Das Ziel dieser Arbeit ist es, eine beobachtete Unterrichtsreihe im Fach Deutsch während des Praxissemesters in einer eigenständig unterrichteten Einzelstunde zu präsentieren und am Ende kritisch zu reflektieren. Dies ist entscheidend für die Weiterentwicklung der eigenen Lehrerpersönlichkeit und soll dazu dienen, konstruktive Kritik in Lob umzuwandeln.
Der Bericht soll wesentliche Einblicke über den Inhalt des Praktikums, sowie theoretische Belege und ihre mögliche Umsetzung in der Praxis veranschaulichen. Die praktischen Erfahrungen dieses Berichtes beziehen sich auf eine Berufsschule. Das Berufskolleg ist eine städtische Schule für technische Berufe und bildet die Berufsfelder von der APO-BK von Anlage A bis E aus. Im Rahmen des Praxissemesters wurden hauptsächlich Klassen im Fach Wirtschaft und Deutsch besucht. Dabei wurden sowohl verschiedene Klassen im ersten Jahr als auch im letzten Jahr begleitet, um eine Unterrichtsreihe zu beobachten und mitzuverfolgen. Ein Beispiel sind die berufsbegleitenden Klassen, wie zum Beispiel der Kfz-Mechatroniker.
Ein Thema der Unterrichtsreihe war die Kommunikation, da sie eine zentrale Rolle im Alltag und Berufsleben der Schüler*innen spielt. Sowohl in alltäglichen Situationen als auch im beruflichen Umfeld ist sie eine angemessene Kommunikation mit Vorgesetzten und Kollegen*innen entscheidend. Dabei ist sowohl ihr verbales als auch nonverbales Handeln gefragt. Es kann vorkommen, dass die Schüler*innen in Situationen geraten, in denen sie kontextbezogene Gespräche führen müssen und mit ihrer Körpersprache viel bewirken können, wie zum Beispiel bei einem Bewerbungsgespräch.
In diesem Praxissemesterbericht wird eine Unterrichtseinheit aus der Unterrichtsreihe Kommunikation behandelt, die sich mit den vier Ebenen des Kommunikationsmodells nach Schulz von Thun auseinandersetzt. Hierbei soll untersucht werden, wie Schüler*innen in dieser 45-minütigen Unterrichtseinheit die Kompetenzen Sprechen und Zuhören erlangen können und wie sie dabei gefördert werden können.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2. Inhalte des Praktikums
2.1 Informationen zur Lerngruppe
2.2 Ist-Zustand der Kompetenzentwicklung
2.3 Lernumgebung und organisatorische Rahmenbedingungen
3.Didaktische Legitimation
3.1. Curriculare und sachanalytischen Hinweise
3.2 Einordnung in den unterrichtlichen Kontext
3.3 Didaktische Sichtweise
4. Sprachdidaktisch-methodischen Analyse
5. Praxisbezogene Überlegungen und Ziele
5.1 Unterrichtsreihe
5.2 Unterrichtsstunde
6. Synoptischer Verlaufsplan
7. Reflexion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Relevanz einer gelingenden Kommunikation im beruflichen Kontext zu untersuchen, indem sie eine Unterrichtseinheit am Berufskolleg basierend auf dem Vier-Ohren-Modell von Friedemann Schulz von Thun analysiert und nachschulisch sowie didaktisch reflektiert.
- Analyse der Bedeutung von Kommunikation im Berufsleben für Auszubildende.
- Einsatz des Kommunikationsmodells nach Schulz von Thun zur Strukturierung von Kommunikationssituationen.
- Förderung der Kompetenzen Sprechen und Zuhören mittels kooperativer Arbeitsformen.
- Methodisches Vorgehen durch Gruppenpuzzle zur intensiven Auseinandersetzung mit Theorieinhalten.
- Reflexion der eigenen Lehrerrolle und der Wirksamkeit unterrichtspraktischer Ansätze.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Der vorliegende Bericht soll wesentliche Einblicke über den Inhalt des Praktikums, sowie theoretische Belege und ihre mögliche Umsetzung in der Praxis veranschaulichen.
Die praktischen Erfahrungen dieses Berichtes beziehen sich auf das Berufskolleg in . Das Berufskolleg ist eine städtische Schule für technische Berufe und bildet die Berufsfelder von der APO-BK von Anlage A bis E aus. Im Rahmen des Praxissemesters wurden hauptsächlich Klassen im Fach Wirtschaft und Deutsch besucht. Dabei wurden sowohl verschiedene Klassen im ersten Jahr als auch im letzten Jahr begleitet, um eine Unterrichtsreihe zu beobachten und mitzuverfolgen. Ein Beispiel sind die berufsbegleitenden Klassen wie zum Beispiel der KFZ-Mechatroniker.
Ein Thema der Unterrichtsreihe war die Kommunikation, da sie eine zentrale Rolle im Alltag und Berufsleben der Schüler*innen spielt. Sowohl in alltäglichen Situationen als auch im beruflichen Umfeld ist sie eine angemessene Kommunikation mit Vorgesetzen und Kollegen*innen entscheidend. Dabei ist sowohl ihr verbales als auch nonverbales Handeln gefragt. Es kann vorkommen, dass die Schüler*innen in Situationen geraten, in denen sie kontextbezogene Gespräche führen müssen und mit ihrer Körpersprache viel bewirken können, wie zum Beispiel bei einem Bewerbungsgespräch.
In dem vorliegende Praxissemesterbericht wird eine Unterrichtseinheit aus der Unterrichtsreihe Kommunikation behandelt, die sich mit den vier Ebenen des Kommunikationsmodells nach Schulz von Thun auseinandersetzt. Hierbei soll untersucht werden, wie Schüler*innen in dieser 45-minütigen Unterrichtseinheit die Kompetenzen Sprechen und Zuhören erlangen können und wie sie dabei gefördert werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Dieses Kapitel skizziert den Aufbau des Berichts, stellt das Berufskolleg als Lernort vor und erläutert die Relevanz des Themas Kommunikation für den Berufsalltag der Schüler*innen.
2. Inhalte des Praktikums: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Lerngruppe, ihrer Lernvoraussetzungen sowie der technischen Rahmenbedingungen und der digitalen Ausstattung der Schule.
3.Didaktische Legitimation: Dieses Kapitel begründet die Unterrichtswahl curriculartheoretisch, ordnet die Unterrichtsreihe in den Kontext des Bildungsplans ein und reflektiert die pädagogische Bedeutung der Thematik.
4. Sprachdidaktisch-methodischen Analyse: Hier wird der Fokus auf die Entwicklung der sprachlichen Kompetenzen Sprechen, Zuhören und Schreiben gelegt und die didaktische Notwendigkeit für die Lerngruppe diskutiert.
5. Praxisbezogene Überlegungen und Ziele: In diesem Teil werden geplante Unterrichtsreihen und die spezifische Unterrichtsstunde detailliert erläutert sowie retrospektive Optimierungsvorschläge formuliert.
6. Synoptischer Verlaufsplan: Dieses Kapitel visualisiert den tabellarischen Ablauf der Unterrichtseinheit mit den entsprechenden Methoden und Medieneinsätzen.
7. Reflexion: Der Autor reflektiert abschließend die gewonnenen praktischen Erfahrungen im Praxissemester und zieht ein Fazit für seine zukünftige berufliche Laufbahn.
Schlüsselwörter
Kommunikation, Schulz von Thun, Sprachdidaktik, Praxissemester, Berufskolleg, Gruppenpuzzle, Kompetenzorientierung, Unterrichtsplanung, Sprechen, Zuhören, Vier-Ohren-Modell, Didaktik, Berufsvorbereitung, Schülerzentrierung, Rollenspiel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Bericht grundsätzlich?
Der Bericht dokumentiert die Erfahrungen und die Unterrichtsplanung eines Praxissemesters am Berufskolleg, wobei der Schwerpunkt auf der Vermittlung linguistischer Kompetenzen im Fach Deutsch liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themenfelder sind die Analyse von Kommunikationsmodellen, speziell das von Friedemann Schulz von Thun, sowie methodische Überlegungen zur Förderung von Sprech- und Zuhörkompetenzen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erprobung und kritische Reflexion einer Unterrichtsstunde, in der Auszubildende lernen, verbale und nonverbale Kommunikationssituationen professionell zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt Elemente der didaktischen Analyse nach Wolfgang Klafki sowie wortschatzdidaktische Ansätze und kooperative Lehr-Lernformen wie das Gruppenpuzzle.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Lerngruppenanalyse, die didaktische Begründung der Unterrichtsinhalte, die sprachdidaktische Analyse sowie die methodische Ausgestaltung der geplanten Unterrichtsstunden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Berufskolleg, Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun, Sprachdidaktik und schülerorientierte Methoden beschreiben.
Warum ist die Wahl des Kommunikationsmodells für die Lerngruppe sinnvoll?
Es bietet eine klare Struktur, um berufliche Alltagssituationen wie Konflikte in der Pflege oder im Büro sachlich und empathisch zu analysieren und Missverständnisse zu minimieren.
Welche Herausforderung identifiziert der Autor bei der Umsetzung des Gruppenpuzzles?
Der Autor stellt fest, dass eine sorgfältige Vorbereitung der Leittexte und eine klare Strukturierung der einzelnen Phasen essenziell sind, um eine Überforderung der Schüler*innen zu vermeiden.
- Arbeit zitieren
- Joulin Stapel (Autor:in), 2023, Theorie-Praxis-Bericht zum Praxissemester im Fach Deutsch in einer Berufsschule. Sprachdidaktik anhand des Kommunikationsmodells von Schulz von Thun, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1514790