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Messung der indirekten Auswirkungen ungünstigen Arbeitgeberverhaltens auf die Produktivität der Arbeitnehmer

Ein Feldexperiment

Titre: Messung der indirekten Auswirkungen ungünstigen Arbeitgeberverhaltens auf die Produktivität der Arbeitnehmer

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2021 , 17 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Andrea Lettner (Auteur)

Gestion des ressources humaines - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Was passiert, wenn ein Manager seine Mitarbeiter unfair behandelt, beziehungsweise wie reagieren andere Mitarbeiter darauf, wenn sie bemerken, dass ihr Chef ihre Kollegen unfair behandelt? Die Antwort auf diese Frage wird von der folgenden Arbeit beantwortet. Dabei soll der Schwerpunkt auf der Betrachtung des unfairen Arbeitgeberverhaltens in Form von Entlassungen und dessen indirekten Einfluss auf die Arbeitsweise der Arbeitnehmer, gemessen anhand der Produktivität, liegen. Das konkrete Forschungsziel der vorliegenden Arbeit ist es somit, die indirekten Auswirkungen von ungünstigen Arbeitgeberverhalten auf die Produktivität der Arbeitnehmer anhand der Durchführung eines Feldexperiments zu untersuchen.

Alle anderen Faktoren, welche ebenfalls eine Veränderung der Arbeitsproduktivität herbeiführen könnten, wie beispielsweise Lohnkürzungen oder Arbeitsbedingungen, bleiben außen vor, da diese stets konstant gehalten werden. Die Fragestellung der Arbeit ist insofern äußerst interessant, da es bis dato kaum Forschungen in Bezug auf Variablen, welche die Arbeitsleistung indirekt beeinflussen gibt. Man könnte fast sagen, dass es sich um eine Wissenslücke in diesem Bereich handelt. Die Forschungsfrage ist folglich sehr neuartig, aber dennoch durchaus relevant. Denn es ist oft in den Köpfen der tendenziell immer egoistischer werdenden Gesellschaft verankert, dass alles, was sie nicht direkt betrifft, für sie selbst bedeutungslos ist. Doch genau das ist eben oftmals nicht der Fall. Da Menschen nicht rational sind, ist es zweifellos von Bedeutung. Das gilt nicht nur für den einzelnen Arbeitnehmer, sondern vielmehr für den Arbeitgeber. Denn diese denken vermutlich oft nicht daran, was eine Entscheidung ihrerseits für viel weitreichendere Auswirkungen mit sich trägt als nur die Kündigung eines Mitarbeiters. Die Arbeitsbeziehungen, Wahrnehmungen, Gefühle und Interpretationen der Arbeiter können indirekt als Reaktion auf die beispielhafte Entlassung einem Unternehmen ungeahnten Schaden zufügen. Die Annahme dabei ist natürlich, dass die Mitarbeiter unzufrieden mit der Vorgehensweise beziehungsweise mit der Entscheidung ihres Vorgesetzten sind.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Indirekte Reziprozität

2.2. Versuchsaufbau

2.2.1. Zeitleiste

2.2.2. Experimentelle Behandlungen im Call Center

2.2.3. Folgebefragung und Nachbesprechung

2.3. Datenanalyse und Randomisierung

2.3.1. Wichtigste Ergebnisse

2.4. Mechanismen

2.4.1. Wie haben die Arbeitnehmer ihren Arbeitgeber und die Entlassungsankündigung wahrgenommen?

2.4.2. Gibt es für die Ergebnisse andere Erklärungen?

2.4.3. Sagen HR-Manager unsere wichtigsten Ergebnisse voraus? Wie würden sie sie interpretieren?

3. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht in einem Feldexperiment, wie sich unfairen Arbeitgeberverhalten – konkret die willkürliche Entlassung von Kollegen – indirekt auf die Produktivität der verbleibenden Arbeitnehmer auswirkt, selbst wenn diese nicht persönlich betroffen sind.

  • Analyse des Konzepts der indirekten Reziprozität im Arbeitskontext.
  • Durchführung eines kontrollierten Feldexperiments in einem Call-Center-Umfeld.
  • Messung der Produktivitätsänderungen nach Kündigungsankündigungen.
  • Untersuchung der Wahrnehmung von Managemententscheidungen durch die Belegschaft.
  • Vergleich von Verhaltensmodellen mit den Prognosen von Personalverantwortlichen.

Auszug aus dem Buch

2.2.2. Experimentelle Behandlungen im Call Center

Wie bereits erwähnt wurden drei verschiedene Behandlungen im Zuge des Feldexperiments durchgeführt. Die erste Schicht verlief in der „No-lay-off“, „Quasi-lay-off“ und „Lay-off“ Behandlung genau gleich. Entscheidend für das Experiment ist nun, dass nach der ersten Schicht zufällig 20% des Personals aus der „Quasi-lay-off“ und der „Lay-off“ Behandlung für die zweite Schicht entlassen wurde. Für gewöhnlich trennte die erste und zweite Schicht ein Zeitraum von einer Woche. Damit die Zuverlässigkeit des Arbeitgebers im Hinblick auf die Bezahlung garantiert werden kann und es dahingehend auch zu keinen Verfälschungen der Arbeitsweise kommen kann, wird der Lohn allen Arbeitern zu Beginn jeder Schicht ausgehändigt.

Am Tag vor Beginn der zweiten Schicht wurden die Entlassungen den Mitarbeitern via E-Mail mitgeteilt, allerdings erhielten Mitarbeiter der „No-lay-off“ Behandlung nicht ganz dieselbe E-Mail, als die Arbeiter der „Quasi-lay-off“ Behandlung und der „Lay-off“ Behandlung. Der wesentliche Unterschied betreffend den Inhalt der E-Mails war, dass die Botschaft der E-Mail an die „No-lay-off“ Mitarbeiter, lediglich als Erinnerung an die zweite Schicht und als kleine Danksagung an die Mitarbeiter diente. Abgesehen davon beinhaltete die Nachricht nur Informationen, welche die Mitarbeiter ohnehin schon wussten. Wohingegen, die E-Mail an die Angestellten der „Quasi-lay-off“ sowie jener der „Lay-off“ Behandlung, eine kurze, aber wichtige Information zusätzlich enthielt. Nämlich wurden sie informiert, dass in der zweiten Schicht 20% weniger Personal da sein wird. Ansonsten war die Nachricht identisch.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, welche negativen Auswirkungen unfairen Arbeitgeberverhaltens auf die Produktivität von Mitarbeitern haben können.

2. Hauptteil: Der Hauptteil erläutert das theoretische Konstrukt der indirekten Reziprozität sowie den detaillierten Aufbau und die Ergebnisse des Feldexperiments.

3. Schluss: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert Implikationen sowie Ansätze für weiterführende Fragestellungen der positiven Reziprozität.

Schlüsselwörter

Indirekte Reziprozität, Feldexperiment, Arbeitgeberverhalten, Call Center, Produktivität, Kündigungen, Arbeitsleistung, Mitarbeitermotivation, Arbeitspsychologie, Personalmanagement, Ungerechtigkeit, Verhaltensökonomie, Unternehmenskultur, Arbeitsbeziehungen, Leistungskennzahlen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie das beobachtete unfaire Verhalten eines Arbeitgebers gegenüber einem Teil der Belegschaft die Leistung der verbleibenden Arbeitnehmer beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Arbeitsmarktökonomie, Verhaltensökonomie, soziale Reziprozität am Arbeitsplatz und der Einfluss von Managemententscheidungen.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das primäre Ziel ist es, durch ein Feldexperiment zu belegen, dass die willkürliche Kündigung von Kollegen zu einer indirekten Produktivitätsminderung bei den verbleibenden Mitarbeitern führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein kontrolliertes Feldexperiment in einer realen Arbeitsumgebung (Call Center) mit randomisierten Behandlungsgruppen und anschließender statistischer Analyse der Leistungsdaten durchgeführt.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil beschreibt das Design des Experiments, die verschiedenen Behandlungsgruppen, die Datenerhebung, die Ergebnisse und die zugrunde liegenden Mechanismen durch Befragungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Indirekte Reziprozität, Feldexperiment, Produktivität und unfaire Behandlung durch den Arbeitgeber.

Warum wurde eine "Lay-off"-Behandlung gewählt?

Die Behandlung wurde gewählt, um zu isolieren, ob die wahrgenommene Ungerechtigkeit einer willkürlichen Entlassung ausreicht, um die Arbeitsleistung von Personen zu senken, die selbst nicht entlassen wurden.

Wie reagierten HR-Manager auf die Ergebnisse des Experiments?

Die HR-Manager konnten die Ergebnisse des Experiments überwiegend korrekt antizipieren und bewerteten das unfaire Verhalten des Arbeitgebers als den wahrscheinlichsten Grund für den Leistungsrückgang.

Was bedeutet "indirekte Reziprozität" in diesem Kontext?

Indirekte Reziprozität bedeutet hier, dass Mitarbeiter auf ein als unfair wahrgenommenes Verhalten des Arbeitgebers mit einer Minderung ihrer eigenen Leistung reagieren, obwohl sie vom negativen Ereignis selbst nicht unmittelbar betroffen sind.

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Résumé des informations

Titre
Messung der indirekten Auswirkungen ungünstigen Arbeitgeberverhaltens auf die Produktivität der Arbeitnehmer
Sous-titre
Ein Feldexperiment
Université
University of Linz
Note
1,0
Auteur
Andrea Lettner (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
17
N° de catalogue
V1514785
ISBN (PDF)
9783389082348
ISBN (Livre)
9783389082355
Langue
allemand
mots-clé
messung auswirkungen arbeitgeberverhalten produktivität arbeitnehmer feldexperiment
Sécurité des produits
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Citation du texte
Andrea Lettner (Auteur), 2021, Messung der indirekten Auswirkungen ungünstigen Arbeitgeberverhaltens auf die Produktivität der Arbeitnehmer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1514785
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Extrait de  17  pages
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