Anforderungen und werde ein Ziel für meine weitere Leseentwicklung formulieren.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Meine primäre literarische Initiation innerhalb meiner Familie (0-6 Jahre)
- Meine Alphabetisierung (6-8 Jahre)
- Meine Phase lustvoller Kinderlektüre (8- 11 Jahre)
- Meine „Neuorientierung“ in der Pubertät (11- 15 Jahre)
- Adoleszenz (15-21 Jahre)
- Mein Lesen nach der „Lesekrise“ (Sekundäre literarische Initiation)
- Meine literarische Pubertät in der gymnasialen Oberstufe (16- 20 Jahre)
- Mein heutiges Lesen mit 20 Jahren
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der eigenen Leseautobiographie und setzt sie in den Kontext wissenschaftlicher Erkenntnisse der Lesesozialisationsforschung. Sie untersucht die Entwicklung des Lesens von der frühen Kindheit bis zum Erwachsenenalter und analysiert die Einflussfaktoren, die die Leseentwicklung prägen.
- Die Rolle der Familie in der primären Lesesozialisation
- Der Einfluss von Schule und peer group auf die Leseentwicklung
- Die Bedeutung von Lesemotivation und -interesse
- Die Entwicklung von Lesekompetenz und -strategie
- Die Herausforderungen und Chancen der Lesesozialisation in der heutigen Zeit
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Thematik der Leseautobiographie ein und erläutert den wissenschaftlichen Hintergrund der Lesesozialisationsforschung. Das zweite Kapitel beleuchtet die primäre literarische Initiation innerhalb der Familie und analysiert die Bedeutung von lesenden Vorbildern und einem anregenden Leseklima. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Alphabetisierungsphase und dem Übergang vom Oralen zum Schriftlichen. Das vierte Kapitel behandelt die Phase lustvoller Kinderlektüre und die Entwicklung von Lesemotivation und -interesse. Das fünfte Kapitel untersucht die „Neuorientierung“ in der Pubertät und die Herausforderungen, die mit dem Übergang in die Adoleszenz verbunden sind. Das sechste Kapitel analysiert die Leseentwicklung in der Adoleszenz und die Rolle von Sekundärer literarischer Initiation und Lesekrise.
Schlüsselwörter
Lesesozialisation, Leseautobiographie, Familie, Schule, peer group, Lesemotivation, Lesekompetenz, Lesestrategie, literarische Initiation, Lesekrise, Kinderlektüre, Adoleszenz, Sekundäre literarische Initiation.
Häufig gestellte Fragen
Was umfasst der Begriff Lesesozialisation?
Lesesozialisation bezeichnet den Erwerb der Kompetenz im Umgang mit verschiedenen Medien (Print, Digital) sowie die Entwicklung von Kommunikationsinteressen und kulturellen Haltungen.
Welche Rolle spielt die Familie in der frühen Leseentwicklung?
Die Familie ist die primäre Instanz; sie prägt durch Vorlesen, ein anregendes Leseklima und lesende Vorbilder die erste literarische Initiation eines Kindes.
Was versteht man unter einer „Lesekrise“ in der Pubertät?
In der Pubertät sinkt oft das Interesse an Büchern zugunsten anderer Medien oder sozialer Aktivitäten, was in der Forschung als Phase der Neuorientierung oder Lesekrise bezeichnet wird.
Warum sollten Lehrer ihre eigene Leseautobiographie reflektieren?
Die Reflexion hilft angehenden Lehrkräften, ihre eigenen Einstellungen zum Lesen zu verstehen und eine professionelle Haltung zur Leseförderung ihrer Schüler zu entwickeln.
Was ist der Unterschied zwischen primärer und sekundärer literarischer Initiation?
Die primäre Initiation findet im Kleinkindalter in der Familie statt; die sekundäre Initiation erfolgt später, oft durch Schule oder Peers, und führt zu einer bewussteren Auseinandersetzung mit Literatur.
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- Kim Jasmin Gamlien (Author), 2009, Leseautobiographie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151378