Die Migrationsgesellschaft und ihre Funktion für die Soziale Arbeit


Hausarbeit, 2008

11 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Drei ausgewählte Bereiche
2.1 Die Ehrfurcht vor dem Leben
2.2 Migration und der Arbeitsmarkt mit Hinblick auf den demografischen Faktor
2.3 Migration und Geschlechter

3 Fazit

4 Literaturverzeichnis

1 Vorwort

In Deutschland gibt es viele Menschen, die nicht gelernt haben anderes Leben ( Mensch und Tiere ) zu respektieren und zu achten. Das kann die verschiedensten Gründe haben. Ich werde versuchen in meiner Hausarbeit näher auf die Bereiche ,,die Ehrfurcht vor dem Leben, Forderungen und Wege, Humanität, die Funktion und Notwendigkeit ethischer Normen und welche Normen, Werte und Urteile“ einzugehen. Desweiteren werde ich deutlich machen, wie man die Bereiche s.o. auf die Sozialarbeit ansatzweise übertragen kann. Herausstellen werde ich, welche Auswirkungen Albert Schweitzers Arbeit auf die Soziale Arbeit hat. Nicht außer acht lassen werde ich warum in einer Gesellschaft wie z.B. in Deutschland Normen, Werte und Urteile wichtig sind im Hinblick auf die Sozialarbeit. Auf Forderungen und Wege, die schon Albert Schweitzer für gut befunden hatte werde ich auch später näher darauf eingehen.

Dazu gehören:

- Was meint Albert Schweitzer mit der Ehrfurcht vor dem Leben?
- Was meint Albert Schweitzer mit den Forderungen und Wege in Bezug auf die Sozialarbeit?
- Was bedeutet die Humanität für die Sozialarbeit?
- Warum sind die Funktion und Notwendigkeit ethischer Normen so wichtig für die Sozialarbeit?
- Was ist mit Normen, Werte und Urteile gemeint?

2 Drei ausgewählte Bereiche

2.1 Die Ehrfurcht vor dem Leben

In meiner Heimatstadt Dortmund war die Stahlindustrie über Jahrzehnte hinweg ein großer Wirtschaftsfaktor. Dort wurde bis 1980 Kohle gefördert und es waren sehr viele Arbeitskräfte gefragt. Da nicht genügend deutsche Arbeiter vorhanden waren, holte man gerade auch für die körperlich schwere Arbeit zunächst Gastarbeiter ins Land, die später zu Migranten wurden[1].

Integrationsprobleme bzw. auch Konflikte waren und sind festzustellen und je nach Stadtteil anders ausgeprägt. In Dortmund lebt ein hoher Migrantenanteil, insbesondere der türkische Anteil an der Bevölkerung im Norden. Dazu zählen die Vororte Do-Hörde, Do-Eving oder die nördliche Innenstadt. Der Anteil der Migrantenkinder in den Schulen beträgt dort ca. 80 %. Es kann z.B. sein, dass diese Kinder, wenn sie eingeschult werden, kaum die deutsche Sprache beherrschen. Das gilt aber nicht nur für Dortmund, sondern in ähnlicher Weise für das Bundesgebiet. Laut Pisa-Studie zeigt sich, dass Migranten im deutschen Schulsystem die großen Verlierer sind, was sich hier schon andeutet. Selten sind Migranten an Gymnasien zu finden, meistens jedoch an Hauptschulen. So stellt die Ausländer-Beauftragte M. Böhmer fest: „40 Prozent der Schüler ohne deutschen Pass besuchen die Hauptschule. 18 Prozent brechen die Schule ab. Nur 8 Prozent schaffen das Abitur“[2]. Allerdings unterscheiden sich Mädchen hier sehr deutlich von Jungen, da sie im Gegensatz zu diesen die besseren Schulabschlüsse erzielen. Da Schule in unserer Gesellschaft ein wichtiger Ort ist, in dem Integration geschehen kann, und Bildung wichtig für Integration ist[3], ist hier die Sozialarbeit gefragt. Sie kann dadurch helfen, dass zunächst versucht wird, Deutschkenntnisse der Schüler zu verbessern. Das kann z.B. durch Hausaufgabenbetreuung geschehen, denn in den meisten Fällen können Eltern bei deren Anfertigung nicht helfen. Das würde sowohl den Sprachkenntnissen als auch den schulischen Leistungen zugute kommen.

Auch ist Hilfe nötig, wenn bei Migrantenkindern Probleme dadurch auftreten, dass sie in der Schule zwar deutsch, zuhause aber z.B. nur türkisch sprechen.

Aber auch deutsche Kinder in der Klasse können durch Sprachprobleme der Migrantenkinder evtl. in Rückstand geraten und auffällig werden, weil ihnen nicht mehr genügend Aufmerksamkeit durch die Lehrer geschenkt werden kann. Unterstützung ist gefragt. In einem Artikel heißt es: ,,Bei Konflikten durch Vorurteile zwischen den Schülern und den Lehrern schaltet sich die Schulsozialarbeit ein“[4]. Die Schulsozialarbeit könnte somit auch eine Art Vermittlungsrolle zwischen Schülern, Lehrern und Eltern übernehmen. Immer wieder kommt es auch in der Schule zu Konflikten unter Jugendlichen. Dazu gehören: „Drohungen, Erpressungen und sexualisierte Beschimpfungen und Beleidigungen“[5]. Mädchen verwenden häufig das Wort „Schlampe“ und Jungen das Wort „Hurensohn“. Beides ist ehrverletzend und kann auch zu handgreiflichen Konflikten führen. „Es gibt dabei Schulen, da gibt es nur selten Ehrverletzungen“[6]. Wenn es z.B. zu Konflikten auf der Straße kommt, dann sind Sozi­alarbeiter bei der Polizei und Staatsanwaltschaft die Vermittler. Sozialarbeiter beraten den Staatsanwalt und den Richter bei der Strafbemessung. Meistens geht es dabei um erzieherische Maßnahmen wie Sozialstunden.

[...]


[1] Siehe 2.2. Wie es dazu kam werde ich nicht weiter erörtern.

[2] Gefunden in: Braunschweiger Zeitung (BZ) vom 20.06.2008

[3] So auch die Ausländer-Beauftragte in einer Debatte des Deutschen Bundestages.
Gefunden in BZ vom 20.06.2008

[4] Die Welt v 18.12.2005, gefunden unter: http://www.welt.de/print-wams/article136241/Was_taugt_das_neue_Schulgesetz.html

[5] Vgl.: Institut des Rauhen Hauses für Soziale Praxis gGmbH (isp): Casino Werkstatt für Fortbildung, Praxisbegleitung und Forschung gGmbH, Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. (ism), Forschungsprojekt KiK Zwischenbericht, Konflikte in interkulturellen Kontexten an der Schnittstelle Jugendhilfe/Schule, Hamburg, Berlin, Mainz, 2007, S. 137f (im Folgenden: „KiK)

[6] Ebd.: S. 137

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Die Migrationsgesellschaft und ihre Funktion für die Soziale Arbeit
Hochschule
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel
Veranstaltung
Individuum und Gesellschaft
Note
2,3
Autor
Jahr
2008
Seiten
11
Katalognummer
V151398
ISBN (eBook)
9783640631230
ISBN (Buch)
9783640719891
Dateigröße
426 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Russen, Türken, Konflikte
Arbeit zitieren
Christian Moor (Autor:in), 2008, Die Migrationsgesellschaft und ihre Funktion für die Soziale Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151398

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