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Eingewöhnung in der Krippe. Berliner, Münchener und Partizipatorisches Eingewöhnungsmodell im Vergleich

Titel: Eingewöhnung in der Krippe. Berliner, Münchener und Partizipatorisches Eingewöhnungsmodell im Vergleich

Hausarbeit , 2024 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Luise Kirchmair (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit untersucht, welche Modelle für den Übergang von elterlicher Betreuung in die Krippe im Alter von einem Jahr unter Berücksichtigung der bindungstheoretischen Sicht sinnvoll sind. In den folgenden zwei Kapiteln wird zunächst dargestellt was unter Übergängen und der Bindungstheorie zu verstehen ist und danach werden drei Eingewöhnungsmodelle mit samt den jeweiligen Phasen vorgestellt. Anschließend werden die drei Eingewöhnungsmodelle miteinander verglichen und ein abschließendes Fazit wird gezogen.

Seit 2013 gibt es einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz und der Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder in den ersten drei Lebensjahren war die letzten Jahre ein großes politisches Ziel und ist es auch weiterhin. Die Zahl der Kinder unter drei Jahren in Kindertagesbetreuung ist zum 1.März 2023 gegenüber dem Vorjahr um rund 17.900 auf insgesamt 856.600 Kinder gestiegen. Trotzdem fehlen nach der Bertelsmann Stiftung (2022) im Jahr 2023 bundesweit insgesamt 383.600 Plätze in der Kindertagesbetreuung. Zudem müssten, um den Betreuungsbedarf der Eltern zu erfüllen, zusätzlich zum vorhandenen Personal weitere 98.600 Fachkräfte eingestellt werden. Umso wichtiger ist es bei so vielen neu geschaffenen Betreuungsplätzen und fehlenden personellen Ressourcen einen guten Übergang in die Krippe zu gestalten. Hierzu zählt zu einem guten Übergang von elterlicher Betreuung in die Krippe eine gute Eingewöhnung der neuen Kinder sowie eine gute Bindung aufzubauen. Längst ist aus der Forschung bekannt, dass Bindung und Bildung zusammenhängen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Übergänge

3. Bindungstheorie

4. Eingewöhnungsmodelle

4.1. Berliner Eingewöhnungsmodell

4.2. Münchener Eingewöhnungsmodell

4.3. Partizipatorisches Eingewöhnungsmodell

5. Vergleich der drei Eingewöhnungsmodelle

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welche Eingewöhnungsmodelle unter bindungstheoretischen Aspekten für ein einjähriges Kind beim Übergang von der häuslichen Betreuung in die Krippe am besten geeignet sind. Dabei liegt der Fokus auf der Gestaltung einer tragfähigen Beziehung und der Minimierung von Belastungen während dieser Transition.

  • Bedeutung der Bindungstheorie für frühkindliche Bildungsprozesse
  • Analyse und Vergleich der Phasen verschiedener Eingewöhnungsmodelle
  • Berücksichtigung von Stressfaktoren und Übergangsbewältigung
  • Rolle der Bezugsperson und Fachkraft im Eingewöhnungsprozess
  • Einfluss von Rahmenbedingungen auf die Wahl des Modells

Auszug aus dem Buch

3. Bindungstheorie

Bindungen sind zwar nur ein Teil des Beziehungsgefüges eines kleinen Kindes, aber der wichtigste. Sie haben von Anfang an und lange Zeit den größten Einfluss auf die soziale und emotionale Entwicklung des Kindes und sein Verständnis für sich selbst und andere (Thompson, 2005 zitiert nach Grossmann & Grossmann 2012, S. 71). Bindung wird als imaginäres Band zwischen zwei Personen gedacht, dass in den Gefühlen verankert ist und dass sie über Raum und Zeit hinweg miteinander verbindet (Ainsworth 1979 zitiert nach Grossmann & Grossmann 2012, S. 71). Bindungssicherheit gilt nach Laewen (2011, S.10) als ein wesentlicher Schutzfaktor für die psychische Gesundheit eines Kindes. Die Bindungstheorie von John Bowlby benennt den Zusammenhang von Bindungs- und Explorationsverhalten. Die Kernthese seines Ansatzes ist, dass es ein evolutionär entstandenes, angeborenes Bindungsverhaltenssystem gibt, das die Nähe zwischen Kind und Bindungsperson sichert, steuert und reguliert (Bowlby 1969/1982, zit. n. Becker-Stoll et al. 2020, S. 38). Das Explorationsverhalten, als zweites angeborenes Verhaltenssystem, wird dann aktiv, wenn das Kind sich sicher und wohl fühlt. Dann ruht das Bindungssystem und das Explorationssystem ist aktiv. Fühlt das Kind jedoch Unsicherheit oder Angst, so ist sein Bindungsverhalten aktiviert und das Explorationsverhalten wird gehemmt. Folglich kann das Kind nur dann seinem Erkundungsdrang folgend oder auch neue Kontakte und Beziehungen eingehen, wenn es sich sicher und wohl fühlt (Becker-Stoll et al. 2020, S. 40). Diese angeborenen Verhaltenssysteme spielen auch in der Eingewöhnung eine sehr wichtige Rolle. So kann das Kind nur explorieren und die Umgebung erkunden, wenn es sich sicher und wohlfühlt. Falls eine Trennung in der Eingewöhnung stattfindet, die zu früh ist und das Kind sich noch nicht an die Fachkraft gewöhnen konnte wird gemäß der Bindungstheorie das Bindungsverhalten des Kindes aktiviert und das Kind ist gehemmt die Umgebung zu erkunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Relevanz einer gelingenden Eingewöhnung vor dem Hintergrund des Rechtsanspruchs auf Betreuung und der Bedeutung sicherer Bindungen für Bildungsprozesse.

2. Übergänge: Erläuterung, dass Transitionen als krisenhafte, aber notwendige Lebensereignisse verstanden werden, deren Bewältigung durch eine gute Eingewöhnung maßgeblich erleichtert wird.

3. Bindungstheorie: Beschreibung der angeborenen Bindungs- und Explorationssysteme sowie der vier Bindungsmuster als fundamentale Basis für das kindliche Verhalten während der Trennung.

4. Eingewöhnungsmodelle: Detaillierte Vorstellung des Berliner, des Münchener und des Partizipatorischen Modells sowie deren jeweiligen phasenorientierten Abläufen.

5. Vergleich der drei Eingewöhnungsmodelle: Gegenüberstellung der theoretischen Schwerpunkte und operativen Unterschiede der drei Ansätze hinsichtlich ihrer Eignung und Vorgehensweise.

6. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass die Modellwahl individuell unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen erfolgen muss und keine allgemeingültige Empfehlung möglich ist.

Schlüsselwörter

Eingewöhnung, Bindungstheorie, Krippe, Transition, Eingewöhnungsmodelle, Bindungssicherheit, Explorationsverhalten, Bindungsperson, Berliner Modell, Münchener Modell, Partizipatorisches Modell, Frühkindliche Bildung, Beziehungsaufbau, Trennung, Übergangsbewältigung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der sanften Eingewöhnung von einjährigen Kindern in die Krippe und der Frage, wie diese aus bindungstheoretischer Sicht optimal gestaltet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Bindungstheorie, die Bedeutung von Übergängen (Transitionen) im Kindesalter sowie die Analyse und der Vergleich gängiger Eingewöhnungsmodelle.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Welche Modelle für den Übergang von elterlicher Betreuung in die Krippe im Alter von einem Jahr sind aus bindungstheoretischer Sicht sinnvoll?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und einem Literaturvergleich aktueller Konzepte und Forschungen zur frühkindlichen Pädagogik und Bindungstheorie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu Übergängen und Bindung erläutert, die drei Eingewöhnungsmodelle (Berliner, Münchener, Partizipatorisches Modell) detailliert vorgestellt und anschließend ein vergleichender Blick auf deren praktische Anwendung geworfen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Kernbegriffe sind Eingewöhnung, Bindungstheorie, Transition, Krippenstart sowie spezifisch das Berliner, Münchener und Partizipatorische Modell.

Wie unterscheiden sich die Trennungszeitpunkte in den Modellen?

Das Berliner Modell sieht einen frühen Trennungsversuch bereits ab dem vierten Tag vor, während das Münchener und das Partizipative Modell deutlich längere Kennenlernphasen vorsehen und einen ersten Trennungsversuch oft erst ab dem elften Tag ansetzen.

Warum spielt die Qualifikation der Fachkräfte eine so große Rolle?

Da jedes Kind individuell auf Trennungen reagiert, müssen Fachkräfte in der Lage sein, kindliche Signale feinfühlig zu lesen und entsprechend zu interpretieren, um den Eingewöhnungsprozess kindgerecht anzupassen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eingewöhnung in der Krippe. Berliner, Münchener und Partizipatorisches Eingewöhnungsmodell im Vergleich
Veranstaltung
Frühkindliche Bildung
Note
1,7
Autor
Luise Kirchmair (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
15
Katalognummer
V1514716
ISBN (PDF)
9783389083376
ISBN (Buch)
9783389083383
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eltern Kinder Kleinkinder Eingewöhnung Krippe Kita Erzieher Pädagogische Fachkräfte Träger Übergänge Bindungstheorie Berliner Eingewöhnungsmodell Münchner Eingewöhnungsmodell Partizipatorisches Eingewöhnungsmodell Vergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Luise Kirchmair (Autor:in), 2024, Eingewöhnung in der Krippe. Berliner, Münchener und Partizipatorisches Eingewöhnungsmodell im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1514716
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Leseprobe aus  15  Seiten
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